Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie wird das „pro multis“ im neuen Messbuch übersetzt werden?
  2. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  3. Bischof Wilmer: "Wir wollen keinen deutschen Sonderweg"
  4. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?
  5. Bätzing gegen Papst Leo
  6. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  7. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  8. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  9. Kardinal Fernández räumt geringes Interesse an seinem Dokument über Mission ein
  10. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  11. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  12. „Wir werden erwartet“
  13. Auf zu den Friedhöfen! Wir bitten für unsere Verstorbenen um Gottes Gnade!
  14. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  15. Wie Halloween begann: Das Fest wurzelt in einem großen Exorzismus

'Wir sehen keinen Grund, Spendenaktionen für 1000plus zu untersagen'

13. Mai 2014 in Deutschland, 9 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Auch das Bistum Regensburg hat kein Problem mit Spendenaktionen für 1000plus: Diese Aktion berät nach bisherigen Infos gemäß der katholischen Grundlagen und nicht im staatlichen System, das die Bestätigung zur straffreien Abtreibung ausstellt


Regensburg (kath.net) „Im Bistum Regensburg sehen wir bisher keinen Grund, Spendenaktionen für aktion1000plus zu untersagen. Zum einen sollten die guten institutionellen Hilfen wie z.B. Caritas-Beratungsstellen durch andere gute Privataktionen ergänzt werden. Zum anderen berät diese Aktion nach bisherigen Infos ordentlich, d.h. gemäß der katholischen Grundlagen und nicht im staatlichen System, das die Bestätigung zur straffreien Abtreibung ausstellt.“ Dies stellt Michael Fuchs, Generalvikar des Bistums Regensburg, gegenüber kath.net auf Anfrage fest.

Der Regensburger Generalvikar weist darauf hin, dass die Pfarrer für solche Spendenaktionen natürlich die üblichen Vorschriften über die pfarrliche Geldverwaltung einhalten müssten, dazu gehört, dass die Messkollekte bei der Gabenbereitung für die Pfarrei oder andere festgelegte Zwecke bestimmt sei. „Aber wenn der Pfarrer am Schluss der Messe sagt: ‚Jetzt spricht zu uns Frau NN und bittet anschließend um Spenden‘ - dann ist das in Ordnung, auch für andere ordentliche Projekte, die den Zielen der katholischen Kirche entsprechen, etwa zur Unterstützung eines Heimatprojekts eines ausländischen Seelsorgers.“ Zur Sicherheit könne der Pfarrer ein konkretes Spendenprojekt ja vorher in der Kirchenverwaltung beschließen lassen und die Gläubigen im Pfarrbrief informieren. „Jeder Kirchenbesucher ist dann frei zu entscheiden, ob und wieviel er zu einem bekannten Zweck spendet.“


Auch könne darüber hinaus „jede Pfarrei durch Beschluss der Kirchenverwaltung auch an andere Organisationen und Initiativen spenden, auch wenn im Normalfall die Pfarrei selbst Spenden für ihre eigenen Zwecke benötigt“, erläutert Fuchs weiter.

Hintergrund:
Neben dem Bistum Regensburg äußerten sich inzwischen das Bistum Eichstätt und der Rottenburg-Stuttgarter Weihbischof Thomas Maria Renz positiv über die Lebensschutzorganisation 1000plus/Pro Femina. Renz hatte in einem Beitrag für die „Tagespost“ festgestellt: „Solange so viele Ungeborene sterben müssen wie Ulm, Trier oder Jena Einwohner hat, gibt es nicht genug, sondern immer noch zu wenig lebensbejahende Beratungsangebote für Frauen in Schwangerschaftskonflikten.“ Der Generalvikar des Bistums Eichstätt, Isidor Vollnhals, zitierte in einem Rundschreiben an die Eichstätter Pfarrer Bischof Gregor Maria Hanke mit der Aussage: „1000plus macht gute Arbeit, es steckt sogar viel Ehrenamt drinnen. Die Mitarbeiter dieser Organisation sollen Zugang zu den Pfarreien haben und ihr Projekt vorstellen können“, kath.net hat berichtet.

Dagegen hatten die Bistümer Augsburg und Speyer Ende März 2014 Spendensammelaktionen, Informations- und Werbeaktivitäten von 1000plus in ihren Pfarreien und Dekanaten untersagt, kath.net hat berichtet. Am 8. Mai gab auch das Erzbistum Freiburg folgenden Stellungnahme: „Wir raten davon ab, ,Pro Femina e.V.‘ durch die Kirchengemeinden zu unterstützen, zumal wir bei unseren Ortscaritasverbänden und den Ortsvereinen des Sozialdienstes kath. Frauen ein eigenes Beratungsangebot haben, auf das unsere kirchlichen Stellen zurückgreifen können“, kath.net hat berichtet. Welche Vorstellungen sich konkret hinter dem moderaten Begriff „abraten“ verbergen, konnte man dann allerdings folgenden Sätzen entnehmen: „Wir machen weiterhin darauf aufmerksam, dass Pfarrer persönlich in Regress genommen werden können, falls sie Spenden von Kirchenmitgliedern oder Kollektenmittel der Kirchengemeinde der Aktion ,Pro Femina e.V.‘ zuwenden.“

Inzwischen hat sich herausgestellt, dass im Hintergrund die Deutsche Caritas eine Kampagne gegen 1000plus gestartet hat, kath.net hat berichtet.

Die Lebensschutzinitiative 1000plus/Pro Femina e.V. versteht sich als ökumenisches Projekt und möchte schwangeren Frauen in Not Beratung im Internet anbieten. Der Verein finanziert sich ausschließlich aus Spenden. Die kreativen Pro-Life-Poster von 1000plus sind bei Christen sehr populär und bekannt.

1000plus-Video: Warum gibt es die 1000plus-Kampagnen?


1000plus-Lebenspotentiale: Weil jeder fehlt, der nicht geboren wird



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Bistum Regensburg

  1. Über das Wunder von Greccio
  2. Warum wir gerade jetzt Quellen der Zuversicht, Stärkung und Solidarität brauchen
  3. Bischof Rudolf weiht zwei Männer zu Ständigen Diakonen
  4. Das Osterfest ist der FREEDOM DAY schlechthin!
  5. Sternsingen 2021
  6. Voderholzer: „Wir lassen nichts ausfallen, wir lassen uns etwas einfallen“
  7. Big Bang oder Genesis? Neue Sendereihe „Kaum zu glauben?“ bei TVA
  8. Bischof Voderholzer dankt Priestern für Mut, Kreativität und Findigkeit während Corona-Pandemie
  9. Gott hab ihn selig!
  10. Ein Leben für die Musica sacra







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. „Wir werden erwartet“
  3. Leo XIV. drängt auf internationale Regeln für Künstliche Intelligenz
  4. Papst baut Sekretariat der weltweiten Synode um
  5. Papst dankt Mercedes für "100 Jahre Papamobil"
  6. „Der Kurierfahrer steuerte die falsche Tür an und landete versehentlich in der Kathedrale“
  7. Vatikan warnt vor ‚Extremismus‘ und ‚Spaltung‘ durch Knien beim Kommunionempfang
  8. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  9. „Die ‚Irish Times‘ hat den 3293. Artikel von jemandem veröffentlicht, der nicht mehr zur Messe geht“
  10. Ulf Poschardt warnt vor Islamismus: Erst sind die Synagogen dran, dann die Christen
  11. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  12. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  13. Papst Leo beantragte Briefwahl-Unterlagen für die Midterms - Papst hat tatsächlich gewählt!
  14. „Mit der Unterstützung meiner Schwiegereltern verließ ich eine nicht-sakramentale Beziehung“
  15. Drei Stunden im Fegefeuer

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz