Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...
  2. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  3. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  4. Katholiken fordern Exkommunikation der „katholischen“ US-Gouverneurin Maura Healey
  5. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  6. 500 Euro für ein Sakrament oder was ist das wirkliche Problem?
  7. Der integre Leib der Gottesmutter und ihr unbeflecktes Herz
  8. Warum der Teufel das Braune Skapulier so sehr hasst!
  9. Schwuler Aktivist übt scharfe Kritik an Jens Spahn: „Es gibt kein Grundrecht auf ein Kind!“
  10. Der Glaube, der Gott nicht loslässt
  11. ‚Waldbrände in der Kurie‘
  12. Das Kirchenjahr als Weg durch die Heilsgeschichte. Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden!
  13. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  14. Der Bischof und der Denunziant
  15. "Satanisches Lachen" - US-Demokraten aus Massachusetts feiern Ermorden von Kindern bis zur Geburt!

Mann und Frau: Harmonie entsteht aus Verschiedenheit

12. Mai 2015 in Familie, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Philosophieprofessorin Gerl-Falkovitz beim Fest der Familie über das „Abenteuer der Andersheit“ - In der Gender-Theorie verschwinden Unterscheidungen: „Geschlechter sollen angeblich kulturbedingt sein, Biologie spielt keine Rolle mehr.“


Maria Langegg (kath.net/dsp) Die Bedeutung der Geschlechterspannung zwischen Mann und Frau hob die Philosophin Barbara Gerl-Falkovitz bei ihrem Referat über das „Abenteuer der Andersheit“ im Rahmen des Festes der Familie in Maria Langegg hervor: „Harmonie entsteht nicht, wenn beide das gleiche tun, Harmonie entsteht aus Asymmetrie. Eine Geschlechterbeziehung muss asymmetrisch sein.“ Das Fest der Familie wird seit sechs Jahren von der Initiative Christliche Familie (ICF), der Gemeinschaft der Seligpreisungen und der Fachstelle Beziehung-Ehe-Familie der Pastoralen Dienste der Diözese St. Pölten als Möglichkeit für Weiterbildung, Austausch und Vernetzung von Familien veranstaltet.

In allen Kulturen gebt es ein polares Gegenüber von Mann und Frau, wie Gerl-Falkovitz betonte. „In keiner Tradition werden Männer und Frauen gleich behandelt. In allen Mythen der Welt tun Mann und Frau Verschiedenes. Ihre Kräfte sind deutlich unterschiedlich, sollen aber an einer gemeinsamen Aufgabe arbeiten.“ Die Frau werde erst am Mann zur Mutter, der Mann werde erst an der Frau zum Vater. Selbst bei einer künstlicher Befruchtung brauche es mit Ei- und Samenzelle zwei völlig verschiedene Elemente. Der Mann erfahre an der Frau „das Lebendige, sie ist die Trägerin des Lebens“, so Gerl-Falkovitz: „Deswegen nennt Adam die Frau auch Eva, Leben.“


Heute vollziehe sich eine deutliche Annäherung der Geschlechter, vor allem durch die annähernd gleichen Tätigkeiten in der Arbeitswelt, stellte die Philosophin, Sprach- und Politikwissenschaftlerin fest. Dank der Technik gebe es eine physische Entlastung, wodurch der Mann „mehr in die Familie hineinrücken“ könne. Dabei gebe Funktionen, „die tatsächlich jeder machen kann“. Es gelte jedoch zwischen Funktionen und Aufgaben zu unterscheiden. Gerl-Falkovitz: „Die Aufgaben von Mann und Frau in der Familie sind unterschiedlich. Es geht dabei um den Akt der geistlichen und seelischen Präsenz.“

Bei Gender-Theorie verschwinden Unterscheidungen

Die Geschlechterspannung in einer Beziehung könne nicht in einer Person kompensiert werden. Die Gender-Theorie versucht das zu unterlaufen, wie Gel-Falkovitz betonte: „Geschlechter sollen angeblich kulturbedingt sein, Biologie spielt keine Rolle mehr. Es wird nicht mehr von Mann und Frau gesprochen, sondern nur noch von Personen. Der Eingriff bis in die Grammatik der Sprache soll männlich und weiblich aus dem Denken entfernen. Dadurch werden jedoch Unterscheidungen überhaupt zurückgenommen.“

Bei gleichgeschlechtlichen Partnerschaften habe tatsächlich ein „geschichtlicher Nachholbedarf“ bestanden, erklärte Gerl-Falkovitz. Weil sie früher deutlich diskriminiert wurden, sei die Diskussion über dieses Thema jedoch heute deutlich belastet. „Eine Gleichbehandlung aller sollte klar sein, bei der Ehe geht das aber nicht.“ Bei Homosexuellen werde die Spannung, die „Gegenstrebigkeit“ der Geschlechter vermieden. „Es ist keine Herausforderung, da ich zu nahe an mir selbst bin. Ich bleibe anthropologisch im selben Revier.“

Deswegen werde auch in einer homosexuellen Beziehung die Polarisierung „nachgebaut“, gebe es männliche und weibliche Rollen, wie die Philosophin ausführte. „Man tut als ob, weil es ohne Pole nicht geht. wir kommen aus dem Zweierprinzip nicht heraus: In der Natur gibt es Schloss und Schlüssel, zwei Schlösser oder zwei Schlüssel funktionieren nicht.“

Gott als „Dach“ der Ehe

Das Scheitern eine Ehe sei „natürlich möglich, weil wir eben verschieden sind“. Es gebe zwar nicht die Möglichkeit „von sich her zu gelingen“, aber im „Heiligen“. Gerl-Falkovitz: „Wo die Kraft nicht reicht, steht das Heilige, in das man die Ehe einfädelt.“

Das Problem sei, dass Mann und Frau glaubten, sich gegenseitig stützen zu müssen. Die Ehe sei jedoch nur dann stabil, „wenn ein Drittes dazu kommt“: „Beide müssen gerade stehen, das Dritte ist das Dach, das beide zusammenhält und stützt – Gott.“ Deswegen stehe am Beginn der Ehe ein Sakrament. Dabei werde deutlich, „dass nicht ich die Beziehung stemme, sondern diese von einer ganz anderen Kraft stabilisiert und gehalten wird“.

Die heutige Gesellschaft sei deswegen so bindungsscheu, „weil die Menschen die wesentliche Bindung zu Gott nicht haben“, stellte Gerl-Falkovitz abschließend fest.

Prof. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz: Gender Päpstlichen Universität ´Johannes Paul II.´ in Krakau. Deutsch mit poln. Übersetzuung



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Familie

  1. CDL kritisiert Pläne zur Abschaffung der Mitversicherung von Ehepartnern
  2. „Menschliches Leben ist Geschenk und muss mit Respekt, Fürsorge und Dankbarkeit angenommen werden“
  3. Zehn Gespräche, bevor man „Ja“ sagt
  4. Katholischer 'Familienverband Wien' wirbt mit gleichgeschlechtlichen Paaren
  5. US-Bundesstaat Oregon verweigert Adoption für christliche Mutter
  6. Texas: Adoptionen im letzten Jahr um 30 Prozent gestiegen
  7. US-Unternehmen führt Babybonus für Mitarbeiter ein
  8. Kroatien: Regierung will Sonntagsöffnung deutlich einschränken
  9. Neigung vor Gott und Zuneigung zum Menschen
  10. Lebenslänglich für zwei Menschen






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. "Satanisches Lachen" - US-Demokraten aus Massachusetts feiern Ermorden von Kindern bis zur Geburt!
  3. "Mit Leib und Seele bei Gott – unsere Berufung zur Vollendung"
  4. "... der Sieg, der die Welt besiegt hat, ist unser Glaube” (1 Joh 5,4)"
  5. Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...
  6. Bistum Limburg: Franziskaner verlassen nach mehr als 150 Jahren Kloster Marienthal
  7. Kardinal Aveline: „Der christliche Glaube hat heute viel mit Widerstand zu tun“
  8. ‚Waldbrände in der Kurie‘
  9. Ein Fall für den Staatsfunk: Wie Georg Restle Verschwörungsmythen als „Haltung“ verkauft
  10. Frankreich: Massenansturm auf Kartenreservierungen für die Papst Leo-Reise!
  11. Karekin II. – persönliche Erinnerungen und der Versuch einer nüchternen Bilanz
  12. Trauer im Bistum Hongkong: Ältester Trappist der Welt im Alter von 108 gestorben
  13. Jugendliche: Mladifest in Medjugorje "Tankstelle für den Glauben"
  14. Katholisches College erwirbt Freimaurertempel
  15. Generalstaatsanwalt von Texas: „Baby Gabriel verdient eine Chance auf Leben“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz