Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vertrauenskrise in der Kirche
  2. Vatikan korrigiert argentinische Bischöfe: Gläubige dürfen kniend und auf die Zunge kommunizieren
  3. „Puff für alle“: Entsetztes Kopfschütteln über Sexualkunde-Aufgabe an katholisch geprägtem Gymnasium
  4. „Ut unum sint“ - Wahrheit, Tradition und sichtbare Communio
  5. 'Gut' gebrüllt, Löwe?
  6. Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
  7. Sacrosanctum Concilium: Die Liturgie und das Geheimnis Christi
  8. „Leo macht Schluss mit ‚Doppelstandards‘: Warum der deutsche Synodale Weg ins Stocken gerät“
  9. Rom und die orientalisch-orthodoxen Kirchen seit Fiducia supplicans
  10. Vatikan veröffentlicht die Leitlinien für den Umsetzungsweg der Synode über die Synodalität
  11. Nach Gipfelkreuzschändung: 18-Jähriger stellt neues selbstgebautes Kreuz auf
  12. US-Diözese Wichita hat seit Jahren viele Priesterberufungen
  13. Trend unter jungen New Yorkern: Gemeinsam zur Sonntagsmesse gehen
  14. Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 ‚beunruhigend‘ und ‚verblüffend‘
  15. Yoga-Kongress am Geburtsort des heiligen Franz Xaver

»Wir Eltern sind Vorbild«

30. August 2013 in Interview, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die bekannte Musikerin Maite Kelly äußert sich im Interview über die Erziehung ihrer Kinder im Glauben, einen fordernden Gott und das Gebet für andere. Von Alfred Herrmann (Bonifatiusblatt)


Paderborn (kath.net/Bonifatiusblatt) »Gott kann schon sehr fordernd sein! Ich muss ganz ehrlich sagen, für mich ist meine Religion keine Wellnessoase.« Das sagte die bekannte Musikerin Maite Kelly (Foto) im Interview:

Bonifatiusblatt: »Damit der Glaube wachsen kann«, heißt es im Motto der Diaspora-Aktion. Maite Kelly, Sie sind eine bekannte Musikerin und ein gläubiger Mensch. Was machen Sie, damit der Glaube in den Herzen Ihrer Töchter Agnes (7) und Josephine (5) wachsen kann?

Maite Kelly:: Mein Mann und ich beten jeden Abend mit den Kindern und segnen uns gegenseitig. Das lieben die Kinder. Ansonsten beten wir vor dem Essen, und natürlich gehen wir gemeinsam in die Messe. Besonders wichtig ist meinem Mann und mir aber, dass die Kinder eine persönliche Beziehung zu Gott aufbauen und auch leben. Dabei sind wir Eltern ein wichtiges Vorbild. Kinder verstehen die Sprache des Herzens. Sie begreifen schnell, dass Liebe unsichtbar ist, dass man sie nicht greifen kann. So meinte Josephine zu mir: »Mama, es ist doch ganz klar, dass Gott nicht sterben kann. Der Wind stirbt ja auch nicht, und Gott ist wie der Wind.« Da war ich baff. So einfach hat man mir Gott noch nie erklärt. Oder meine Tochter Agnes, als sie Schwierigkeiten in der Schule hatte: »Mama, lass uns erst mal beten und Jesus bitten, dass er uns hilft, auf unser Herz zu hören.«


Bonifatiusblatt: In solchen Situationen spürt man: Indem man als Eltern selbst alles vor Gott legt und im Gebet nach Antworten sucht, entwickeln auch die Kinder eine Offenheit für Gott.

Bonifatiusblatt: Welche Fragen stellen Ihre Kinder, wenn Sie mit ihnen über Gott sprechen?

Kelly: Das geht von Hochphilosophischem bis zu ganz Alltäglichem: Warum ist die Sonne die Sonne? Warum dreht sich die Welt? Warum sterben wir? Warum entsteht ein Baby? Fragen, wo auch wir nicht immer wissen, wie wir antworten sollen. Oder: Warum hat Jesus das Kreuz auf sich genommen? Sofort klar ist ihnen jedoch, dass Jesus von den Toten auferstanden ist.

Bonifatiusblatt: Wie hilft Ihnen der Glaube in Ihrem Beruf?

Kelly: Der Glaube hilft mir, den Menschen an erste Stelle zu setzen. Zuerst kommen mein Mann und meine Kinder, dann die Arbeit. Gerade heute lassen sich viele von der Leistungsgesellschaft zu schnell dazu bringen, den Beruf an erste Stelle zu setzen. Den Mut zu haben, nein zu sagen, zu vertrauen, Stärke und Widerstand zu entwickeln, darin stärkt mich der Glaube.

Bonifatiusblatt: Schenkt Ihnen Ihr Glaube ruhige Momente und Entspannung, oder ist er für Sie eine Herausforderung?

Kelly: Gott kann schon sehr fordernd sein! Ich muss ganz ehrlich sagen, für mich ist meine Religion keine Wellnessoase. Sie ist auch kein Ort, wo ich Besinnung finde. Mein Glaube ist wie die Liebe zu meinem Mann. Natürlich ist er zuerst eine Kraftquelle, ein Mensch, der mir Frieden in meinem Leben gibt. Aber gerade der Partner kann einem einen Anstoß geben, der sehr beunruhigend ist. Beunruhigend deshalb, weil er einen gut kennt und deshalb fast nie Unrecht hat, sondern im Gegenteil, weil er eigentlich immer Recht hat. Also, Gott ist nicht immer bequem. Aber das Schöne ist, dass man mit Gott lernt, wirklich zu leben.

Bonifatiusblatt: Haben Sie ein Lieblingsgebet?

Kelly: Den Rosenkranz habe ich eine Zeitlang sehr viel gebetet. Momentan versuche ich, Gott zu fragen: »Wo brauchst du mein Gebet? Für wen soll ich beten?« Meistens neigt man ja dazu, erst dann zu beten, wenn man was braucht oder in Not ist. Das versuche ich gerade zu ändern.

Bonifatiusblatt: Wie bekommen Sie von Gott eine Antwort?

Kelly: Meistens denkt man an jemanden und fragt sich, warum man gerade an ihn denkt. Man hört intensiver bestimmte Nachrichten. Oder man bekommt einiges im Alltag mit. So bete ich für das, bei dem ich klar erkennen kann, dass dort Gebet notwendig ist.


Video: kath.net-Interview mit Maite Kelly in Rom im Mai 2013


Foto (c) Maite Kelly


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Wiederkunft 31. August 2013 
 

Vorbildhaft

Danke Maite, du bist Vorbildhaft für alle jungen Eltern!


0
 
  30. August 2013 
 

Wie...

meine "Medugorje" öfter hier sagt: So ist es!


2
 
 Martyria 30. August 2013 

Mein Wunsch ist,

dass die Veröffentlichung dieses Interviews nicht auf das Bonifatiusblatt beschränkt bleibt, sondern auch in Medien erscheint, die von Jugendlichen und jungen Erwachsenen frequentiert und konsumiert werden.

Solche Glaubenszeugnisse erachte für un"bezahl"bar, wenn es um die Evangelisation unseres unchristlich zu werden drohenden Europas geht.


1
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Glaube

  1. Priester sagt, in seiner Gemeinde gebe es viele religiöse Menschen, aber nur wenig Christen
  2. Bischof Ivo Muser: "Der größte Mangel, den wir in unserer Diözese haben, ist der Gläubigenmangel"
  3. „Die Generation Z, die in Manhattan zur Messe kommt, sucht keine alternative Clubszene“
  4. Katholische Influencer öffnen neue Zugänge zum Glauben für die junge Generation
  5. Kardinal Nichols: „Das kostbarste Geschenk, das der Kirche anvertraut ist: das heilige Messopfer“
  6. „Junge Menschen, die zum Glauben zurückkehren, wollen den ‚vollen fetten Glauben‘“
  7. Kardinal Arborelius: In Schweden „weiß jeder, dass die katholische Kirche Abtreibung ablehnt“
  8. US-Vizepräsident Vance kündigt Buch über seinen persönlichen Rückweg zum katholischen Glauben an
  9. Spanische Bischofskonferenz beleuchtet Verhältnis von Verstand und Emotion im persönlichen Glauben
  10. „Broken Mary“ - Papst segnet die außergewöhnliche Marienstatue „Unsere Mutter der Beschädigten“






Top-15

meist-gelesen

  1. „Leo macht Schluss mit ‚Doppelstandards‘: Warum der deutsche Synodale Weg ins Stocken gerät“
  2. „Puff für alle“: Entsetztes Kopfschütteln über Sexualkunde-Aufgabe an katholisch geprägtem Gymnasium
  3. Vertrauenskrise in der Kirche
  4. Vatikan korrigiert argentinische Bischöfe: Gläubige dürfen kniend und auf die Zunge kommunizieren
  5. Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
  6. 'Gut' gebrüllt, Löwe?
  7. Komm, o Geist der Heiligkeit! Aus des Himmels Herrlichkeit!
  8. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  9. 'Ich denke, dass Gott der Größte ist! Er kann alle Türen für uns öffnen'
  10. Rom und die orientalisch-orthodoxen Kirchen seit Fiducia supplicans
  11. Nach Gipfelkreuzschändung: 18-Jähriger stellt neues selbstgebautes Kreuz auf
  12. MAGNIFICA HUMANITAS
  13. „Die Genderideologie ist zutiefst reaktionär“
  14. Trend unter jungen New Yorkern: Gemeinsam zur Sonntagsmesse gehen
  15. „Synodenbericht präsentiert einen toxischen ‚Paradigmenwechsel‘“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz