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Schönborn zu ‘500 Jahre Reformation’: ‘Haben Versöhnung gefunden’

5. November 2016 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
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Kardinal in Gratiszeitung "Heute" zu Beziehung zwischen katholischer und evangelischer Kirche: "Das Gemeinsame ist stärker als das Trennende".


Wien (kath.net/ KAP)
Kardinal Christoph Schönborn hofft auf weitere Fortschritte in der Ökumene. Die Gemeinsamkeiten zwischen den einzelnen Kirchen seien stärker als das Trennende, Versöhnung sei angesagt, schreibt er in seiner Freitags-Kolumne in der "Heute". Der Kardinal äußert sich anlässlich des Jubiläums "500 Jahre Reformation", dass dieser Tage weltweit eröffnet wurde. Am 31. Oktober 1517 soll Martin Luther an der Schlosskirche von Wittenberg seine 95 Thesen zur Reform der Kirche angeschlagen haben. Dieses Datum gelte als der Beginn einer "großen Bewegung, die die Kirche erneuern wollte, und die in der Spaltung der Christenheit endete", so Schönborn: "Seither gibt es Christen als Protestanten oder als Katholiken."


Die Kirchenspaltung vor 500 Jahren habe "dramatische Folgen" mit sich gebracht, bedauert Schönborn: "Religionskriege verwüsteten Europa, und bis in unsere Zeit haben Katholiken und Protestanten in Nordirland gegeneinander gekämpft."

Heute aber dürfe man hoffen, "dass diese dunklen Jahre zu Ende sind". Der Besuch von Papst Franziskus in Schweden zum Auftakt des Gedenkjahres sei ein "starkes Zeichen der Verständigung", so der Kardinal: "Wir haben Wege der Versöhnung gefunden. Das Gemeinsame ist stärker als das Trennende. Wir haben unsere Unterschiede, aber wir sind nicht mehr Feinde." Mit der Hoffnung, "dass die Religionskonflikte im Nahen Osten innerhalb des Islam nicht weitere Jahrhunderte brauchen, bis es auch dort zur Versöhnung kommt", schließt der Kardinal seine Kolumne.

Copyright 2016 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 frajo 5. November 2016 

Das Gemeinsame ist stärker

als das Trennende. Ja, Das ist es bestimmt!

Dort und da gibt es Glauben an Christus, dort und da auch Unglauben; dort und da schämen sich die Menschen des Kreuzes und nehmen es (aus Höflichkeit) ab. Dort und da auch von hochrangigen Bischöfen.

Ist es wirklich besser - und vor allem nach dem Willen Gottes bzw. nach der Sprache des Evangeliums - wenn das Gemeinsame stärker ist als das Trennende?

Ist nicht mittlerweile das große Gemeinsame der weithin fehlende Glaube an die Auferstehung von den Toten und das ewige Leben? Ebenso wie der aufgegebene Widerstand gegen die massenhafte Tötung von noch nicht Geborenen?

Ebenso: Wieviele Gläubige unterstützen doch mit ihrer Stimme ganz aktiv ausgewiesene Feinde der Kirche?


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 Stephaninus 5. November 2016 
 

stimmt schon, aber ich bin weniger optimistisch

mit vielen protestantischen Kirchen besteht in der Tat ein gutes Einvernehmen. Aber es gibt - und darauf hat gerade Kardinal Koch hingewiesen - neues Trennendes. So haben die traditionellen protestantischen Kirchen die bisher weitgehend allen Christen gemeinsamen Postiionen in der Moral leider weitgehend über Bord geworfen und sich dem Zeitgeist angepasst. Der Graben ist dort so gross wie nie. Gottlob nicht mit den neuen Bewegungen im Protestantismus z.B. den Pfingstebewegungen. Diese blühen, während die historischen evangelischen Kirchen weitgehend ausdünnen. Die Ökumene ist auch wegen dieser ganz unterschiedl. Entwicklungen im Protestantismus und seinem Auseinanderdriften eher schwieriger geworden.


8
 
 wandersmann 5. November 2016 
 

Das kann der Kardinal doch gar nicht wissen

"Wir haben Wege der Versöhnung gefunden. Das Gemeinsame ist stärker als das Trennende."
Das Gemeinsame, das die Trennung zwischen den Christen aufhebt, das ist Christus selbst.

Gemeinsamkeit besteht zwischen solchen, die lebendige Glieder am mystischen Leib sind, die Reben am Weinstock Christi sind.

Ob jemand ein lebendiges Glied ist, dass weiss der betreffende Mensch selber nicht mit Sicherheit, das wird ihm nach seinem Tod offenbar gemacht und da kann ein Kardinal auch nicht schlauer sein.

Wenn verschiedene christliche Gruppen in einigen Fragen ähnlich Ansichten äußern, dann hat das noch gar nichts mit der wahren Gemeinsamkeit zu tun.
Das ist nicht die Gemeinsamkeit und Gemeinschaft, die Christus meint.

Im übrigen sind wir überreich mit Spaltungen INNERHALB der katholischen Kirche geschlagen, so dass es von vorn herein schon unsinnig ist Gemeinsamkeiten mit den Protestanten feststellen zu wollen.

Selber in sich uneins, aber in großer Gemeinsamkeit mit Fremden. Das ist Unsinn


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