Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Bischof widerruft Erlaubnis, dass die Piusbruderschaft in Lourdes Sakramente spenden dürfen
  2. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  3. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  4. Die Krise des Bischofsamtes
  5. Deutschland: 2024 waren nur noch 43 % der Bestattungen christlich
  6. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  7. Jedes Rosenkranzgebet sollte mit einer klaren Intention begonnen werden!
  8. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  9. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  10. Biologische Eltern verklagen Leihmutter, weil diese Abtreibung verweigerte
  11. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“
  12. Polnische Pfarre verlangt von Autofahrern Gebete als "Parkgebühr"
  13. Der Realismus der Barmherzigkeit
  14. Wer ist Jesus Christus für mich? Der Glaube als tägliche Entscheidung
  15. Priester berichtet von Befreiung christlicher Sklaven in Pakistan

Brief belastet Vatikan in Affäre um Ex-Kardinal McCarrick

9. September 2018 in Weltkirche, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Vatikanisches Staatssekretariat soll bereits im Herbst 2000 über sexuelle Vorwürfe gegen den früheren Erzbischof von Newark informiert worden sein.


Washington/Vatikanstadt (kath.net/ KAP)
In der Affäre um den katholischen Ex-Kardinal Theodore McCarrick ist ein den Vatikan belastender Brief aufgetaucht. Nach dem Schreiben, das vom US-amerikanischen katholischen Pressedienst CNS am Freitag (Ortszeit) veröffentlicht wurde, war das vatikanische Staatssekretariat anscheinend bereits im Herbst 2000 über Vorwürfe informiert, McCarrick habe in seiner Zeit als Erzbischof von Newark seit 1986 sexuelle Kontakte zu Priesterseminaristen gesucht.

McCarrick, von 2001 bis 2006 an der Spitze der Erzdiözese Washington, war Ende Juli von Papst Franziskus aus dem Kardinalsstand entlassen worden, nachdem Vorwürfe früherer sexueller Übergriffe McCarricks auf mindestens zwei Minderjährige bekannt geworden waren. Die Erzdiözese New York hatte die Anschuldigungen im Juni als "glaubwürdig und substanziell" eingestuft.


Laut dem jetzt bekannt gewordenen Schreiben wandte sich der Chef der für Personalfragen zuständigen Abteilung im vatikanischen Staatssekretariat im Oktober 2006 an den New Yorker Priester Boniface Ramsey mit der Bitte um Auskünfte zu zurückliegenden Vorgängen im Priesterseminar Immaculate Conception in der Erzdiözese Newark, für das McCarrick seinerzeit zuständig war. Der Autor des Briefs, der damalige vatikanische Stabschef Erzbischof Leonado Sandri, bezog sich auf ein Schreiben Ramseys vom November 2000 an die Apostolische Nuntiatur. Ramsey hatte darin mutmaßliche sexuelle Kontakte McCarricks zu Seminaristen angezeigt, erhielt aber nach eigenem Bekunden nie eine Antwort.

Anlass des Briefs von Sandri war die Überprüfung eines Absolventen des Immaculate Conception Seminary, der vom Vatikan für einen hohen Kirchenposten ausersehen war. In dem Zusammenhang sollte Ramsey als ehemaliger Dozent des Seminars zweckdienliche Informationen liefern. Sandri verwies dabei ausdrücklich auch auf "die schwerwiegenden Angelegenheiten, die einige Studenten des Immaculate Conception Seminary betreffen".

Der Name McCarrick wird in dem Brief Sandris nicht genannt. Ramsey erklärte dies laut CNS damit, die Anschuldigungen seien "zu heikel" gewesen. Der Verweis auf sein sechs Jahre zurückliegendes Schreiben belege aber, dass es der Leitungszentrale des Vatikan bekannt gewesen sei.

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Missbrauch

  1. Papst an Italiens Kirche: Bei Missbrauch Mut zur Wahrheit
  2. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  3. Papst spricht drei Stunden mit Missbrauchsopfern aus Belgien
  4. Causa Rupnik: Papst bittet um Geduld für laufenden Vatikan-Prozess
  5. Massive Kritik am „Spiegel“ nach skandalösem Artikel über „Dragqueen“ Jurassica Parka
  6. „Kardinal Marx und Bischof Bätzing werden voraussichtlich in der Trierer Studie berücksichtigt“
  7. Vatikan ernennt Richterinnen und Richter im Fall Rupnik
  8. New Mexico klagt Meta, Mark Zuckerberg wegen Ermöglichung der sexuellen Ausbeutung von Kindern
  9. Synode über Synodalität verwendet Bilder von Marko Rupnik
  10. Missbrauchsexperte Zollner: ‚Keine Kultur der Rechenschaftspflicht’ in der Kirche






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Stift Heiligenkreuz: Abt Maximilian Heim tritt zurück
  3. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  4. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  5. FEST MARIA KÖNIGIN - Einladung zur Gebets-Novene zur Muttergottes - 13. bis 21. August
  6. US-Bischof Coakley: 'Wir haben noch nicht das letzte Wort zu Traditionis custodes gehört'
  7. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  8. Jedes Rosenkranzgebet sollte mit einer klaren Intention begonnen werden!
  9. Kopf der hl. Agatha zum 900. Jubiläum der Reliquienrückkehr gekrönt
  10. Spanischer Priester hilft mehr als 1.200 Personen, einen Ehepartner zu finden
  11. Biologische Eltern verklagen Leihmutter, weil diese Abtreibung verweigerte
  12. Warnung vor Unterwanderung des Westens: ‚Hört auf, Feigheit mit Toleranz zu verwechseln‘
  13. Polen: Bei Ford-Werbung fehlt ein markantes Gipfelkreuz – Absicht oder Versehen?
  14. Warum die Erzdiözese Seoul so viele Priesterberufungen hat
  15. Erzbischof von Sydney kritisiert TV-Sender wegen einseitiger Berichterstattung zu Sterbehilfe

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz