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Symbole des Erdbebens: Zerstörte Basilika, gerettete Ordensfrauen

31. Oktober 2016 in Aktuelles, 7 Lesermeinungen
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Inmitten der Zerstörung bewegte das die Herzen der Menschen: Eine sehr alte Klausurschwester wird von mehreren Feuerwehrmännern gestützt, während sie auf den offenen Platz vor der gerade zusammenbrechenden Kathedrale St. Benedikt/Nursia flüchtet.


Nursia (kath.net/pl) Klarissinnen flüchten aus ihrer Klausur, während um sie herum Gebäude zusammenbrechen. Die zufällig entstandenen Videoaufnahmen gingen um die Welt und bewegten die Herzen der Menschen. Eine sehr alte Schwester wird von mehreren Feuerwehrmännern gestützt, während sie auf den offenen Platz vor der gerade zusammenbrechenden Kathedrale St. Benedikt/Nursia flüchtet. Auch diese Basilika, deren älteste Teile aus dem 12. Jahrhundert stammten, erlangt traurige Berühmtheit, als sie zur Ruine zusammengesackt ist. Die stehengebliebene Westfassade, die sich einsam über die Ruinen erhebt, die Ölbäumchen, die sich während des Desasters merkwürdigerweise kaum von ihrem Platz gerührt haben, wurden zu Symbolen für ein Erdbeben, dessen Schäden noch nicht abzusehen sind und das schätzungsweise 25.000 Menschen obdachlos gemacht hat.


Selbst normale Medien beschreiben die Zustände als „apokalyptisch“, Pessimisten fragen sogar, ob der Zusammenbruch der Kathedrale, die auf dem Geburtsort des Vaters des abendländischen Mönchtums und des Patrons Europas ein Menetekel für die europäische Kultur sei. Manche privaten Stimmen in den Sozialen Medien ziehen sogar eine Parallele zum Blitzeinschlag in die Kuppel des Petersdoms am Abend nach der Rücktrittankündigung von Papst Benedikt XVI. im Jahr 2013.

Die Altstadt von Nursia wurde nach dem Beben unter ständigen Nachbeben evakuiert. Die Klausurschwestern fanden vorübergehend Obdach in den Büroräumen des Städtischen Tierheimes. Für die gesamte Region erklärte Sicherheitsexperten, dass es zu gefährlich wäre, die Kirchen zu nutzen. Sonntagsmessen wurden unter freiem Himmel gefeiert, sofern überhaupt welche gefeiert werden konnten. Auf dem Platz vor der zusammengebrochenen St.-Benediktskathedrale sah man gelegentlich Menschen auf die Knie gehen und still beten.

Erneut sehr schweres Erdbeben in Italien am Sonntagmorgen: Feuerwehrleute evakuieren Ordensfrauen (Bericht in deutscher Sprache)


Die eingestürzte St. Benedikts-Kathedrale/Nursia wurde zum Symbol des heftigen Erdbebens am 30.10.2016 - Vorher-/Nachheraufnahmen


Erste Bilder der Zerstörungen in Nursia - St. Benedikts-Kathedrale stürzte ein! - Erdbeben Italien 30.10.2016



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Lesermeinungen

 maryellen 3. November 2016 
 

Symbolismus ueber den Zustand des Abendlandes?

Apocalyptische Bedeutung wuerde ich den schweren Erdebeben in Italien nicht zumessen.
Es ist einfach die Natur, die macht was sie will, so hat Gott sie geschaffen.
Gott greift selten ein in den Verlauf der Naturgewalten, der Mensch muss sich diesen anpassen.

Aber es ist auch nicht falsch, Zeichen, Mahnungen und Warnungen in dieses Geschehen hineinlzulesen, das steht jedem frei.
Ich persoenlich glaube, fast tausend Jahre alte Gebaeude sind einfach nicht mehr so widerstandsfaehig.

Man fragt sich jedoch, warum es dann nicht einmal unter den Sitzen der Uebeltaeter in dieser Welt wackelt?

Die Betroffenen brauchen unser Gebet und unsere Hilfe, um ihre Kirchen und Haeuser wieder (hoffentlich auf eine mehr erdbebensichere Weise) aufzubauen.

Auch neue Kirchen koennen sehr schoen sein, und die Leute gewoehnen sich daran.

Man kann nur hoffen und beten, dass die Hilfe fuer die obdachlosen Menschen und zum Kirchenbau anrollt und dass die Gegend vor weiteren Erbeben verschont bleibt!


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 chiarajohanna 2. November 2016 
 

@la Gioia - Wir sprechen immer von Bekehrung und Glauben

so, das man glauben könnte,
das alle, die an Jesus glauben,
sich anständig verhalten würden!

Dem ist aber nicht zwangsläufig so,
denn es gibt auch Kirchgänger,
die kaum die Kirche verlassen haben,
die Jesus empfangen haben,
dem Nächsten eben nicht wohlwollend
gegenüber treten.

Es muß doch mehr sein,
als der Kirchgang,
als die Zuwendung zu Gott,
als der gegenwärtige Empfang Jesu.

Es muß doch mehr sein ...

wenn ICH an Gott denke
wenn ICH seine Kirche besuche
wenn ICH IHN anbete
wenn ICH SEINEN SOHN EMPFANGE

Es muß doch mehr sein,
als nur ICH + MEIN GOTT!

Ein Gefühl für den Nächsten
sollte doch auch vorhanden sein.

Und das ist eben der Knackpunkt:
Hauptsache "Ich + mein Gott"


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 deepthought 31. Oktober 2016 
 

Warum nicht @Sebi1983?

genau die Endzeitpredigten Christi, die alten Texte im AT werden von der Amtskirche gerne verschwiegen.. warum wohl, sie haben sich im Diesseits vollständig eingerichtet. Darum wollen sie gar nicht, dass C wiederkommt.
Das hat er aber versprochen und das wir genauso eintreffen wie seine Geburt und sein Tod und seine Auferstehung.
Auch die Ankündigungen zum Reich Gottes und zum Gericht werden eintreffen.
Das Schweigen sollte mal ein Ende haben.


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 Cremarius 31. Oktober 2016 

Flammenschrift

Aus meinen Studientagen in Italien ist mir Norcia recht vertraut und die Basilika besass eine so ganz eigene Atmosphäre.

Der gesamte Ort strahlte etwas aus, was schwer in Worte zu fassen ist. Eine Art Heiligkeit, Tuchfühlung mit der Geschichte.

Dass nun vieles in Trümmern liegt, ist unsagbar traurig.


Es ist vielleicht übertrieben, hier ein Menetekel, die Flammenschrift an der Wand, heraufzubeschwören, aber, ich muss das zugeben, auch mir kam ein ähnlicher Gedanke, als ich hörte, dass die Basilika in sich zusammengesunken sei. Wirkt Gott doch oftmals durch Zeichen (Dornbusch, Stummheit, hüpfende Kinder im Mutterleib, Stab - Schlange, etc.) . Die mittelalterlichen Chroniken sind davon übervoll.

Vater Benedikt dürfte dies ebenfalls schwer getroffen haben.

Aus Ruinen kann etwas auferstehen, aber es ist nicht mehr dasselbe. Ob es besser ist, muss die Zeit erweisen. Abbruch ist seit jeher einfacher als qualitätsvoller Aufbau...


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  31. Oktober 2016 
 

Genau hinschauen

Es steht buchstäblich nur noch die Fassade der Kirche des Heiligen Benedikts.

Alle
in unmittelbarer Umgebung liegenden Gebäude, auch die gegenüberliegende alte Kirche dagegen erscheinen intakt, noch nicht einmal der Putz der orangefarbenen Häuser lässt Riße erkennen.
@la gioia sieht das meiner Ansicht zutreffend


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 Sebi1983 31. Oktober 2016 
 

Bitte keine apokalyptischen Welt- und Kirchenuntergangsszenarien!


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 la gioia 31. Oktober 2016 
 

Die Gedanken des Artikels waren und sind auch meine Gedanken - die Kathedrale, welche auf dem Geburtsort des Vaters des abendländischen Mönchtums und des Patrons Eurpas steht,ist zusammengefallen, es steht nur noch die Fassade. Ein drastisch deutliches Bild für den Zustand eben des christlichen Abendlandes/Europas, das auch gerade dabei ist zu zerbröckeln und auseinanderzufallen. Das europäische Christentum ist in großen Teilen auch nur noch Fassade, dahinter Ruinen.
Es mag der eine oder andere über mich lachen, aber für mich sind es deutliche und nicht mehr zu übersehende Zeichen, Mahnungen oder gar Warnungen Gottes - dieses sich selbst zugrunde richtende Abendland muss sich bekehren und wieder Gott zuwenden!
Beten und, wenn möglich, spenden wir für die nun obdachlos gewordenen Menschen.


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