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Bedrängte Christen alleinegelassen

11. Mai 2016 in Deutschland, 23 Lesermeinungen
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Als nicht betroffener und dennoch durchaus empathischer Christ Mitteleuropas fragt man sich, was da in Bischöfen vorgeht, die ihre Glaubensgeschwister auf der Flucht und in großer Not derart alleine lassen. Gastkommentar von Martin Wind


Bonn (kath.net/Blog „disputatae“) Asche haben sie sich auf´s Haupt gestreut, gemeinsam „mea culpa“ bekannt – obwohl sie nicht mal persönlich gefehlt hatten. Sie haben bedauert und getrauert, sie waren beschämt und sie haben versprochen: „Nie wieder!“ Bischöfe der katholischen Kirche und Amtsträger evangelischer Gemeinschaften hatten in den vergangenen siebzig Jahren genug Zeit und Gelegenheit, sich der Fehler ihrer jeweiligen Organisationen und Strukturen in der Geschichte bewusst zu werden, diese „aufzuarbeiten“, Lehren zu ziehen und klüger zu werden. Doch haben sie die Zeit gut genutzt, haben sie aus den Fehlern und Schwächen ihrer Amtsvorgänger wirklich etwas gelernt?

Nun – angesichts des derzeitigen Umgangs der Leitungsgremien der katholischen Kirche und seitens der evangelischen Gemeinschaften mit Verfolgungen und Drangsal, denen christliche Flüchtlinge in bundesdeutschen Erstaufnahmelagern ausgesetzt sind, beschleicht einem das traurige Gefühl, dass all´ die hehren Sprüche zur Vergangenheit eben auch nur hehr und nur Fensterreden aber keineswegs ehrlich waren. „Wehret den Anfängen!“ galt offenbar nur als Anklage gegen die Altvorderen oder wandte sich gegen abstrakte Bedrohungsszenarien im politischen Alltag der Nachkriegsrepublik.

Das geschichtsvergessene Versagen der Funktionsträger und Gremien

Heute – vor die große Herausforderung gestellt, erneut gegen religiöse Bedrohung vorzugehen und Unterdrückten beizustehen – versagen die oben angeführten Gremien auf beschämende Weise. Das heißt nicht, dass nicht viele Einzelinitiativen, unermüdliche Hilfsbereitschaft, lokale Unterstützungen und Minderungen des Leids aus den Gemeinden heraus geleistet würden. Selbst die großen Hilfsorganisationen der Kirche, wie beispielsweise die „Caritas“ und die evangelische „Diakonie“ zeigen sich flexibel und versuchen, den nach Deutschland eingereisten Menschen beizustehen. Aus diesem Kreis der Helfenden von der Basis kamen schon früh die ersten Berichte von dem, was Christen in Lagern widerfährt. Bereits 2014 waren die Hinweise und die belegten Tatvorgänge so zahlreich und so glaubhaft, dass selbst die überregionale „Welt“ im August unter dem Titel „Christen spüren auch in Deutschland den Hass“ einen ausführlichen Bericht mit mehr als 12.000 Zeichen zum Thema veröffentlichte. Seither ist das Problem in der regionalen und überregionalen Tagespresse ständig mit größeren Berichten oder kleineren Meldungen „präsent“.


Immer wieder haben Christen von der Basis deshalb die Amtsträger zu mehr Einsatz für die christlichen Glaubensgeschwister aufgefordert, man hat gebeten, gedrängt, gefleht und geflucht, denn irgendwie schienen die Amtsträger das Problem nicht sonderlich ernst zu nehmen. Von politischer Seite konnte auch keine Hilfe erwartet werden, da dort der erbetene Schutz für die Verfolgten, zur Diskriminierung der Verfolger umgedeutet wurde.

Bischöfe liefern christliche Opfer den Tätern aus

Noch im April 2016 haben sich laut eines Berichts von rbb|24 in Berlin der evangelische Bischof Dröge und der katholische Erzbischof Heiner Koch, trotz der überall verfügbaren Meldungen und trotz bedrückender Details, gegen eine getrennte Unterbringung oder eine gesonderte Behandlung für bedrängte Christen in Flüchtlingsheimen ausgesprochen. „Es kann kein Weg sein, vor etwaigem (sic!) intoleranten (sic!) Verhalten gegenüber Christen zu kapitulieren, indem man eigene Unterkünfte nur für sie einrichtet“, so Erzbischof Koch. Nicht genug, dass der Erzbischof die Taten verharmlosend als „intolerantes Verhalten“ relativiert, er stellt auch noch deren bisheriges Geschehen in Frage. Mit dem Begriff „etwaig“ verweist er auf eventuell künftig eintretende, aber nicht zwingend geschehende Ereignisse. Die Opfer der Übergriffe gegen Christen werden sich verzweifelt fragen, was denn für den Herrn Erzbischof wohl „ein Weg“ sein könnte, der keine Kapitulation vor Intoleranz und Unterdrückung gegenüber Christen wäre.

Der Erzbischof muss sich auch die Frage gefallen lassen, wie er so selbstbewusst seine christlichen Mitmenschen ihren Peinigern in den Flüchtlingsheimen überlassen kann, nur um nicht vor den Aggressoren zu kapitulieren. Die Opfer der Aggressionen wurden nicht gefragt, ob sie Subjekte dieser heroischen Widerstandsbewegung sein wollen. Menschen als Mittel pädagogischer Maßnahmen zu missbrauchen, kann wohl kaum als probates Instrument einer gelingenden Integration gefeiert werden. Kein Aggressor wird religiöse Toleranz dadurch lernen, dass er mit seinem Opfer zusammen leben „muss“.

Wo sind die Hirten, die ihre Schafe vor den Wölfen verteidigen?

Als nicht betroffener und dennoch durchaus empathischer Christ Mitteleuropas fragt man sich, was da in Bischöfen vorgeht, die ihre Glaubensgeschwister auf der Flucht und in großer Not derart alleine lassen. Eigentlich haben wir gelernt, dass ein Hirte seine Schafe verteidigt, wenn die Wölfe sie bedrohen. Und eigentlich haben wir gelernt, dass ein Hirte auch dem Schäfer der benachbarten Herde zu Hilfe eilt, wenn die Wölfe oder der Bär dessen Herde angreifen. Jetzt drängt sich der Eindruck auf, dass die Hirten sich von den Hilferufenden wegdrehen und lediglich die eigene, unruhig grummelnden Herden zu beruhigen versuchen. Ein Amtsträger, der so auf seine Herde wirkt, muss sich nicht wundern, wenn bei den Gläubigen Vertrauen und Achtung in seine Person schwinden. Ein solches Verhalten der Bischöfe ist der beste Weg, um sich die Autorität von Amt und Person selbst zu demontieren.

Was treibt Bischöfe eigentlich zu solchen unerklärlichen Erklärungen und Verhaltensweisen. Was treibt sie da um? Bischöfe sind eigentlich Gott, der Kirche, der Theologie und den Gläubigen verpflichtet. Sie haben sich nicht vor der Öffentlichkeit, den Medien oder dem Staat zu rechtfertigen. Sie sind kein Teil einer staatlichen Toleranzpolitik, die suggerieren will, dass Hilfe für Opfer eine Diskriminierung der Täter darstellen würde. Wenn Bischöfe sich endlich wieder von vermeintlich relevanten medialen und öffentlichen Erwartungen befreiten, würde das zumindest einen Teil ihrer Stärke und Wirksamkeit ausmachen. Das würde auch dem Staat den Rücken im Umgang mit solchen Verbrechern stärken. Dann könnte man jenen, die ihre archaischen Vorstellungen vom Umgang mit Christen, Frauen und Kindern hier so austoben möchten, wie sie das in ihren Herkunftskultur gelernt haben, verdeutlichen, dass sie damit ihren Bewerber-, Flüchtlings- oder Asylantenstatus unwiderruflich verlieren. Da muss es unmissverständlich heißen: In unserer Kultur werden sie durch ein solches Verhalten automatisch zum Täter. Unser Staat sollte sich mit Rückhalt aus der Bevölkerung und seitens aller gesellschaftlichen Kräfte erlauben, alle darauf hinzuweisen, dass sie eine Abschiebung ohne Rückfahrtschein gewinnen, wenn sie sich unzivilisiert benehmen.

Bischöfe sollten ihren Einfluss nutzen, um wirksamen Schutz einzufordern

Jesus hat uns Christen gesagt: „Ihr seid das Salz der Erde“. Er hat uns nicht mitgegeben, dass wir der weiche und süße Weckmann der Öffentlichkeit und der Political Correctness sein sollen, der beinahe allen schmeckt. Mit politisch fein austarierten Statements, die niemandem weh tun, aber auch keinem helfen, werden Bischöfe ihrer großen Verantwortung nicht gerecht. Da ist dann auch konziliante Konfrontation gefragt und das Einfordern unbequemer Lösungen. Man sollte von Bischöfen erwarten können, dass sie die Erstaufnahmelager besuchen, dass sie Behörden Dampf unter dem Hintern machen und Redaktionen sensibilisieren. Das muss so lange geschehen, bis deutlich wird, dass unsere christlichen Brüder und Schwestern in unserem Land, in das sie geflohen sind, leider wieder von denen gepeinigt werden, vor denen sie hierher geflohen sind. Wenn das dann schmerzhaft ins Bewusstsein der Politik gedrungen ist und daraus endlich wirksamer Schutz für Christen erwächst, dann haben die Bischöfe einen Teil ihres Auftrages befriedigend erfüllt und werden ihrer Verantwortung gerecht.

Ein kleiner Anfang scheint zumindest mal gemacht: Die Bischofskonferenz kommt angesichts der Meldungen in der Tagespresse um eine Reaktion nicht mehr herum. Die Katholische Nachrichtenagentur (KNA) meldet, die Bischofskonferenz habe erkannt, dass die Situation der christlichen Flüchtlinge in Flüchtlingseinrichtungen es erforderlich mache, „die generellen Konzepte für den Betrieb dieser Einrichtungen einer kritischen Überprüfung zu unterziehen“.

ARD/BR: Die Story: Gewalt gegen Christen | Kontrovers


ZDF - Open Doors: Kirche verharmlost Gewalt und Terror gegen Christen in Asylunterkünften


ARD-Tagesthemen: die bedrängten Christen in Flüchtlingsunterkünften


Predigt Kardinal Woelki/Ökumenische Passionsandacht Düsseldorf - Mahnt besseren Schutz des Lebens an, kritisiert Situation Christen Flüchtlingsheimen



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Lesermeinungen

 Anjokasi 12. Mai 2016 
 

@Selene zur angeblichen Unwissenheit

Danke Selene! Das Problem ist wohl, daß immer noch zu viele die Gefahr von der falschen Seite vermuten. Die AfD wurde gleich zu Beginn als rechtsextrem eingestuft, also kann man sich beruhigt zurücklehnen: Feind erkannt, Gefahr gebannt. Daß die Gefahr heute aber nicht von rechts ausgeht, (so schlimm es ist, daß auch Rechtsradikale wieder vermehrt Zulauf haben) sondern von links und von all denen in Politik und Medien, die jede Meinung, die dem Mainstream zuwiderläuft, unterdrücken wollen, müssen erst noch viele Gutmeinschen begreifen, die meinen, sie würden mit ihrer Hetze gegen die AfD ihrer Bürgerpflicht genügen. Die AfD hat längst eine getrennte Unterbringung von Christen und Muslimen gefordert, ist aber nicht gehört worden, weil sie ja, wie Selene schon schrieb "böse" ist.
Schlimm, daß immer wieder Kirchenvertreter, die den Mund nicht auftun, wenn es um die Verteidigung der Christen in den FLüchtlingsheimen geht, ganz vorne dabei sind, wenn es darum geht, gegen die AfD zu hetzen!


11

0
 
 bellis 12. Mai 2016 

Danke Glocke, Selene, wedlerg

Herr Lohmann, eine Aktion "beten für Bischöfe" ist immer sehr gut und heute besonders dringlich. Die Bischöfe halte ich aber in keiner Weise für "arm und wohl reichlich verunsichert", sie verfolgen zu großen Teilen bewusst das Ziel der Einen-Welt-Religion. UN und Medien werden es Ihnen danken.


7

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 Glocke 12. Mai 2016 
 

@Bücherwurm

Danke, daß Sie mich korrigiert haben!
Ich hatte von anderen Foristen den Terminus "zensiert" einmal wahrgenommen und, ohne zu überlegen, ÜBERnommen!

Ich bitte um Entschuldigung!

Im Übrigen: wenn ich einmal auf Ihren moderierenden Eingriff aufmerksam geworden bin, war das auch durchaus angebracht!


3

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 bücherwurm 12. Mai 2016 

@Glocke:

Moderation "zensiert" nicht, sondern moderiert - und das auch nur stichprobenartig. Wir sind übrigens mehrere Moderatoren, nur mal so zur Kenntnisnahme.


3

0
 
 Glocke 12. Mai 2016 
 

Geistiger Schüttelfrost

beschleicht mich, wenn ich in dem Statement von EB Koch und seinem evang. Partner n u r einen einzigen Begriff austausche! Dann liest sich das so:

"Es kann kein Weg sein, vor etwaigem intoleranten Verhalten gegenüber muslimischen Homosexuellen zu kapitulieren, indem man eigene Unterkünfte nur für sie einrichtet!

No comment!!!!! @Bücherwurm müßte zensieren!


5

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 Sebi1983 12. Mai 2016 
 

@Selene

Liebe Selene,

vielen Dank für Ihre Reaktion.

Aus dem Umstand von Dienstwohnungen in alten Gebäuden, die vor Jahrhunderten erbaut wurden, oder eines Dienstwagens mit Fahrer, der wie auch bei Politikern oft ein fahrendes Büro ist, zu folgern - wie Sie das in ihrem ersten Posting getan haben - dass Bischöfe nicht den Hauch einer Ahnung vom realen Leben haben, ist in meinen Augen billiger Populismus. Verzeihen Sie mir meine Offenheit!

Unabhängig davon würde ich mir deutlichere Worte und Taten für die verfolgten Christen wünschen, wie ich das hier bereits geschrieben hatte.

Herzliche Grüße
S.


4

0
 
 Selene 12. Mai 2016 
 

Die angebliche Unwissenheit

über die Zustände in den Flüchtlingsheimen und in den Herkunftsländern trifft man in der Kirche überall an:

Bei den Laien, in den aufnehmenden Klöstern usw.

Dass diese Leute alle Internet haben, spielt keine Rolle. Da hat man dann angeblich keine Zeit, sich im Internet zu informieren oder stellt die dortigen Infos als unglaubwürdig da.

Die geflüchteten Christen, die auch bei uns in den Gottesdienst kommen, werden nicht mal wahrgenommen geschweige, dass man ihnen eine Stimme gibt.

Es ist wie inder NS - Zeit: Keiner wollte was gewusst haben, obwohl, wie ich von Eltern und Großeltern weiß, das Unrecht vor aller Augen geschehen ist.

Mein Opa war im Widerstand und ist später auch als verfolgter Widerstandskämpfer von der BRD anerkannt worden. Ich bin schon als Kind informiert worden, was damals los war und wie feige die Mehrheit der Bevölkerung war.

Und heute wiederholt sich das!Die Menschen WOLLEN nicht informiert werden, trotz Internet usw. und die AFD ist "böse".


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 Selene 12. Mai 2016 
 

@Lämmchen

Ich meinte nur die Diözesanbischöfe!


1

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 Krisi 12. Mai 2016 
 

Ja, also ich nehme die deutschen Bischöfe erst wieder als Brüder war, wenn sie christlichen Flüchtlingen Aufnahme in Ihren sehr luxuriösen Villen gewähren. Das wäre ein Akt der Nächstenliebe.


9

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 mirjamvonabelin 11. Mai 2016 
 

Ich verstehe das nicht

Wir wissen doch das Christen in islamischen Ländern, auch Türkei, ständig bedroht werden.
Warum denken Politiker, Polizei und andere einflussreiche Leute, die Muslime würden die Christen bei uns in ruhe lassen?
Und Rechtsanwälte kümmern sich nur um gut zahlende Klienten. Wer genug Geld hat, gewinnt.
Ich weiß, Verfolgung ist des Christen täglich Brot, trotzdem plagen mich Vergeltungsgefühle...
Jesus, du hast die Welt überwunden, erbarme dich unser und hilf uns die Welt zu überwinden.


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 wedlerg 11. Mai 2016 
 

Im BR kam gerade eine Bürgerbeteiligungssendung

Angesichts der Auswahl der Wortmeldungen der Sendung "Jetz red I" darf man sich nicht wundern, warum unsere Kirchenführer so agieren. Was ihnen da an Stimmen vorgesetzt wird, ist aberwitzig. Oder muss man sich wundern, dass sie nicht endlich auf den Tisch hauen und die Neuevangelisierung starten? Die Flüchtlingsfrage hat die dt. kath. Kirche genau so gehandhabt wie alle anderen brennenden Fragen: hinter dem Zeitgeist her und durch. Offenbar ist man entweder bar jeglicher Ahnung oder so gefühlsduselig, dass man gar nicht mehr merkt, wie man sich vom Kern der Nachfolge Christi entfernt hat.


9

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 Lämmchen 11. Mai 2016 
 

@Selene

nein, nicht ALLE Bischöfe (wenn Sie Weihbischöfe mit einschließen), ein Weihbischof in Rottenburg fährt selbst und nimmt keinen Fahrer in Anspruch und das bei rund 160.000 km/Jahr


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 Selene 11. Mai 2016 
 

@Sebi1983

Bischöfliches Palais und entsprechend gesicherter Dienstwagen samt Fahrer trifft auf ALLE deutschen Bischöfe zu.

Mehr habe ich über deren Lebensstil nicht gesagt, aber das Wenige, was ich gesagt habe, haben sie mit Politikern gemeinsam.


14

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 Helena_WW 11. Mai 2016 
 

Schließe mich dem Dank an den Autor Martin Wind und dem Lob für den exzellenten Artikel an

Danke, sehr treffend formuliert, was auch mir Sorgen bereitet und auf der Seele brennt.


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 Martin Lohmann 11. Mai 2016 
 

Aktion Hilfe für Bischöfe!

Ich glaube, es ist an der zeit, den armen und wohl reichlich verunsicherten Bischöfen zu helfen, dass sie ihren Pflichten und Aufgaben und ihrem eigentlichen Auftrag nachkommen können. Daher brauchen wir eine Aktion "Hilfe für Bischöfe", indem wir kräftig für sie beten und ihnen den Mut der Hirten herabflehen. Also: Die Bischöfe - vielleicht nicht alle - brauchen dringender denn je den Mut der Laien. Ist doch eine wunderbare Aufgabe - und Herausforderung. So verstehe ich auch diesen Weckruf von Martin Wind!


25

0
 
 Herbstlicht 11. Mai 2016 
 

Die mangelnde Unterstützung und Empathie für christliche Flüchtlinge, aber auch für die Christen, die nicht die Mittel haben zu fliehen, ist ein Thema, das mich ratlos, aber auch traurig und manchmal zornig macht.
In einem anderen Themenstrang habe ich schon gefragt, wovor und vor wem die meisten Kirchenoberen denn eigentlich solchen Bammel haben, dass sie nur so zaghaft den Mund auftun.
Abgesehen von der Enttäuschung der Verfolgten ist es auch ein recht zweideutiges Bild, welches sie in der Öffentlichkeit abgeben.
Könnte man als Außenstehender denn nicht mutigere Beherztheit in Sprache und Tun seitens der Bischöfe erwarten? Ihnen droht ja dadurch kein Arbeitsverlust.
Ich verstehe dies alles nicht!


27

0
 
 Philipp Neri 11. Mai 2016 

Geschlafen !

Seit Jahren weisen die orientalischen Christen auf ihre Situation und auf die wahren Zusammenhänge ihrer Not hin. Und was haben wir im Westen gemacht?
Wir haben geschlafen! Noch schlimmer. Wir haben die wahren Feinde der Christen auch noch mit Waffen aufgerüstet und die Situation der dort lebenden Christen immer verharmlost.
In einem Lied im alten Gotteslob hieß es: Weck die tote Christenheit aus dem Schlaf der Sicherheit.
Jetzt dämmert es wohl immer mehr Menschen, dass man die falschen unterstützt hat.


30

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 FranciscoL 11. Mai 2016 


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 Martin Lohmann 11. Mai 2016 
 

Exzellent!

Dieser Kommentar von Martin Wind ist hervorragend und trifft den Nagel auf den Kopf. Er ist auch deshalb so gut, weil er ohne Häme wirklich zum Nachdenken anregt. Und hoffentlich zum besseren Handeln!


27

0
 
 Tonika 11. Mai 2016 
 

Wie Kardinal Caffarra schon anmerkte Karrierismus der Kleriker ist größtes Übel der Kirche.

Es ist zu befürchen,dass die Bischöfe nicht wirklich umdenken werden,sondern das übliche"dem Trend-folgen-Gerede" formulieren werden.Brandmüller in einem Interview:"Es ist absurd: Die Kirchen leeren sich, und die Kassen füllen sich. Erhalten wird ein sich selbst genügender teurer Apparat, der mit seinem Klappern die Stimme des Evangeliums übertönt. Hier ist in der Tat "Entweltlichung" angesagt, das heißt:ein Denken, das nicht irdisch-ökonomischen Prinzipien folgt, sondern der Wahrheit des Glaubens." Stark und mutig sind die Kirchenoberen im Westen nur dann, wenn sie sich -wohlig eingebettet- in der Zustimmung von Politik und Medien wissen.
Dann sind sie fähig, den Mund aufzumachen. Aber nicht, um gegen Christenverfolgung aufzustehen, sondern um diejenigen, die diese Situation immer wieder thematisieren und ihre Sorgen um die weitere Entwicklung auch hierzulande äussern, Vorwürfe wegen mangelnder Nächstenliebe zu machen.
Christenverfolgung scheint keine besondere Priorität zu haben.


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 FranciscoL 11. Mai 2016 

Danke, Herr Wind.


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 Selene 11. Mai 2016 
 

Die katholischen Bischöfe

wohnen in Palästen, fahren in gepanzerten Limousinen mit Dienstwagenfahrer, sind also relativ gut geschützt, woher sollen die auch nur den Hauch einer Ahnung vom realen Leben haben?

Wie es hinsichtlich des Lebensstils der ev. Bischöfe aussieht, weiß ich nicht.

Ich bezweifle aber, dass Jesus sich so die Nachfolger seiner Apostel vorgestellt hat:

Gut bezahlte, bestens abgeschirmte Beamte mit großer Nähe zu den jeweils Regierenden.


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 Sebi1983 11. Mai 2016 
 

Christen als Sprachrohr für Verfolgte, besonders aber für die eigenen Glaubenbrüder und -schwestern!

Christen setzen sich selbstverständlich für alle Unterdrückten ein. Es ist doch aber genauso selbstverständlich, dass man die Mitglieder der eigenen Glaubensfamilie besonders im Blick hat!

Darum ist es eine berechtigte Erwartung an die Bischöfe, dass sie sich in ihren Wortmeldungen und Gesten immer und immer wieder klar und eindeutig zum Sprachrohr ihrer verfolgten christlichen Glaubensbrüder und -Schwestern machen. Schließlich ist es Auftrag eines Hirten, die ihm anvertraute Herde zu schützen!

Diese Klarheit habe ich bei einigen Aktionen der jüngsten Vergangenheit vermisst (z.B. auch bei der Aktion des Papstes, der von Lesbos lediglich muslimische Flüchtlinge mitgenommen hat. Ich will mir gar nicht ausmalen, wie das auf christliche Flüchtlinge gewirkt haben mag, die in den Auffanglagern teilweise großem Druck ausgesetzt sind.)

Allerdings will ich mir auch nicht anmaßen, einen Gesamtüberblick zu haben...


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