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Bundestag erinnert mit Festvortrag an historische Papst-Rede

25. November 2015 in Deutschland, 4 Lesermeinungen
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Mit einem Festvortrag von Erzbischof Georg Gänswein haben Parlamentarier an die historische Rede von Papst Benedikt XVI. vor gut vier Jahren im Bundestag erinnert.


Berlin (kath.net/KNA) Mit einem Festvortrag von Erzbischof Georg Gänswein haben Parlamentarier an die historische Rede von Papst Benedikt XVI. vor gut vier Jahren im Bundestag erinnert. Bundestagsvizepräsident Johannes Singhammer sagte am Mittwoch im Großen Protokollsaal des Reichstagsgebäudes, die «epochale Rede» sei für Politiker «ein immerwährender Spiegel für verantwortungsbewusstes Handeln». Die Begegnung fand zum Auftakt eines Symposiums der Joseph Ratzinger Papst Benedikt XVI.-Stiftung in Berlin statt.

Gänswein, der Präfekt des Päpstlichen Hauses und Privatsekretär des emeritierten Papstes, übermittelte die Grüße von Benedikt XVI. In seinen Ausführungen zu den großen gesellschaftspolitischen Themen von Benedikt XVI. betonte er, dass für den Theologen Joseph Ratzinger und Papst die Wahrheit vor der Ethik komme. Dies müsse auch die Grundlage des politischen Handelns sein. Er erinnerte zugleich daran, dass die katholische Soziallehre kein unmittelbar anzuwendendes Programm sei.


Die Kirche übe einen Dienst der Vermittlung aus. Dabei hob er die besondere Verantwortung der christlichen Laien in der Politik hervor. Die Kirche selbst mache Politik möglich, übe sie aber nicht aus. Deshalb gebe sie auch keine politischen Direktiven, sondern orientiere durch Prinzipien. Das Lehramt selbst könne keine technischen Lösungen anbieten.

Zugleich betonte Gänswein die Bedeutung von Glaube und Vernunft im Denken von Benedikt XVI.. Die kirchliche Lehre bewahre die Vernunft vor Verengung und Ideologie. Andererseits bewahre die kritische Vernunft den Glauben vor Fundamentalismus.

Der Unionsfraktionsvorsitzende Volker Kauder (CDU) würdigte in seinem Grußwort die «grundlegende Rede» des Papstes. Er erinnerte an die Mahnung von Benedikt XVI., dass ein positivistisches Denken als Grundlage des Rechts nicht ausreiche. Kauder warnte davor, Religion in das Private abzuschieben. Eine totale Säkularisierung sei keine Lösung. Zu glauben oder nicht zu glauben sei für den Menschen existenzieller als alle anderen Grundrechte.

Benedikt XVI. hatte am 22. September 2011 zum Auftakt seines Deutschland-Besuchs vor dem Bundestag über die Grundlagen des Rechtsstaats gesprochen. In seiner viel beachteten Ansprache betonte er, dass das Recht in der Demokratie nicht allein auf Mehrheitsbeschlüsse gegründet werden dürfe, wenn die Menschenwürde zur Debatte stehe. Dabei hatte er zu einer öffentlichen Diskussion über die Grundlagen des Rechts eingeladen.

Singhammer betonte, dass die «religiös-weltanschauliche Neutralität» des Staates keine «Wertneutralität der staatlichen Ordnung» bedeute. Dabei verwies er auf die Bedeutung des christlichen Menschenbildes für die Gesetzgebung. «Wer christliches Leben aus der Öffentlichkeit verbannen und in die Sakristei zurückdrängen will, der legt die Axt an seine eigene Wurzeln», so Singhammer.

Papst Benedikt XVI. im Deutschen Bundestag


Bundestagsvizepräsident Singhammer (CSU) lädt Erzbischof Gänswein in den Deutschen Bundestag ein


(C) 2015 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


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Lesermeinungen

 Glocke 26. November 2015 
 

@Alpenglühen

Ganz herzlichen Dank!


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 Alpenglühen 26. November 2015 

Rede "Papa Benedikt" im Deutschen Bundestag

@Glocke
Einfach dem oben stehenden Link folgen, indem Sie auf das Bild von "Papa Benedikt" klicken= http://www.kathtube.com/player.php?id=36933
Sie können sich das Video dann z.B. mit dem 'Downloadhelper' von Firefox auf den Rechner runterladen.
Viel Freude!


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 Glocke 26. November 2015 
 

Lilli- Lou

Ich bin schon lange auf der Suche nach dieser Rede, ich habe sie seinerzeit live gehört, aufgezeichnet, jemandem geliehen und nicht zurückgekommen.Wo kann ich sie
finden???


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 Lilli-Lou 26. November 2015 
 

Ich verehre Papst Beendikt

Wiederholt nehme ich diese Bundestagsrede in die Hand, die ich mir ausgedruckt habe. Was wählte Papst Benedikt als Thema? Die Grundlagen des Rechts! Wie kann man wissen, was richtig ist? Das wünschte sich Salomon von Gott. Und so führte der Heilige Vater eine aufschlussreiche Spur von dem was trägt und Bestand hat zum Creator Spiritus. Einfach wunderbar, wie Papst Benedikt dem Relativismus und dem Rechtspositivismus eine absolute Ursprungsquelle gegenüber stellt.


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