Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vom Elend der Fürbitten
  2. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  3. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  4. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  5. Peinlich - Deutsche Protestanten glauben mehrheitlich nicht an den dreieinigen Gott
  6. Der entschärfte Gott
  7. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  8. EuGH-Urteil: Deutscher Kirchenaustritt kein automatischer Kündigungsgrund
  9. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"
  10. Realitätsverlust im Bistum Chur
  11. Muslime wählen SPD und Linke, Christen wählten CDU
  12. Bischof Elbs ermutigt zur Beichte: "Herz ordnen und sich auf Ostern vorbereiten"
  13. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  14. Heimisch sein im Vatikan - Papst Leo XIV. wohnt wieder in der klassischen Papstwohnung
  15. Katholische US-Historikerin Bronwen McShea schreibt über „die Frauen, die der Vatikan vergaß“

1000plus – 'Charme-Offensive für das ungeborene Leben'

6. Oktober 2014 in Familie, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Mitarbeiterin von 1000plus: „Einer Frau zu sagen, du musst schon alleine wissen, was du tust, ist eigentlich unterlassene Hilfeleistung. Die Antwort sollte besser lauten: Hier ist meine Hand, ich helfe dir, ich tu, was ich kann“. Von Petra Lorleberg


Heidelberg (kath.net/pl) Was war beim Festakt zum fünfjährigen Bestehen der Schwangerenberatungsinitiative 1000plus am eindrücklichsten? Vielleicht die vielen fröhlichen, kontaktoffenen und lebensbejahenden Menschen aus allen Generationen, die durch ihre Teilnahme ein sichtbares Zeichen der Unterstützung setzten? Ja, auf jeden Fall! Vielleicht die Menschen, die im Podiumsgespräch eindrucksvoll berichteten, wie und warum sie 1000plus unterstützen? Ja, erst recht! Doch am meisten beeindruckte, was Betroffene erzählten. Drei Frauen unterschiedlichen Alters waren bereit, von ihrem Weg mit einer ungeplanten Schwangerschaft und mit 1000plus zu berichten.

Eine Frau, die bereits drei Söhne hatte, berichtete darüber, dass ihr die erneute Schwangerschaft „den Boden unter den Füßen“ weggerissen habe, obendrein war der Vater nicht bereit, die Mitverantwortung zu übernehmen, so dass sie sich mit vier Kindern alleinerziehend vorfand. „Ich war im Konflikt Leben oder Tod. Ich wusste, dass ich mit der Entscheidung für den Tod nicht zurechtgekommen wäre, ich wäre daran zerbrochen.“ Eine weitere wurde von ihrem Mann unter Druck gesetzt, da sich das weitere Kind ausgerechnet in dem Moment angemeldet hatte, als das Paar auf eine größere Operation ihrer Zweijährigen zuging. Die dritte Frau, ebenfalls schon Mutter weiterer Kinder, fühlte sich damit konfrontiert, dass sie für eine weitere Mutterschaft schon eher zu alt sei. Alle drei Frauen hatten in dieser Entscheidungszeit über das Internet Kontakt zu 1000plus gefunden und konnten sich zum Ja zu ihrem Kind durchringen. Eine der Frauen schilderte, wie ihr die vielen Telefongespräche mit ihrer 1000plus-Beraterin „all meine Ängste genommen“ hätten. Die Beraterinnen „machen das mit Leib und Seele, da ist so viel Herzblut dabei.“ Inzwischen sind alle drei Kinder längst geboren. Beeindruckend, wenn gerade diese Mütter mit Liebe, Wärme und einem stolzen Lächeln von ihren Kindern erzählen.


In den Berichten der betroffenen Frauen wurde auch deutlich, dass so mancher Vater Druck ausübte, um sich des entstandenen „Problems“ durch Abtreibung zu entledigen. Ein finanzieller Wink, den ein Mann einer auf ihn angewiesenen Frau geben kann, trägt sein Übriges dazu bei, erfuhr der interessierte Zuhörer aus erster Hand. Eine Frau schilderte beispielsweise, wie ihr der Vater des Kindes sagte: „Wenn du einen Weg findest, das Kind zu finanzieren, darfst du es behalten.“ Es mag im Publikum in manchem die Frage entstanden sein: Ist das wirklich freie Selbstbestimmung, wenn eine Frau nicht zuletzt durch finanziellen Druck und durch die Androhung des Verlassenwerdens zur Abtreibung findet?

Eine junge Frau, die sich mit ihrem Ehemann als 1000plus-Botschafterin für die Öffentlichkeitsarbeit einbringt, erklärte später bei einer Podiumsdiskussion in aller Deutlichkeit: „Einer Frau zu sagen, du musst schon alleine wissen, was du tust, ist eigentlich unterlassene Hilfeleistung Die Antwort sollte besser lauten: Hier ist meine Hand, ich helfe dir, ich tu, was ich kann“.

Eine andere junge 1000plus-Mitarbeiterin schilderte beim Podiumsgespräch, welche Reaktionen sie in Kirchengemeinden auf ihre Kurzvorstellungen von 1000plus erhält: „ich hatte dies letztes Jahr ein paarmal: Frauen kamen zu Tränen gerührt auf mich zu, umarmten mich und sagten mir, „Es ist so gut, dass es diese Arbeit [1000plus] gibt. Denn als ich dieses Problem hatte, gab es das nicht und ich habe abgetrieben. Und ich wünsche mir so, dass es Frauen heute nicht mehr so gehen muss wie mir damals, dass ich vor dieser Entscheidung stand und es gab niemanden, der mir helfen konnte.‘“

Über das Massenphänomen Abtreibung spreche man in der Gesellschaft nicht mehr und „in der Politik sowieso nicht und leider, leider vielfach auch in der Kirche“, stellte Dr. Johannes Hold, Pfarrer in der Diözese Rottenburg-Stuttgart, auf dem Podium fest. Er habe nach Informationsveranstaltungen durch 1000plus aus seiner Gemeinde „keine negative Resonanz erhalten, keine kritische Stimme“, sondern „die Leute sind dankbar“, wenn es mal jemand sage, dass es Alternativen zur Abtreibung gebe und dass Abtreibung „keine Lösung“ ist. „Aus diesem Grund müssen wir das Thema noch viel mehr nach vorne bringen als es bisher schon geschehen ist.“

„Niemals werden wir dieses Unrecht akzeptieren, das für mich darin besteht, dass wir diese Frauen im Stich lassen“, sagte Kristijan Aufiero, Projektleiter von 1000plus. Niemand habe das Recht, Frauen in Konfliktsituationen zu verurteilen, vielmehr gehe es um „die Pflicht, sich an ihre Seite zu stellen und ihnen zu helfen, und das ist es, was wir tun“. Die überwältigende Mehrheit der Frauen, die beispielsweise im Jahr 2013 bei ca. 2000 Beratungsfällen mit 1000plus Kontakt hatte, sagte, dass sie keine Abtreibung wollten, aber nicht anders könnten.

Schwester Maria Thea Dannecker, die im Auftrag ihrer Ordensgemeinschaft, der Franziskanerinnen von Sießen (Diözese Rottenburg-Stuttgart) zum 1000plus-Tag gekommen war, berichtete auf dem Podium, dass ihre Ordensgemeinschaft 1000plus über Spenden und über die Weitergabe von Informationen aktiv unterstützt. „Doch unser eigentlicher Schwerpunkt ist es“, 1000plus „durch das Gebet zu stützen“, erläuterte die Franziskanerin weiter.

Im Festvortrag hatte der Rottenburger Weihbischof Thomas Maria Renz betont: „Wenn 1000plus auch nur ein einziges Menschenleben pro Tag rettet - und das tut 1000plus! -, dann hat es diese Initiative verdient, nach Kräften unterstützt zu werden“, kath.net hat bereits berichtet. Er war auch auf die Konflikte eingegangen, die die Lebensschutzorganisation in diesem Jahr durchgestanden hatte. „Weil in Deutschland alle fünf Minuten ein Kind im Mutterleib den Tod findet, noch bevor es das Licht der Welt erblicken darf“, könne und dürfe es „keinen Monopolanspruch von einigen wenigen großen Verbänden und Einrichtungen auf Schwangerschaftskonfliktberatung geben“. Der Weihbischof erläuterte: „Ein solcher Monopolanspruch widerspräche eklatant dem Auftrag des Evangeliums und der kirchlichen Lehre vom Laienapostolat in der Welt von heute. Dort, wo es um nicht weniger geht als um die konkrete Entscheidung ‚Leben oder Tod‘, verbietet sich also jegliche Form von ‚Futterneid‘ und Konkurrenzdenken!“

Weihbischof Renz beschrieb 1000plus mit folgenden Worten: „1000plus ist für mich die sympathischste Charme-Offensive für das ungeborene Leben in unserem Land, seit es Schwangerschaftskonfliktberatungen gibt. Ich kenne keine andere Initiative für das ungeborene Leben, die mit so viel Sympathie, mit so viel Begeisterung und mit so viel Leidenschaft für das Leben wirbt wie 1000plus.“

Petra Lorleberg auf Twitter folgen!

Dieser Film hatte seine Uraufführung beim 1000plus-Tag 2014: '1000plus - Die Pro-Femina-Beratung aus der Perspektive beratener Frauen'


Weihbischof Thomas Maria Renz/Diözese Rottenburg-Stuttgart beim Festvortrag




Foto oben (c) 1000plus



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Pro-Life

  1. Trump: Jeder Mensch vom „allmächtigen Gott“ mit einem unveräußerlichen Recht auf Leben ausgestattet!
  2. "Wir müssen jedes Leben schützen"
  3. Trump begnadigt 23 Lebensschützer – „Es ist eine große Ehre, dies zu unterzeichnen“
  4. Mit allen Mitteln gegen das Recht auf Leben
  5. ALfA: Ohne Recht auf Leben gibt es überhaupt keine Rechte
  6. Studie zweifelt an Sicherheit und Datengrundlage von Abtreibung
  7. Polen bleibt Pro-Life
  8. Pro-Life-Song unter Top 5 bei iTunes
  9. „Für die Grundrechte von Frauen und vorgeburtlichen Kindern ist es ein schwarzer Tag“
  10. ,Du kannst dein Baby behalten!‘






Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE - 25. MÄRZ!!!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  4. Realitätsverlust im Bistum Chur
  5. Vom Elend der Fürbitten
  6. Heimisch sein im Vatikan - Papst Leo XIV. wohnt wieder in der klassischen Papstwohnung
  7. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  8. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  9. Einladung zur Novene zum Hl. Josef
  10. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  11. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  12. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  13. Der entschärfte Gott
  14. Papst bezieht diesen Samstag seine Wohnung im Apostolischen Palast
  15. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz