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Ohne Tabus bei voller Verbindlichkeit ins Schisma

29. Mai 2019 in Kommentar, 33 Lesermeinungen
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Der Vortrag des Bischofs Overbeck/Essen „zeigt nur zu deutlich, wohin uns der von den Bischöfen ausgerufene synodale Weg führen kann. Es aller Voraussicht nach ein Weg ins Schisma.“ Kommentar von Peter Winnemöller


Essen (kath.net/Blog „katholon“/pw) Aus Anlass einer Fachtagung der Katholisch-Theologischen Fakultät in Münster hielt der Bischof Franz-Josef Overbeck aus Essen einen Vortrag mit dem Titel „Perspektiven für die künftige Arbeit der Bischofskonferenz“. Das Thema der Fachtagung lautete: „Die Lehrkompetenz der Bischofskonferenz. Dogmatische und kirchenrechtliche Perspektiven“.

Das Thema der Fachtagung erklärt sich aus der von Papst Franziskus immer wieder verkündeten Aufwertung der regionalen Bischofskonferenzen. Diese sollen dem Willen des Papstes nach mehr Vollmachten und mehr Verantwortung in der Lehre bekommen. Allein die Tatsache, dass eine päpstliche Anregung eine Fachtagung an einer deutschen theologischen Fakultät auslöst, ist eine Nachricht für sich.

Die deutschen Bischöfe nehmen die Anregung, mehr Lehrvollmacht zu bekommen begeistert auf. Aktuell müssen sie nicht mit Störfeuer aus Rom rechnen, wenn sie sich auf den „synodalen Weg“ begeben. Im Dialogprozess der Jahre 2011 bis 2015 wurden bestimmte Themen mit dem Verweis auf Rom und die weltkirchliche Relevanz ausgeklammert. Das ist nun nach Ansicht einiger Bischöfe nicht mehr notwendig und damit steht das Lehrgebäude der Kirche in Deutschland inzwischen auf sehr wackeligen Füßen. Das bleibt zwar nicht unwidersprochen, wie die klare Stellungnahme von Bischof Zdarsa zeigt. Die Mahnung von Bischof Stefan Oster vor der Spaltung sollte ebenfalls gehört werden.

Doch die Stimmen wider den Abbruch der Lehre werden weniger und leiser. Die Bischöfe haben uns einen „synodalen Weg“ angedroht. Ein Regionalkonzil oder eine Regionalsynode wäre zu formell gewesen. Man hätte sich an Regeln halten müssen. Es entspricht dem vom Papst gewünschten Synodalismus, möglichst wenige Regeln aufzustellen und somit möglichst keine Bindung an Normen zu haben. Auch gegen die Lehre können Beschlüsse gefasst werden. Der Trick ist, der Form nach die Lehre nicht zu verändern, aber Ausnahmetatbestände ausdrücklich wertzuschätzen. Die Methode durften wir bei Amoris laetitia und der Interkommunion bei gemischkonfessionellen Ehepaaren kennenlernen.

Um zu veranschaulichen, wie das aussehen kann, eignen sich einige Leitthesen aus dem Vortrag von Bischof Overbeck. Eine Kommentierung der Thesen macht den Weg deutlich, der schon jetzt erkennbar eingeschlagen wird.

Der „Synodale Weg“ muss nach Worten von Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck „ergebnisoffen und möglichst klar strukturiert“ sein.
Perspektiven für die künftige Arbeit der Bischofskonferenz
Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck

Zwei Worte sind hier wichtig: „ergebnisoffen“ und „klar strukturier“t. Das bedeutet ja in der Tat, dass ein Ergebnis beispielsweise lauten könnte, wir erkennen jede Form menschlichen Zusammenlebens als wertvoll an.

Die Dekonstruktion der Ehe hat längst begonnen. Wir erinnern uns an die praktische Umsetzung von Amoris laetitia.

Als Sakrament und als verbindliche Lebensform ist die Ehe gemäß Lehre der Kirche die grundsätzlich die Norm der menschlichen Verbindung zwischen Mann und Frau ist. Mithin ist sie die Kernzelle für die Familie und wird damit letztendlich zur Keimzelle eines gesunden Gemeinwesens. Sie ist der einzig richtige Ort für die menschliche Sexualität, weil Mann und Frau aufeinander hin geschaffen sind.

Die Anerkennung außerehelicher Beziehungen in jeglicher Konstellation widerspricht der Lehre der Kirche zur Ehe. Eine solche soll aber dem Zeitgeist gehorchend durchaus Ziel des „synodalen Weges“ sein. Die serielle Monogamie erfährt schon jetzt quasi eine Wertschätzung durch Zulassung zivil wiederverheirateter Geschiedener zur Kommunion. Selbige erfolgt angeblich nur in Einzelfällen mit pastoraler Begleitung. Die Wirklichkeit dürfte längst anders aussehen. Serielle Monogamie ist in der Tat ein Begriff, der in die Familienpolitik Einzug gefunden hat und für das Bundesfamilienministerium ein Ideal menschlichen Zusammenlebens ist. Man erkennt die Anpassung an die Welt.


Andere mögliche Ergebnisse: Regionale Änderung der Zulassungsbedingungen zu den Weiheämtern. Regionale Änderungen zur Zulassung zur Eheschließung. Regionale Änderung der Morallehre der Kirche.

Die klare Struktur dürfte außer Frage stehen. Es gibt in Deutschland eine prägende Verbands- und Funktionärskultur, die dem „synodalen Weg“ den Rahmen zu geben wissen wird. Es dürfte keine Frage sein, wie die klare Struktur aussieht. Wer nicht den richtigen linkskatholischen Stallgeruch hat, ist allenfalls das geduldete Alibi.

„Der ‚Synodale Weg‘ kann nur ein Weg der ganzen Kirche in Deutschland sein“
Perspektiven für die künftige Arbeit der Bischofskonferenz
Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck

Ein Satz der verräterischer nicht sein könnte. Da wird zum einen klar, wer von sich aus am „synodalen Weg“ nicht teilnimmt, ist raus. Raus aus der Kirche, nur damit wir uns klar verstehen. Wer am „synodalen Weg“ nicht teilnehmen darf, ist auch nicht mehr Bestandteil der ganzen Kirche in Deutschland. Es ist nicht anzunehmen, das konservative Kreise in nennenswertem Umfang zum „synodalen Weg“ eingeladen werden. Darüber hinaus gibt es genügend Gläubige, die sich für diesen Weg nicht vereinnahmen lassen wollen, damit sie nicht am Ende für den schismatischen Weg der „ganzen Kirche in Deutschland“ mit in Haftung genommen werden. Wer also den „synodalen Weg“ ablehnt, ist nicht nur Exkommuniziert, sondern raus aus der „ganzen Kirche in Deutschland“.

Es ist ein schmerzlicher, ärgerlicher Weg, den die Bischöfe den Gläubigen hier zumuten.

Der Prozess müsse eine breite Teilhabe ermöglichen und in verbindliche Ergebnisse münden.
Perspektiven für die künftige Arbeit der Bischofskonferenz
Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck

Die These der breiten Teilhabe ist schon fast eine Witz. Majorität ist kein Kriterium für Wahrheit. Verbindliche Ergebnisse sagen noch lange nichts darüber aus, ob die Kirche am Ende eines solchen Weges noch katholisch ist. Und wird die Breite wirklich eine Breite der Katholiken sein oder eine so eindimensionale Breite, wie beim Dialogprozess?

Wenn nun hier über Amt, Moral, Lehre, ja über den Glauben selbst abgestimmt wird, was erwarten die Bischöfe, wird das Ergebnis sein? Es stellt sich vielmehr die Frage, warum abgestimmt werden soll.

Das Amt des Bischofs ist es die Wahrheit zu lehren, die er selber empfangen hat. Er kann nicht über ein anderes Evangelium abstimmen lassen und fortan dies verkündigen. Wir werden genau das erleben.

„Die Kritik an der Kirche muss Gehör finden, damit es zu einem echten Kulturwandel kommt.“
Perspektiven für die künftige Arbeit der Bischofskonferenz
Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck

Die fundamentalste und radikalste Kritik an der Kirche hält natürlich die Welt für uns parat. Die Kirche muss unbedingt im Widerspruch zur Welt stehen. Das klingt banal und in heutigen Ohren vielleicht seltsam. Es ist aber logisch.

Wohin soll der Kulturwandel führen? Zu einer Kultur des immer weiteren Verfalls? Zu einer immer weiter gehenden Verweltlichung und Anbiederung der Kirche?

Im Hinblick auf die Verbindlichkeit der Beschlüsse biete sich eine doppelte Zwei-Drittel-Mehrheit an.
Perspektiven für die künftige Arbeit der Bischofskonferenz
Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck

Da es auf dem „synodalen Weg“ um Fragen der Moral und um Fragen des Glaubens geht, stellt sich die Frage, ob über diese mit doppelter Zweidrittelmehrheit eine Gewissheit im Glauben erlangt werden kann. Zweifel sind angebracht.

Um die kirchliche Lehre weiterzuentwickeln, brauche es auch „eine systematische Rezeption von sozial- und humanwissenschaftlichen Erkenntnissen.“
Perspektiven für die künftige Arbeit der Bischofskonferenz
Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck

Diese These hört man in diesen Tagen immer wieder. Welche Schule der sich widersprechenden Wissenschaften hört man denn an? Wohl am ehesten die, die den Ohren am meisten schmeicheln. Bischof Overbeck selber hat sich zum bischöflichen Vorkämpfer für die Gaylobby gemacht. Nachdem er vor Jahren noch – gegen die Lehre der Kirche – auch die Neigung als Sünde verkaufen wollte, hat er später eine 180° Wende vollzogen. Es geht um eine innerkirchliche Form der sogenannten „Ehe für alle“. Die Dekonstruktion des Sakramentes, die dafür unbedingt vorher erfolgen muss, wird ja von den Bischöfen schon betrieben. Auch die serielle Monogamie wertzuschätzen ist durchaus eine Folge von Erkenntnissen der Sozial- und Humanwissenschaften.

Warum die Kirche immer noch Polygamie und Promiskuität ablehnt, wird auf dem „synodalen Weg“ begründungspflichtig und nur schwer haltbar sein. Rollt die Welle, überrollt sie den, der sie auslöste.

Overbeck wandte sich gegen eine „Identitätssicherung nach innen“
Perspektiven für die künftige Arbeit der Bischofskonferenz
Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck

Und das hat Methode. Wenn ich nicht mehr so genau weiß, was katholisch ist und was nicht, dann bin ich offen für alles Neue, ganz gleich aus welcher Quelle. Doch wer nach allen Seiten offen ist, ist am Ende nicht ganz dicht.

Im Gegenteil ist eine Identitätssicherung nach innen unbedingt erforderlich. Der Weg dazu ist allerdings nicht synodales Gefasel, sondern Katechese und Unterweisung.

und eine „Vereinfachungs- und Vereindeutigungslogik“, die vor allem die säkulare Außenwelt für die Krise der Kirche verantwortlich machen wolle.
Perspektiven für die künftige Arbeit der Bischofskonferenz
Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck

Eine klare Ohrfeige gegen Papst em. Benedikt XVI. der insbesondere mit seiner jüngsten schonungslosen Analyse gezeigt hat, wie sehr sich die Kirche im Kontext der Welt bewegt und wie sehr die negativen Entwicklungen z.B. der 68er auch die Kirche negativ beeinflusst hat.

Wer gegen Vereinfachung und Vereindeutigung ist, wehrt sich gegen sachliche Analyse des Ist- Standes und gegen eine echte Klärung von Missständen. Schon allein die Weigerung der deutschen Bischöfe anzuerkennen, wie hoch der Anteil des Päderasmus am Missbrauchsskandal ist, ist für sich genommen noch mal ein Skandal.

Wer Eindeutigkeit nicht will, ist eindeutig für Verwirrung.

„Die alte Zeit ist zu Ende“,
Perspektiven für die künftige Arbeit der Bischofskonferenz
Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck

Ja, das ist sie.
Wer so spricht, setzt sich allerdings am besten in den Schaukelstuhl und jammert vor sich hin.
Junge Katholiken lesen derweil den YouCat.

„Wir sind in einer Krise.“
Perspektiven für die künftige Arbeit der Bischofskonferenz
Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck

Seit mindestens 50 Jahren. Guten Morgen, Herr Bischof! Ausgepennt?

Der Auslöser der Krise hat einen Namen. Genau genommen sind es zwei Namen, die zu nennen sind. Da ist zum einen die Königsteiner Erklärung, die der erste Schritt der deutschen Bischöfe zu Anbiederung an die Welt war und Papst Paul VI. den Boden unter den Füßen entzogen hat. Da ist zum anderen die Würzburger Synode und ihre katastrophalen Folgen in Religionsunterricht und Katechese.

Die Königsteiner Erklärung wäre zu widerrufen und die Beschlüsse der Würzburger Synode außer Kraft zu setzen. Das wäre ein erster Schritt aus der Krise. Stattdessen aber …

und stehen an einer Zäsur, die vielleicht noch tiefer geht als die Reformation“.
Perspektiven für die künftige Arbeit der Bischofskonferenz
Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck

Das steht in der Tat zu befürchten. Und es gibt eine nicht allzu geringe Anzahl an Bischöfen, die das Schisma aktiv vorantreiben.

am Anfang der Wirkung eines geistlichen und geschichtlichen Tsunamis.“
Perspektiven für die künftige Arbeit der Bischofskonferenz
Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck

Hier verwendet der Bischof ein Bild, das fast prophetisch ist. Ein Tsumani darf hier ruhig als Bild herhalten für die Welle, die das Schisma auslösen wird.

Man bedenke, dass die Spaltung, der wir entgegensehen, nachdem sie erfolgt ist und offen wurde, nicht etwa Klarheit und Frieden bringt. Es steht uns eine Zeit bevor, in der der einzelne Gläubige, die Priester, viele Gemeinden und vielleicht sogar ganze Bistümer sich entscheiden müssen, welchem Weg sie folgen wollen.

Wie friedlich das abgehen wird, kann man erahnen, wenn man sich anschaut, dass nach 1517 in den deutschen Landen und drumherum für rund 150 bis zum Westfälischen Frieden mehr oder weniger ununterbrochen religiös motivierte Kriege herrschten. Danach zogen in einigen Regionen Gutachter über Land, die entschieden, ob die Gemeinden katholisch sind oder dem reformierten Weg folgen (z.B. im Osnabrücker Land). Die Wirren waren am Ende so groß, dass die Menschen zum Teil selber nicht mehr wussten, was sie waren.

Wenn Kirche sich den gegenwärtigen Herausforderungen verweigere, drohe sie völlig belanglos zu werden.
Perspektiven für die künftige Arbeit der Bischofskonferenz
Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck

Anders als es der Bischof offensichtlich meint, stimmt dieser Satz voll und ganz.

„Wir müssen Schneisen schlagen“, so Overbeck.
Perspektiven für die künftige Arbeit der Bischofskonferenz
Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck

Das Kopfkino sieht den Bischof mit der Machete den „synodalen Weg“ in den Dschungel der Postmoderne schlagen. Er wird feststellen, dass die Dschungel der Welt schneller wachsen, als er die Kirche an sie anpassen kann. Jede Schneise, die nicht mit Wahrheit und Klarheit, sondern mit Mehrheit geschlagen wird, wird in den Abgrund und in die Spaltung führen.

Der Vortrag des Bischofs in Münster zeigt nur zu deutlich, wohin uns der von den Bischöfen ausgerufene synodale Weg führen kann. Es aller Voraussicht nach ein Weg ins Schisma, in die Verwirrung der Menschen und in die Dekonstruktion wesentlicher Glaubensinhalte.

In Folge dieser Wege wird ein Teil der Kirche sich abtrennen und den Weg des Protestantismus gehen.

Der Kirche ist von ihrem göttlichen Stifter Bestand verheißen. Was nicht verheißen ist, ist die Liebe der Welt zur Kirche. Ganz im Gegenteil, die Jünger Jesu sind in der Welt aber nicht von der Welt.

Eben dieser Welt, die die Kirche nicht liebt, wollen Bischöfe, die wie Franz-Josef Overbeck denken, sich geschmeidig anpassen. Das, was diese Bischöfe der Kirche abspalten werden, wird zuerst den Jubel der Welt erfahren, dann von der Welt gefressen werden und am Ende von eben dieser Welt angewidert ausgespuckt, wenn sie es ausgelutscht und für ihre Zwecke genutzt hat.

(Die Zitate sind einer Meldung der „Katholischen Nachrichtenagentur“ (KNA) über den Vortrag des Bischofs im Rahmen der Fachtagung entnommen.)

Foto Bischof Overbeck (c) Bistum Essen


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Lesermeinungen

 greti 4. Juni 2019 
 

... verweigert .... und ...belanglos werden

Meine Meinung:

Wenn Kirche sich diesem geplanten synodalen Weg zu eigen macht, ist sie bereits jetzt - im Vorfeld - belanglose. Damit könnte man sich die hochangebundene Synode sparen.

Für mich stellt sich allerdings die Frage, welcher Bischof/welche Bischöfe da eventuell - oder hoffentlich - nicht mitziehen werden, damit ich mir notfalls eine andere Bischofskirche suchen könnte.

Vielleicht sollten Herr Marx und Herr Overbeck mal "Klare Kante" zeigen und die wichtigste Frage stellen: "Wer kommt mit uns? Wir machen was total Neues!

Nicht nur Katharina Emmerick hat solch eine wichtige Aussage getroffen - Hildegard von Bingen (Kirchenlehrerin) schreibt ähnliches,


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  1. Juni 2019 
 

Bischöfe sollten zukünftig - kraft des Synodalen Weges - abgewählt werden dürfen!!

Wenn schon synodal - dann auf allen Ebenen des Mitbestimmungsrechts!


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 Labrador 1. Juni 2019 
 

Lieber antony - (2)

Von der Jungfäulichkeit vor der Ehe, bis zu den Vorteilen einer Familie von Vater, Mutter und mehreren Kindern, nichts wird ausgelassen.

Ich fand es zB spannend, wie sich die Anwesenheit des biologischen Vaters (ein nicht verwandter Mann bewirkt das Gegenteil!) auf die Entwicklung von Mädchen und Buben auswirkt.


Wäre diese Frau anstelle von Molyneux bei Overbeck gelandet, der ihr zugesichert hätte, die 60+ Männer in ihrem Leben wären gut gewesen, wie hätte er ihr dann in ihrer Not, sie hat alles Interesse an Männern verloren, zieht sich mit 41 in Einsamkeit und Depression zurück, helfen können? Warum helfen, wenn alles passt?

Diese Frau kennt ihre Fehler, lechzt nach Erlösung und
- Overbeck müsste sagen: "Weiter so".
Und Beichte und erlösende Barmherzigkeit bleiben aussen vor.
- Molyneux hat sie ernst genommen und ihr immerhin zu einer Therapie geraten


Dieser Blitzkneisser/Blitzmerker will uns aus Bequemlichkeit seine altbackenen Semmeln als neue "Körbchen" verkaufen.


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 JBE 31. Mai 2019 
 

Irrweg

Der synodale Weg ist niemals der Weg der Kirche sondern ein Irrweg, insbesondere da ja die Ergebnisse schon im Voraus bekannt sind und zudem alles nicht diskutiert werden darf,was nicht dem Mainstream entspricht. Meine geliebte katholische Kirche Quo vadis?


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 Ulmus 31. Mai 2019 
 

@stephanus2

Ich bin zwar nicht Ginsterbusch, aber den Ursprung des Zitats kann ich bieten: Es ist aus "Das Leben der gottseligen Anna Katharina Emmerich, Zweiter Band, Abschnitt XII "Gebets= und Leidens=Arbeiten für das Oberhaupt der Kirche", Abschnitt "Sinnbild des von Petri Felsen getrennten Kirchensprengels" - in meiner Ausgabe Seite 560. Das "Hättet ihr doch nur ein Vaterunser gebetet!" kommt bei mir allerdings nach dem "einst beweinen". Es gibt eine Anmerkung, die sich auf „deutschen Spitzbuben" bezieht: „** Die deutschthümelnden Feinde der lateinischen Kirchensprache und Erbauer einer deutschen Nationalkirche ohne Gott, ohne Sakrament, ohne Papst."


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 hape 31. Mai 2019 

@Andrzej123 und @lesa

Vielen Dank für die Rückmeldungen. Von der Forderung nach einem Recht auf Tötung eines Neugeborenen hörte ich erstmals 2018 bei der Rede einer Feministin auf dem Parteitag der Jusos in Deutschland. Aber die Ärzte Zeitung fragte schon am 05.03.2012: „Soll man Neugeborene töten dürfen?“ – Man spricht euphemistisch von „Abtreibung nach der Geburt“. Wir leben tatsächlich in einer Kultur des Todes, wie der Hl. Papst Johannes Paul II sagte.


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 stephanus2 29. Mai 2019 
 

Werte Ginsterbusch, ich bin staunende und dankbare Verehrerin von Anna Katharina Emmerick, habe aber noch nicht alles von ihr gelesen. Wo kann ich das von Ihnen erwähnte Zitat finden ? Ich möchte gern mehr darüber lesen.


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 lesa 29. Mai 2019 

Namensangabe

[email protected]: Es steht in der Katholischen Wochenzeitung die Angabe "In einer Zeitschrift für "medizinische Ethik" erheben zwei Wissenschaftler, Francesca Minerva und Alberto Giubilini, die Forderung …"
Vielleicht ist Ihnen die Namensangabe zu weiteren Recherchen nützlich. Die Zeitschrift ist nicht näher angeführt.


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 Andrzej123 29. Mai 2019 
 

@hape: Pro: Abtreibungsoption nach Geburt z. B. im BMJ

"After-birth abortion: why should the baby live?"
https://jme.bmj.com/content/39/5/261

Das ist abwägende "Ethik": Man findet "Gründe" für das Böse, das damit "gut" wird.


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 Ginsterbusch 29. Mai 2019 

Anna Katharina Emmerick...

..Auch die düstere Rolle der deutschen katholischen Kirche wurde Anna Katharina geoffenbart: "Sie wollen dem Hirten die eigene Weide nehmen! Sie wollen einen eindrängen, der den Feinden alles zugibt! Oh, ihr deutschen Spitzbuben! Wartet! Es soll euch nicht gelingen! Der Hirte steht auf dem Felsen. Ihr Priester, ihr rührt euch nicht. Ihr schlaft und der Schafstall brennt an allen Ecken! Hättet ihr doch nur ein Vaterunser gebetet! Ihr tut nichts! Oh, wie werdet ihr es einst beweinen!


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 Rita1937 29. Mai 2019 
 

Naja, wenn die Reformen noch tiefgreifender werden wie zur Zeit der Reformation... kommt dann nicht 30 sondern 40 oder 50jähriger Krieg? Solche fette Worte sind typisch für den Vorsitzenden der DBK. Oft ist dahinter nichts nur Windhauch... Habt keine Angst, der Herr wird sicher das letzte Wort haben. Auch während des 2.Vatikanischen Konzils gab es solche Vorstellungen und was ist dann gekommen? Alles anders und zweitens als man denkt... Der Herr ist mit uns, alle Tage bis zu Ende der Welt.


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 benedetto05 29. Mai 2019 
 

@Uwe Lay, @Stefan Fleischer 1. Teil

Das Kalkül der Neoreformisten um "F.", Overbeck & Co ist sehr klar und eiskalt: sie möchten die Una sancta wesentlich der Welt anpassen in den bekannten Punkten, die ich hier und jetzt nicht wiederholen oder gar diskutieren möchte.

Man setzt (wahrscheinlich nicht zu unrecht) darauf, dass nur ein kleiner Teil (vermutlich weniger als 10%)diesen Weg nicht mitzugehen bereit ist. Die anderen gut 90% (entweder überzeugte Neoreformisten oder gleichgültige Mitläufer) werden schon dabeibleiben und auch für die finanzielle Sicherung dieses Weges sorgen. Die anderen können halt gehen, wie Winnemöller richtig ausgeführt hat. D.h. diese ca. 90% können(wieder nicht zu unrecht) behaupten: "Wir sind nach wie vor die Una sancta, denn wir haben ja Petrus; die anderen sind schismatische Sektierer, sie sind nicht mehr katholisch.“ Ganz schnell ist dann auch der KKK in den wesentlichen Punkten auf den Kopf ge-stellt.


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 benedetto05 29. Mai 2019 
 

@Uwe Lay, @Stefan Fleischer (Fortsetzung)

Praktisch wird es ähnlich ablaufen, wie nach VII mit der Piusbruderschaft : zunächst bildet sich eine Plattform der Lehramtstreuen innerhalb der Kirche.

Diese gerät, eher früher als später, mit der Kirchenleitung in einen offenen Konflikt, weil die Diskrepanzen einfach unüberbrückbar geworden sein werden. Wahrscheinlich in der Frage von Priester- u. Bischofsweihen kommt es dann zur Exkommunikation dieser lehramtstreuen Plattform, auch forciert von der Propaganda der glaubenfeindlichen Mainstream-Medien.

Das ganze wird sich noch ca. 10 Jahre hinziehen, aber dann ist es soweit. Dann besteht die Kirche nicht nur aus lauter (getauften) Heiden, dann ist sie faktisch heidnisch bzw. protestantisch, was aber keinen Unterschied macht.
@Stefan Fleischer: Ihr zweiter Post trifft den Kern – „die Kirche der Heiden wird die wahre Kirche Christi aus ihren Reihen ausschließen.“


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 benedetto05 29. Mai 2019 
 

@Uwe Lay, @Stefan Fleischer

Das Kalkül der Neoreformisten um "F.", Overbeck & Co ist sehr klar und eiskalt: sie möchten die Una sancta wesentlich der Welt anpassen in den bekannten Punkten, die ich hier und jetzt nicht wiederholen oder gar diskutieren möchte.

Man setzt (wahrscheinlich nicht zu unrecht) darauf, dass nur ein kleiner Teil (vermutlich weniger als 10%)diesen Weg nicht mitzugehen bereit ist. Die anderen gut 90% (entweder überzeugte Neoreformisten oder gleichgültige Mitläufer) werden schon dabeibleiben und auch für die finanzielle Sicherung dieses Weges sorgen. Die anderen können halt gehen, wie Winnemöller richtig ausgeführt hat. D.h. diese ca. 90% können(wieder nicht zu unrecht) behaupten: "Wir sind nach wie vor die Una sancta, denn wir haben ja Petrus; die anderen sind schismatische Sektierer, sie sind nicht mehr katholisch.“ Ganz schnell ist dann auch der KKK in den wesentlichen Punkten auf den Kopf gestellt....


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 Eliah 29. Mai 2019 
 

Der Kopf der Schlange wird zertreten

"In Folge dieser Wege wird ein Teil der Kirche sich abtrennen und den Weg des Protestantismus gehen." - Das wird zwar so sein. Aber dieser "Teil", der möglicherweise mit Komplizenschaft vieler Bischöfe durchaus mehr als die Zweidrittelmehrheit erreichen kann, wird nicht sagen "Ich bin der neue Protestantismus". Er wird sagen "Ich bin der wahre Katholizismus".Overbeck und Kumpane tun wahrlich alles Menschenmögliche dafür, die kleine Herde, der unser Vater das Reich verheißen hat, sehr, sehr klein zu machen. Aber alle Häretiker und Schismatiker der Welt werden nicht verhindern können, dass der Schlange der Kopf zertreten wird.


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 hape 29. Mai 2019 

Werte @lesa,

können Sie gelegentlich noch die Quelle für die Forderung einer nachgeburtlichen Kindstötung angeben?


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 lesa 29. Mai 2019 

Du hubst einen Weinstock aus - aber der Eber frisst ihn ab (aus Psalm 81)

P. Winnemöller: Der Bischof "wird feststellen, dass die Dschungel der Welt schneller wachsen, als er die Kirche an sie anpassen kann. Jede Schneise, die nicht mit Wahrheit und Klarheit, sondern mit Mehrheit geschlagen wird, wird in den Abgrund und in die Spaltung führen."
Ein Beispiel, der einen gewissen Vergleich darstellt: "In einer Zeitschrift für "medizinische Ethik" erheben zwei Wissenschaftler … die Forderung, dass es Eltern für eine gewisse Zeit NACH der Geburt erlaubt sein solle, ihre Kinder zu töten. Sie begründen dies mit dem Mangel an vernünftiger und moralisch relevanter Kommunikation bei Neugeborenen." Der Redakteur, der dies berichtet, fügt dazu folgende Feststellung: "Eine akzeptierte Barbarei gebiert fast immer weitere, oft noch schlimmere Barbarei."
Wenn die Kirche nicht den Dschungel, sondern die Menschen fördern wollen, wird sie sich das überlegen.
Wir dürfen erwarten, dass unvernebelte Bischöfe gegen diesen Vortrag "etwas einwenden".Danke, Herr Winnemöller!


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 Paissios 29. Mai 2019 
 

@Ottaviani90

"Ene, mene mu, und rausß bist Du."

Wer Herrn Überbachs Weg (Overbeck) nicht folgen will, ist sicher kein Christ mehr. Für den gilt dann, Augen zu und:

"Ene, mene, meck, und du bist weg."

Schönes Versteckspiel mit der Wahrheit, welches der Bischof von Essen da in Münster spielt.

Man inszeniert Sinnloskonstrukte für eine sinnentleerte Welt.


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 Paissios 29. Mai 2019 
 

Nicht ganz so

"In Folge dieser Wege wird ein Teil der Kirche sich abtrennen und den Weg des Protestantismus gehen."

Es wird meiner Einschätzung nach nicht ganz so sein.

Im Gegenteil wird die Subversion langsam aber stetig weiterlaufen, bis wir real anglikanisch oder auch protestantisch-lutherisch sind. Es kommt zur vollständigen Aushöhlung des tradierten Glaubensgutes bei gleichzeitigem Stehenbleiben der Fassade.

Denn die Fassade braucht man noch. Sie ist sozusagen die Maske, hinter der man sich verschanzt und hinter der man Rechtgläubigkeit vortäuscht. Sie ist sozusagen das einlullende Kino in Zeiten des Krieges gegen den katholischen Geist.

Es wird sich also nicht ein Teil abtrennen und den Weg des Protestantismus gehen, sondern ein Teil wird sich pro forma vom herätsichen Rom trennen, um den Weg des Katholizismus noch gehen zu können.

Das Ende des Kapitels Lebfevre und Rom ist also noch nicht geschrieben.

Gut dass es die Piusbruderschaft gibt.


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 zeitblick 29. Mai 2019 

Der heilige Rest im Visier

Fürchte dich nicht du kleine Herde! Lk 12.32. ...und es geht weiter: Denn es hat dem Vater gefallen, Euch das Reich zu geben.
Ist doch ermutigend! Christus selbst sprach vom Abfall. Warum die Aufregung? Die Lauen werden ausgespuckt. Selber muss man sich bemühen, dass man standhaft bleibt.


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 Paissios 29. Mai 2019 
 

Verdeckung durch die Fassade der Tradition

Was wirklich abgeht, wird durch die Fassade der Tradition, Messritus, Gewänder, Gesänge, sakrale Bauten noch zugedeckt.

Würden die "Prozesse" von kiffenden Hippies oder GrünenpoliterInnen angestoßen, wären wir wohl bereit, klarer zu sehen.

Der angeführte Bericht lässt tief blicken. Er legt einmal mehr offen, was das Gewohnheitsschauen zudeckt: den Versuch des Abbruchs der christlichen Kultur im Namen eines GottJesusMaria- 2.0-Glaubens. Das ganze ist synkretistisch einmal und so noch nie dagewesen.
Man schaut wie in Schockstarre zu und kommt ais dem Staunen nicht mehr heraus.

Mit einem Wort: "Luther hatte recht." "Die katholische Kirche hat 2000 Jahre nur Mist und Murks gemacht. Zum ersten Mal - unter diesem Pontifikat - macht sie das, was Jesus wirklich wollte." (Andreas Englisch, völlig überdrehter Bildkorrespondent und Bücherschreiber)


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 Paissios 29. Mai 2019 
 

Lebenswirklichkeit

Das nenne ich gelebte Lebenswirklichkeit:

Gut formuliert: "Der Trick ist, der Form nach die Lehre nicht zu verändern, aber Ausnahmetatbestände ausdrücklich wertzuschätzen."

So läuft Korruption seit jeher und es folgt diesem Prinzip das Wesen der Lüge.

Ob wir es wollen oder nicht, wir sind wieder bei Hegel: Nicht Gott offenbart sich dem Menschen, sondern Gott kommt zu sich selbt über den Menschen. Gott wird zu dem offenbar, wie seine Geschöpfe immer schon sind.
Jedes menschliche Versagen und jede Sünde ist göttlich, weil sie zum Selbstbewusstwerden Gottes führt. Der Mensch gebiert Gott. Das ist Humansimus pur.

Mit einem Satz lässt sich die ganze progressive A-Theologie der Gegenwart, die eine Re-Verhüllung Gottes bedeutet, zusammenfassen.

Es gibt keine Sünde mehr. Sie Aufhebung des Sündenbegriffs ist jesuanisch. Nur die, die daran festhalten, sind Sünder.

Mit einem Wort: alle Menschen sind schon heil (Protestantismus), nur die dagegen sprechen, sind was sie sehen: Sünde(r).


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 lesa 29. Mai 2019 

Es hängt alles daran, dass es gewahrt bleibt

"Offenbarung bedeutet, dass Gott in das Menschliche hineinspricht. Das muss über Menschensinn gehen. Diese Übersteigung begründet aber das Heil des Menschen, und es hängt alles daran, dass es gewahrt bleibt. (Romano Guardini")


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 julifix 29. Mai 2019 

Wir müssen uns nicht wundern!

Wenn wir als Christen - und da meine ich alle Konfessionen - weiter unseren Herrn zu Gespött machen, weiter unsere dicken, angefr. Hinterteile im Fernsehsessel sulen, anstatt aufzustehen und zu kämpfen, weiter meinen größer als Gott zu sein, etc. etc., müssen wir uns nicht wundern, wenn uns der Islam in sehr kurzer Zeit überrollt. Und dann? vile Spaß mit der Scharia.
STEH' AUF VOLK GOTTES UND KÄMPFE UM DEINEN GLAUBEN UND DEINE WERTE!


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 wedlerg 29. Mai 2019 
 

Mit anderen Worten: Wahnsinn wird Methode

Ein Papst der tarnt und täuscht, dt. Bischofe, die Widerspruchsfreiheit und Analytik ablehnen, Funktionäre, die nur noch links-grüne Gesinnung einfordern und Kirchgänger, die diesen Giftcocktail aus exhibitionistischer Dummheit, machgeiler Arroganz und missbräuchlicher, pervertierter Sprache austrinken sollen.

Die, die hier agieren sind wohl kaum gläubig, aber voller Abneigung gegen das wahrhaft christliche. Sie agieren offen wie Sadduzäer und können den Schafspelz über ihrer Wolfsidentität kaum zusammenhalten.

Was Overbeck hier sagt, klingt wie Scientology! Und recht viel anders dürfte die "Struktur" auch nicht aussehen.

Sie werden die Kirchen weiter entleeren und denen die Schuld geben, die die Kirche wirklich aufbauen wollen. Die Apokalypse ist wirklich greifbar in D!


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 Ottaviani90 29. Mai 2019 
 

Prinzip Einschluss-Ausschluss

Der unselige Overbeck weiß wie alle Spätmarxisten, wie das Prinzip Einschluss-Ausschluss funktioniert. Es reduziert Kirchesein auf die Frage: wer hat die Dominanz, wer setzt sich durch, wer hat die Macht? Darum beschwört er jetzt: "Ene, mene mu, und rausß bist Du." Apropo deutsche Bischofskonferenz: Dort regiert schon lange nicht meher personale Entscheidung und Verantwortung, dort regiert der Aparatschik.


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 Stefan Fleischer 29. Mai 2019 

Abspaltung zum Zweiten

Oder müsste man vielleicht eher sagen, dass wir mit Riesenschritten dem Zeitpunkt entgegen gehen, in welchem die "Kirche von Heiden" - wie Joseph Ratzinger sie schon 1958 nannte - die wahre Kirche Christi aus ihren Reihen ausschliessen wird?


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 antony 29. Mai 2019 

Sozial- und humanwissenschaftliche Erkenntnisse...

zeigen dies:

- Die Mehrheit der Menschen hält sich nicht an die Morallehre der katholischen Kirche.
- Geschlechtsverkehr außerhalb der Ehe gilt als selbstverständlich.
- Die meisten Paare bedienen sich künstlicher Verhütung.
- Abtreibung wird auf einem Großteil des Globus als legitim betrachtet.
- Homosexualität wurde 1973 aus dem Katalog psychischer Krankheiten gestrichen, Transsexualität folgt gerade.
- Ehescheidung ist üblich, Heiraten dagegen immer weniger.

Was sagt uns das denn nun über moralische Standards? Dass die Kirche falsch liegt, weil die meisten Menschen anders denken? Ist Moral eine Mehrheitsentscheidung?

Dann hätten wir ein Problem.
War der Nationalsozialismus etwa 1933-1945 gut, nur weil über 90% NSDAP wählten und die Massen Hitler zujubelten?
War der Kommunismus gut, nur weil in der DDR fast alle SED wählten?
War es gut, dem römischen Kaiser Rauchopfer darzubringen, weil es alle taten? Gingen die Christen damals etwa aus einem Irrtum heraus in die Arena?


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 Stefan Fleischer 29. Mai 2019 

@ Uwe Lay

Irgendwie haben Sie schon Recht. Die Kirche kann sich nicht spalten. Es können sich nur Teile von ihr abspalten. Nur, wenn sich dann das Wort des Herrn erfüllt, dass nur noch "eine kleine Herde übrig bleibt", wird das schlussendlich als "Abspaltung" der wahren Kirche Christi von der Mehrheit der Christen (welche - wie Joseph Ratzinger es schon 1958 formuliert hat - nur noch eine Kirche von Heiden ist) verstanden werden. Was sich spalten wird ist die (weltliche) Institution Kirche. Was sich ergeben wird ist eine Trennung der wahren Kirche Christi von jenem «Weltverbesserungsverein» der sich heute immer noch Kirche nennt.


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 antony 29. Mai 2019 

"...eine systematische Rezeption von sozial- und humanwissenschaftlichen Erkenntnissen"

Diese Phrase wird in den letzten Monaten immer wieder gerne verwendet. Ist aber leider aus zwei Gründen völlig hohl.

Erstens: Welche "humanwissenschaftlichen Erkenntnisse" meint man denn, die der kirchlichen Morallehre entgegen stehen? Hier werden keine genannt.

Die kann es aus einem grundsätzlichen Grund auch nicht geben: Sozial- und Humanwissenschaften können nur beschreiben. Sie können niemals moralisch bewerten. Moralische Aussagen sind nicht Gegenstand von Sozial- oder Humanwissenschaften, sondern von Philosophie und Theologie.

Sobald ein Sozial- oder Humanwissenschaftlicher moralische Äußerungen macht, überschreitet er seine fachliche Kompetenz. Er äußert dann private, nicht wissenschaftliche Ansichten.

Sozial- und Humanwissenschaften können prinzipiell über Moral genauso wenig sagen, wie Physiker oder Ornithologen.


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 Ad Verbum Tuum 29. Mai 2019 

Ist Spaltung noch abwendbar?

Müssen wir uns angesichts solcher Aussagen fragen.
Die ehrlichste Antwort, das ehrlichste Vorgehen wäre - auch wenn u.a. finanziell sehr schmerzhaft für die kath. Kirche - wenn Bischöfe wie Overbeck zur EKD wechseln. Dann können sich die Gläubigen & Institutionen entscheiden wohin sie sich zählen wollen ... bleibt uns noch ein anderer Weg?


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 edith7 29. Mai 2019 
 

Serielle Monogamie

„Die serielle Monogamie erfährt schon jetzt quasi eine Wertschätzung durch Zulassung zivil wiederverheirateter Geschiedener zur Kommunion. Selbige erfolgt angeblich nur in Einzelfällen mit pastoraler Begleitung. Die Wirklichkeit dürfte längst anders aussehen.“
In der Tat scheint es sich inzwischen völlig anders zu verhalten.
Auf der Website des Bischöflichen Offizialats Münster (Diözesangericht) zum Beispiel steht Folgendes:
„Sie sind geschieden und haben einen neuen Partner gefunden? Sie haben zivil geheiratet und fühlen sich jetzt in der Kirche an den Rand gedrängt? Sie möchten Ihre zweite Ehe auch kirchlich schließen? Es könnte einen Weg dahin geben!“ (https://www.dioezesangericht.de/offizialat/sonderseiten/startseite/)
Ein Hoffnungsschimmer nur für Einzelfälle?
Eher liest es sich wie eine kirchenamtliche Werbung für die Scheidung.
Auf jeden Fall mal probieren!


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 Uwe Lay 29. Mai 2019 
 

Spaltung?

Kann denn die wahre Kirche sich spalten oder gespaltet werden- ist sie nicht immer eine Kirche, von der sich nur einzelne oder ganze Gruppen abspalten können? Die Reformation hat ja auch keine Spaltung der Kirche bewirkt, sondern nur eine Abspaltung, die die Katholische Kirche als Einheit nicht in Frage stellte.
Uwe C. Lay


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