Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  2. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  3. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  4. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  5. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  6. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  7. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  8. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  9. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  10. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  11. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  12. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  13. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  14. Wir machen da was mit Medien
  15. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich

Die Familie ist der 'Gesundbrunnen' der Gesellschaft

18. März 2014 in Deutschland, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Birgit Kelle forderte Eltern auf, ihr Recht auf Erziehung einzufordern und dem Staat gegenüber nicht als Bittsteller aufzutreten – Gabriele Kuby: Der „Genderismus“ trage zur Einschränkung von Grundrechten bei, etwa der Meinungsfreiheit


Krelingen (kath.net/idea) Die Familie ist der „Gesundbrunnen“ der Gesellschaft. Das sagte der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb (Stuttgart), beim Kongress „Familie quo vadis?“. Die Tagung mit etwa 100 Teilnehmern fand vom 13. bis 16. März im Geistlichen Rüstzentrum Krelingen (bei Walsrode) statt. Wie Steeb erläuterte, ist die Familie ein Übungsfeld für Toleranz und ein Lernfeld für soziale Kompetenz. Seit Jahren werde aber in Politik und Kirche daran gearbeitet, ihre im Grundgesetz verankerte „herausragende Stellung“ aufzulösen und den Familienbegriff umzuinterpretieren. Als Beispiel nannte Steeb Bestrebungen, gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften der Ehe von Mann und Frau gleichzustellen.

Der Staat schafft „Ersatzstrukturen“

Die katholische Publizistin Birgit Kelle (Kempen/Niederrhein) wandte sich gegen zu starke Eingriffe des Staates in die Familien. Eltern werde zunehmend die Kernkompetenz für die Kindererziehung abgesprochen. Mit Kindertagesstätten und Krippenplätzen würden „Ersatzstrukturen“ geschaffen. „Wieso unterstützen wir nicht das Original?“ fragte die Mutter von vier Kindern und Vorsitzende des Vereins „Frau 2000 plus“. Ein Krippenplatz koste den Staat rund 1.200 Euro pro Monat und sei damit „die teuerste Variante, um ein Kind großzuziehen“. Laut Kelle stehen Frauen vor einem Dilemma: Sie sollen der Wirtschaft als Arbeitskraft zur Verfügung stehen, aber auch Kinder bekommen, um den Generationenvertrag zu sichern. Als Folge werde die Kinderbetreuung „ausgelagert“. Doch brauchten gerade kleine Kinder die „Eins zu Eins-Betreuung der Mutter“. Kelle forderte Eltern auf, ihr Recht auf Erziehung einzufordern und dem Staat gegenüber nicht als Bittsteller aufzutreten. Statistischen Berechnungen zufolge profitiere der Staat mit rund 70.000 Euro von jedem Kind, benachteilige aber Familien gegenüber Kinderlosen massiv. „Es gibt keine Ungerechtigkeit zwischen Mann und Frau, sondern zwischen Menschen mit Kindern und ohne Kinder“, sagte die 39-jährige.


Gender-Ideologie: Revolution von oben nach unten

Gegen einen „Genderismus“ wandte sich die Schriftstellerin Gabriele Kuby (Rimsting am Chiemsee). Das sogenannte Gender Mainstreaming, das eine Wahlfreiheit der Geschlechtsidentität propagiert, greife das christliche Wertefundament an. In der EU und der UN gelte diese Ideologie mittlerweile als Norm. Diese „heimliche Revolution von oben nach unten“ trage auch zur Einschränkung von Grundrechten bei, etwa der Meinungsfreiheit. Nachdem auch Christen lange die Augen vor diesen Entwicklungen verschlossen hätten, nehme sie jetzt ein „langsames Erwachen“ wahr, sagte Kuby.

Für eine Stärkung der Vaterrolle sprach sich der beim Deutschlandradio tätige katholische Journalist Jürgen Liminski (Köln) aus. Die moderne Arbeitswelt schwäche die Erziehungsfunktion des Vaters, der aber in der Familie unersetzbar sei.

Ehe und Familie sind eine „geniale Idee“ Gottes

Der Kongress mündete in den Krelinger Gemeindetag unter dem Thema „Familie hat Zukunft“ mit rund 500 Teilnehmern. In seiner Predigt sagte Steeb, Ehe und Familie seien eine „geniale Idee Gottes“. Familie habe eine „nachhaltige Wirkung“ auf die Zukunft. Das 1965 von Pastor Heinrich Kemner (1903-1993) gegründete Rüstzentrum umfasst unter anderem ein theologisches Studienzentrum, ein Freizeit- und Tagungszentrum, Betriebe, Werkstätten, eine Seniorenwohnanlage sowie Sozialtherapie (oder Therapieangebote) und berufliche Rehabilitation für Menschen mit psychischen Problemen und Suchthintergrund.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Familie

  1. CDL kritisiert Pläne zur Abschaffung der Mitversicherung von Ehepartnern
  2. „Menschliches Leben ist Geschenk und muss mit Respekt, Fürsorge und Dankbarkeit angenommen werden“
  3. Zehn Gespräche, bevor man „Ja“ sagt
  4. Katholischer 'Familienverband Wien' wirbt mit gleichgeschlechtlichen Paaren
  5. US-Bundesstaat Oregon verweigert Adoption für christliche Mutter
  6. Texas: Adoptionen im letzten Jahr um 30 Prozent gestiegen
  7. US-Unternehmen führt Babybonus für Mitarbeiter ein
  8. Kroatien: Regierung will Sonntagsöffnung deutlich einschränken
  9. Neigung vor Gott und Zuneigung zum Menschen
  10. Lebenslänglich für zwei Menschen







Top-15

meist-gelesen

  1. „Der Kurierfahrer steuerte die falsche Tür an und landete versehentlich in der Kathedrale“
  2. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  3. Fatima-Tag in Berlin
  4. Lucky Luke wird in Jubiläums-Comic zum Heiligen
  5. Die Liebe als Mitte des Glaubens: Das Gebot, das den ganzen Menschen umfasst
  6. Auf den Spuren des Hl. Paulus - Mit Michael Hesemann nach Griechenland
  7. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  8. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  9. Impuls für Körper und Geist: Kirchensportler empfehlen das Jesus-Gebet
  10. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  11. Im Licht der Liebe
  12. Gott inmitten von Töpfen und Geschirr
  13. Künstlerin Akiane Kramarik erzählt von Vision des Himmels in ihrer Kindheit
  14. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  15. Bravo! Erbprinz Alois legt Veto gegen Abtreibungsgesetz in Liechtenstein ein

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz