Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Afd-Sieg in Sachsen-Anhalt - Panik bei den Kirchen
  2. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  3. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  4. Liebe 'Deutsche Kirche', ihr seid Heuchler vor dem Herrn!
  5. Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
  6. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  7. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  8. Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD auch bei Kirchenmitgliedern stärkste Kraft
  9. Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
  10. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  11. Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
  12. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  13. Leere der kirchlichen Lehre
  14. 'BILD' greift kath.net-Beitrag von Kardinal Müller auf
  15. Maria, die Mutter des Friedens

Freiburger Erzbischof Burger warnt vor Sterbehilfe

5. April 2015 in Spirituelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Erzbischof Burger in Osternachtspredigt: Schwerkranke und Sterbende dürften nicht dem Zwang ausgesetzt werden, ihr Dasein rechtfertigen zu müssen. Vielmehr gelte: „Die Botschaft von Ostern ist die Botschaft vom Leben.“


Freiburg (kath.net/pef) Vor einer einseitigen Betrachtung des Lebens, die die dunklen Seiten ausklammert, hat der Freiburger Erzbischof Stephan Burger (Foto) gewarnt. Schwerkranke und Sterbende dürften nicht dem Zwang ausgesetzt werden, ihr Dasein rechtfertigen zu müssen, sagte der Erzbischof von Freiburg in einer Osterpredigt im Freiburger Münster. Die Botschaft von Ostern sei eine andere: "Die Botschaft von Ostern ist die Botschaft vom Leben."

"Beihilfe zum geräuschlosen Abschied aus der Mitte der Lebenden"

Suizid und Beihilfe zur Selbsttötung können nach Überzeugung von Erzbischof Burger keine Lösung zum Überwinden des Leids sein: "Der Tod würde so in ein künstlich herbeigeführtes Ereignis verwandelt, das kranken Menschen, die keine Aussicht auf Heilung mehr haben, einen geräuschlosen Abschied aus der Mitte der Lebenden ermöglichen soll. Dahinter steht ein Menschenbild, das einseitig an den Idealen von Unabhängigkeit, Selbstbestimmung, Leistungsfähigkeit und Gesundheit orientiert ist. "


Burger: Osterbotschaft kann Höhen und Tiefen des Lebens begleiten

Die Osterbotschaft könne "in allen Höhen und Tiefen unseres Lebens begleiten, in Zeiten der Trauer wie in Stunden der Freude". Das wünscht Erzbischof Burger zum Osterfest 2015 "insbesondere für all jene, die derzeit ein hartes und grausames Schicksal bedrückt". Der Erzbischof von Freiburg verwies in seiner Predigt auf die vielen Frauen und Männer, die in Syrien, im Jemen, in Afrika oder Südamerika den Tod von Familienangehörigen betrauern, sowie auf den schrecklichen Flugzeugabsturz in Südfrankreich: "Wie viele sind auf der Suche nach dem Ehemann, der Ehefrau, nach den eigenen Kindern oder Angehörigen? Wie viele suchen nach all denjenigen, die unfreiwillig ihr Leben lassen müssen? Sie wollen sie würdevoll bestatten, ihnen einen letzten Dienst erweisen." Diese Bilder des Schmerzes, des Todes und der Verzweiflung machen nach den Worten des Erzbischofs "stumm vor Mitleid und Ratlosigkeit".

"Tod und Dunkel ernst nehmen - im Vertrauen auf Gott"

So ist es nach den Worten von Erzbischof Stephan Burger von tiefer Symbolik, dass dieses Fest in der Osternacht beginne: "Wir kommen in der Dunkelheit zusammen, weil wir den Tod und das Dunkel ernstnehmen und nicht einfach beiseiteschieben. Wir wissen um die Mächte des Todes und des Unheils. Aber wir lassen uns nicht davon lähmen und schon gar nicht gefangen nehmen. Wir vertrauen darauf, dass Gott und seine Kraft zum Leben das Leid und den Tod überwindet. Diese Zuversicht, diese Hoffnung reden wir uns nicht ein. Er selbst, der Auferstandene schenkt sie uns." Christus habe "die Höhen und Tiefen des Menschenlebens am eigenen Leib erfahren, bis hin zum Tod am Kreuz. Seither haben unzählige Menschen ihre eigene Not in der Not Jesu wiedergefunden und sich von Gott in seiner Liebe angenommen erfahren."

"Kreuze und Feiertage: Hinweise auf andere Dimension des Leben"

Zeichen, die an diese Liebe erinnern, seien Kreuzwege in den Kirchen, die Kreuze in Häusern und Wohnungen und die Wegkreuze in der Landschaft: "Sie erinnern uns, uns auf den tragenden Grund unseres Lebens zu besinnen. Als Zeichen dafür stehen auch unsere Sonn- und Feiertage, die uns darauf aufmerksam machen wollen, dass es neben Kommerz und Vergnügen noch eine andere Dimension des menschlichen Lebens gibt." Im Zentrum des christlichen Glaubens stehe "die Hoffnung auf das neue Leben" - auch wenn manchmal au scheinbar nur Sackgassen zu erkennen seien: "Ja, Gott steht zum Menschen. Gott verbürgt eine Liebe, die nicht tot zu kriegen ist, die durch den Tod hindurchgeht und somit Leben erhält, ja Leben in einer neuen Dimension schenkt. Eine Liebe, die neue Schöpfung, neues Leben ermöglicht", sagte Erzbischof Burger in seiner Predigt in der Osternacht 2015 im Freiburger Münster.

Foto Erzbischof Burger (c) Erzbistum Freiburg


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Sterbehilfe

  1. Kanadischer Priester mit gebrochener Hüfte erhält im Krankenhaus Sterbehilfeangebote
  2. „Jetzt und in der Stunde unseres Todes“ – Ein neuer Leitfaden für die Zeit des Sterbens
  3. Kanada: 84-Jährige wegen Rückenschmerzen in Notaufnahme, bekommt als Erstes Sterbehilfe angeboten!
  4. Nach Protesten scheitert Frankreichs Euthanasiegesetz im Senat
  5. Kirche: Nein der Slowenen zu Suizidbeihilfe klares Signal an Staat
  6. Verherrlichung eines tragischen Todes – zum assistierten Suizid von Alice und Ellen Kessler
  7. Erzbischof Fisher: „Die Diagnose der Kultur des Todes von Johannes Paul II. war prophetisch“
  8. Vatikan "sehr besorgt" wegen Sterbehilfe-Urteilen in Italien
  9. Kanada: Erzbistum Montreal klagt gegen Bundesstaat Québec wegen Einschränkung der Gewissensfreiheit
  10. Evangelischer Landesbischof Ralf Meister behauptet: "Der Mensch hat ein Recht auf Selbsttötung"






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. Universität Texas A&M: 650 Personen bereiten sich auf Eintritt in die katholische Kirche vor
  4. Zwei muslimische Feiertage könnten bald in Kalifornien staatlich anerkannt werden
  5. Tausende beim „March for Life“ durch London – 15 katholische Bischöfe mit dabei
  6. Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
  7. Die Freiheit der Liebe und die Einheit im Gebet
  8. „Wenn mich jemand fragen würde, ob ich der Kirche vertraue…“
  9. Papst Leo XIV. spricht mit Erzbischof Gänswein
  10. Wie die Dominikaner auf den Hund kamen
  11. Lopatka: EU muss Religionsfreiheit weltweit stärker schützen
  12. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  13. ‚Man kann nicht ‚Black Lives Matter‘ sagen, wenn das Leben schwarzer Babys nicht zählt‘
  14. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  15. Ein Schlag ins Gesicht: Wenn der Schutzengel zur Rüge greift

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz