Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  2. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  3. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  4. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  5. „Warum bin ich Christ“
  6. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  7. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  8. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  9. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  10. Was auch immer Synodalität sein soll
  11. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  12. Was eine Messe wiegt
  13. Papst ernennt Petersdom Nachfolger von Kardinal Gambetti
  14. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'
  15. Frankreich: Jugendliche schänden Kirche und feiern islamistischen Rap-Song

Wir Christen glauben das

22. April 2019 in Kommentar, 33 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Jahr für Jahr aufs Neue gefällt sich die Redaktion der Illustrierten „Der Spiegel“ darin, uns Christen zu den hohen Festen Ostern und Weihnachten den Glauben madig zu machen - Der Montagskick von Peter Winnemöller


Rom (kath.net)
Jahr für Jahr aufs Neue gefällt sich die Redaktion der Illustrierten „Der Spiegel“ darin, uns Christen zu den hohen Festen Ostern und Weihnachten den Glauben madig zu machen. Der Fantasie der Redakteure ist keine Grenze gesetzt. Sie mühen sich redlich dem Zeitgeist zu Diensten zu sein.
„Wer glaubt denn sowas noch?“, titelt die Illustrierte in diesem Jahr mit einem Bild, das eigentlich mehr an Himmelfahrt als an Auferstehung erinnert. So genau wird man den Unterschied dort wohl nicht kennen. Wer kann schon auf Kleinigkeiten Rücksicht nehmen? Die Ahnungslosigkeit lässt das, was sie ganz seriös, lächerlich machen wollen, für sich genommen schon wie eine Lachnummer wirken.

Eine atheistischen „Pastorin“ aus den USA dient dem aktuellen Glaubensverriss zu Ostern als Heldin. Die These des Artikels ist, dass selbst Christen nicht mehr glauben, was christlicher Glaube ist. Spätestens da stockt der Lesefluss. Moment! Christ ist, so definiert es Paulus, wer glaubt und sich taufen lässt. Die Taufe ist noch immer ein kultureller Automatismus, oft mangels Alternative. Zwar weiß kaum noch einer, warum das so ist, aber: Das Kind muss getauft werden!
Der Glaube hingegen verlangt aktiv angenommen zu werden. Das ist kein Selbstläufer. Glauben ist aktives Tun. Getaufte Ungläubige bezeichnen wir umgangssprachlich in der Tat fälschlicherweise als Christen. Der Unglaube hier steht klar im Widerspruch zum Begriff. Der Spiegel verbreitet bewusst oder unbewusst in der Sache Wölkchen der Verwirrung. Das ist der Kern des Problems. Nicht Polemik gegen den Glauben sollte uns Sorgen machen. Damit können wir seit 2000 Jahren umgehen. Die Welt hat Christus gehasst, die Welt hasst auch die Christen – und sie treibt ihren Spott mit ihnen.


Das Problem ist die Verwirrung. Das Durcheinanderwerfen von Fakten und Fiktion, von Echten und Herbeifantasiertem, das macht es auch dem Christen schwer, zu einem klaren Urteil zu kommen. Für klares Denken sind die Begriffe zu reinigen. Also deutlich beim Namen genannt: Ein Ungläubiger getaufter ist kein Christ. Eine atheistische Pastorin ist eine Sektenführerin.
Der Spiegeltitel soll suggerieren: Die Christen selber glauben nicht mehr, was die Kirche lehrt. Wahr ist, viele Getaufte, vielleicht sogar die Mehrheit, haben den Glauben nie angenommen oder ihn verloren. Schmerzhaft viele Getaufte sind nie im Glauben unterwiesen worden und hatten somit nie eine Chance.

Das ist der Kern des Problems, auf den der Spiegel vielleicht sogar unabsichtlich, aber sehr deutlich hinweist. Er tut damit dem Grunde nach all jenen einen Gefallen, die seit 50 Jahren auf die nach dem II. Vatikanum und der Würzburger Synode in Deutschland völlig kollabierten Katechese hinweisen. Die stetige Mahnung, wie sehr der Glaube parallel mit dem Glaubenswissen abnimmt, findet hier eine unerwartete Bestätigung.

Wenn Verantwortliche der Kirche, z.B. Bischöfe, diese Titelstory kritisch gelesen hätten, könnten sie auf die Idee gekommen sein, dass eine missionarisch-katechetische Initiative eine echt gute Idee wäre. Das wird nicht passieren, denn wer liest schon den Spiegel?


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Montagskick

  1. Was auch immer Synodalität sein soll
  2. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  3. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  4. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  5. Die Krise des Bischofsamtes
  6. Der Bischof und der Denunziant
  7. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  8. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  9. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  10. Der deutsche Frauenweiheämterstuhlkreis







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Arabische Jugendliche störten Abendmesse mit „Allahu Akbar“-Rufen in Wien
  3. Ukrainischer Bischof: Haben Russland nie um Hilfe gebeten
  4. Papst mahnt Studierende: Glaubenslehre nicht einseitig auslegen
  5. Messi: Ohne Gott wäre ich nie so weit gekommen
  6. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  7. Das Hochzeitsmahl und die Einladung Christi: das Verhältnis zwischen Gott, Christus und der Kirche
  8. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  9. Die Wintersonne der Vernunft
  10. Astrochemikerin Karin Öberg erhält Pius-XI.-Medaille von Papst Leo XIV.
  11. Papst ernennt Petersdom Nachfolger von Kardinal Gambetti
  12. Präsident der Rabbinerkonferenz: Druck auf Juden in Europa steigt
  13. Wien: Über 3.000 Teilnehmende beim "Marsch fürs Leben"
  14. Frankreich: Jugendliche schänden Kirche und feiern islamistischen Rap-Song
  15. Papst-Telefonat mit Putin: Leo XIV. tief besorgt über humanitäre Lage in der ukrainischen Stadt Oles

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz