Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst Franziskus nimmt Rücktritt vom Erzbischof von Paris an!
  2. Betet, betet für Österreich! Jeden Tag einen Rosenkranz!!!
  3. Hinkende Vergleiche mit tödlicher Wirkung
  4. Die Heerschau der Rosenkranzbeter hat begonnen!
  5. Kardinal Marx spricht sich für Impfpflicht aus - Glaubenskongregation dagegen!
  6. Erzbischof Gänswein übt scharfe Kritik am Synodalen Weg in Deutschland
  7. Erzbistum Freiburg: 2G/3G-Gottesdienste nicht möglich wegen „Recht auf freie Religionsausübung“
  8. Jutta Ditfurth: „Bitte aber keine Lebensschützer-Begriffe verwenden, es war ein Fötus, kein Baby“
  9. Generalvikar: Corona-Trennung in „Geimpfte“ und „Nicht-Geimpfte“ darf keinen Einzug in Kirche halten
  10. „Die Erscheinungen von Sievernich: Jesus spricht zur Kirche in Deutschland und zur ganzen Welt“
  11. Die 'Tagesschau' bejammert, dass zu wenige Ärzte ungeborene Kinder töten möchten
  12. Bei Flüchtlingen auf Lesbos
  13. Mediennetzwerk Pontifex fordert: Impfpflicht verhindern
  14. Angriff auf das Kreuz! - Schwerer Vandalismus in der Regensburger Pfarrkirche Heiliger Geist
  15. Symbolbild löst Fragezeichen aus: Evangelische Gemeinde Bad Gandersheim sucht Pfarrer*in

JA zum Leben!

20. September 2014 in Kommentar, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Es ist erstaunlich, dass in Berlin beim „Marsch für das Leben“ jedes Jahr Tausende von Menschen auf die Straße gehen, um für etwas zu demonstrieren, was eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte: das Recht auf Leben. Von Georg Dietlein


Berlin (kath.net/gd) Versammlungen, Demonstrationen, Kundgebungen und Schweigemärsche erfreuen sich in Deutschland großer Beliebtheit. Jedes Jahr gehen Tausende von Menschen auf die Straße, um einem bestimmten Anliegen sichtbaren Ausdruck zu verleihen. Meist haben solche Demonstrationen eine „negative“ Stoßrichtung. Sie richten sich gegen etwas: gegen Stuttgart 21, gegen Atomkraft, gegen den Irakkrieg, gegen einen militärischen Einsatz, gegen ein bestimmtes Gesetz oder gegen konkretes Unrecht. Menschen gehen meist dann auf die Straße, wenn ein bestimmtes Anliegen ganz akut wird, wenn es „fünf vor zwölf“ schlägt, wenn es etwas zu verhindern gilt, das dem gesunden Menschenverstand widerspricht. Demonstrationen „für“ etwas, für ein bestimmtes politisches Projekt oder eine politische Idee finden hingegen nur selten statt.

Umso erstaunlicher ist es da, dass jedes Jahr in Berlin Tausende von Menschen auf die Straße gehen, um für etwas zu demonstrieren, was eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte: das Recht auf Leben. Letztlich sind sich alle darin einig: Jeder Mensch – ob Mann oder Frau, ob jung oder alt, ob krank oder gesund, geboren oder ungeboren, mit oder ohne Behinderung – soll leben! Es gibt kein lebensunwertes oder lebensunwürdiges Leben. Leben ist immer ein Geschenk, auch wenn es wegen Alter, Krankheit oder Behinderung nicht seine volle Lebenskraft oder Produktivität entfalten kann. Im Zweifel wird ein Mensch also für das Leben sein: in dubio pro vita! Das ergibt sich allein schon aus der Menschenwürde. Jeder Mensch ist einzigartig, individuell, etwas ganz Besonderes. Jeder Mensch – selbst der an Demenz erkrankte Großvater, der sich kaum mehr artikulieren kann – bringt unsere Gesellschaft voran, bereichert und ergänzt uns. Und auch wenn der Mensch nicht mehr produktiv ist, bleibt ihm doch seine unantastbare Würde, die ihm keiner nehmen kann. Darum ist der alte, kranke, unproduktive oder ungeborene Mensch genauso viel wert wie ein erfolgreicher Unternehmer, der jedes Jahr Milliardenumsätze macht. Lebensrecht und Menschenwürde gibt es nur ganz oder gar nicht.


Dafür gehen wir heute auf die Straße – nicht, um jemanden zu reizen, zu provozieren oder zu verärgern. Wir wollen für das eigentlich Selbstverständlichste der Welt werben und sensibilisieren: dass jedes menschliche Leben eine unantastbare Würde und einen unermesslichen Wert hat. Ob es eine Gesellschaft damit aber wirklich ernst meint, zeigt sich gerade in ihrem Umgang mit alten, kranken und behinderten Menschen, am natürlichen Anfang und Ende des menschlichen Lebens, also immer dann, wenn das menschliche Leben schutzlos und schutzbedürftig ist.

Wenn wir uns für den Schutz des menschlichen Lebens einsetzen, geht es nicht darum, jemanden zu bevormunden. Im Bereich der Abtreibung mag es immer einzelne Extremfälle geben. Doch was ist mit den jährlich mehr als 100.000 ungeborenen Kindern, die nicht das Licht der Welt erblicken konnten? Ich wünsche mir eine Welt, in der keine Frau ihr Kind aus finanziellen, sozialen oder anderen persönlichen Gründen abtreiben muss, sondern es wirklich frei Welt bringen kann. Das ist wahre Selbstbestimmung, die einige Gegner des Marsches für das Leben ja für sich einfordern! Hier gilt die Devise: Helfen statt töten! Schwangere Frauen in schwierigen Situationen brauchen unsere Unterstützung und nicht den ausgefüllten Beratungsschein. Denn eine Abtreibung löst oft nicht die Probleme, sondern schafft zusätzlich noch neue.

Der Marsch für das Leben ist zugleich ein Marsch für wahre Freiheit und Selbstbestimmung! Keine Frau soll dazu gedrängt werden, ihr Kind zu töten, „nur“ weil es ihr oder anderen „gerade nicht in den Kram passt“. Kein alter und kranker Mensch soll zum Suizid gedrängt werden, indem man ihm verständlich macht, dass sein Leben nur noch eine Last für alle Beteiligten sei. Helfen statt töten! Die Schmerzen bekämpfen – nicht das Leben des Menschen! Menschenwürdiges Sterben an der Hand eines Menschen statt durch die Hand eines Menschen!

Das Leben ist immer ein Geschenk. Das beweisen die zahlreichen Zeugnisse der Mütter, die sich ganz bewusst für das Leben ihres behinderten Kindes entscheiden haben, oder der Kinder, die ihre Eltern bis zum letzten Atemzug liebevoll betreut und gepflegt haben. Oft sind es gerade alte, kranke und schwache Menschen, die uns neu vor Augen führen, wie wertvoll unser Leben doch ist – von seiner natürlichen Entstehung bis zu seinem natürlichen Ende. Mit dem Marsch für das Leben wollen wir niemanden anklagen. Wir solidarisieren uns mit allen, die sich gegen das Leben entschieden haben und infolgedessen möglicherweise mit Schuldgefühlen konfrontiert sind. Wir wollen eine wirklich gute, freiheitsliebende und lebensbejahende Botschaft in die Welt tragen – und das auf friedliche und tolerante Art und Weise. Vor allem aber wollen wir für die beten, die nicht mehr JA zum Leben sagen können oder wollen.

Rückblick auf den Marsch für das Leben 2013


Foto Georg Dietlein: © www.student-litigators.de


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 P. Sodann 21. September 2014 
 

Relativierung

Ich stimme Herrn Josef zu. Abtreibung ist in allen Fällen zu verurteilen, es darf keine Relativierungen oder sogenannte "Härtefallregelungen" geben. Mord ist Mord, und die Vernichtung eines Menschenlebens, vor allem eines christlichen, ist zu verurteilen.


2

0
 
  20. September 2014 
 

"Im Bereich derAbtreibung mag es immer einzelne Extremfaelle geben"_

Wie ist dise und der darauf folgende Satz zu verstehen?
Es gibt kein wie immer zu verstehendes " mag " als Extremfall der es rechtfertigt einen unschuldigen Menschen im Mutterleib zu ermorden.


3

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Pro-Life

  1. USA: Lebensschutzorganisation von Google zensiert
  2. «Marschieren heisst leben»
  3. Wien: 40 Tage Gebet gegen Abtreibung und für das Leben
  4. Grenzen der individuellen Freiheit
  5. Schwangerschaft gibt vielen Jungen positive Richtung
  6. Fatales Signal für Menschen mit Behinderung
  7. Lebensrecht Ungeborener
  8. Europäisches Parlament: Abstimmung über neue Abtreibungs-Entschließung steht bevor
  9. Schutz vor Missbrauch in eklatanter Weise verletzt
  10. Verhaftungen bei Sitzblockade vor Abtreibungsklinik







Top-15

meist-gelesen

  1. Die Heerschau der Rosenkranzbeter hat begonnen!
  2. Papst Franziskus nimmt Rücktritt vom Erzbischof von Paris an!
  3. Betet, betet für Österreich! Jeden Tag einen Rosenkranz!!!
  4. Erzbischof Gänswein: Benedikt XVI. ist 'aus Überzeugung' geimpft
  5. Erzbistum Freiburg: 2G/3G-Gottesdienste nicht möglich wegen „Recht auf freie Religionsausübung“
  6. Hinkende Vergleiche mit tödlicher Wirkung
  7. „Die Erscheinungen von Sievernich: Jesus spricht zur Kirche in Deutschland und zur ganzen Welt“
  8. Erzbischof Gänswein übt scharfe Kritik am Synodalen Weg in Deutschland
  9. Kardinal Marx spricht sich für Impfpflicht aus - Glaubenskongregation dagegen!
  10. Mediennetzwerk Pontifex fordert: Impfpflicht verhindern
  11. Vorfall in Athen: Orthodoxer Priester beschimpft Papst als "Häretiker"
  12. Das siebeneinhalbte Sakrament
  13. Die 'Tagesschau' bejammert, dass zu wenige Ärzte ungeborene Kinder töten möchten
  14. Ein entscheidender Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie wäre: Aufrufe zur Umkehr, Gebet und Buße!
  15. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre DRINGENDE Hilfe!

© 2021 kath.net | Impressum | Datenschutz