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'Kraft der Stille. Gegen eine Diktatur des Lärms'

22. Mai 2017 in Buchtipp, 4 Lesermeinungen
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Kurienkardinal Robert Sarahs aufsehenerregendes Buch kommt nun auch auf Deutsch heraus. Bereits das Vorwort von Papst em. Benedikt XVI. geriet in den Focus der Medien. Buchempfehlung von Hans Jakob Bürger


Vatikan (kath.net) Das nun endlich auch in deutscher Sprache vorliegende Buch „Kraft der Stille. Gegen eine Diktatur des Lärms“, welches in einer sehr schönen Aufmachung vom FE-Medienverlag herausgegeben wurde, hat bereits nach dem Erscheinen des Originals „La Force du Silence“ in Frankreich und danach auch beim Erscheinen des Buches in den anderen Weltsprachen englisch, italienisch, spanisch und portugiesisch jeweils großes Aufsehen erregt. Das Erscheinen des Buches, ein Gespräch zwischen dem Journalisten und Vatikankenner Nicolas Diat und dem Kurienkardinal Robert Sarah (Archivfoto, der - zumindest offiziell - Kardinalpräfekt der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung ist, fiel fast zeitgleich zusammen mit der Aussage des Kardinals, die er in England zur Zelebrationsrichtung machte und damit viel Zustimmung, aber auch Widerspruch erntete, vor allem in römischen Kreisen.

Das Gesprächsbuch geriet in den vergangenen Tagen noch einmal in den Fokus der Medien, als das deutsche Geleitwort von keinem Geringeren verfasst wurde als von Papst Benedikt XVI. Vor allem die Aussage des zurückgetretenen Papstes, die Liturgie sei bei Kardinal Sarah in guten Händen, wird als Tadel der vatikanischen Position zur Liturgie angesehen.

Man kann das Buch in zwei große Abschnitte unterteilen. Zwar gibt es nach dem Geleitwort Papst Benedikts und dem Vorwort von Nicolas Diat fünf große Überschriften. Doch die ersten vier dieser Kapitel beinhalten das Gespräch, das beide miteinander führen. Dabei entstehen 365 Absätze. Das fünfte Kapitel trägt die Überschrift: „Wie ein Rufen in der Wüste“. Der Leser findet sich nun in den Gemäuern der Grande Chartreuse, dem Mutterhaus des Kartäuserordens, wieder. Hier tritt ein weiterer Gesprächspartner hinzu, der Ordensobere der Kartäuser und Prior seines Klosters, der Großen Kartause, Dom Dysmas de Lassus. Das 312 Seiten umfassende Buch wird abgeschlossen durch ein Nachwort von Kardinal Sarah.


Das hier vorliegende Buch taugt dazu, von den Menschen guten Willens aufgegriffen und verstanden zu werden. Es ist in der Lage, die Sehnsüchte des Menschen zu erfassen und ihn hinzuführen und mitzunehmen zu einem wahren Aufstieg zu Gott. Alle Menschen sind berufen; „nicht nur im Kloster“ kann Gott gesucht und gefunden werden. Stille und Schweigen werden als Urelemente des menschlichen Wesens erkannt. „Wir müssen die Stille pflegen“, „um sie einen inneren Wall bauen“, damit wir unser Denken und unseren Blick auf Gott richten können. Wir lesen in keinem theoretischen Buch, vielmehr meditieren wir, betrachten wir, auf welche Weise wir Gott begegnen und wie Er uns begegnet. „Indem Gott sich freiwillig selbst zurücknimmt, um dem Menschen Raum zu geben, wird Er ein leidender Gott, weil Er vonseiten des Menschen zu leiden hat und von ihm enttäuscht wird.“ Zu Schweigen und die Stille zu suchen bedeutet, sich ganz Gott zuzuwenden. Der Kardinal weiß aber auch um die Schwachheiten und Krankheiten, sowie der Unfähigkeiten der Menschen. Er spricht auch von körperlichen Prüfungen und der ganzen schrecklichen und schmerzhaften Wirklichkeit, der sich viele ausgeliefert sehen. Immer wieder kommt es zu starken Worten, wie: „Die Krankheit ist eine Teilnahme an der ewigen Stille.“ Kardinal Sarah weiß es wohl, dass „vor der Stille des Todes oft die Stille der Krankheit und des Leidens“ steht. Nur ein einziger Weg führt dahin, „den Sinn des Sterbens zu betrachten“, den der „inneren Stille“.

Dass Stille und Schweigen nicht Selbstzweck sind wird in dem Gespräch mit Dom Dysmas de Lassus, dem Kartäuser, noch deutlicher. Während dieser meint, die Menschen würden die Stille einfach „für ein Nichtvorhandensein von Lärm und Worten“ bezeichnen, sei die Wirklichkeit viel komplexer. Vor allem weiß er, dass „Gott in der Stille“ spricht. „Immer wieder bin ich von seiner Diskretion betroffen, von Seiner so dezenten Art, die unsere Freiheit unendlich respektiert. Wir sind zerbrechlich wie Glas, also mäßigt Gott Seine Macht und Sein Wort, um sie an unsere Schwachheit anzupassen.“ Zuletzt bezeugt der Kartäuser, dass die Nonnen und Mönche seines Ordens Gott antworten wollen, der sich danach sehne, eine Liebesbeziehung mit den Menschen einzugehen. „In der Stille der Nacht, der Zelle und des Herzens der Kartäuser treten wir mit dem unlöschbaren Durst der Menschen vor Gott und bringen der Menschheit den Durst Gottes.“

Bezeugen wir die Wichtigkeit dieses Buches mit einem letzten Wort von Kardinal Robert Sarah, mit dem er allen Menschen eine Grundregel mit auf den Weg gibt: „Die Tugend der Stille meint nicht, dass man niemals reden darf. Sie lädt dazu ein, zu verstummen, wenn keine guten Gründe dazu vorhanden sind, das Wort zu ergreifen“.

Allen Priestern, Ordensleuten und Frommen sei das Buch „Kraft der Stille. Gegen eine Diktatur des Lärms“ empfohlen, aber auch jenen, die sich angezogen fühlen von der Stille und dem Schweigen.

Großer kath.net-Buchtipp
Kraft der Stille
Gegen eine Diktatur des Lärms
Von Robert Kardinal Sarah; Nicolas Diat; Dysmas de Lassus
Übersetzt von Hedwig Hageböck; Vorwort von Papst em. Benedikt XVI.
Hardcover, 312 Seiten
2017 Fe-Medienverlag; Fayard
ISBN 978-3-86357-180-1
Preis Österreich 18.30 EUR

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Lesermeinungen

 padre14.9. 22. Mai 2017 

Robert Kardinal Sarah: crux, hostia et virgo

drei Geheimnisse, die in der Stille betrachtet werden müssen.
Das Buch von Kardinal Sarah ist grandios.


4

0
 
 Selene 22. Mai 2017 
 

Man muss heute schon weit suchen

und fahren, um eine Hl. Sonntagsmesse zu finden, in der es noch Momente der Stille gibt und man selbst zur Ruhe kommt. Leider!


7

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 nicodemus 22. Mai 2017 
 

Lieber Herr Kardinal Sarah!

Heute noch will ich das Buch für einen Priester zum Geburtstag kaufen - falls es schon im Buchhandel erhältlich ist!
Lieber Waldi!
Auch ich kenne noch die „Stillen Heiligen Messen“ und sie waren mir sehr lieb! Wo Gott wirklich anwesend ist, wird es still - aber das Herz jauchzt vor Freude!
Was den Friedensgruss angeht, hat ihn Rom vor zwei-drei Jahren angemahnt, nur in Stille - und zwar nur rechts und links - zu geben.Aber die deutschen Ordinariate wollen diese Stille nicht, denn sonst hätten sie diese Anweisung aus Rom weitergegeben! Sogar die Priester verlassen den Altar, während auf dem Altar, auf der Patene, das geschlachtete LammGottes liegt!
Wer die Stille liebt - liebt auch die Kirche!


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 Waldi 22. Mai 2017 
 

"Kraft der Stille. Gegen eine Diktatur des Lärms"!

Diese Sehnsucht nach der Stille und ihre Kraft ersehnen die Menschen nicht nur im hohen Geräuschpegel in Städten und Dörfern, sondern auch in den Kirchen während der Gottesdienste. Erst kürzlich habe ich versucht bei der Heiligen Messe in unserer Pfarrgemeinde eine kurze Atempause der Stille zu finden - es ist mir nicht gelungen! Dem Eingangslied folgt eine Eingangansprache mittlerer Predigtlänge und dann ein hastiges Gedränge von Aktivitäten in kurzer Abfolge, die kaum noch Zeit für Ehrfurcht und Besinnlichkeit zulassen. Richtig stürmisch wird es dann beim Friedensgruß, bei dem die Stille gänzlich im Geschäftigkeitstrubel erstickt. Ich sehne mich nach den „Stillen Messen“ früherer Zeiten, bei denen ich in besinnlicher Beschaulichkeit, ehrfürchtig beglückend, die Gegenwart Gottes viel deutlicher zu spüren vermochte als heute! Aktionismus tötet die Stille und die Glaubenskraft, die aus ihr erwächst. Das wusste auch der Hl. Bruder Klaus von Flüe und andere große Mystiker aller Zeiten!


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