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Benedikt XVI. kritisiert katholische Kirche in Deutschland

8. September 2016 in Deutschland, 36 Lesermeinungen
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Emeritierter Papst im Seewald-Buch: "In Deutschland haben wir diesen etablierten und hochbezahlten Katholizismus, vielfach mit angestellten Katholiken, die dann der Kirche in einer Gewerkschaftsmentalität gegenübertreten."


Frankfurt (kath.net)
Der emeritierte Papst Benedikt XVI. kritisiert im neuen Buch von Peter Seewald „Letzte Gespräche“ die katholische Kirche in Deutschland. Dies berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ am Donnerstag. In Deutschland gäbe es wegen der hohen Zahl bezahlter Kirchenmitarbeiter zu viel „ungeistliche Bürokratie“ und zu wenig „Dynamik des Glaubens“. Wörtlich sagte Benedikt laut dem Medienbericht: „In Deutschland haben wir diesen etablierten und hochbezahlten Katholizismus, vielfach mit angestellten Katholiken, die dann der Kirche in einer Gewerkschaftsmentalität gegenübertreten.“

Das Interviewbuch erscheint diesen Freitag. Laut FAZ habe Benedikt auf einer Zustimmung von Papst Franziskus bestanden, was dieser auch ohne Auflagen gegeben habe. Der emeritierte Papst lobt in dem Buch übrigens auch seinen Nachfolger. Dieser setze zwar andere Akzente, es gebe aber keine Gegensätze.


Das lesenswerte Vorwort von Peter Seewald zu seinem Interviewband mit Papst em. Benedikt XVI. auf kath.net in voller Länge!

Großer kath.net-Buchtipp!
Letzte Gespräche
Von Benedikt XVI.; Peter Seewald
Hardcover, 288 Seiten
2016 Droemer/Knaur
ISBN 978-3-426-27695-2
Preis 20.60 EUR

Bestellmöglichkeiten bei unseren Partnern:

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Titelblatt - Letzte Gespräche - Von Benedikt XVI.; Peter Seewald



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Lesermeinungen

 Wuna 12. September 2016 
 

System

@Mysterium ineffabile am 8.9.
Es ist Teil des"Systems" in Deutschland,dass der Staat die katholischen Fakultäten finanziert, und das sehr großzügig, angesichts der Studentenzahlen. Es ist auch Teil des "Systems" , dass der Staat die Gehälter der Bischöfe übernimmt. Insofern war Joseph Ratzinger viele Jahre sehr wohl Teil des Systems. Von seinen Tantiemen musste er nie leben . Dies ist kein Werturteil. Es ist auch üblich, dass die Gehälter von deutschen Bischöfen, die in den Vatikan wechseln von ihren Heimatbistümern aufgestockt werden. Ob dies bei Kardinal Ratzinger auch so gehandhabt wurde, weiß ich aber nicht.


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 myschkin 9. September 2016 
 

@christin16

Ich finde, dass die hier von den Kommentatoren geführte Diskussion über die Äußerungen von Papst Benedikt zur Situation der deutschen Kirche sehr interessant verläuft, nicht zuletzt wegen Ihrer Beiträge.

Gemeinsam ordnen wir die Gedanken des Papa emeritus ein und erwägen, welche Bedeutung sie für uns haben. So stelle ich mir ein Gespräch über unsere Kirche vor. Ich halte es für wahrscheinlich, dass Papst Benedikt gerade zu solch einer Art des Nachdenkens anregen will.


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 Christin16 9. September 2016 

@ myschkin

Wenn einer sich daran stoßen will, dass Papst Benedikt Stellung zu Problemen der Kirche in Deutschland bezieht, dann sollte dieser zuerst sich selbst, aber auch Außenstehende sich fragen: Warum tut er das? Warum stört ihn das?
Mich beschleicht immer der Verdacht, da wissen einige nur zu genau, dass sie Benedikt niemals werden das Wasser reichen können, und fühlen sich in ihrer Eitelkeit angegriffen, da sie eigentlich sehr wohl wissen, dass nicht alles richtig ist, was sie so anstellen.
Im Gegenteil sollten sie die Gedanken lesen, darüber nachdenken und dann über eine Korrektur ihrer eigenen Ansichten nachdenken. Ob sie diese durchführen, kann ja sowieso keiner von uns erzwingen.
Warum sind so viele hier über jedes Wort von Benedikt so zutiefst dankbar und andere eröffnen neue Hetzjagden auf ihn?
Hat das vielleicht auch was mit dem großen Verwirrer zu tun, der überall dazwischen funkt und so verbiegt, dass es scheinbar immer noch richtig ist, aber doch nicht mehr der Wille Gottes?


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 Christin16 9. September 2016 

Menschen

mit wenig Geld haben einen offenen Beutel, so meine eigene Erfahrung, und wenn es nur wenig ist, was sie geben können, aber sie tun es, weil sie wissen wie es ist, wenn einer Not hat. Ich selbst bin nicht mit Reichtümern gesegnet, oft wusste ich jahrelang nicht, wie den Monat überstehen, und wie oft haben mir Menschen geholfen, die selbst nicht viel hatten. Wann immer ich ein wenig Geld übrig hatte, habe ich es weitergegeben an andere. Jetzt ist ein wenig mehr Luft und ich sage mir, ein anderer hat es nötig, ich brauche es nicht, ich habe gelernt, mit wenig auszukommen. Also gebe ich einer Familie in schwerer Not.
Wie könnte ich hier wegsehen? Zu wissen, Du könntest helfen, in Not und schwerer Krankheit, und Du tust es nicht, ich könnte meinem Herrn Christus nicht ins Gesicht sehen.
Jenen, die über die Schlechtigkeit in der Welt klagen, kann man nur antworten: Ändere Dich, fang bei Dir selbst an. Kehr um, so wie Christus es von uns fordert.


9

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 Bernhard Joseph 9. September 2016 
 

Die FAZ polemisiert mal wieder in einem Kommentar von Daniel Deckers

Gegen den Willen von Papst Benedikt sei hierzulande über Jahrzehnte niemand Bischof geworden, so Deckers. Dass das so nicht stimmt, interessiert nicht, kann man doch durch saloppe Behauptungen elegant eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der Kritik Papst Benedikts vermeiden.

Der zum Teil verheerende Zustand der Kirche in unserem Land beruht im wesentlichen darauf, dass eine linksorientierte Presse im Verbund mit ebenfalls linksorientierten und tief grün empfindenen Pfarrgemeinderäten und Pastoralreferentinnen alles daran setzen, eine "neue" Kirche aufzubauen, in der der Glaube zur Nebensache wird und allein die Institution zählt, die man im politischen Kampf zu instrumentalisieren gedenkt.

In diesem Klima, dass ja in D schon seit Jahrzehnten in der Kirche vorherrscht, gedeiht natürlich dann der entsprechende Nachwuchs bis hinauf zu den Bischöfen - mit einigen rühmlichen Ausnahmen, wie Bischof Oster.

Geht das so weiter, wird Kirche irgendwann gar nicht mehr wahgenommen.


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 frajo 9. September 2016 

@myschkin

Ich möchte zu @Dottrina noch hinzufügen, daß der Papst em. nicht neben P. Franziskus sich geäußert hat sondern mit seiner ausdrücklichen und völligen Zustimmung. Man könnte direkt sagen im Auftrag von P. Franziskus.


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 myschkin 9. September 2016 
 

@Dottrina

Das ist eine richtige Beobachtung. Sie haben ja recht, derlei Kritik äußerte Papst Benedikt ja nicht erst, seit er Emeritus ist. Insofern sagt er mit Blick auf die deutsche Kirche nichts Neues. Gut, dass sie darauf hingewiesen haben. Das räumt meine Bedenken weithin aus. Besten Dank.


10

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 Dottrina 9. September 2016 
 

Liebe(r) @Myschkin,

die Kritik an der deutschen Kirchenstruktur hat er auch als amtierender Papst bereits öffentlich geäußert, nicht nur in seiner Freiburger "Entweltlichungs"-Rede. Dass er seine Meinung in einem Interview-Buch noch einmal bekräftigt, ist sein Recht als Prvatmann, der er ja nun ist. Soll er seine Meinung nicht mehr sagen dürfen? Schon als Kardinal war er in diesen Dingen immer sehr offen und hat sich mehrmals diesbezüglich geäußert. Damit mischt er sich auch in keiner Weise in die Amtsgeschäfte des regierenden Papstes ein. Ich jedenfalls freue mich schon darauf, das Buch zu lesen.


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 myschkin 9. September 2016 
 

Das ist schon sehr heikel

Gerade wer Papst Benedikt schätzt, macht sich nun Gedanken. Dass er nach seinem Amtsverzicht ein Buch mit Interviews veröffentlicht ist nicht das Problem, solange es lediglich um private Angelegenheiten geht. Ob er aber als Emeritus zu innerkirchlichen Problemen öffentlich Stellung nehmen soll, das stimmt nachdenklich. Hatte er nicht gesagt, dass er ganz zurückgezogen als ein für die Kirche betender Mönch künftig uns begleiten wolle? Und nun äußert er - wahrscheinlich sogar durchaus nachvollziehbare - Kritik an der deutschen Kirche und wendet sich damit an die Öffentlichkeit. Vielleicht ist er damit einen Schritt zu weit gegangen. Vielleicht erklärt es sich daraus, dass er zu den eigenen Landsleute und nicht zur Weltkirche sprechen wollte? Der Vorgang zeigt m. E., dass noch nicht klar ist, wo die Grenzen der Mitteilsamkeit für einen emeritierten Papst liegen. Offenbar muss das noch austariert werden, weil die Situation noch zu neu und ungewohnt ist.


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 Schneerose 9. September 2016 
 

Auf den Punkt gebracht,

@Germanium! Danke!
Ich bin hin und wieder im Komplex des bischöflichen "Hauptquartieres" unterwegs und seit Monaten auch in Flüchtlingsunterkünften. Müsste ich wählen, würde ich mich bei Letzteren einquartieren.;) Diese teilen - wenn nötig - ihr ganzes Hab und Gut.


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 frajo 9. September 2016 

In Mt 19 sprach Jesus über die Dt. kath. Kirche

16 ..."Was muß ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen?"
21 ... "Wenn du vollkommen sein willst, geh, verk auf deinen Besitz und gib das Geld den Armen, ...".

22 "... ging er traurig weg, denn er hatte ein großes Vermögen".

Dieser Rat von vor 2000 Jahren gilt heute noch unverändert.

In Mk 10,23 lesen wir: "Wie schwer ist es für Menschen, die viel besitzen, in das Reich Gottes zu kommen".

Geld verdirbt den Charakter, sagt der Volksmund.

Laßt uns dafür beten, daß die Verantwortlichen zur Einsicht kommen und umkehren. Derzeit scheinen gar viele von ihnen auf einem schrecklichen Weg zu sein!


8

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 Germanium 9. September 2016 
 

@ anjali

@Wenn man selber arm ist,kann man anderen nichts mehr schenken.
Doch man kann Zuwendung, Liebe und Hoffnung schenken. (siehe auch Mutter Teresa von Kalkutta)
Das ist es was es den Menschen mangelt.

Ich glaube heute glaubt kaum noch jemand an die Vorsehung Gottes, sondern sichert sich lieber ab, gemäß dem Motto: Carpe diem. http://wortwuchs.net/carpe-diem/

Wenn man reich ist, wird man Gleichgültig gegenüber der Armut der anderen.
Die Armen haben, oftmals noch ein Gespür dafür, was Recht oder Unrecht ist.


11

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 anjali 9. September 2016 
 

Kirchensteuer

In der Niederlanden ist kein Kirchensteuer und hier geht es auch nicht gut.Wenn man selber arm ist,kann man anderen nichts mehr schenken.Und unsere Kirchen muessen auch noch verkauft werden.


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 Stephaninus 9. September 2016 
 

Benedikt lobt Franziskus nachdrücklich

Dies ins Stammbuch all jener, die auch im Forum den "Bruch kultivieren" ;-)


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 carolus romanus 8. September 2016 

130 Millionen = 130.000.000 Euro?? (Kirchensteuern)

Mehr als von der dt.kath. Kirche brutto für die Flüchtlingshilfe in ganz Deutschland ausgegeben wurde? Unglaublich!!
Was würde P. Franziskus wohl dazu sagen?


6

0
 
 chiarajohanna 8. September 2016 
 

REICHtum = HABEN-Modus

Warum konnte damals die ARME Witwe
ALLES geben?
Weil sie durch ihre Armut
der eigenen EXISTENZ FÜHLBAR
sehr nahe war + parallel dazu
der Armut ihrer Mit-Menschen!
Armut schließt auf ...

Wer reich ist,
hat mit der Existenz,
die immer unten ihren Anfang nimmt,
nichts mehr zu tun!
Reichtum schließt nur durch Gnade auf!

Die beiden Zustände arm + reich unterscheiden sich durch ein
damit einhergehende BEWUSSTSEIN.

***
Ich schäme mich, zu hören,
wie viel Geld die Kirche hat!

Jesus hat sein Leben
für MENSCHEN gegeben!
Jeder einzelne war IHM wichtig!
Liebet einander + tragt einander!

Warum kann die Kirche das Geld
nicht in Menschen investieren?
Ähnlich einem Menschenfischer,
der Fische fängt + sie ernährt:

Die Bischöfe müssten auf die Straße,
sich unters Volk mischen,
Open-Air-Gottesdienste,
Randgruppen einbeziehen,
Katechese usw.
alles mit brennend heißer Liebe
für Jesus,
an die MENSCHEN weiter-gegeben!


2

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 Willigis 8. September 2016 
 

Reformen

Wenn jemand von der Kirche Reformen fordert, wie Frauenordination, Zölibatsaufhebung etc., dann sagt man ihm - völlig zurecht - er sollte doch bitte das Beispiel der evangelischen Gemeinschaften betrachten. Dort gäbe es all das nicht, und trotzdem treten die Leute aus.

Dasselbe Argument funktioniert aber auch in der Frage des Geldes: Wer meint, dass ganze Übel komme vom Geld, der schaue doch nach Frankreich. Dort hat die Kirche nichts. Blüht sie etwa? Nein, sie ist noch viel überalterter und die Gesellschaft noch säkularer als hier.

Conclusio: Auch davon wird das Heil nicht kommen.

Das ist mE auch nicht Benedikts Punkt. Es geht ihm nämlich nicht um eine rein funktionelle Armut, also eine Armut, um das und das zu erreichen. Es geht um einen geistlichen Prozess, ganz unabhängi davon, was das der Kirche an sich bringt.


6

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 Kurti 8. September 2016 
 

Das muss gerade der Richtige sagen:

http://katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/sternberg-verteidigt-mitarbeiter-gegen-papst-kritik

Papst Benedikt kennt die deutsche Kirche mit Sicherheit besser als dieser CDU-Politiker.


5

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 matthieu 8. September 2016 
 

130 Millionen

Nebenschauplatz Ordinariat: das Geld ist insofern gut angelegt, als dass keine Miete mehr bezahlt werden muss. Das geht in München monatlich in die zehntausende. Dann lieber bauen.


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 Germanium 8. September 2016 
 

@ Charlene @Knappe Kassen verändern daran nichts.

Knappe Kassen, lassen aber überlegen, was habe ich an Resssourcen und wie kann ich diese sinnvoll einsetzen. Je mehr Geld da ist, umsomehr kommt man ins Schwärmen, was man denn mit dem überschüssigen Geld anfangen kann. Bei der Kritik an Mutter Teresa von Kalkutta kam mir diese Überlegung, warum Sie Patienten u. Kalkutta kam mir der Gedanke, warum sie so spärlich Geld oder Medikamente an Ordensschwestern ausgegeben haben soll?
Wollte Sie den Menschen etwa, das zurückgeben, was sie die Menschen Gott näher bringen zu können, wie etwa das Gespür für Gott?
Zum Besseren Versteändnis lesen Sie bitte folgenden Link: http://www.verein-durchblick.de/index.php/glaubensfragen/142-lf33


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 Charlene 8. September 2016 

Klugheit ist Kardinaltugend, romantisches Träumen nicht

Es gibt die Gewerkschaftsmentalität unter kirchlichen Mitarbeitern. Andere sehen ihre Arbeit in Ordinariaten und kirchlichen Institutionen als Berufung zum Dienst an der Kirche. Benedikt pauschaliert nicht. Sollten wir auch nicht. Schlechte Erfahrungen zu verallgemeinern, ist unrecht!

Die arme Kirche ist keine Insel der Seligen, Kirchenruinen und Mangelwirtschaft garantieren mitnichten Qualität. Gute Löhne und sichere Arbeitsplätze sind wünschenswert. Mitarbeiter sollen in rechter Weise bealstet sein und realistische Aufgabenstellungen vor sich sehen.

Kluge Profis sind gefragt. Wäre etwa Benedikts Initiative mit den Piusbrüdern professionell vorbereitet worden, hätte man unserem Papst viele dämliche Schlagzeilen erspart. Bitte keine billigen Klischees verbreiten.

Starker Glaube, Hoffnung in Fülle, brennende Liebe, Gehorsam, Treue und Gebet: Die mangeln uns in Deutschland. Nicht nur in den Ordinariaten,
liebe Mitleser und Mitkommentatoren.
Knappe Kassen verändern daran nichts.


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 Germanium 8. September 2016 
 

@In der Innenstadt ein riesiges, neues Ordinariat für 130 Mio Euro zu bauen.

Wofür?
Die Kirchen werden immer leerer, von Priestermangel wird gesprochen, Kirchen werden entweder abgerissen oder pivatisiert. Heute ist es ja Trend, Kirchen in private Haushalte zu verkaufen, wo die Bauherren sich dann eine Designerwohnung einrichten.
Caritas u. Diakonie sind verkommerzialisiert u. reine Dienstleistungsbetrieb, wie andere staatliche Einrichtungen auch. Also wozu noch ein Ordinariat, für so viel Geld?
Da stellen sich mir die Nackenhaare auf.


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 Tisserant 8. September 2016 

Die kath Kirche in Deutschland ist übersatt an dem vielen Geld!
Auch wenn jemand aus der Kirche austritt, was nach herrschender theologischer Meinung nicht möglich ist, außer derjenige betreibt aktiv ein Handeln gegen Kirche und Gott, dann bekommt diese Institution immer noch genug Ausgleichszahlungen vom Staat!

Deshalb lohnt sich es nicht, aus der kath Kirche auszutreten!
Die Argumente für die Kirchensteuer sind scheinheilig und mir ist eine Kirche lieber, die für ihr Geld etwas unternimmt und nicht satt es einstreicht!

Wenn ich mich in den Generalvikariaten umschaue, so manche Gemeinde- und Pastoralferenten/Innen mir anhöre, frage ich mich, wie kann man in der Kirche sein und gleichzeitig sie von innen heraus bekämpfen!?

Die kath Kirche in Deutschland, ist ein Staat im Staate und eng und tief mit den Parteien verbandelt!


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 Schneerose 8. September 2016 
 

Auch für Österreich

sind die ernsten Mahnungen zutreffend.
@Silvio: Bei Messnerdiensten unterscheide ich zwischen bezahlten und ehrenamtlichen (die gibt es noch ab und zu). Erstere laufen auch Gefahr, den Dienst "nur" als Gelderwerb zu sehen und zu verrichten. Zu den Großverdienern gehören sie nicht.
Ein höherer kirchl. Würdenträger soll vor Jahrzehnten (!) gesagt haben: "Der Kirche wird es erst gut gehen, wenn sie kein Geld mehr hat!"


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 Secundus 8. September 2016 

Bürokratiemonster

@Silvio. Benedikt XVI. meint mit Sicherheit nicht die Angestellten, die im direkten kirchlichen Dienst arbeiten, Mesner u. a. Wenn man sich an seine Rede in Freiburg 2011 erinnert, meint er eher die Überbürokratisierung der kirchlichen Behörden und Ordinarien. Das hat mit kirchlicher Sendung nichts zu tun, das ist reines Verwalten. Vergleichbar mit Beamtentum in einem staatl. Ministerium. Das gilt es endlich in der deutschen/ österr. Kirche abzubauen und nicht weiter aufzublähen, wie jetzt aktuell in München: In der Innenstadt ein riesiges, neues Ordinariat für 130 Mio Euro zu bauen. Wahnsinn! Gegen so etwas richtet sich m. E. der emer. Papst.


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 Silvio 8. September 2016 
 

Prinzipiell hat Benedikt XVI. recht,

aber ich hoffe er schert nicht alle Mitarbeiter über einen Kamm, denn es gibt in unserer Kirche auch Mitarbeiter, welche ganz bestimmt nicht zu den Hochbezahlten gehören. Zu ihnen gehören die treu und ehrfurchtsvoll ihren Dienst tuenden Mesnerinnen und Mesner. Das sind die Ersten welche darunter zu leiden haben, wenn in wenigen Jahren (das ist meine persönliche Einschätzung der Dinge) etwa jede zweite bis zwei Drittel aller Pfarrkirchen insbesondere im ländlichen Raum geschlossen werden. Bitte um Zustimmung oder Widerspruch...


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 Germanium 8. September 2016 
 

Kirche als Wohlfühloase oder Unterhaltungsindustrie

Ich glaube gemeint ist damit, dass die RKK viellerorts verkopft ist. Barmherzigkeit und Nächstenliebe sind nur leere Worthülsen in vielen Gemeinden. Die Predigten gleichen einer Nachrichtensendung, ohne das die Herzen der Gläubigen dabei berührt werden. Das selbe gilt für die Beichte, bei der man oft das Gefühl hat, die Priester können sich überhaupt nicht einfühlen und man geht aus dem Beichtstuhl nicht wirklich befreit heraus, sondern mit dem Gefühl hat der mir jetzt überhaupt zugehört? Die Seelsorge drer Kirche ist einfach katastrophal.
Und die Gemeinderäte bestehen nur aus Menschen, die gutbezahlte Anstellungen in den Ämtern haben und sich überhaupt nicht mit den Nöten der Gemeindemitglieder auseinandersetzen. Nein es geht nur darum die Kirche nach eigenen Wünschen umzuformen, in eine Art Wohlfühloase oder Unterhaltungsindustrie.
Religiöse Kintertage gleichen heute einem Kinderferienlager, als einer ernsthaften Beschäftigung mit religiösen Inhalten.


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 GerogBer 8. September 2016 

Ich nehme...

@Mysterium Ineffabile,
meine unqualifizierte Aussage zurück und entschuldige mich hier im Forum in aller Form. Es tut mir leid.


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 chiarajohanna 8. September 2016 
 

Die Verwaltung von ...

Ordner, Akten, Papieren,
Fuhrpark und Vermögenswerten
ist nicht nur aufwendig,
sondern stellt auch eine Gefahr da.

Ebenso, das von vornherein hohe
festgelegte Einkommen.

PS: Aus eigener Erfahrung weiß ich,
das man bei hohem Einkommen
bemüht ist, alles abzusichern!

Ist das Einkommen jedoch geringer,
ist es irgendwie anders,
man spendet hier + dort
und hat auch eine ganz andere Sicht:
Plötzlich orientiert man sich
an den Ärmeren, nimmt sie zum Maßstab.

Möchte ich zu meinem REICHTUM zurück?
Nein, auf keinen Fall;
nur unter der Bedingung,
das ich ganz viel spende,
und die Not der Anderen helfe auszugleichen.


12

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 Dottrina 8. September 2016 
 

Ja, @Mysterium hat recht

In der relativ kurzen Zeit, die er als Erzbischof in München verbrachte, hat er auch immer wieder die überhöhte Bürokratie kritisiert - und damals hatte das Ordinariat noch längst nicht so viele Mitarbeiter wie heute. Und in Rom verdient(e) ein Kardinal gerade mal gut ein Drittel soviel wie ein deutscher (Erz)Bischof.


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 Mysterium Ineffabile 8. September 2016 

@GerogBer ???

Wann hätte Ratzinger von diesem "System" gelebt? Als junger Priester sicher nicht. Ratzinger wurde Professor im Jahr 1957, im Alter von 30 Jahren. Von da an "lebte" er vom "System" der deutschen Universität wi jeder andere Professor auch. Später "lebte" er dann vom "System" der Tantiemen für seine Bücher. Man kann vieles behaupten, aber: Ratzinger hat nie von diesem "System" der deutschen Kirche gelebt und er hat es immer, vor allem in den letzten 30 Jahren, intensiv besprochen und kritisiert.


44

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 chronotech 8. September 2016 

wie wahr....wie wahr...


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 Seramis 8. September 2016 
 

Treffer!

Kirche in Deutschland:
Viel Fassade, innen hohl.


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 GerogBer 8. September 2016 

Recht hat er ja,

er hat aber auch viele Jahre in und von diesem System gelebt. Ob er dann mit Steinen werfen sollte?


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 Stanley 8. September 2016 
 

Bezahlte Kirchenmitarbeiter

Benedikts Worte in Gottes Ohr!

Aber welche Konsequenzen sind daraus zu ziehen?

Wer zählt überhaupt zu den "bezahlten Kirchenmitarbeitern"? Etwa auch die von staatlichen Pfründen überversorgten Bischöfe und Pfarrer?


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 SpatzInDerHand 8. September 2016 

HA! Recht hat er!!

So manches Mal war ich schon mit Kirchenoffiziellen zusammen - und habe aufgepasst, dass mir ja nicht der Rosenkranz aus der Hosentasche fällt... Mehr muss ich ja nicht dazu sagen, als dass man sich bei manchen Kirchenoffiziellen nicht wohl fühlen würde, wenn man sich als Rosenkranzbeter outen würde...

Man darf da alles sein und sagen, außer man ist fromm. Oder Lebensschützer. Oder lange in erster Ehe glücklich verheiratet. Oder Papsttreu. Oder man hat den Katholischen Katechismus im Schrank stehen. Oder man liebt die Gegenwart Jesu im Allerheiligsten Sakrament.

So, das musste jetzt dringend mal raus aus mir!!


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