Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  2. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  3. Der Tod der Theologie in Deutschland
  4. Erzbistum Paderborn: Hunderte Protest-E-Mails gegen ‚Harry Potter Gottesdienst‘
  5. Kirche im Verfall
  6. Warum Hausfrauen leicht heilig werden können
  7. Kritik an Kanzler Merz nach Ramadan-Grüßen
  8. Offener Brief an Kardinal Marc Ouellet
  9. Donald Trump und Keir Starmer grüßen Christen am Aschermittwoch, Merz und Van der Bellen die Muslime
  10. Früherer Bundestagsvizepräsident Kubicki: „Der ZDF-Skandal muss politische Konsequenzen haben“
  11. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  12. Mein Held des Monats: Marco Rubio – Ein Weckruf für das Abendland
  13. 'Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen'
  14. „Warum bin ich noch in der Kirche?“, fragte der Theologe Joseph Ratzinger bereits 1970
  15. „In unendlicher Liebe durch das Leben geführt“

Kardinal Marx stellt sich hinter ‚one of us‘

13. Juli 2013 in Deutschland, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Münchner Erzbischof und Papst-Berater würdigt bei Diözesan-Jahresempfang Lampedusa-Besuch des Papstes als wichtiges Signal an politisch Verantwortliche und an alle Bürger Europas.


München (www.kath.net/ KAP/red)
Der Münchner Erzbischof und Papst-Berater Reinhard Kardinal Marx hat beim Diözesan-Jahresempfang am Donnerstagabend in der bayerischen Landeshauptstadt vor rund 600 Vertretern aus Kirche, Gesellschaft und Politik den Lampedusa-Besuch des Papstes als wichtiges Signal an die politisch Verantwortlichen und an alle Bürger Europas gewürdigt. "Die Fahrt nach Lampedusa bewegt die Menschen. Das sollte auch für uns Anlass sein nachzudenken, wie wir mit Armen, besonders Asylsuchenden, umgehen", sagte Marx.

Wichtig sei, zunächst die Fürsorge für Flüchtlinge in den Mittelpunkt zu stellen: "Sobald jemand bei uns ist, egal aus welchem Grund, muss er menschenwürdig aufgenommen werden." Erst an zweiter Stelle stünden dann die rechtliche Prüfung und Fragen des Asylverfahrens.

Kardinal Marx zeigte sich erfreut darüber, dass die bayerische Landesregierung angekündigt habe, ihre Haltung in der Asylfrage zu überdenken: "Ich bin dankbar, dass unsere Signale und Anregungen aufgenommen werden."


Der Papst habe mit seinem Besuch auf Lampedusa klar gemacht: "Wir dürfen nicht zulassen, dass an unseren europäischen Außengrenzen Menschen verhungern und verdursten." Die Grenze in Lampedusa sei "eine europäische Grenze, wir können nicht sagen: Was in Italien passiert, ist nicht unsere Sache".

Menschenwürde und Gerechtigkeit müssten an erster Stelle stehen. Dies sei eine gesamteuropäische Frage, die die einzelnen Länder nicht aufeinander abschieben dürften.

Mit Blick auf die angestrebte Freihandelszone zwischen der Europäischen Union und den USA sprach Kardinal Marx von einer "großen Chance", wenn diese nicht nur in einer wirtschaftlichen, sondern in einer "Wertebeziehung" bestünde: "Die Frage ist: Wie können wir eine Freihandelszone schaffen, die auch arme Völker nicht ausgrenzt, sondern ihnen die Perspektive eröffnet, sich zu entwickeln und teilzunehmen?"

Auch der Lebensschutz bleibe eine gesamteuropäische Aufgabe. Marx rief zur Unterstützung der europäischen Bürgerinitiative "Einer von uns/one of us" auf: "Jeder Mensch, ob geboren oder ungeboren, hat Respekt verdient. Er darf nicht verworfen werden, nicht aus wirtschaftlichen Gründen, nicht zu Forschungszwecken." Die von einem breiten gesellschaftlichen Bündnis getragene Initiative setzt sich unter anderem für den Stopp von EU-Geldern für Forschung mit embryonalen Stammzellen ein.

Marx appellierte an die politischen Parteien, einen "fairen Wahlkampf" zu den anstehenden Bundestags- und Landtagswahlen zu führen: "Streitet euch, aber bleibt menschlich untereinander." Der Streit müsse in der Sache geführt werden und nicht in der Suche nach vermeintlichen persönlichen Verfehlungen der Vertreter der jeweils gegnerischen Seite.

Zu den Unterstützern der europäischen Initiative "Einer von uns" zählen auch Papst Franziskus, die Europäische Bischofskonferenz und zahlreiche nationale Bischofskonferenzen. In Deutschland haben u.a. bereits Kardinal Meisner/Köln und Bischof Hanke/Eichstätt ihre Unterstützung von "Einer von uns" publik gemacht, kath.net hat berichtet. Auch kath.net hat seine Leser um die Unterzeichnung bei der Bürgerinitiative gebeten.

KATH.NET hat bereits am 22.6. die Anfrage an die Deutsche Bischofskonferenz gestellt, ob sie bereit ist, diese Initiative zu unterstützen. Wir werden über die Antwort berichten.

Foto:


Kurzvideo: Hedwig von Beverfoerde: ´Einer von uns´ - Die europäische Bürgerinitiative zum Schutz des Lebens in Europa



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Pro-Life

  1. Trump: Jeder Mensch vom „allmächtigen Gott“ mit einem unveräußerlichen Recht auf Leben ausgestattet!
  2. "Wir müssen jedes Leben schützen"
  3. Trump begnadigt 23 Lebensschützer – „Es ist eine große Ehre, dies zu unterzeichnen“
  4. Mit allen Mitteln gegen das Recht auf Leben
  5. ALfA: Ohne Recht auf Leben gibt es überhaupt keine Rechte
  6. Studie zweifelt an Sicherheit und Datengrundlage von Abtreibung
  7. Polen bleibt Pro-Life
  8. Pro-Life-Song unter Top 5 bei iTunes
  9. „Für die Grundrechte von Frauen und vorgeburtlichen Kindern ist es ein schwarzer Tag“
  10. ,Du kannst dein Baby behalten!‘







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  4. Der Tod der Theologie in Deutschland
  5. Offener Brief an Kardinal Marc Ouellet
  6. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  7. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  8. Kirche im Verfall
  9. Erzbistum Paderborn: Hunderte Protest-E-Mails gegen ‚Harry Potter Gottesdienst‘
  10. Mein Held des Monats: Marco Rubio – Ein Weckruf für das Abendland
  11. „In unendlicher Liebe durch das Leben geführt“
  12. Donald Trump und Keir Starmer grüßen Christen am Aschermittwoch, Merz und Van der Bellen die Muslime
  13. Warum Hausfrauen leicht heilig werden können
  14. 'Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen'
  15. 'Reiner Bullshit': Macron sorgt mit Attacke auf Meinungsfreiheit für Entsetzen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz