Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  3. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  4. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  5. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  6. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  7. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  8. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  9. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  10. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  11. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  12. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  13. Papst Leo: 'Ehe offenbart etwas von Gottes Geheimnis'
  14. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert
  15. Vatikan bestätigt Sexualverbrechen des toten Ordensgründers Buela

Jesus als Quelle des Geistes

31. März 2018 in Deutschland, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Unser Land ist ein zutiefst christlich geprägtes Land – Einsatz für schwache Menschen gemäß der Hingabe Christi.


Regensburg (kath.net/BR)
Am Freitagnachmittag, in der Sterbestunde Christi am Kreuz, hat Bischof Rudolf Voderholzer der Karfreitagsliturgie im Hohen Dom St. Peter Regensburg vorgestanden. Es ist eine strenge Liturgie, in der des Todes Christi gedacht wird. Gottes Heilswerk wird auf beinahe beklemmende, aber durchaus nicht hoffnungslose Weise deutlich. Das aufgestellte Kreuz wird als Zeichen des Heils verehrt. Zuvor tragen Domspatzen die Leidensgeschichte nach dem Evangelisten Johannes vor. Streng ist die Liturgie, insofern keine Orgel ertönt und auch die Glocken verstummt sind – während des Gottesdienstes am Abend zuvor, am Gründonnerstag, haben sie zum letzten Mal geläutet. Passend zur großen Stille am Karfreitag, der auch staatlicherseits ein stiller Feiertag ist, verharren auch die Glocken regungslos.


Nur menschliche Stimme in Lesung, Gebet, Gesang und Predigt ist im Gottesdienst zu vernehmen. Ganz zu Beginn der Feier verharren Bischof und Diakon ebenerdig ausgestreckt zum Gebet – als Demutsgeste angesichts des Heilsgeschehens, in dem Gott seinen einzigen Sohn dahingegeben hat. Wort und Gesang bestimmen auch die Großen Fürbitten, in denen für die großen Anliegen gebetet wird: für Papst, Bischof, Priester, Diakone, das Volk Gottes, Menschen auf dem Weg zur Taufe, Juden, Gottesgläubige, Suchende, Regierende, Reisende und Sterbende.

Die Lanzenstichszene im Johannesevangelium deutete der Regensburger Bischof in seiner Predigt. Danach beschreibt Johannes in der Leidensgeschichte, dass ein Soldat Jesus am Kreuz mit der Lanze die Seite durchstieß. Es flossen Blut und Wasser hervor. Voderholzer sagte dazu, der Vorgang sei kein Kuriosum. Bereits früh in der Christenheit wurde Jesus als Quelle des Geistes gedeutet, wobei Wasser und Blut für Geist und Leben stehen. Jesus stillt den Lebensdurst und die Sehnsucht der Menschen, lautet die klare Botschaft. Durch die Sakramente ist Jesus Christus für alle Zeiten gegenwärtig. Das Wasser steht für das Sakrament der Taufe, das Blut für das Sakrament der Eucharistie.

Arnaud Beltrame, erinnerte Bischof Voderholzer aktuell, wurde umgebracht; die Geisel aber lebt. Beltrame war der Polizist, der sich bei der Geiselnahme vor einer Woche in Südfrankreich dem Attentäter auslieferte und von diesem eigenhändig hingerichtet wurde. Die Antwort des Menschen auf Gottes Hingabe am Kreuz kann bis zum eigenen Lebensopfer gehen, erklärte Bischof Dr. Voderholzer diesen Vorgang. Beltrame hatte vor nicht langer Zeit durch eine Ordensgemeinschaft neu zu seinem katholischen Glauben gefunden. Außerdem sagte der Regensburger Bischof, dass es nirgends eine solche Wertschätzung schwachen und behinderten Lebens geben würde als dort, wo der Geist Christi herrscht. „Unser Land ist gerade in dieser Hinsicht ein zutiefst christlich geprägtes Land.“ Das gelte es nicht triumphalistisch, sondern demütig und selbstbewusst vorzutragen.

Foto: Beginn des Karfreitag-Gottesdienstes in Regensburg © Bistum Regensburg


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Karfreitag

  1. „Auferstanden bin ich und bin nun immer bei Dir“
  2. Am Karfreitag 2026 fasten und beten für das Heilige Land: „Frieden ist möglich“
  3. „Karfreitag. Das Kreuz steht da“
  4. Ostern – oder die Frage, die wir vermeiden
  5. US-Vizepräsident Vance bei Karfreitagsliturgie im Petersdom
  6. Karfreitag: Zusätzliche "große Fürbitte" für Ukraine-Kriegsopfer
  7. Ukraine erlebt nicht enden wollenden Karfreitag
  8. „Das Gesicht dieser Erde entscheidend verändern“
  9. Feier vom Leiden und Sterben Christi
  10. Papst betet Kreuzweg mit Texten von Strafgefangenen







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  3. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  4. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert
  5. Vatikan bestätigt Sexualverbrechen des toten Ordensgründers Buela
  6. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  7. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  8. Warum der Todestag des Franz von Assisi nicht sein Gedenktag ist
  9. Wo der Mensch nicht berechenbar ist
  10. Wenn das Nein nicht mehr zählt
  11. USA: Frauen klagen Planned Parenthood wegen Druck in Richtung Abtreibung
  12. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  13. Erschütterndes Historiendrama: Netflix-Serie „Fauda“ verarbeitet den Terror des 7. Oktober
  14. Muslimische Organisation: ‚In 45 Jahren wird Frankreich wieder katholisch‘
  15. Frankreichs neue „Generation Leo“: Warum die Jugend plötzlich wieder zum Papst strömt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz