Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...
  2. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  3. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  4. Katholiken fordern Exkommunikation der „katholischen“ US-Gouverneurin Maura Healey
  5. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  6. 500 Euro für ein Sakrament oder was ist das wirkliche Problem?
  7. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  8. Der integre Leib der Gottesmutter und ihr unbeflecktes Herz
  9. Warum der Teufel das Braune Skapulier so sehr hasst!
  10. Der Bischof und der Denunziant
  11. ‚Waldbrände in der Kurie‘
  12. Das Kirchenjahr als Weg durch die Heilsgeschichte. Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden!
  13. Schwuler Aktivist übt scharfe Kritik an Jens Spahn: „Es gibt kein Grundrecht auf ein Kind!“
  14. Der Glaube, der Gott nicht loslässt
  15. "Satanisches Lachen" - US-Demokraten aus Massachusetts feiern Ermorden von Kindern bis zur Geburt!

»Wir Eltern sind Vorbild«

30. August 2013 in Interview, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die bekannte Musikerin Maite Kelly äußert sich im Interview über die Erziehung ihrer Kinder im Glauben, einen fordernden Gott und das Gebet für andere. Von Alfred Herrmann (Bonifatiusblatt)


Paderborn (kath.net/Bonifatiusblatt) »Gott kann schon sehr fordernd sein! Ich muss ganz ehrlich sagen, für mich ist meine Religion keine Wellnessoase.« Das sagte die bekannte Musikerin Maite Kelly (Foto) im Interview:

Bonifatiusblatt: »Damit der Glaube wachsen kann«, heißt es im Motto der Diaspora-Aktion. Maite Kelly, Sie sind eine bekannte Musikerin und ein gläubiger Mensch. Was machen Sie, damit der Glaube in den Herzen Ihrer Töchter Agnes (7) und Josephine (5) wachsen kann?

Maite Kelly:: Mein Mann und ich beten jeden Abend mit den Kindern und segnen uns gegenseitig. Das lieben die Kinder. Ansonsten beten wir vor dem Essen, und natürlich gehen wir gemeinsam in die Messe. Besonders wichtig ist meinem Mann und mir aber, dass die Kinder eine persönliche Beziehung zu Gott aufbauen und auch leben. Dabei sind wir Eltern ein wichtiges Vorbild. Kinder verstehen die Sprache des Herzens. Sie begreifen schnell, dass Liebe unsichtbar ist, dass man sie nicht greifen kann. So meinte Josephine zu mir: »Mama, es ist doch ganz klar, dass Gott nicht sterben kann. Der Wind stirbt ja auch nicht, und Gott ist wie der Wind.« Da war ich baff. So einfach hat man mir Gott noch nie erklärt. Oder meine Tochter Agnes, als sie Schwierigkeiten in der Schule hatte: »Mama, lass uns erst mal beten und Jesus bitten, dass er uns hilft, auf unser Herz zu hören.«


Bonifatiusblatt: In solchen Situationen spürt man: Indem man als Eltern selbst alles vor Gott legt und im Gebet nach Antworten sucht, entwickeln auch die Kinder eine Offenheit für Gott.

Bonifatiusblatt: Welche Fragen stellen Ihre Kinder, wenn Sie mit ihnen über Gott sprechen?

Kelly: Das geht von Hochphilosophischem bis zu ganz Alltäglichem: Warum ist die Sonne die Sonne? Warum dreht sich die Welt? Warum sterben wir? Warum entsteht ein Baby? Fragen, wo auch wir nicht immer wissen, wie wir antworten sollen. Oder: Warum hat Jesus das Kreuz auf sich genommen? Sofort klar ist ihnen jedoch, dass Jesus von den Toten auferstanden ist.

Bonifatiusblatt: Wie hilft Ihnen der Glaube in Ihrem Beruf?

Kelly: Der Glaube hilft mir, den Menschen an erste Stelle zu setzen. Zuerst kommen mein Mann und meine Kinder, dann die Arbeit. Gerade heute lassen sich viele von der Leistungsgesellschaft zu schnell dazu bringen, den Beruf an erste Stelle zu setzen. Den Mut zu haben, nein zu sagen, zu vertrauen, Stärke und Widerstand zu entwickeln, darin stärkt mich der Glaube.

Bonifatiusblatt: Schenkt Ihnen Ihr Glaube ruhige Momente und Entspannung, oder ist er für Sie eine Herausforderung?

Kelly: Gott kann schon sehr fordernd sein! Ich muss ganz ehrlich sagen, für mich ist meine Religion keine Wellnessoase. Sie ist auch kein Ort, wo ich Besinnung finde. Mein Glaube ist wie die Liebe zu meinem Mann. Natürlich ist er zuerst eine Kraftquelle, ein Mensch, der mir Frieden in meinem Leben gibt. Aber gerade der Partner kann einem einen Anstoß geben, der sehr beunruhigend ist. Beunruhigend deshalb, weil er einen gut kennt und deshalb fast nie Unrecht hat, sondern im Gegenteil, weil er eigentlich immer Recht hat. Also, Gott ist nicht immer bequem. Aber das Schöne ist, dass man mit Gott lernt, wirklich zu leben.

Bonifatiusblatt: Haben Sie ein Lieblingsgebet?

Kelly: Den Rosenkranz habe ich eine Zeitlang sehr viel gebetet. Momentan versuche ich, Gott zu fragen: »Wo brauchst du mein Gebet? Für wen soll ich beten?« Meistens neigt man ja dazu, erst dann zu beten, wenn man was braucht oder in Not ist. Das versuche ich gerade zu ändern.

Bonifatiusblatt: Wie bekommen Sie von Gott eine Antwort?

Kelly: Meistens denkt man an jemanden und fragt sich, warum man gerade an ihn denkt. Man hört intensiver bestimmte Nachrichten. Oder man bekommt einiges im Alltag mit. So bete ich für das, bei dem ich klar erkennen kann, dass dort Gebet notwendig ist.


Video: kath.net-Interview mit Maite Kelly in Rom im Mai 2013


Foto (c) Maite Kelly


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Glaube

  1. Priester sagt, in seiner Gemeinde gebe es viele religiöse Menschen, aber nur wenig Christen
  2. Bischof Ivo Muser: "Der größte Mangel, den wir in unserer Diözese haben, ist der Gläubigenmangel"
  3. „Die Generation Z, die in Manhattan zur Messe kommt, sucht keine alternative Clubszene“
  4. Katholische Influencer öffnen neue Zugänge zum Glauben für die junge Generation
  5. Kardinal Nichols: „Das kostbarste Geschenk, das der Kirche anvertraut ist: das heilige Messopfer“
  6. „Junge Menschen, die zum Glauben zurückkehren, wollen den ‚vollen fetten Glauben‘“
  7. Kardinal Arborelius: In Schweden „weiß jeder, dass die katholische Kirche Abtreibung ablehnt“
  8. US-Vizepräsident Vance kündigt Buch über seinen persönlichen Rückweg zum katholischen Glauben an
  9. Spanische Bischofskonferenz beleuchtet Verhältnis von Verstand und Emotion im persönlichen Glauben
  10. „Broken Mary“ - Papst segnet die außergewöhnliche Marienstatue „Unsere Mutter der Beschädigten“






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. "Satanisches Lachen" - US-Demokraten aus Massachusetts feiern Ermorden von Kindern bis zur Geburt!
  3. "Mit Leib und Seele bei Gott – unsere Berufung zur Vollendung"
  4. "... der Sieg, der die Welt besiegt hat, ist unser Glaube” (1 Joh 5,4)"
  5. Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...
  6. Bistum Limburg: Franziskaner verlassen nach mehr als 150 Jahren Kloster Marienthal
  7. Kardinal Aveline: „Der christliche Glaube hat heute viel mit Widerstand zu tun“
  8. ‚Waldbrände in der Kurie‘
  9. Frankreich: Massenansturm auf Kartenreservierungen für die Papst Leo-Reise!
  10. Karekin II. – persönliche Erinnerungen und der Versuch einer nüchternen Bilanz
  11. Trauer im Bistum Hongkong: Ältester Trappist der Welt im Alter von 108 gestorben
  12. Katholisches College erwirbt Freimaurertempel
  13. Jugendliche: Mladifest in Medjugorje "Tankstelle für den Glauben"
  14. Generalstaatsanwalt von Texas: „Baby Gabriel verdient eine Chance auf Leben“
  15. „Habt keine Angst – Noch sind die Glocken nicht verstummt“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz