Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  2. Bischof widerruft Erlaubnis, dass die Piusbruderschaft in Lourdes Sakramente spenden dürfen
  3. Kard. Sarah: „Die Abneigung gegen Latein und Gregorianik wird mit der 68er-Generation verschwinden“
  4. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  5. Die Krise des Bischofsamtes
  6. Papst Leo: „Die Welt durchlebt eine besonders unruhige Phase“
  7. Die Hölle, eine verschwiegene Wahrheit
  8. Deutschland: 2024 waren nur noch 43 % der Bestattungen christlich
  9. Caroline Bosbach: „Linkspartei erklärt evangelikale Christen zum Feindbild“
  10. Polnischer Primas in Jasna Góra: „Recht auf Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod“
  11. Ist ein linker Punksänger klüger als Bischof Feige?
  12. Polnische Pfarre verlangt von Autofahrern Gebete als "Parkgebühr"
  13. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“
  14. R.I.P. Dolly Parton
  15. Erzdiözese Mexiko will angemessenes Begräbnis für abgetriebene und nach der Geburt gestorbene Babys

Kardinal Duka: "Auflösung der Familie ist ziviles Hiroshima"

7. September 2014 in Familie, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Vorsitzender der Tschechischen Bischofskonferenz: Der "geplante Untergang der Familie" durch "bestimmte ideologische Strömungen" ist "ein ziviler Atomkrieg", dies ist "eine größere und schmerzhaftere Realität als irgendeine Wirtschaftskrise".


Prag (kath.net/KAP) Aus Anlass des kirchlichen "Jahres der Familie" hat in Tschechien heuer eine nationale Familienwallfahrt stattgefunden. Dazu versammelten sich in Zdar nad Sazavou (Saar an der Sazawa) mehr als 5.000 Kinder, Eltern und Großeltern, um gemeinsam ein Bekenntnis zur Familie abzulegen.

Noch vor den Ereignissen war das zur Diözese Brünn gehörende Wallfahrtsareal auf der Zelena Hora (dem Grünen Berg) wieder in die Obhut der katholischen Kirche übergeben worden. Der Vorsitzende der Tschechischen Bischofskonferenz, der Prager Erzbischof Dominik Kardinal Duka (Foto), nahm in seiner Predigt am vergangenen Sonntag auf beide Anlässe Bezug.


Der "geplante Untergang der Familie" durch "bestimmte ideologische Strömungen" sei "ein ziviler Atomkrieg", so Duka. Denn er lasse die Gesellschaft "im Zustand Hiroshimas nach der atomaren Explosion" zurück. Dieser Untergang sei "eine größere und schmerzhaftere Realität als irgendeine Wirtschaftskrise".

Die Angriffe auf die Familie äußerten sich dort, wo der Mensch isoliert und versklavt werde, so der böhmische Primas. Der erste Schritt zur Unterwerfung der afrikanischen Sklaven sei nicht zufällig die Zerschlagung ihrer Familien gewesen, erinnerte Duka.

Den Bogen zum Veranstaltungsort spannend sagte der Kardinal, die Restitutionen stellten "eine schrittweise Beendigung der Finanzierung des Kirchenbetriebs durch den Staat dar". Was Kirche und Gesellschaft aber am meisten bräuchten, sei eine "Rückkehr von Ehe und Familie in den ursprünglichen Zustand".

Das von dem Prager Architekten Giovanni Santin-Aichel gestaltete Wallfahrtsareal auf dem Grünen Berg bei Saar ist ein Hauptwerk der sogenannten böhmischen Barockgotik. Seiner Aufnahme ins UNESCO-Weltkulturerbe vor 20 Jahren wird an diesem Wochenende, vom 5. bis 7. September, mit Festveranstaltungen gedacht.

Der Übergang des Wallfahrtsareals und des Friedhofs ins Eigentum der Kirche soll behutsam erfolgen, so Ortspfarrer Vladimir Zalesky. Vor allem strebe man die Rückkehr zu regelmäßigen Wallfahrtsgottesdiensten und eine Ausweitung des spirituellen und kulturellen Angebots auch außerhalb der Touristensaison an.

Besonderes Augenmerk werde der Auswahl und Schulung der Kirchenführer gelten. Sie sollten die Aufgebe meistern können, die Zahlenmystik der asketisch wirkenden Johannes-von-Nepomuk-Kirche und ihrer fremdartigen Umfassungsmauer Gläubigen wie Fernstehenden zu vermitteln.

Copyright 2014 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 jadwiga 8. September 2014 

Ehebruch und Einöde.

Diese bestimmte ideologische Strömungen, über die Kardinal Duka spricht, verdanken ihre traurigen Erfolge den modernen Kommunikationswegen.
Ich denke, dass die "Vergiftung" der Familie auf elektronischem Weg erfolgt ist. Für viele junge Leute ersetzt die virtuelle Liebe die echte Familie. Auch das sexuelle Leben ist sehr durch das Netz beeinflusst. Es reicht nur ein Mausklick und der neue Partner ist da! Der Mensch wird zur Ware, der Sex wird nur auf SPASS reduziert.
Die moderne Generation möchte gerne auch die Liebe, als GOTT modernisieren und das leider geht nicht!


2
 
 uneasy reader 8. September 2014 
 

Dort, wo man noch Klartext redet

Im Osten gibt es noch Politiker und Bischöfe, die Klartext reden.
Haben die vielleicht von Diktatur und Terror die Nase voll?

Vielen Dank.
Leider war die Predigt noch nicht auf der Homepage
http://www.dominikduka.cz/startseite/


3
 
  8. September 2014 
 

Gut, dass er den Ausdruck "Holocaust an der Familie" nicht verwendete.
Aber alle anderen Ereignisse oder Werte sind in unserer weltlichen Gesellschaft den Zähnen der Wanderratten ausgesetzt. Nur der Holocaust verbleibt als der archimedische Punkt im Weltraum. Deshalb wird er so oft gebraucht. Der Ausdruck "ziviles Hiroshima" ist gut gewählt, betrifft leider nicht nur die Familie.


6
 
 Antas 8. September 2014 
 

Danke an Kardinal Duka! Es ist wichtig, die Probleme der heutigen Zeit klar anzusprechen und, wie auch Kardinal Duka, darauf hinzuweisen, wozu diese ganze Ideologie dient...ich wünsche mir für die Zukunft mehr qualifizierte Aussagen dazu von unseren Hirten.


7
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Familie

  1. CDL kritisiert Pläne zur Abschaffung der Mitversicherung von Ehepartnern
  2. „Menschliches Leben ist Geschenk und muss mit Respekt, Fürsorge und Dankbarkeit angenommen werden“
  3. Zehn Gespräche, bevor man „Ja“ sagt
  4. Katholischer 'Familienverband Wien' wirbt mit gleichgeschlechtlichen Paaren
  5. US-Bundesstaat Oregon verweigert Adoption für christliche Mutter
  6. Texas: Adoptionen im letzten Jahr um 30 Prozent gestiegen
  7. US-Unternehmen führt Babybonus für Mitarbeiter ein
  8. Kroatien: Regierung will Sonntagsöffnung deutlich einschränken
  9. Neigung vor Gott und Zuneigung zum Menschen
  10. Lebenslänglich für zwei Menschen






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Bischof widerruft Erlaubnis, dass die Piusbruderschaft in Lourdes Sakramente spenden dürfen
  3. Mexiko: Gedenkfeier zum 100. Todestag der ersten Cristero-Märtyrer
  4. Babyboom auf einer US-Entbindungsstation: 17 Krankenschwestern erwarten zeitgleich Nachwuchs
  5. Polnische Pfarre verlangt von Autofahrern Gebete als "Parkgebühr"
  6. Wer ist Jesus Christus für mich? Der Glaube als tägliche Entscheidung
  7. Irland: 30 Prozent Rückgang bei katholischen Taufen in zehn Jahren
  8. Ein Wunder der Vorsehung
  9. Die Krise des Bischofsamtes
  10. Deutschland: 2024 waren nur noch 43 % der Bestattungen christlich
  11. US-Regierung leitet 2 Milliarden Dollar an christliche Hilfsorganisationen um
  12. Slowakei und Polen planen gemeinsamen Johannes-Paul-II.-Pilgerweg
  13. „Wenn ich mich nicht täusche, gibt es in der Geschichte keine vergleichbare Institution“
  14. US-Diözesen mit ungewöhnlich hoher Zahl an Priesterweihen
  15. Nicaragua: Regime veröffentlicht Propaganda-Video von festgenommenem Bischof Mata

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz