Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  3. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  4. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  5. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  6. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  7. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  8. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  9. „Das Ende von Maria 2.0“
  10. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  11. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“
  12. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  13. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  14. Abtreibungsbefürworter begehen Farbanschlag auf Malteserklinikum in Flensburg
  15. 'Kirche casht ab' - Immer weniger österreichische Katholiken, immer mehr Millionen!

Missbrauchskrise: Papst nimmt Rücktritt von Bischöfen in Chile an

23. September 2018 in Chronik, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Zwei weitere Diözesanleiter im Zuge der Aufarbeitung des Skandals um Missbrauch in der katholischen Kirche des südamerikanischen Landes zurückgetreten - Ein Viertel der chilenischen Diözesen nun unter Übergangsverwaltung.


Vatikanstadt (kath.net/ KAP)
Papst Franziskus hat die vorzeitigen Rücktritte von zwei weiteren Bischöfen in Chile angenommen. Wie der Vatikan am Freitag bekanntgab, verzichten Carlos Pellegrin Barrera (60) und Cristian Contreras Molina (71) auf ihr Amt als Diözesanbischöfe von Chillan beziehungsweise San Felipe. Bis zur Ernennung neuer regulärer Bischöfe übernehmen zwei sogenannte Apostolische Administratoren die Amtsgeschäfte. Damit stehen in Chile acht von 27 Diözesen unter einer Übergangsverwaltung, sieben davon in Folge der Aufarbeitung des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche des südamerikanischen Landes.

Gründe für die Amtsverzichte gab der Vatikan wie üblich nicht an. Carlos Pellegrin war 2006 zum Bischof der zentralchilenischen Diözese Chillan ernannt worden. 2011 berichteten Medien über staatsanwaltliche Ermittlungen gegen Pellegrin aufgrund von Anschuldigungen sexuellen Missbrauchs minderjähriger Schüler. Pellegrin, der dem Orden der Steyler Missionare angehört, leitete von 2007 bis 2010 die Bildungskommission der Chilenischen Bischofskonferenz. 2007 wurde er zum Präsidenten der Internationalen katholischen Bildungsorganisation OIEC gewählt.


Gegen Cristian Contreras ermittelt die Staatsanwaltschaft chilenischen Medien zufolge wegen angeblicher sexueller Übergriffe gegenüber einem volljährigen Mann. Contreras bestritt laut Medienberichten ein Fehlverhalten. Der Bischof aus dem Mercedarierorden stand der Diözese San Felipe seit 2002 vor.

Zum Übergangsleiter der Diözese Chillan ernannte der Papst den Ordensmann Sergio Hernan Perez de Arce Arriagada (55), Mitglied der Kongregation der Arnsteiner Patres und von 2005 bis 2011 Leiter der chilenischen Provinz seines Ordens. Als Vorsitzender der chilenischen Ordenskonferenz war er nach Kirchenangaben von 2011 bis 2014 in der Missbrauchsprävention tätig, 2018 wurde er zum Missbrauchsbeauftragten der Arnsteiner Patres in Chile ernannt.

Apostolischer Administrator in San Felipe ist Jaime Ortiz de Lazcano Piquer (48). Der gebürtige Spanier ist Priester der Diözese Rom und gehört der Gemeinschaft des Neokatechumenats an. Nach Angaben der Chilenischen Bischofskonferenz ist er seit 16 Jahren in Santiago de Chile tätig; seit 2008 übt er leitende Positionen in der Kirchenjustiz des Landes aus.

Krisengespräch beim Papst

Neben den beiden Bischofs-Rücktritten teilte der Vatikan am Freitag auch mit, dass der Papst den chilenischen Erzbischof Fernando Chomali empfangen habe. Nähere Angaben zu dem Treffen gab es nicht. Der 61-jährige Chomali, seit 2011 Leiter der Erzdiözese Concepcion, ist laut chilenischen Medien als möglicher Nachfolger von Kardinal Ricardo Ezzati an der Spitze der Hauptstadt-Erzdiözese Santiago im Gespräch. Der 76-jährige Ezzati steht im Zusammenhang mit dem Missbrauchsskandal der katholischen Kirche unter Druck. Er wurde zudem bereits im Jänner 2017 75 Jahre alt, eine Altersgrenze zu der Bischöfe laut Kirchenrecht dem Papst ihren Rücktritt anbieten müssen.

Erzbischof Chomali reagierte chilenischen Medienberichten zufolge ausweichend auf Fragen nach einer möglichen Ablösung Kardinal Ezzatis. Er habe mit dem Papst "andere Themen zu besprechen", sagte er laut der Online-Zeitung "El Dinamo" vor der Audienz bei Franziskus. Der Termin in Rom sei seit drei Monaten geplant. Personalentscheidungen seien Sache des Papstes, so Chomali. Zugleich deutete er an, es werde bei der Begegnung um den Missbrauchsskandal gehen.

Wie der chilenische Sender Bio Bio (Donnerstag) unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft meldete, ermittelt die chilenische Justiz wegen Missbrauchs- oder Vertuschungsvorwürfen derzeit insgesamt gegen sieben Bischöfe, 96 Priester, vier Diakone, 30 Ordensleute, zehn Laien und 20 Personen ohne nähere Angaben. Dabei geht es um 119 mutmaßliche Missbrauchsfälle seit 1960; von den Vorgängen sind laut dem Sender 178 Personen als Opfer betroffen.

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Chile

  1. Chiles neuer Präsident vertraut seine Amtszeit Christus an
  2. Chile: Marienheiligtum erwartet am 8. Dezember eine Million Pilger
  3. Chile: „Nichts rechtfertigt die Gewalt gegen Kirchen und Glauben“
  4. Chile: Vermummte Demonstranten wüten in katholischer Kirche
  5. Weihbischof in Chile zieht vor Amtsantritt zurück
  6. Chile: Gesetz bedroht Beichtgeheimnis bei Missbrauch
  7. Chile: Staatsanwaltschaft lädt Kardinal vor
  8. Chilenischer Priester Muñoz wegen Missbrauchsverdachts in U-Haft
  9. Germàn Arana: Papstberater im Zwielicht
  10. Vertuschung: Papst nimmt Rücktritt von acht Bischöfen Chiles an







Top-15

meist-gelesen

  1. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“
  2. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  3. 'Putin ist auf dem besten Weg, in diesem Jahr mehr Christen zu töten als der ISIS'
  4. Der evangelischen Theologischen Hochschule Basel soll die Akkreditierung entzogen werden
  5. Über das Dämonische
  6. 'Kirche casht ab' - Immer weniger österreichische Katholiken, immer mehr Millionen!
  7. Wissen Sie, wer die Idee zum fünffarbigen Missionsrosenkranz hatte?
  8. 'Ich habe mich geirrt'
  9. Der Mensch als Mitarbeiter Gottes - Fortschritt ist kein Gottesersatz
  10. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  11. Der Katholik Tolkien wird in der anglikanischen Westminster Abbey ein Denkmal erhalten
  12. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  13. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  14. Was ich als Priester von Fulton Sheen gelernt habe
  15. Papst an Klausurschwestern: „Der Herr ruft euch, seine Zeuginnen in Stille, Kontemplation zu sein“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz