Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  3. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  4. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  5. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  6. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  7. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  10. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  11. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  12. „Das Ende von Maria 2.0“
  13. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  14. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  15. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin

Vigano: „Keine Bereitschaft, nach wahren Ursachen der Krise zu fragen“

16. Februar 2019 in Weltkirche, 15 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ex-Nuntius in den USA, Erzbischof Viganò: Warum konzentriert sich das Missbrauchsbischofstreffen ausschließlich auf den Missbrauch von Minderjährigen? Krisen in USA und Chile beruhen auf Missbrauch von Erwachsenen, darunter Priesteramtskandidaten.


Vatikan (kath.net) „Ich bete intensiv für den Erfolg des Gipfeltreffens“. Das erläuterte der frühere Nuntius in den USA, Erzbischof Carlo Viganò, in Bezug auf das bevorstehende Bischofstreffen im Vatikan zu Missbrauch und Kinderschutz in einem Vortrag, den der „National Catholic Register“ in voller Länge veröffentlichte. Viganò erläuterte: „Obwohl ich mich über den Erfolg des Gipfels sehr freuen würde, zeigen die folgenden Fragen, dass keine echte Bereitschaft besteht, sich mit den wahren Ursachen der gegenwärtigen Situation zu befassen.“

Dann listete der frühere Nuntius in den USA auf:

1) Warum konzentriert sich das Treffen ausschließlich auf den Missbrauch von Minderjährigen? Diese Verbrechen sind in der Tat die schrecklichsten, aber die Krisen in den Vereinigten Staaten und in Chile, die den bevorstehenden Gipfel weitgehend ausgelöst haben, haben mit Missbrauch junger Erwachsener, einschließlich Seminaristen, zu tun, nicht nur mit Missbrauch Minderjähriger. Über sexuelles Fehlverhalten bei Erwachsenen ist fast nichts gesagt worden, was selbst ein schwerer Missbrauch der pastoralen Autorität ist, unabhängig davon, ob die Beziehung ‚einvernehmlich‘ war oder nicht.


2) „Warum erscheint das Wort ‚Homosexualität‘ in den letzten offiziellen Dokumenten des Heiligen Stuhls niemals? Zwar sei es keineswegs so, dass die meisten Menschen mit homosexueller Neigung Missbrauchstäter wären – aber es ist Tatsache, dass die überwältigende Mehrheit der Missbrauchsopfer von homosexuellen Klerikern Burschen nach der Pubertät sind. Es ist nur Heuchelei, den Missbrauch zu verurteilen und zu behaupten, man möchte mit den Opfern sympathisieren, ohne sich jedoch dieser Tatsache ehrlich zu stellen. Eine geistige Revitalisierung des Klerus ist notwendig, wird jedoch letztlich wirkungslos sein, wenn man dieses Problem nicht anspricht.

3) Warum behält Papst Franziskus berüchtigte Homosexuelle als seine engen Mitarbeiter, ja, ernennt sie sogar? Warum hat er sich geweigert, legitime und aufrichtige Fragen zu diesen Punkten zu beantworten? Damit hat sein echter Wille, die Kurie zu reformieren und die Korruption zu bekämpfen, an Glaubwürdigkeit verloren.

In meinem dritten Zeugnis bat ich den Heiligen Vater, sich den Verpflichtungen zu stellen, die er selbst eingegangen war, als er sein Amt als Nachfolger von Petrus übernahm. Ich wies darauf hin, dass er die Mission übernahm hatte, seine Brüder zu stärken und alle Seelen dazu anzuleiten, Christus auf dem Kreuzweg nachzufolgen. Ich forderte ihn auf – und ich fordere ihn jetzt erneut auf – die Wahrheit zu sagen, zu bereuen, seine Bereitschaft zu zeigen, dem Petrus erteilten Auftrag zu folgen, und einmal bekehrt, um seine Brüder zu stärken (Lk 22,32).

Ich bete darum, dass die in Rom versammelten Bischöfe sich an den Heiligen Geist erinnern, den sie mit der Handauflegung erhalten haben, und dass sie ihrer Verantwortung nachkommen, ihre jeweiligen Kirchen zu vertreten, indem sie während des Gipfeltreffens nachdrücklich auf die Beantwortung der oben genannten Fragen beharren.

Ich bete dafür, dass sie nicht ohne angemessene Antworten auf diese Fragen in ihre Länder zurückkehren werden, denn in dieser Hinsicht zu versagen, würde bedeuten, die eigenen Herden den Wölfen zu überlassen und der ganzen Kirche schreckliche Konsequenzen zuzufügen.

Trotz der beschriebenen Probleme habe ich weiterhin Hoffnung, denn der Herr wird seine Kirche niemals verlassen.

Link zum Originalbeitrag im National Catholic Register: Despite Grave Problems, the Lord Will Never Abandon His Church




Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Missbrauch

  1. Papst an Italiens Kirche: Bei Missbrauch Mut zur Wahrheit
  2. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  3. Papst spricht drei Stunden mit Missbrauchsopfern aus Belgien
  4. Causa Rupnik: Papst bittet um Geduld für laufenden Vatikan-Prozess
  5. Massive Kritik am „Spiegel“ nach skandalösem Artikel über „Dragqueen“ Jurassica Parka
  6. „Kardinal Marx und Bischof Bätzing werden voraussichtlich in der Trierer Studie berücksichtigt“
  7. Vatikan ernennt Richterinnen und Richter im Fall Rupnik
  8. New Mexico klagt Meta, Mark Zuckerberg wegen Ermöglichung der sexuellen Ausbeutung von Kindern
  9. Synode über Synodalität verwendet Bilder von Marko Rupnik
  10. Missbrauchsexperte Zollner: ‚Keine Kultur der Rechenschaftspflicht’ in der Kirche







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Den Willen Gottes für den Menschen bedenken und tun
  3. Buße, Hoffnung, ewiges Leben: Lourdes ruft zur Umkehr
  4. Papst Leo zu den Bischöfen: „Die Kirche in Frankreich liegt dem Papst sehr am Herzen!“
  5. Französische Bischöfe: Papst Leo hat das Herz der Franzosen berührt
  6. Er ist der dritte amtierende Papst in der Grotte von Massabielle/Lourdes: Leo XIV.
  7. ‚Trinkt auch ihr aus dieser Quelle!’ Der Durst, den nur Christus stillt
  8. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  9. Papst Leo erstaunt über hohe Zahl von Erwachsenentaufen in Frankreich
  10. Wo Begegnung zur Zivilisation der Liebe wurde. Die Armen als Fleisch Christi
  11. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  12. Junge Französin bekennt vor Papst: „Wie der heilige Paulus sagt: ‚Für uns ist Christus das Leben‘“
  13. Papst Leo an 80.000 Jugendliche im Stade de France: "Wer mit Gott lebt, ist frei"
  14. „Wenn wir Eucharistie feiern, dürfen wir mit allem zu ihm kommen, was in uns unvollendet ist“
  15. Wenn das Nein nicht mehr zählt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz