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Tschechien will den Karfreitag zum Staatsfeiertag machen

28. Juni 2015 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
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Die Kommunisten sind dagegen - In den 50er Jahren hatten die Kommunisten den arbeitsfreien Tag abgeschafft - 86 Prozent der 10,5 Millionen Einwohner Tschechiens sind konfessionslos


Prag (kath.net/idea) In Tschechien – einem der atheistischsten Länder der Welt – soll der Karfreitag ab dem kommenden Jahr staatlicher Feiertag werden. Einen entsprechenden Gesetzentwurf nahm das vom sozialdemokratischen Premierminister Bohuslav Sobotka geführte Kabinett am 24. Juni an. Der Vorschlag kam ursprünglich von der mitregierenden christdemokratischen Volkspartei. Laut Vizepremierminister Chef Pavel Belobradek sind die Auswirkungen des zusätzlichen Feiertages auf die Wirtschaft minimal. Tschechische Medien erwarten, dass das Vorhaben auch im Parlament eine breite Mehrheit finden wird. Bereits 90 der 190 Parlamentsabgeordneten haben einen entsprechenden fraktionsübergreifenden Antrag unterschrieben.


Die Kommunisten sind dagegen

Nur die Kommunisten sind gegen den Entwurf. In den 50er Jahren hatten sie den Karfreitag als Feiertag abgeschafft. Bisher waren Gründonnerstag und Karfreitag lediglich schulfreie Tage, aber keine allgemeinen Feiertage. 86 Prozent der 10,5 Millionen Einwohner Tschechiens sind konfessionslos, zehn Prozent römisch-katholisch und ein Prozent Protestanten. Der Karfreitag ist in zahlreichen Ländern – darunter Deutschland und dem Großteil der Schweiz – ein gesetzlicher Feiertag. In Österreich gilt er nur für Angehörige der Evangelischen Kirche Augsburgischen Bekenntnisses (Lutheraner) und Helvetischen Bekenntnisses (Reformierte) sowie der altkatholischen Kirche und der evangelisch-methodistischen Kirche.


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