Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. So nicht, Mr. Präsident!
  2. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  3. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  4. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  5. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  6. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  7. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  8. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  9. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  10. Italien: Seligsprechungsverfahren für Teenager eröffnet
  11. Burke: Ein anhaltender Clash zwischen Papst Leo und Trump? „Das ist übertrieben“
  12. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  13. Setzt euer Vertrauen nicht in Prinzen!
  14. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  15. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer

Autor: Bergoglio rettete mehr Menschen vor Diktatur als bekannt

3. März 2019 in Chronik, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Argentinier Aldo Duzdevich schrieb Buch "Gerettet durch Franziskus" - Zur Zeit der Wahl von Franziskus waren Vorwürfe verbreitet worden, als Jesuitenprovinzial habe Bergoglio zwei Jesuiten nicht genügend geschützt, sie sogar der Junta ausgeliefert


Rom (kath.net/KAP) Während der argentinischen Diktatur hat Jorge Bergoglio als Jesuitenoberer mehr Menschen geholfen und gerettet als bisher bekannt ist. Das schreibt der argentinische Autor Aldo Duzdevich in seinem Buch "Salvados por Francisco" (Gerettet durch Franziskus), das am Donnerstag in Rom vorgestellt wird. Darin schildert der Autor das Schicksal von 25 Personen, denen der heutige Papst das Leben gerettet habe.

Für seine Recherchen habe er unter anderem bislang unbekannte Briefe, Zeugenaussagen ehemaliger Seminaristen und anderes Material ausgewertet, sagte Duzdevich dem spanischsprachigen Internetportal "Religion Digital" (Freitag). Darin werde deutlich, wie Bergoglio als damaliger Jesuiten-Provinzial Menschen unterschiedlicher politischer und weltanschaulicher Gesinnung versteckte oder ihnen die Ausreise aus Argentinien erleichterte.


Erstaunlicherweise hätten ihn kirchliche Stellen bei den Recherchen am wenigsten unterstützt, so Duzdevich im Interview. Etliche Mitarbeiter hätten auf seine Anfragen gar nicht reagiert. Duzdevich, der zwar christlich erzogen wurde, bezeichnet sich als nicht praktizierenden Katholiken. Weder zur Kirche noch zum Papst habe er Verbindungen, betonte der Autor.

Neue Fakten zu entführten Jesuiten

Unter anderem zitiert Duzdevich den italienisch-argentinischen Journalisten Alfredo Somoza, dem Bergoglio zur Flucht verhalf: "Obwohl er sich nicht als Held sehen wollte, unternahm er gegen den Totalitarismus, was er konnte und riskierte dabei sein Leben." Laut Duzdevich werfen seine Recherchen ein anderes Licht auch auf die Kontroverse um die beiden von der Junta entführten Jesuiten Franz Jalics und Orlando Yorio.

In den Tagen um die Wahl von Franziskus waren Vorwürfe verbreitet worden, als Jesuitenprovinzial habe Bergoglio die beiden nicht genügend geschützt, sie sogar der Junta ausgeliefert. Mit der Verhaftung und Entführung der beiden habe Bergoglio nichts zu tun gehabt, so Duzdevich. Wohl aber zeigten seine Recherchen, dass er sich verzweifelt um deren Freilassung bemüht habe.

Das sei ihm ja auch gelungen, da von den 40 anderen damals Entführten, die Verbindungen zur Kirche oder zur Peronistischen Stadtguerilla "Montonero" hatten, keiner überlebt habe. Insgesamt sei es "sehr schwierig zu erklären, warum damals jemand entführt wurde, und noch schwieriger zu erklären, warum er wieder freigelassen wurde".

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus Papst

  1. Papst Franziskus möchte an Ostermesse teilnehmen
  2. Genesung in kleinen Schritten: Papst geht es etwas besser
  3. Vatikan kündigt nach fünf Wochen ersten Auftritt des Papstes an
  4. Papst will Aschermittwochs-Bußprozession selbst leiten
  5. Vom Argentinier zum Römer: Franziskus über seinen Start als Papst
  6. Fußballbegeisterter Papst mit zwei linken Füßen
  7. Papst will keine Ordensfrauen mit "Essiggesicht"
  8. Papst besucht an Allerseelen Gräber ungeborener Kinder
  9. Dilexit nos
  10. Belgien: Nach Papstaussagen zu Abtreibung und Frauen wollen sich nun 520 Personen ‚enttaufen’ lassen







Top-15

meist-gelesen

  1. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  2. So nicht, Mr. Präsident!
  3. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  4. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  5. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  6. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  7. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  8. Bischof: „Bin durch diese Äußerungen von Staatsanwälten und Richtern verletzt. Das ist Hassrede“
  9. Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen
  10. "Derselbe Polarstern"
  11. Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen christlichen YouTuber
  12. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  13. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  14. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  15. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz