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Kirche auf Erdbeben-Insel von Staatsanwaltschaft beschlagnahmt

26. August 2017 in Aktuelles, keine Lesermeinung
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Frau war bei Erdstößen auf Ischia am Montag von einem herabstürzenden Gesimsteil erschlagen worden - Justiz untersucht, ob Baumängel vorgelegen haben.


Rom (kath.net/ KAP)
Nach dem Erdbeben auf der italienischen Insel Ischia hat die Staatsanwaltschaft die Kirche des Ortes Casamicciola beschlagnahmt, wie italienische Medien am Freitag meldeten. Vor dem Gotteshaus Santa Maria del Suffragio war bei dem Beben am Montag eine 59-jährige Frau von einem herabstürzenden Gesimsteil erschlagen worden. Jetzt soll geklärt werden, ob bei der Kirche sowie bei einem eingestürzten Wohnhaus Baumängel vorgelegen haben.


Der Bischof von Ischia, Pietro Lagnese, erklärte laut der Tageszeitung "Il Secolo XIX", die aus dem 18. Jahrhundert stammende Kirche von Casamicciola sei nach einem Brand 1969 komplett erneuert worden.

Bei dem Beben am Montagabend hatte ein einstürzendes Wohnhaus drei Kinder unter sich begraben. Sie konnten lebend geborgen werden. Laut Medienberichten war das ursprünglich einstöckige Gebäude nachträglich und ohne Baugenehmigung um eine zweite Etage und eine Terrasse erweitert worden.

Nach einer in Italien verbreiteten Praxis gewähren die Behörden bei Bauvergehen oft einen Straferlass. Der zuständige Ingenieur beim Bauamt von Casamicciola, Gaetano Grasso, sagte laut "Il Secolo XIX", die Gemeinde habe "rund 1.000" solcher Verfügungen erteilt. Das Archiv, das den Sanktionsverzicht in den einzelnen Fällen dokumentiert, ist allerdings nach Angaben der Zeitung infolge des Erdbebens derzeit nicht zugänglich.

Copyright 2017 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

Foto: (C) AGENZIA SIR


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