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Kritik an Thesen des Weltanschauungsbeauftragten des Bistums Würzburg

28. Oktober 2014 in Kommentar, 10 Lesermeinungen
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Jürgen Lohmayer, Weltanschauungsbeauftrager des Bistums Würzburg, kritisiert mit seinem Angriff auf Campus für Christus im Grunde seine eigene Kirche. Gastkommentar des evangelischen Theologen Prof. Thomas Schirrmacher


Bonn (kath.net/Bonner Querschnitte) Eigentlich dachte ich, dass nach der Unterzeichnung des Dokumentes „Christliches Zeugnis in einer multireligiösen Welt“ durch Vatikan, Ökumenischen Rat der Kirchen und Weltweiter Evangelischer Allianz die ethischen Grundprinzipien der Mission, die hier die Weltchristenheit gegenüber Anhängern anderer Religionen vereinbart hat und die alle Kirchen einschließlich der katholischen in Deutschland am 27.-28.8.2014 auch für Deutschland adaptieren, auch für Kirchen untereinander gelten. Aber nicht nur in meinen eigenen evangelikalen Reihen finden sich immer wieder einmal Menschen, die anderen Christen gegenüber den Respekt vermissen lassen, der ja schon gegenüber Nichtchristen selbstverständlich sein sollte, sondern auch im katholischen Bereich finden sich – zum Glück immer seltener – solche Ausrutscher.

So hat der katholische Referent für Weltanschauungs-, Religions- und Sektenfragen des Bistums Würzburg, Dr. Jürgen Lohmayer, in einem von der Pressestelle des Bistums verbreiteten Interview vor den Aktivitäten von Campus für Christus in Würzburg gewarnt und diese Kritik gleich auf alle Evangelikalen ausgeweitet. Er beschwört „das Konfliktpotential kleiner Intensivgemeinschaften und sieht aufgrund seiner Erfahrung solche evangelikalen Gruppen durchaus auch kritisch“ (Text des Bistums). Dass der Bayrische Rundfunk das dann – mitbezahlt von den Verunglimpften – begierig aufgriff, wirft auch eine interessante Frage zum Verhältnis von staatlichem Rundfunk und Religionsfreiheit auf, wenn der Rundfunk so eindeutig Partei ergreift.

Campus für Christus hat weltweit 25.000 hauptamtliche und 225.000 ehrenamtliche Mitarbeiter. Hauptprojekt ist der in rund 1000 Sprachen übersetzte, meist gesehene Film der Geschichte, „Jesus“, der von Kirchen aller Konfessionen in aller Welt eingesetzt wird. In Würzburg treffen sich regelmäßig 500 Menschen in ökumenischer Breite zu einem modernen Mittwochabend-Gottesdienst von „Campus“ in der „Posthalle“, genannt „Kirche im Club“ (www.kircheimclub.de), wobei es eine große Fluktuation gibt und die Teilnehmer in der Regel ja sonntags weiter in ihre angestammte Gemeinde gehen. Da passt meines Erachtens die Beschreibung ‚klein‘ und auch ‚Intensivgemeinschaft‘ nicht ganz auf „Campus“. Im Artikel selbst heißt es, dass sich die Kleingruppen, die sowieso nur ein kleiner Teil des Programms sind, nur all zwei Wochen treffen. Das ist ja weniger als der Durchschnitt auch der katholischen Hauskreise! „Intensivgemeinschaft“?

Aber umgekehrt möchte ich die Frage stellen. Was spricht denn an sich gegen „Intensivgemeinschaften“? Ist das Problem unserer Kirchen nicht allzuoft, dass die hohe Theologie nicht auf das praktische Leben bezogen ist? Vertrauen wir nicht zu wenig der seelsorgerlichen Kraft des Gesprächs von Christen miteinander? Und, last not least, ist das Neue Testament nicht vollständig auf echte, persönliche Gemeinschaft der Christen miteinander angelegt, nicht auf Teilnahme an Veranstaltungen? Und wo wäre die katholische Kirche ohne die Basisgemeinden in Lateinamerika, ihre Orden oder „Intensivgemeinschaften“?

Auffällig ist, dass Lohmayer nirgends irgendein Beispiel oder einen Tatbestand anspricht, die nur für die kritisierte Gruppe Würzburg von Campus oder wenigstens für Campus für Christus an sich typisch sind. Nichts weist darauf hin, dass er die konkrete Gruppe studiert hätte. Alles sind Allgemeinplätze über „kleine Intensivgemeinschaften“. Es gibt keine konkreten Fälle, keine Belege aus Quellen oder Erfahrungsberichten.

Campus für Christus Würzburg schreibt am Ende seiner Stellungnahme: „Mittlerweile haben wir uns persönlich mit Herrn Dr. Lohmayer getroffen, um ein klärendes Gespräch zu führen. Dabei hat sich herausgestellt, dass sich Herrn Dr. Lohmayers Äußerungen nicht auf konkrete Erfahrungen mit Campus für Christus beziehen, sondern auf seinen allgemeinen Ansichten basieren. So hat er beispielsweise von niemandem gehört, der sich wegen Campus für Christus von Freunden und Familie abgrenzen würde oder dort Sozialkontrolle wahrnimmt. Stattdessen beschreibt Herr Dr. Lohmayer allgemeine gruppendynamische Prozesse, die stets dort auftreten können, wo es in einer kleinen Gruppe zum persönlichen Austausch kommt. Durch die Medien wurden die Aussagen von Herrn Dr. Lohmayer auf eine Weise zitiert, dass es scheint, sie würden sich auf konkrete Fälle bei Campus für Christus beziehen. Tatsächlich hat Herr Dr. Lohmayer aber nach eigener Aussage nie direkt vor Campus für Christus ‚warnen‘ wollen, wie es beispielsweise vom BR durch den Titel des Beitrags suggeriert wird.“ (http://wuerzburg.campusgruppe.de/?page_id=184). Das kann ich ehrlich gesagt nicht ganz nachvollziehen. Denn der originale Beitrag wurde ja von der Pressestelle des Bistums verbreitet, der Bayrische Rundfunk hat nur von dort zitiert. Und es wäre doch ein Kleines gewesen, diesen Originalbeitrag zu korrigieren oder nachzuschieben, dass sich der Beitrag nicht gegen „Campus“ wendet, wobei dann ja trotzdem die Aussagen über evangelikale Gruppen allgemein bleiben.


[Noch kurz zu Campus für Christus. Zwar wird darüber informiert, dass die amerikanische Organisation lange im Gegensatz zur deutschen das Wort „Crusade“ im Namen enthielt, aber verschwiegen, dass diese Bezeichnung abgeschafft wurde und der Verein seit 2012 einfach „Cru“ heißt.]

Nachdem Lohmayer auch einiges recht allgemein Positives über „kleine Intensivgemeinschaften“ gesagt hat, heißt es weiter: „Andererseits würden aber inhaltlich sehr wertkonservative Positionen vertreten. Insbesondere bei der Sexualmoral und den klaren Rollenbildern von Mann und Frau“.

Das schreibt ein katholischer Theologe!? Etwa in offizieller Eigenschaft als Vertreter des Bistums!? Wohl kaum! Und das schreibt er nicht über seine eigene Konfession, sondern über Evangelikale!? Wo sind denn die „klaren Rollenbilder von Mann und Frau“ bei Campus für Christus? Irgendwelche Belege bringt Lohmeyer nicht vor. In lehramtlichen Dokumenten seiner eigenen Kirche sind doch aber diese Dinge noch viel klarer festgelegt. In der evangelikalen Bewegung dagegen entscheidet die Basis der Ortsgemeinden diese Themen, weswegen sich eine große Bandbreite findet. Es ist schon merkwürdig, wenn ein katholischer Theologe Evangelikale, die im Gegensatz zu seiner eigenen Kirche Frauen in alle wichtigen Leitungsgremien weltweit eingesetzt haben (das gilt für die Deutsche, die Europäische und die Weltweite Evangelische Allianz, aber auch für Campus für Christus), in Sachen Rolle von Mann und Frau als rückständig kritisiert.

Und „wertkonservative Positionen“? Seit wann sind die denn unter Christen so verboten, dass es gleich gefährlich ist, sie zu vertreten? Die Evangelikalen arbeiten in Bezug auf viele dieser „wertkonservativen Positionen“ – etwa in der Lebensrechtsbewegung oder in Fragen von Ehe, Familie und Sexualität – weltweit und auf europäischer Ebene eng mit katholischen Freunden und auch offiziell mit dem Vatikan zusammen. Jetzt wirft ihnen ein katholischer Weltanschauungsbeauftragter vor, sie seien deswegen gefährlich. Wenn dies etwas zeigt, dann doch wohl, wie weit er sich von seiner eigenen Kirche entfernt hat. Möchte Lohmayer die theologische Debatte zur Rolle der Frau führen, möge er bitte Ross und Reiter nennen und im eigenen Haus beginnen.

Stattdessen nutzt Lohmayer die gesellschaftliche Macht eines Sektenbeauftragten (zumindest in Bayern, wie die Übernahme des Bericht durch den Bayrischen Rundfunk in Funk und Fernsehen zeigt), um evangelische Mitchristen (und die Evangelikalen machen nun einmal weltweit die Mehrheit der Evangelischen aus) zu brandmarken, wenn sie nichts anderes vertreten, als es das offizielle Lehramt seiner eigenen Kirche auch tut.

Lesen wir weiter im Artikel: „In solchen Hauskreisen sei das Gemeinschaftserleben besonders intensiv möglich, sagt Lohmayer. Allerdings sieht er auch Gefahren der Abgrenzung und Sozialkontrolle: ‚Gerade das Reden über Sexual- und Moralverhalten berührt die intimste Seite des Menschen. Das Wissen um die Privatsphäre gibt der Gruppe Macht über den Einzelnen.‘ Der gruppendynamische Druck sei nicht zu unterschätzen.“

Sollen wir also auch die Seelsorge einstellen? Denn die Gefahr, dass der Einzelne, der Intimes erfährt, Macht über andere Menschen bekommt, ist doch dort genauso groß, oder? Und wie verhält es sich mit der Beichte in seiner Kirche? Sollte man die vielleicht auch gleich einstellen?

Lohmayer hat keine konkreten Belege dafür, dass das, was er sagt, in Hauskreisen von Campus für Christus passiert, sondern er sieht einfach „Gefahren“. Nur: warum warnt er dann nicht vor jeder Art solcher sehr persönlichen Treffen, katholischen Hauskreisen wie Treffen von Anonymen Alkoholikern oder der Weight Watchers, sondern nur vor evangelikalen Hauskreisen, die in Würzburg de facto ökumenische Hauskreise sind?

Doch Lohmayer hat mehr auf Lager. Er geht nämlich gleich zu einem Angriff auf alle Evangelikalen über und setzt diese dann mit fundamentalistischen Tendenzen gleich. Dabei gleitet er in Pauschalurteile ab, die nicht mehr die Sorge um einzelne Christen atmet, die in falsche Hände geraten sein könnten, sondern die Abneigung gegen die Konkurrenz: „Häufig liege dem evangelikalen Weltbild ein dualistisches Denken zugrunde, erklärt Lohmayer. Hier die christliche Gemeinde, die im Besitz der Wahrheit ist, dort die böse Welt, in der überall die Versuchung lauere. Daher seien im evangelikalen Bereich ein klares Abgrenzungsbestreben sowie ein Vorher-Nachher-Schema zu finden, ein ‚Bekehrungserlebnis‘, ein Moment, an dem sich das ganze Leben ändere. Das bekämen dann auch Freunde und Familie zu spüren. ‚Es ist eine sehr komplexitätsreduzierte Theologie‘, stellt der Sekten- und Weltanschauungsbeauftragte der Diözese Würzburg fest und sieht ‚durchaus auch fundamentalistische Tendenzen‘. Die Sehnsucht nach Sicherheit und die Suche nach einfachen Antworten in einer immer komplexeren Welt – darin sieht Lohmayer zum Teil die Gründe für den Boom der freikirchlichen Bewegungen.“

Zunächst einmal: Das alles gibt es in seiner eigenen Kirche nicht? Die „Suche nach einfachen Antworten“ findet sich doch wohl nicht nur bei Evangelikalen, sondern bei allen Menschen und Bewegungen! Ein Wahlkampf besteht aus fast nichts Anderem. Lohmayer müsste Belege dafür bringen, dass etwas Allzumenschliches prozentual bei Campus für Christus viel häufiger vorkommt als andernorts und ihm nicht gewehrt wird, soweit das möglich ist. Stattdessen sei auf die Stellungnahme von Campus für Christus Würzburg selbst verwiesen: „Wir glauben an Gott in seiner Dreieinigkeit und betrachten die Bibel als Grundlage für unseren Glauben. Wir wissen um die Komplexität der christlichen Theologie und wollen uns damit auseinandersetzen – in wöchentlichen Gruppentreffen, in Gottesdiensten, beim gemeinsamen Essen oder der gemeinsamen Freizeitgestaltung. Dass wir nicht auf alle Fragen eine Antwort haben, ist uns dabei bewusst. Doch unser Ziel besteht auch nicht darin, für alle Probleme eine einfache Lösung zu bieten, sondern miteinander im Austausch zu stehen, uns herausfordern zu lassen und unseren Glauben in den Alltag zu integrieren.“ (http://wuerzburg.campusgruppe.de/?page_id=184).

Nun aber noch zur begrifflichen Verquickung der Begriffe evangelikal, freikirchlich und fundamentalistisch. Campus für Christus gehört nicht zu den freikirchlichen Bewegungen. Ein Weltanschauungsbeauftragter sollte für Deutschland Evangelikale und Freikirchler wirklich nicht einfach gleichsetzen. Mehr als die Hälfte der Evangelikalen in Deutschland gehört den evangelischen Landeskirchen an (man denke z. B. an ihre Bedeutung in der Württembergischen Landessynode), umgekehrt sind Freikirchler nicht automatisch Evangelikale und es gibt deutsche Freikirchen, die dezidiert ablehnen, als evangelikal bezeichnet zu werden. Im Übrigen gehören die meisten Freikirchen zusammen mit der katholischen Kirche zur Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen und manche Konfessionen, die hierzulande geschichtlich zufällig eine kleine Kirche bilden, gehören in anderen Ländern zu den größten. Dass so unterschiedliche Vertreter wie Jürgen Moltmann oder Papst Benedikt XVI. sagen, die Zukunft aller Kirchen sei „freikirchlich“ (im weiteren Sinne), weil alle Kirchen lernen müssen, ohne Anlehnung an Staat, Finanzkraft oder gesellschaftlicher Konvention auszukommen und sicherzustellen, dass alle Mitglieder aus eigener Überzeugung dabei sind und persönlich ihre Überzeugung weitergeben, sei nur kurz angemerkt. Der Begriff ‚freikirchlich‘ taugt wirklich nicht als emotional negativer Begriff.

Entweder weiß Lohmeyer das alles wirklich nicht und kennt sich als Katholik in der evangelischen Landschaft nicht gut aus oder aber er kennt sich aus und spielt mit der Unwissenheit der Öffentlichkeit, die ihre Feindbilder ungern hinterfragt.

Dualismus? Schwarz und weiß? Hier die Guten, da die Bösen? Das spüre ich weniger bei Campus für Christus als beim Weltanschauungsbeauftragten, der ohne näher hinzusehen weltweit Hunderte Millionen von Christen in einen großen Topf wirft und als möglicherweise gefährlich beschreibt und dabei unausgesprochen behauptet, bei ihm bzw. in seiner Kirche sei dies natürlich anders. An die Stelle gediegener theologischer Gespräche – wie wir sie als Weltweite Evangelische Allianz mit dem Päpstlichen Rat für die Einheit der Christen führen – tritt die gesellschaftliche Verunglimpfung. Ich bin froh, dass uns Papst Franziskus und viele andere Vertreter der katholischen Weltkirche – auch in persönlichen Gesprächen – viel freundlicher begegnen, mit mir und mit uns unsere Unterschiede sachlich-fachlich diskutieren und zugleich auf vielen Gebieten eine Zusammenarbeit wünschen.

Noch eine Schlussbemerkung. Der Artikel auf der Webseite des Bistums Würzburg beginnt mit besorgten Anfragen von Studenten an den Weltanschauungsbeauftragten über ihre Mitstudenten: „Ist mein Freund in eine Sekte geraten?“. Die Frage wird indes nicht mit Ja oder Nein beantwortet. Aber es folgen die vielen hier diskutierten Gefahrenpunkte, die dann ja wohl eine positive Beantwortung der Frage vermitteln sollen, zumindest aber kein Dementi kommunizieren. Dazu passt auch die Überschrift: „eine evangelikale Gruppe ... lockt mit poppigen Gottesdiensten“. „Lockt“? Was macht denn Campus für Christus anders, dass die Gottesdienste gefährlichen ‚locken‘, während andere Kirchen nur einladen? Kurzum: Die Sprache des Artikels ist für mich verräterisch. Dazu passt auch die Formulierung: „Es ist eine sehr komplexitätsreduzierte Theologie“. Nun würden das Außenstehende über eine Menge von theologischen Lehraussagen sagen, aber typisch ist für mich nicht nur das sehr negativ klingende Schlagwort, dass mit nichts gefüllt wird, sondern dann noch das zusätzliche „sehr“. Nicht nur „reduziert“, sondern „sehr“ reduziert. Wen meint er denn damit? Evangelikale Theologen? Meine Ethik hat 2500 Seiten in 6 Bänden. Oder meint er Laien? Sind die denn in seiner Kirche theologisch fitter?

Offensichtlich wurde das Würzburger Amt zwar in „Weltanschauungsbeauftragter“ umbenannt, hat aber irgendwie die Stimmung der früheren Bezeichnung „Sektenbeauftragter“ beibehalten. Ich wünschte, der Weltanschauungsbeauftragte nähme sich ein Beispiel an der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW) in Berlin, die beweist, wie man kenntnisreich und respektvoll – und anders als vor Jahrzehnten – mit Andersdenkenden und auch mit Evangelikalen im kritischen Gespräch sein kann.

PS: Sicherheitshalber möchte ich anmerken: Ich gehe davon aus, dass Bischof Dr. Friedhelm Hofmann, seit 2004 Bischof von Würzburg, und Erzbischof Ludwig Schick, seit 2002 Erzbischof von Bamberg und Metropolit der Kirchenprovinz Bamberg, zu der Würzburg gehört und dem ich durch seinen vorbildhaften Einsatz für verfolgte Christen eng verbunden bin, weder von diesem Beitrag wissen noch ihn gutheißen würde.

Prof. Dr. theol. Dr. phil. Thomas Schirrmacher ist Professor für Religionssoziologie an der Staatlichen Universität des Westens in Timisoara, Rumänien und Distinguished Professor of Global Ethics and International Development an der William Carey University, Shillong, Meghalaya, Indien. Außerdem ist er Rektor des Martin Bucer Seminars, Präsident des Internationalen Rates der International Society for Human Rights; Botschafter für Menschenrechte; Vorsitzender der Theologischen Kommission der Weltweiten Evangelischen Allianz; Direktor von deren 2006 gegründeten Internationalen Instituts für Religionsfreiheit (Bonn, Kapstadt, Colombo). Er ist auch Geschäftsführer des Arbeitskreises für Religionsfreiheit der Deutschen und der Österreichischen Evangelischen Allianz. Sowohl Papst Franziskus wie auch Papst Benedikt XVI. wurde er bereits persönlich vorgestellt.

Foto: Th. Schirrmacher während einer Diskussionsrunde beim diesjährigen Kongress der CDU/CSU-Bundestagsfraktion „Menschenrecht Religionsfreiheit – Wie schützen wir verfolgte Christen?“ in Berlin; 3. v.l. Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Foto © CDU/CSU-Bundestagsfraktion)



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Lesermeinungen

 Antonius Bacci 29. Oktober 2014 
 

Anerkennung, aber auch Distanz

Man kann solche Vesuche anderer Konfessionen ja durchaus anerkennen, aber als Katholik möchte ich mit solchen "poppigen Eventgottesdiensten" nichts zu tun haben, erst recht nicht in der eigenen Konfession, wo es diese Versuche leider auch gibt. Für jemand, der sich eher der Erhabenheit der römischen Tradition verpflichtet fühlt, sind solche charismatischen Tendenzen wohl nicht verständlich, sondern wirken sehr befremdlich. Aber wie immer gilt, wer dahin gehen will, soll dahin gehen, solange ich damit nicht konfrontiert werde und man diese Tendenzen in die kath. Liturgie implementiert. Die Wertkonservativität in allen Ehren, aber die Pflege einer würdigen und erhabenen Liturgie ist auch ein großer Wert, den man dort wohl eher nicht finden wird, übrigens nicht nur aus katholischer Sicht, sondern auch aus lutherisch-hochkirchlicher Perspektive.


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 speedy 29. Oktober 2014 
 

unsere Bischöfe täten gut daran sich Papst franziskus,und die vorhaenger als Beispiel zu nehmen, ich finde es grossartig das Papst franziskus sagte, ich bin der Papst, jawohl die Bischöfe müssten sagen ich bin der Bischof, und nicht irgendwelche Hintermänner, die den glaubenm ändern wollen


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 Fideli 29. Oktober 2014 
 

Campus für Christus ist keine Sekte

Ich war selbst eine zeitlang bei CfC in Tübingen selten eine so offene Gruppe erlebt. Es waren Babtisten, Katholiken, Landeskirchler, auch viele Theologiestudenten. Gepredigt hat mal ein ev. Prof oder auch kath. Pfarrer. Natürlich gab es einen missionarischen Geist - man lädt auf dem Campus für Veranstaltungen ein um Studenten für Jesus Christus zu interessieren. Irgendwann bin ich nicht mehr hingegangen und keiner hat mich verfolgt. Also keine Sekte sondern ein offener Christentreff. Der Artikel ist super danke.


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 Johann Martin 28. Oktober 2014 
 

Bekehrungserlebnis

Ich wünsche dem Herrn Dr. Lohmayer auch ein "Bekehrungserlebnis". Ich glaube, er hat es nötig, zumal Bekehrungen seit Jesus und seit der Bekehrung des Heiligen Paulus in der Kirche eine gute Tradition hat.


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 hortensius 28. Oktober 2014 
 

Armer Referent

Wer kein Selbstbewusstsein hat, weil er in seiner Kirche nicht angenabelt ist, muss auf seine Brüder einschlagen, um von der Welt Beifall zu bekommen und so sein Selbstbewusstsein zu stärken. Das ist allerdings nur ein krankes Selbstbewusstsein.


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 MarinaH 28. Oktober 2014 
 

..lockt mit poppigen Gottesdiensten...

wenn diese Gemeinde mit diesen Gottesdiensten ein volles Haus (mit durchaus jungen Leuten) bekommen, könnte sich die kath. Kirche ja mal überlegen, wie sie das auch hinbekommt.

Und wenn in dieser Gruppe dann sogar wertkonservative Positionen vertreten und gar über christliches Sexual- und Moralverhalten gesprochen wird, wünschte ich mir mehr solcher Gruppen auch in der kath. Kirche.

Vielleicht sollten Vertreter von Campus für Christus zur Synode nach Rom eingeladen werden ? ;)

Spricht hier etwa Neid aus der Verurteilung dieser Gruppe?


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 SpatzInDerHand 28. Oktober 2014 

Herr Prof. Schirrmacher, danke für Ihre hervorragende Kritik.

Sie sehen das absolut richtig: die Kritik des Herrn Lohmayer trifft im Grunde auch die überzeugten Katholiken. Wir haben ja auch tatsächlich in unserer Kirche einen sehr schweren Stand. Uns wird von lauen Verantwortlichen der kirchensteuerfinanzierten Amtskirche genau derselbe Dreck ins Gesicht geschleudert wie Ihnen. Überzeugte Christen sind unbequem - gelegentlich auch in ihren eigenen Konfessionen!


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 Habsburger 28. Oktober 2014 

Er lebt gut von der Kirchensteuer, der Herr Dr. Lohmayer

Aber wir können darauf vertrauen, dass nun schnell ein Visitator nach Würzburg kommt und dann entschlossen durchgegriffen wird. Das passiert ja in allen problematischen Diözesen. Nicht wahr?


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 girsberg74 28. Oktober 2014 
 

Zu weit sich aus dem Fenster gelehnt?

Hat Herr Lohmayer es sich zu einfach gemacht und gedankenlos Vorurteile bedient.


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 AlbinoL 28. Oktober 2014 

Da sieht man wie weit die Theologen von der christlichen Basis entfernt sind

in den Ordinariaten geben sich altliberale Funktionäre die Klinke in die Hand.
Mit der kirchlichen Wirklichkeit vor Ort hat das schon lange nichts mehr zu tun.
Sie sind immernoch in ihrer 68er Denke verhaftet.


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