Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  2. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  3. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  4. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  5. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  6. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  7. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  8. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  9. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  10. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  11. Papst antwortet auf Leserbrief eines Atheisten
  12. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  13. Beschließen ohne zu entscheiden?
  14. Kärntner Ordinaritaskanzler: Rechthaberei in der Kirche überwinden
  15. Die Nazi-Projektion

Vigano: „Keine Bereitschaft, nach wahren Ursachen der Krise zu fragen“

16. Februar 2019 in Weltkirche, 15 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ex-Nuntius in den USA, Erzbischof Viganò: Warum konzentriert sich das Missbrauchsbischofstreffen ausschließlich auf den Missbrauch von Minderjährigen? Krisen in USA und Chile beruhen auf Missbrauch von Erwachsenen, darunter Priesteramtskandidaten.


Vatikan (kath.net) „Ich bete intensiv für den Erfolg des Gipfeltreffens“. Das erläuterte der frühere Nuntius in den USA, Erzbischof Carlo Viganò, in Bezug auf das bevorstehende Bischofstreffen im Vatikan zu Missbrauch und Kinderschutz in einem Vortrag, den der „National Catholic Register“ in voller Länge veröffentlichte. Viganò erläuterte: „Obwohl ich mich über den Erfolg des Gipfels sehr freuen würde, zeigen die folgenden Fragen, dass keine echte Bereitschaft besteht, sich mit den wahren Ursachen der gegenwärtigen Situation zu befassen.“

Dann listete der frühere Nuntius in den USA auf:

1) Warum konzentriert sich das Treffen ausschließlich auf den Missbrauch von Minderjährigen? Diese Verbrechen sind in der Tat die schrecklichsten, aber die Krisen in den Vereinigten Staaten und in Chile, die den bevorstehenden Gipfel weitgehend ausgelöst haben, haben mit Missbrauch junger Erwachsener, einschließlich Seminaristen, zu tun, nicht nur mit Missbrauch Minderjähriger. Über sexuelles Fehlverhalten bei Erwachsenen ist fast nichts gesagt worden, was selbst ein schwerer Missbrauch der pastoralen Autorität ist, unabhängig davon, ob die Beziehung ‚einvernehmlich‘ war oder nicht.


2) „Warum erscheint das Wort ‚Homosexualität‘ in den letzten offiziellen Dokumenten des Heiligen Stuhls niemals? Zwar sei es keineswegs so, dass die meisten Menschen mit homosexueller Neigung Missbrauchstäter wären – aber es ist Tatsache, dass die überwältigende Mehrheit der Missbrauchsopfer von homosexuellen Klerikern Burschen nach der Pubertät sind. Es ist nur Heuchelei, den Missbrauch zu verurteilen und zu behaupten, man möchte mit den Opfern sympathisieren, ohne sich jedoch dieser Tatsache ehrlich zu stellen. Eine geistige Revitalisierung des Klerus ist notwendig, wird jedoch letztlich wirkungslos sein, wenn man dieses Problem nicht anspricht.

3) Warum behält Papst Franziskus berüchtigte Homosexuelle als seine engen Mitarbeiter, ja, ernennt sie sogar? Warum hat er sich geweigert, legitime und aufrichtige Fragen zu diesen Punkten zu beantworten? Damit hat sein echter Wille, die Kurie zu reformieren und die Korruption zu bekämpfen, an Glaubwürdigkeit verloren.

In meinem dritten Zeugnis bat ich den Heiligen Vater, sich den Verpflichtungen zu stellen, die er selbst eingegangen war, als er sein Amt als Nachfolger von Petrus übernahm. Ich wies darauf hin, dass er die Mission übernahm hatte, seine Brüder zu stärken und alle Seelen dazu anzuleiten, Christus auf dem Kreuzweg nachzufolgen. Ich forderte ihn auf – und ich fordere ihn jetzt erneut auf – die Wahrheit zu sagen, zu bereuen, seine Bereitschaft zu zeigen, dem Petrus erteilten Auftrag zu folgen, und einmal bekehrt, um seine Brüder zu stärken (Lk 22,32).

Ich bete darum, dass die in Rom versammelten Bischöfe sich an den Heiligen Geist erinnern, den sie mit der Handauflegung erhalten haben, und dass sie ihrer Verantwortung nachkommen, ihre jeweiligen Kirchen zu vertreten, indem sie während des Gipfeltreffens nachdrücklich auf die Beantwortung der oben genannten Fragen beharren.

Ich bete dafür, dass sie nicht ohne angemessene Antworten auf diese Fragen in ihre Länder zurückkehren werden, denn in dieser Hinsicht zu versagen, würde bedeuten, die eigenen Herden den Wölfen zu überlassen und der ganzen Kirche schreckliche Konsequenzen zuzufügen.

Trotz der beschriebenen Probleme habe ich weiterhin Hoffnung, denn der Herr wird seine Kirche niemals verlassen.

Link zum Originalbeitrag im National Catholic Register: Despite Grave Problems, the Lord Will Never Abandon His Church




Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Missbrauch

  1. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  2. Papst spricht drei Stunden mit Missbrauchsopfern aus Belgien
  3. Causa Rupnik: Papst bittet um Geduld für laufenden Vatikan-Prozess
  4. Massive Kritik am „Spiegel“ nach skandalösem Artikel über „Dragqueen“ Jurassica Parka
  5. „Kardinal Marx und Bischof Bätzing werden voraussichtlich in der Trierer Studie berücksichtigt“
  6. Vatikan ernennt Richterinnen und Richter im Fall Rupnik
  7. New Mexico klagt Meta, Mark Zuckerberg wegen Ermöglichung der sexuellen Ausbeutung von Kindern
  8. Synode über Synodalität verwendet Bilder von Marko Rupnik
  9. Missbrauchsexperte Zollner: ‚Keine Kultur der Rechenschaftspflicht’ in der Kirche
  10. Bistum Basel: Bischof Gmür räumt Fehler bei Missbrauchsfall ein







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  4. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  5. "Europa hat die Gefahr der islamischen Republik Iran noch immer nicht begriffen"
  6. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  7. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  8. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  9. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  10. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  11. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  12. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  13. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  14. Kärntner Ordinaritaskanzler: Rechthaberei in der Kirche überwinden
  15. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz