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Erzbischof Gadecki: Keine Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene

4. August 2016 in Weltkirche, 8 Lesermeinungen
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Die Frage könne nicht im Beichtgespräch Gespräch gelöst werden. Papst Johannes Paul II. habe in ‚Familiaris consortio’ klargestellt, das wiederverheiratete Geschiedene nur die Kommunion empfangen dürfen, wenn sie enthaltsam leben, sagt Gadecki.


Krakau (kath.net/jg)
Es gibt keinen Grund, zivilrechtlich Wiederverheirateten die Kommunion zu spenden, sagt Stanislaw Gadecki, der Erzbischof von Posen und Vorsitzende der polnischen Bischofskonferenz letzte Woche im Rahmen des Weltjugendtages gegenüber Medienvertretern. Er hält wenig von der Idee, dies nach einem „Weg der Unterscheidung“ in bestimmten Fällen doch zu tun. Das berichtet das Magazin Vatican Insider.


Das Thema „kann nicht im Beichtstuhl in zwei Minuten“ abgehandelt werden, das sei auf diesem Weg nicht einmal in zwei Jahren möglich. Wenn eine sakramentale Ehe zustande gekommen sei, gebe es keinen Anlass die Kommunion an zivilrechtlich geschiedene und wiederverheiratete Personen zu spenden, erläutert Gadecki.

Papst Johannes Paul II. habe dies in seiner Enzyklika „Familiaris consortio“ festgelegt. Wiederverheiratete Geschiedene dürften nur dann die Kommunion empfangen, wenn sie „wie Bruder und Schwester“ zusammenleben.


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Lesermeinungen

 wandersmann 5. August 2016 
 

Antichrist

Der Antichrist ist deshalb gefährlich, weil er die Beziehung zu Christus unterbinden will.

Wir sollen unsere Bedürfnisse befriedigt bekommen anstatt neue Menschen zu werden.


3
 
 gebsy 5. August 2016 

Die Spitze des Eisberges

sind die wvG, wenn es um den würdigen Empfang des Eucharistischen Herrn geht. Gibt es nicht viel mehr Personen, die sich um die Ehe- und Sittenlehre der Kirche nicht kümmern?


4
 
 Bernhard Joseph 4. August 2016 
 

@wandersmann

Die Passage in Solowjows Antichrist ist wirklich bedrückend aktuell, zeigt sie doch in eindringlicher Form auf, was Barmherzigkeit ohne Gerechtigkeit bedeutet. Der Friede des Relativismus ist nicht nur trügerisch, er führt ins Verderben.


7
 
 Thomas-Karl 4. August 2016 

@wandersmann

Wer wären dann die beiden Päpste?


0
 
 wandersmann 4. August 2016 
 

@Fatima2017 - Antichrist

Hüten wir uns vor dem Humanismus des Antichristen. Dieser spricht bei Solovjev so:

"Ich werde allen Menschen das geben, dessen sie bedürfen. Christus hat als Moralist die Menschen nach Guten und Bösen geschieden, ich aber werde sie durch Wohltaten wieder vereinigen, die sowohl die Guten als auch die Bösen nötig haben. Ich werde der wahre Statthalter Gottes sein, der seine Sonne scheinen läßt für Gute und Böse in gleicher Weise, der Regen spendet den Gerechten und Ungerechten. Christus hat das Schwert gebracht, ich hingegen werde den Frieden bringen. Er bedrohte die Erde mit der Furchtbarkeit des Jüngsten Gerichtes, ich aber werde der letzte Richter sein und mein Gericht wird nicht nur Gerechtigkeit, sondern vor allem Gnade offenbaren. ... auch mein Urteil gerecht sein, doch ich will nicht vergelten, sondern schenken. Ich kenne jeden, wie er ist, und werde ihm nach seiner Bedürftigkeit zuteilen."

http://kleinbuerger.blogspot.de/2007/03/antiquarisches.html

www.kath.net/news/17801


3
 
 wandersmann 4. August 2016 
 

@Fatima2017

Dieser Weg setzt aber voraus, dass die Sünde eben "Sünde" bleiben darf.

Ich denke, dass es im Wesentlichen um diesen Punkt geht. Wenn die WvG zur Kommunion zugelassen werden, dann wird auch der Sündenbegriff flexibel. Dann können wir die Kirche nach eigenen Vorstellungen und Bedürfnissen anpassen. Fangen wir mit dem einen Punkt an, dann wird es kein Halten mehr geben.

Ich vermute, dass polnische Bischöfe und vielleicht andere auch dem Papst die Gefolgschaft verweigern würden, wenn er sich eindeutig zur Kommunion für WvG bekennen würde.
Zumal der Papst selber gesagt hatte, dass er es nicht ändern kann.

http://kath.net/news/47674
Der Papst sagte: ‚Das hat Jesus Christus so eingerichtet, und der Papst kann es nicht ändern.‘


Und dann würden wir kurz vor einem Schisma stehen, wie wir das schon mal hatten.
Bei Seiten hätten einen Papst, beide Seiten würde sich gegenseitig exkommunizieren usw. usw.


8
 
 bnin 4. August 2016 
 

bnin

Empfelenswert ist ein Gespräch mit Erzbischhof Gadecki, das EWTN durchgeführt hat. Hier einige Links;
https://www.youtube.com/watch?v=br5GZ7d_V4M
https://www.youtube.com/watch?v=pv0_eVXkFWc


0
 
 Fatima2017 4. August 2016 
 

Was heißt hier "nur"?

Es ist ja schon auffallend, dass das Thema Kommunionempfang solch eine Bedeutung gewinnt in einer Zeit, in der die Bedeutung der Sonntagsmesse in den Häusern der Menschen offensichtlich stark abnimmt. Dass den zivilrechtlich Wiederverheirateten der Weg der Enthaltsamkeit offensteht, wird dabei kaum angesprochen. Es gibt einen Weg, dieser scheint aber vielen zu absurd zu sein. Man könnte diesen Weg auch noch ergänzen um ein Wort aus der Enzyklika Pauls VI. "Humanae vitae", wo er ganz konkret die Eheleute auffordert, sich nicht entmutigen zu lassen, wenn es ihnen nicht gelungen ist, die eheliche Keuschheit zu leben, sondern das Beichtsakrament zu nutzen. Dieser Weg setzt aber voraus, dass die Sünde eben "Sünde" bleiben darf.


6
 

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