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Mexiko: Bischöfe üben deutliche Kritik an Vorschlägen zur «Homo-Ehe»

19. Mai 2016 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
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Die katholische Kirche in Mexiko hat die Initiative von Staatspräsident Enrique Pena Nieto zur Legalisierung gleichgeschlechtlicher „Ehen“ im gesamten Land kritisiert.


Mexiko-Stadt (kath.net/KNA) Die katholische Kirche in Mexiko hat die Initiative von Staatspräsident Enrique Pena Nieto zur Legalisierung gleichgeschlechtlicher „Ehen“ im gesamten Land kritisiert. Eine Entscheidung von solcher Tragweite müsse genauestens analysiert werden, forderte die Mexikanische Bischofskonferenz in einer am Mittwoch (Ortszeit) verbreiteten Stellungnahme. Partnerschaften müssten die Zukunft der Gesellschaft sicherstellen.

«Wir sind davon überzeugt, dass in der Pluralität, die unsere Nation charakterisiert, alle Stimmen mit Seriosität und dem Geist eines konstruktiven Dialogs angehört werden müssen», schrieben die Bischöfe. Jeder Mensch müsse unabhängig von seiner sexuellen Orientierung respektiert und vor Diskriminierung geschützt werden.


Mexikos Präsident hatte sich zuvor für die landesweite Einführung der «Homo-Ehe» eingesetzt. Das Staatsoberhaupt kündigte einen dazu notwendigen Antrag auf Verfassungsänderung an. Die Aufgabe des Staates sei es, Diskriminierungen zu verhindern und gleiche Rechte für alle sicherzustellen.

Zurzeit gibt es in Mexiko eine uneinheitliche Regelung. Während in einigen Bundesstaaten wie in der Hauptstadt Mexiko-Stadt die Eheschließung gleichgeschlechtlicher Partner erlaubt ist, ist sie in anderen Provinzen verboten. Um die Verfassungsänderung durchzusetzen, müsste zwei Drittel des Parlaments zustimmen. Außerdem wäre die Zustimmung der Bundesstaaten und die Unterschrift des Präsidenten notwendig. In Lateinamerika ist die «Homo-Ehe» derzeit in Argentinien, Kolumbien, Uruguay und Brasilien zugelassen.

Anm. der kath.net-Redaktion: Dieser Beitrag erschien bei der Katholischen Nachrichtenagentur (KNA) unter dem hierzulande missverständlichen Titel: „Bischöfe fordern Dialog über «Homo-Ehe» in Mexiko“

(C) 2016 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


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Lesermeinungen

  19. Mai 2016 
 

Ehe und Unzucht

Unzucht kann niemals Ehe sein. Homosexuelle Verhältnisse sind aber Unzucht.


4
 
 Stephaninus 19. Mai 2016 
 

Die Homo-Ehe

wird sich über kurz oder lang wohl in der ganzen westlichen Welt durchsetzen - teilweise noch ohne Adoptionsrecht, aber auch das dürfte mittelfristig fast überall in irgendeiner Form etabliert werden. Umso wichtiger wäre es, dass die Kirche die Einzigartigkeit der dauerhaften Verbindung von Mann und Frau und das Unverkennbare der sakramentalen Ehe in aller Deutlichkeit unverkürzt verkündet, und die Menschen, die das leben, pastoral stützt. Leider hat nach meinem Dafürhalten die Synode (noch) keinen entsprechenden "Schub" bewirkt. Genau das würde ich mir aber erwarten.


7
 

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