Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  3. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  4. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  5. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  6. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  7. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. „Das Ende von Maria 2.0“
  10. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  11. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  12. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  13. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  14. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“
  15. 'Wir sprechen deshalb zurecht hier nicht von Neuevangelisierung, sondern von Erstevangelisierung'

Nicht nur Huonder, sondern das katholische Lehramt wird abgelehnt

7. Februar 2014 in Schweiz, 21 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Schweiz: „Basiskatholiken“ fordern die Absetzung des Churer Bischofs – Churer Mediensprecher: „Hier geht es nicht um Widerstand gegen einen Bischof, sondern um Widerstand gegen die geltende Lehre der Kirche, die der Bischof lediglich vertritt“


Chur (kath.net) „Es dient weder der Öffentlichkeit noch einem redlichen Diskurs in der Kirche, einmal mehr den Eindruck zu erwecken, dass das Grundproblem die Personalpolitik des Vatikan oder eben des Bistums Chur ist. Es ist wichtig, dass es endlich um die Sache selber geht. Also um das Lehramt der katholischen Kirche, hinter dem alle Bischöfe der Schweiz stehen und welches, so zeigt ja auch die SBK Umfrage, von vielen Menschen abgelehnt wird.“ So reagierte der Churer Mediensprecher Guiseppe Gracia gegenüber kath.net auf die medienwirksame Forderung von selbsternannten Schweizer „Basiskatholiken“, dass der Churer Bischof Vitus Huonder zurücktreten sollte oder dass in Chur ein Administrator eingesetzt werde.

„Vom Bistum Chur würden wir uns einen Wechsel in der Bistumsleitung wünschen.“ So knallhart hatte Roswitha Koller-Schmid, Präsidentin des Schweizerischen Katholischen Frauenbundes (SKF), zuvor in einem Interview mit dem „Schweizer Rundfunk“ in die laufende Kamera formuliert. Beispielsweise, indem „ein Administrator eingesetzt wird für die restliche Zeit, in welcher Bischof Huonder noch bleiben will“, ein Administrator, „der vom Volk getragen wird und den Frieden wieder herstellen kann“. Als Kritikpunkte am Churer Bischof Vitus Huonder nennt Koller-Schmid beispielsweise, dass der Bischof Anfang Januar klarstellte, dass Homosexuelle, wiederverheiratete Geschiedene, Paare, die im Konkubinat leben oder Verhütungsmittel gebrauchen, nicht zu Kommunion zugelassen würden. Kath.net hatte darüber im Artikel „Bischof Huonder erntet Sturm für schlicht katholische Positionen“ berichtet.


Die Frauen des SKF haben für den 9.3. den ersten Fastensonntag, zu einer Demonstration in St. Gallen aufgerufen. „Es reicht!“, so lautet das Motto der „Kundgebung für eine glaubwürdigte und befreiende katholische Kirche Schweiz“. Die selbsternannten „Basiskatholiken“, unter ihnen auch die Pfarrei-Initiative, wollen vom St. Galler Bahnhof zum Bischofssitz von Markus Büchel, Präsident der Schweizer Bischofskonferenz, ziehen. Bischof Büchel hat bereits zugesagt, einen Protestbrief der Demonstranten persönlich entgegenzunehmen. Nach den letzten Äußerungen Büchels steht derzeit von ihm auch nicht die leiseste Kritik an den Demonstranten zu erwarten.

Der Medienbeauftrage des Bistums Chur, Giuseppe Gracia, nahm auf Anfrage von kath.net zu den Forderungen der „Basiskatholiken“ wie folgt Stellung:

„Hier geht es im Kern nicht um den Widerstand gegen einen Bischof, sondern um den Widerstand gegen die geltende Lehre der Kirche, die der Bischof lediglich vertritt. Wenn man genau nachfragt, was die Initianten konkret antreibt, dann geht es im Kern um die Position der Kirche bezüglich Wiederverheirateten Geschiedenen, Homosexualität oder allgemein um die katholische Sexualmoral, die als nicht mehr zumutbar empfunden wird – besonders wenn man sie, wie der Bischof von Chur, auch öffentlich kommuniziert. Die aktuellen Resultate der Umfrage der Schweizer Bischofskonferenz (SBK), die ähnlich sind wie die Resultate in Deutschland oder Österreich zeigen deutlich: viele Menschen lehnen die katholische Lehre in genau diesen Punkten ab.

Zu den Initianten in diesem Fall gehört die Pfarrei Initiative. Diese hat bekanntlich am meisten Unterschriften im Bistum Basel und, im Verhältnis, im Bistum St. Gallen. Auch das zeigt wieder, wie ähnliche Initiativen in Deutschland und Österreich: es geht nicht um die Person eines Bischofs, sondern man will die Lehre der Kirche selber als unzumutbar zurückweisen.

Vielleicht schiesst man auf einen Bischof, weil das emotionaler ist und zu grösserer Medienresonanz führt. Aber es wird das Grundproblem nicht lösen, denn dieses ist nicht der Botschafter, sondern die Botschaft, die nicht passt.

Es dient weder der Öffentlichkeit noch einem redlichen Diskurs in der Kirche, einmal mehr den Eindruck zu erwecken, dass das Grundproblem die Personalpolitik des Vatikan oder eben des Bistums Chur ist. Es ist wichtig, dass es endlich um die Sache selber geht. Also um das Lehramt der katholischen Kirche, hinter dem alle Bischöfe der Schweiz stehen und welches, so zeigt ja auch die SBK Umfrage, von vielen Menschen abgelehnt wird.“

Inoffizielle Umfrage des "Aufbruch" zeigt auffallend viel Sympathie für Bischof Huonder


Foto (c) kath.net


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kirche

  1. Das kirchliche Amt zwischen Wahrheit und Selbstreferenz – Vom Selbstausdruck zum Christuszeugnis
  2. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  3. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  4. „Je besser die zentralen Ämter der Kirche geführt werden, desto größer der Nutzen für die Kirche“
  5. Woelki: „Herr, offenbare du deinen Willen für deine Kirche, das ist der Kernsatz aller Synodalität“
  6. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  7. Erzbistum Brisbane/Australien: Messbesucherzahlen wachsen seit drei Jahren
  8. „Papst Leo XIV. stellt in allen seinen Predigten und Ansprachen immer Jesus Christus in die Mitte“
  9. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  10. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst Leo an 80.000 Jugendliche im Stade de France: "Wer mit Gott lebt, ist frei"
  3. „Wenn wir Eucharistie feiern, dürfen wir mit allem zu ihm kommen, was in uns unvollendet ist“
  4. Neuer Schülerkreise Joseph Ratzinger / Papst Benedikt XVI. bestätigt bisherigen Vorstand im Amt
  5. Nordische Bischofskonferenz beendet Herbstvollversammlung in Paderborn
  6. Zwischen Stein und Geheimnis: ‚Ohne die Liturgie würde Notre-Dame ihre Seele verlieren‘
  7. Die Menschheitsfamilie zwischen Babel und Pfingsten
  8. Der Mensch ist mehr als eine Maschine - Die Würde des Menschen vor dem Angesicht Gottes
  9. Bischof Erik Varden: „Den Fremden willkommen heißen“
  10. Leo an Bischöfe: „Liebe Brüder, wir müssen immer wieder in die Schule des Kreuzes zurückkehren“
  11. Chefredakteur Philippe Marie: „Ich werfe dem Erzbistum Paris vor, die Pressefreiheit zu verletzen“
  12. Dem Leben verpflichtet: Johanna Gräfin von Westphalen
  13. Kurienkardinal Parolin nennt „Lebensschutz“ eines der Schwerpunktthemen von Leos Frankreichreise
  14. USA: Medienbischof Fulton Sheen ist nun seliggesprochen!
  15. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz