Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  2. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  3. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  4. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  5. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  6. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  7. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  8. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  9. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  10. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  11. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  12. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  13. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  14. Wir machen da was mit Medien
  15. Zisterzienserpater Isaak Maria Käfferlein aus Neuzelle: „Getauft sein reicht nicht!“

Bischof: Nicht Klerikalismus, sondern Unmoral ist Ursache der Skandale

14. September 2018 in Weltkirche, 26 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Krise sei ‚wahrhaft diabolischer Natur’, sagte Bischof Thomas Daly zu den Missbrauchsskandalen. Gott habe die Kirche in großen Krisen immer wieder durch Heilige reformiert, erinnerte er.


Spokane (kath.net/LSN/jg)
Nicht „Klerikalismus“, sondern unmoralische Handlungen seien der Grund für die Skandale, welche die katholische Kirche erschüttern würden, sagte Thomas Daly, der Bischof von Spokane (US-Bundesstaat Washington).

„Wir haben alle von den widerlichen Details des Berichts der Grand Jury von Pennsylvania gehört oder gelesen“, sagte Daly in einer Videobotschaft, die noch vor dem Memorandum von Erzbischof Viganò veröffentlicht worden ist. Auch das Fehlverhalten von Erzbischof McCarrick, sein Doppelleben, das skandalöse und unmoralische Verhalten in mehreren Diözesen der USA sei mittlerweile allgemein bekannt, fuhr er fort.


Die Kirche habe darauf nicht entsprechend reagiert, bedauerte Daly. Bestimmte Bischöfe seien sogar dafür verantwortlich, dass klerikale Missbrauchstäter in der Kirche ihr Unwesen treiben konnten. Es sei schwer vorstellbar, dass Männer, die ein heiliges Leben führen und Hirten für die Gläubigen sein sollten, so tief sinken können. Dennoch sei es geschehen. Er rief dazu auf, die verborgenen Sünden sichtbar zu machen, die Kirche von Missbrauch und Degeneration zu reinigen.

„Diese Krise hat eine wahrhaft diabolische Natur“, sagte Daly wörtlich. Gebet und Fasten seien die Grundlage für eine echte Reform.

Hoffnung findet der Bischof im Vertrauen auf Gott. Dieser habe in der zweitausendjährigen Geschichte der Kirche immer wieder in Zeiten großer Sünde Männer und Frauen gesandt, die als große Heilige die Kirche reformiert hätten. Wenn die bischöfliche Hierarchie und der Klerus korrumpiert gewesen seien, hätten oft heilige Laien und Familien der Kirche den Weg zurück zur Heiligkeit gewiesen. Dies sei auch heute der Fall, „Wir brauchen die Laien, die uns auf diesem Weg unterstützen“, sagte er wörtlich.

Nach der Veröffentlichung des Memorandums von Erzbischof Viganò ergänzte Bischof Daly seine Videobotschaft mit einer schriftlichen Stellungnahme. Darin schloss er sich der Forderung von Daniel Kardinal DiNardo, dem Präsidenten der US-Bischofskonferenz, an, der eine Aufklärung der Vorwürfe des ehemaligen Nuntius verlangt hatte.

© Foto: Diözese Spokane


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Missbrauch

  1. Papst an Italiens Kirche: Bei Missbrauch Mut zur Wahrheit
  2. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  3. Papst spricht drei Stunden mit Missbrauchsopfern aus Belgien
  4. Causa Rupnik: Papst bittet um Geduld für laufenden Vatikan-Prozess
  5. Massive Kritik am „Spiegel“ nach skandalösem Artikel über „Dragqueen“ Jurassica Parka
  6. „Kardinal Marx und Bischof Bätzing werden voraussichtlich in der Trierer Studie berücksichtigt“
  7. Vatikan ernennt Richterinnen und Richter im Fall Rupnik
  8. New Mexico klagt Meta, Mark Zuckerberg wegen Ermöglichung der sexuellen Ausbeutung von Kindern
  9. Synode über Synodalität verwendet Bilder von Marko Rupnik
  10. Missbrauchsexperte Zollner: ‚Keine Kultur der Rechenschaftspflicht’ in der Kirche







Top-15

meist-gelesen

  1. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  2. Im Licht der Liebe
  3. Gott inmitten von Töpfen und Geschirr
  4. Künstlerin Akiane Kramarik erzählt von Vision des Himmels in ihrer Kindheit
  5. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  6. Bravo! Erbprinz Alois legt Veto gegen Abtreibungsgesetz in Liechtenstein ein
  7. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  8. Blutiger Anschlag auf orthodoxe Kirche in Jordanien – Mindestens sechs Tote bei Trauerfeier
  9. 'Rita hat das Herz eines Engels! Gott segne sie!“
  10. Filmstar Evangeline Lilly verließ Hollywood vor sechs Jahren: ‚Gott hat einen Plan‘
  11. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  12. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  13. Papst Leo lädt zum Weltjugendtag ein: „Ich freue mich darauf, euch in Seoul zu sehen!“
  14. USA: Kontenschließungen von Banken bei Lebensschutz- und konservativen Gruppen
  15. Krakauer Regens: Johannes Paul II. war Hotspot für Verbindung mit Gott

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz