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Genf verbietet Schülern Auftritt in religiöser Oper

29. Mai 2015 in Schweiz, 10 Lesermeinungen
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Grundschüler aus Genf dürfen nicht bei der Kinderoper «Noahs Sintflut» von Benjamin Britten mitsingen, lediglich das Zuhören sei erlaubt. Es gehe um die vorgeschriebene Laizität.


Genf (kath.net/KNA) Grundschüler aus Genf dürfen nicht bei der Kinderoper «Noahs Sintflut» von Benjamin Britten (1913-1976) mitsingen. Lediglich anhören sei für Primarschüler erlaubt, entschied die zuständige Bildungsbehörde des Kantons Genf unter Berufung auf die vorgeschriebene Laizität, wie das Portal «kath.ch» (Mittwoch) berichtet. Das Genfer Kammerorchester wollte das religiöse Werk aufführen.

Das Genfer Bildungsdepartement beruft sich bei seinem Verbot unter anderem auf Artikel 15 der Bundesverfassung, der Glaubens- und Gewissensfreiheit gewährleistet. Niemand darf demnach gezwungen werden, eine religiöse Handlung vorzunehmen oder religiösem Unterricht zu folgen.

Aus Sicht der Behörde ist das «Singen eines biblischen Werkes, insbesondere von Texten mit starker religiöser Konnotation» vergleichbar mit dem «Vollzug einer religiösen Handlung», erklärte die stellvertretende Generalsekretärin Teresa Skibinska auf Anfrage. Das Singen der besagten Oper sei darum nicht vereinbar mit der Bundesverfassung. Die Beteiligung der Primarschüler an der Oper widerspreche der «religiösen Neutralität», die für die Schulen im Kanton gelte. Primarschüler seien zudem in Fragen des Glaubens nicht gefestigt.

Hingegen sei es erlaubt, dass die Schüler das Werk Brittens «wie andere religiöse Werke auch» anhören. «Noahs Sintflut» stelle ein bedeutendes Musikwerk dar, «welches die volle Aufmerksamkeit verdient, die ihr Lehrer nur geben können».

Die Bildungsbehörde schloss jedoch nicht aus, dass die Kinderoper zu einem späteren Zeitpunkt aufgeführt werden könnte. Man habe aufgrund eines gedrängten Zeitplans die Verbotsentscheidung sehr schnell fällen müssen, so die Sprecherin. Die Zeitung «20minutes» zitiert den Abgeordneten Jean Romain (FDP) mit den Worten: «Wenn man diese Idee weiterdenkt, kann man nicht einmal den Glöckner von Notre Dame von Victor Hugo studieren.»

ARCHE NOAH - Kinderoper von Benjamin Britten (Ausschnitt)


(C) 2015 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


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Lesermeinungen

 friederschaefer 24. Juni 2015 
 

Folgerichtig

wird dann bald sein, dass alle christlichen Symbole - einschließlich Kirchen - abgerissen werden müssen, weil sie andere Weltanschauungen allein durch ihr öffentliches Vorhandensein diskriminieren. Religion ist ja schließlich Privatsache.


1
 
 alfons.schaefers1 2. Juni 2015 
 

Benjamin Britten in Genf

Ich würde doch noch einmal nachprüfen, wie der Ukas der Genfer Behörde genau lautet. Dass in dieser Stadt eine ungewöhnliche geistige Enge herrscht, ist mir schon klar. Man hat vor ca. 25 Jahren dagegen protestiert, als sich ein Weihbischof der Diözese Freiburg/Lausanne im kalvinistischen Rom niederließ. Horribile dictu! Das war wirklich ein Verstoß gegen die Religionsfreiheit der katholischen Kirche. Aber: wenn das ernst gemeint ist, dürften die Kinder auch die großen Oratorien der klassischen Musikliteratur Bach, Haydn, Brahms) nicht aufführen oder daran mitwirken. Unvorstellbar und doch möglich, diese Kleinkariertheit. Aber nochmal: was genau soll den Kindern untersagt werden? St. Pierre in Genf, die alte Kathedrale, ist stets leer, Notre Dame stets geöffnet und gut gefüllt. AS Bonn.


0
 
 rappix 29. Mai 2015 

"«Noahs Sintflut»"

kann auch als Warnung für Auswirkungen einer möglichen Klimaerwärmung angesehen werden. Vielleicht gibt es in Genf eine UNO Organisation, die sich gegen den Kampf für eine Klimaerwähnung verschrieben hat.

Ach ja, vielleicht sollte die franz. Nationalhymne auch unter dieses Gebot fallen denn das Singen der Nationalhymne ist schon ein pardon, religöser Vorgang.


0
 
 rappix 29. Mai 2015 

"Tritts im Morgen rot daher"

So beginnt unsere aktuelle Nationalhymne darf also in Genf, auch auf französisch, nicht gesungen werden.

Nicht vergessen werden darf in Genf regierte der Refomator Calvin. Wie er zu Kirchenliedern stand ist mir im Moment unbekannt.

Anderseits wirkt es etwas grotesk wenn die Kinder folgendes Lied in Genf während schulischen Veranstaltungen singen dürfen:

"Wacht auf, verdammte dieses Genf...."

"Ein feste Burg ist unser Gott...." gehört dann auch zum verbotenen Liedgut.

Nun ja, wenn ich erinnere herrscht in Genf zur Zeit Calvins die Diktatur der Verbote und Gebote und nicht der Geist der Toleranz.


1
 
 Seramis 29. Mai 2015 
 

Kleinkariert

Dann dürften Heidenkinder auch keinen katholischen Kindergarten besuchen oder sich in einem christlichen Krankenhaus kurieren. Weihnachtslieder sind ebenfalls tabu.

Pikanterie am Rande: Benjamin Britten war Pazifist und angeblich homosexuell. Ist letzteres nicht gerade groß in Mode?


7
 
 elmar69 29. Mai 2015 
 

Kammerorchester oder Schule?

Sollte das vom Kammerorchester oder von der Schule organisiert werden?

Der Artikel ist da nicht ganz eindeutig.

Als offizielle Veranstaltung der Schule unterliegt das strengeren Einschränkungen, als eine Veranstaltung des Orchesters ohne Beteiligung der Schule.

Ob ich es gutheißen würde, wenn in einer Schulveranstaltung das Leben Buddas oder Mohameds besungen wird bin ich mir nicht sicher - eventuell ist es garnicht so schlecht, dass alles aus der Schule rausgehalten wird.


1
 
 chronotech 29. Mai 2015 

Wieder Osteuropa gesunder als Westeuropa...

Wann blicken die blinden Westeuropäer durch? Vielleicht müssen wir den Mantel unserer Hochnäsigkeit wegschmeißen, wie der blinde Barthimäus, erst dann blicken wir durch!


4
 
 Suarez 29. Mai 2015 

Säkularismus / Laizismus ist eine verdeckte Religion

Es ist natürlich völlig irreführend, wenn immer wieder seitens der Behörden behauptet wird, der Laizismus sei religiös neutral. Genau das ist er nicht, sondern hier wird subtil eine Ideologie transportiert, die natürlich klar religiöse Züge trägt. An die Stelle Gottes tritt der Staat als höchste metaphysische Instanz, die dann entscheidet, was der Mensch zu glauben hat. Aus dieser Verabsolutierung heraus sieht der Staat sich natürlich in seinem Machtanspruch durch den christlichen Glauben infrage gestellt. Man könnte den Laizismus mit dem Machtanspruch des Römischen Reiches vergleichen, auch dort galt das Christentum als Bedrohung des totalitären Staats/Reichsverständnisses. In der Französischen Revolution wurde dieser verabsolutierte Staatsbegriff als religiöser Begriff wieder in voller Macht entfaltet und infolge zur Schreckensherrschaft. Schon durch das Verbot maßt sich die Genfer Behörde an, über Wahrheit bestimmen zu können. Das sind Ansätze ins Diktatorische.


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 tünnes 29. Mai 2015 
 

Geht's noch?
Das schlägt doch wohl dem Fass den Boden aus. Niemand wird gezwungen mitzusingen. Wenn ein Schüler nicht mitsingen will, dann soll er's halt lassen und derweil in eine andere Klasse gehen. Vielleicht macht es den Kindern auch einfach nur Freude zu singen? Es gibt wahrhaftig schlimmere Indoktrinationen!!!!


7
 
 marienkind 29. Mai 2015 
 

Das ist schrecklich

Seit wann entscheidet die Behörde über Erziehung und nicht die Eltern?

Das kann man doch mit einer Genehmigung der Eltern erlauben. Das kommt einem Religionsverbot gleich es ganz auszuschließen.

Vielleicht kommt das davon, weil sich in der Schweiz so viele Satanisten und weitere Kirchenfeinde angesiedelt haben, die die Moral der Kirche hassen?


10
 

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