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Offizieller Papstberater verbietet Auftritt von Helmut Schüller

26. Juni 2013 in Weltkirche, 41 Lesermeinungen
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Kardinal Sean O'Malley verbietet jedes Auftreten von Pfr. Schüller in der Erzdiözese Boston.


Boston (kath.net) Helmut Schüller, der Sprecher der umstrittenen „Pfarrer-Initiative“, ist in der US-amerikanischen Erzdiözese Boston unerwünscht und wurde vom Bostoner Kardinal Sean O’Malley aus dem Bistum verbannt. Darüber berichtete die US-amerikanische Online-Nachrichtenagentur „Global Post“.

Larry Bloom, Ehrenamtlicher in der Pfarrei St. Susanna im Bostoner Vorort Dedham, erläuterte, dass die Pfarrei eigens vom Regionalbischof informiert worden sei, dass „Kardinal Sean jedes Auftreten von Pfr. Schüller in jedem katholischen Eigentum der Erzdiözese verbiete und dass wir dieser Anweisung Folge zu leisten hätten.“ Daraufhin sagte die Pfarrei die Veranstaltung, die am 17. Juni hätte stattfinden sollen, ab. Sie soll nun offenbar zu einem anderen Termin in einer nichtkatholischen Örtlichkeit stattfinden.


Helmut Schüller ist der Sprecher der umstrittenen österreichischen Pfarrer-Initiative, kath.net hat mehrfach berichtet. Der Priester der Erzdiözese Wien tourt derzeit mit Vorträgen durch die USA. Der von ihm initiierte „Aufruf zum Ungehorsam“ hat ihn zwar den Titel des „Monsignore“ gekostet, „doch haben die Kirchenoffiziellen in Österreich keinen Schritt dazu gemacht, ihn seines Priestertums zu entheben“, so „Global Post“. Derzeit darf Schüller sogar noch regelmäßig im "Sonntag", der offiziellen Kirchenzeitung der Erzdiözese Wien, schreiben.

Sean Kardinal O’Malley gehört zum achtköpfigen Beratungsteam von Papst Franziskus und galt im Konklave als „papabile“, wie die „Global Post“ eigens betonte.

Kathpedia: Kardinal Schönborn

Mit diesem Foto bewirbt eine Anti-Rom-Gruppe in den USA die Tour von Helmut Schüller



Das Duell: kath.net-Mitarbeiter Christof Zellenberg in einer Diskussion mit Helmut Schüller



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Lesermeinungen

 bobovac 27. Juni 2013 
 

Richtige Einstellung

Genau wie der Kardinal Sean O'Malley handelt ein Bischof der seine Sendung und die katholische Glaube ernst nimmt.


1
 
 Wuna 27. Juni 2013 
 

Schwierige Entscheidung

Einerseits will man sich nicht im eigenen Haus beschimpfen lassen. Andererseits hat man durch das das Auftrittsverbot auch nicht allzu viel gewonnen. Schüller hält seinen Vortrag dennoch, vermutlich nur einige Häuser weiter, und die ganze Welt weiß jetzt davon.
Ich stimme @ Adson zu, Rausschmeißen ist eine einfache, aber eher unkreative Lösung.
Vielleicht geht Bischof Gmür in Basel einen aussichtsreicheren Weg. Er versucht, seine "Problemkinder" wieder einzufangen und verwendet offensichtlich viel Zeit und Geduld darauf. Dabei fällt mir ein Spruch von Papst Franziskus ein. Er sagte sinngemäß, der Hirte soll auch hinter der Herde gehen, damit niemand zurückbleibt.
Ob der Bischof wohl Erfolg hat ? Wünschen wir es ihm.


3
 
 140968 27. Juni 2013 

Die biblische Begründung für eine Suspendierung findet sich in Offb 2,12 ff

"An den Engel der Gemeinde in Pergamon schreibe: So spricht Er, der das scharfe, zweischneidige Schwert trägt:
...
Aber ich habe etwas gegen dich: Bei dir gibt es Leute, die an der Lehre Bileams festhalten; Bileam lehrte Balak, er solle die Israeliten dazu verführen, Fleisch zu essen, das den Götzen geweiht war, und Unzucht zu treiben. So gibt es auch bei dir Leute, die in gleicher Weise an der Lehre der Nikolaiten festhalten."

An den Engel der Gemeinde, also den Vorsteher, sprich den Bischof. Dieser hat die Verantwortung zu verhindern, dass Verführer ihr Unwesen treiben.

Totus tuus


3
 
 speedy 27. Juni 2013 
 

ich habe diese Schülers satt


6
 
 Cyrox 27. Juni 2013 
 

Liebe Marienzweig

Ich kann Ihre Haltung sehr gut nachvollziehen. Hilf- und Ratlosigkeit erfüllen auch mich immer wieder neu, wenn ich sehe, wie es um den Zustand in unserer Kirche bestellt ist. Ich bin auch sonst stets vollkommen Ihrer Meinung, wenn ich Ihre Kommentare lese, so sehr, dass gar kein Anlass besteht, meinen Senf beizugeben. Aber wir sollten nicht Schweigen und Dulden, wenn etwas derart in Schieflage gerät. Und sicherlich haben Sie auch Recht mit der Behauptung, dass Herr Sch nicht der einzige Rebell ist. Aber wenn die Kirchenoberen in Deutschland diesem Treiben nicht Einhalt gebieten können oder wollen, dann erwarte ich dies vom Vatikan. Ich war noch nie ein Freund davon, dass der Klügere nachgeben solle. Das geschieht sowieso viel zu oft wie man sieht, aber wenigstens für die Kirche wünsche ich mir, dass den Rebellen und Uneinsichtigen nicht auch noch ein Forum gegeben wird, nicht innerhalb der Kirche selbst. Das haben die Menschen, die die katholische Lehre vertreten, nicht verdient.


3
 
 Aegidius 27. Juni 2013 
 

Daß solche medienverliebten Narzißten missionieren wollen, Frauen aufwerten wollen, Demut von anderen einfordern wollen, würde unser Hl. Vater womöglich mit der Aufforderung, genau dies in Aleppo, Damaskus, Kabul, Riad, Kairo, Ankara, Jakarta, Bangladesh, Teheran, Pjöngjang usw. in die Tat umzusetzen, beantworten. Wahlweise könnte der wohlgenährte Schüller auch in einer Armenküche in Somalia oder Südamerika Demut einfordern und für Frauenrechte oder (Wieder-) Verheiratung streiten.
Ich hätte dann zum ersten Mal Respekt vor diesem Kerl und wäre auch sicher, ich müßte ihn im EB München (wie kürzlich in unserer Pfarre erlitten) nicht mehr auf Tournee erleben.


4
 
 Adson_von_Melk 27. Juni 2013 

Homo DEI Capax

Sorry für den falschen Casus, werter @Sterblicher: Auch ich blamiere mich, so gut ich kann, wenn ich mit meinem Latein angeben will :-)

Aber Grammatik hin oder her, wir stecken da mitten in Fragen der Fundamentaltheologie:
Unter welchen Bedingungen ist die Rede von Gott, sind Theologie und schon Katechese überhaupt möglich?

Wenn der Mensch nicht "Gottes fähig wäre", wie könnte der Glaube dann noch vermittelt werden? Zum Glück ist noch Ingeborg Bachmann vor wenigen Jahrzehnten im Stande zu dem Satz "Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar."


9
 
 Adson_von_Melk 27. Juni 2013 

@Wiederkunft: Genügt es dass ich Österreicher bin?

Erstens ist es keineswegs verboten, den Namen von Bischof Krenn zu erwähnen, es fällt auch niemand in "Schockstarre".

Zweitens hat aber @Theodor69 präzise recht - die Erfahrungen im Boxkampf 'Krenn vs. Fischer' sprechen eindeutig für die Geduld von Kardinal Schönborn.

Der Bischof, und einen entschlosseneren und brachialeren gab es in ganz Europa nicht, konnte sich mit der einfachen und klaren (wenn auch unkreativen) Lösung "Rausschmeißen" nicht durchsetzen und ist zum allgemeinen Gaudium den Pater Udo eben nicht losgeworden.

Hier sind kreativere Ansätze nötig, und zwar umso mehr, je mehr P. Udos es derzeit gibt. Die Hoffnung ruht auf neuen Priester-Generationen, und diesen will Schönborn eine ungespaltene(!) Kirche zur Reparatur hinterlassen.

@Sterblicher:
Sie sagen "Der moderne Mensch ist glaubensunfähig"?
Das nenne ich mal eine Großhäresie, da wird ja der Schüller blass! ;-)

Sed contra: HOMO DEUS CAPAX


8
 
 Wiederkunft 27. Juni 2013 
 

Irrlehre

@theodor69 sie sprechen den Fehler genau an. Ein Bischof setzt einen Pfarrer aus, wegen Irrlehre, dann kommt ein anderer Bischof ,setzt in wieder ein. Bischof Krenn muss gehen, aus Angst vor dem sogenannten Kirchenvolk und vor der Spaltung. Und das Feuer der Irrlehre kann sich ungehindert weiter ausbreiten. Hoffen wir das schlussendlich Gott der Hütter seiner Kirche am Ende doch noch alles zum guten wendet , aber bis dahin..........?


3
 
 140968 27. Juni 2013 

Hirten müssen Herde von Irrtümern fernhalten

hieß der Artikel über den Standpunkt von Wolfgang Waldstein hier auf kath.net:

http://www.kath.net/news/35048

Und damit hat er recht. Es darf nicht katholisch drauf stehen, wenn die Lehre eine andere ist. Hier auch noch seine geschätzte Expertenmeinung, warum Schüller bzw. die Pfarrer-Initiative exkommuniziert ist:

http://www.civitas-institut.de/index.php?option=com_content&view=article&id=1651:waldstein-pfarrer-initiative-ist-exkommuniziert&catid=1:neuestes&Itemid=33

Dass allerdings in Österreich das Kaninchen Kirche in Schockstarre fällt, wenn der Name Krenn auch nur unhörbar über einem Sachverhalt schwebt ist offensichtlich; Objektives darüber zu erfahren ist wohl nur mit Insider Wissen möglich, da das Thema stigmatisiert ist.

Hier passt der Aphorismus von Cicero, den Zenit vor drei Tagen brachte: "Das ist keine wahre Freundschaft, dass, wenn der eine die Wahrheit nicht hören will, der andere zum Lügen bereit ist."

Totus tuus


2
 
 Sterblicher 26. Juni 2013 
 

Der moderne Mensch ist glaubensunfähig!

Uns fehlen mittlerweile die Antennen, mit Gott in Verbindung zu treten. Der Diskurs hier macht dies ganz deutlich. Entsprechend dem humanistischen Ideal kreist der Mensch um sich selbst. Er glaubt fest an die Kraft seiner Vernunft, entwickelt Argumentationslinien, um seine Version von Vernunft, rechtem Glauben, Gerechtigkeit zu kommunizieren. Der Diskurs kann zu keinem Ende führen, weil das Dogma der persönlichen Rechthaberei eine Gegenrede geradezu erzwingt. Irgendwann werden die Diskutanten kriegsmüde. Die Diskussion schläft ein. Wer das letzte Wort hat, geht als Sieger vom Platz, weithin unbeachtet.
Ist ein solches Verhalten mit dem Glauben überhaupt vereinbar? Es hat Ähnlichkeit mit spielenden Kindern, die in ihrem Rollenspiel vollständig aufgehen, Vater und Mutter vergessen und diese Daseinsebene erst verlassen, wenn Vater zum Essen ruft. Manchmal komme ich mir seltsam verwaist vor. Ich höre sein Rufen nicht mehr. Es ist übertönt vom Lärm unseres Spiels, das nur Verlierer kennt.


3
 
 Theodor69 26. Juni 2013 
 

@Wiederkunft

Ich lebe in Österreich und denke schon, dass ich die Kirche in Österreich kenne. Ich frage nochmals: Was soll Kardinal Schönborn konkret (!) machen? Was hat der von Ihnen erwähnte Bischof Krenn gemacht? Er hat den Pfarrer Udo Fischer als Pfarrer abgesetzt - und dann? - er ist einfach dort geblieben - bis Bischof Küng ihn offiziell wieder im Amt bestätigt hat. Bis auf eine höhere Medienpräsens für Udo Fischer hat die Aktion von Bischof Krenn nichts gebracht.
Im Forum hat man die Möglichkeiten mit Schlagworten und Slogans zu agieren. Ein Kardinal muss wohl überlegt Handlungen setzen und die Konsequenzen beachten.


4
 
 Marienzweig 26. Juni 2013 

@Cyrox

Mein Kommentar entstand aus einem Gefühl der Ratlosigkeit heraus.
Wie man es auch dreht und wendet, Schüller wird immer Applaus bekommen, entweder als Märtyrer oder als edler Kämpfer für eine offene Kirche, die sich endlich von alten Zöpfen trennen sollte.
Vielleicht wäre es ja wirklich klüger, die Kirche ließe sich nicht mehr wie bisher durch die erwartbaren Reaktionen der Medien das Heft des Handelns aus der Hand nehmen.
Aber es ist ja nicht Schüller allein, denken Sie auch an die Freiburger Rebellen, die den Boden der Kirche ansägen.
Wie dem allem begegnen?
Und ich glaube, dass auch viele Bischöfe in Wirklichkeit gar nicht so sehr ablehnend den Forderungen dieser Leute gegenüberstehen.
Von Erzbischof Zollitsch z.B. weiß ich das ziemlich definitiv und dies hat nichts mit Verleumdung zu tun.


2
 
 Wiederkunft 26. Juni 2013 
 

Schüller

@Theodor69 Ich hoffe sie kennen die Österreichische Kirche wirklich. Wir haben es hier nicht mit einen Einzelnen zu tun ,sondern die ganze Kirche ist mit solchen "Schüllers" infiltriert. Wer sich noch erinnern kann an die Auseinandersetzungen die Bischof K. Krenn mit diesen Personen hatte, der weiß genau mit welcher Hartnäckigkeit und Präpotentz diese Leute ihre Meinung verfolgen.(Entschuldigen sie bitte ,das ich hier den Namen B. K. Krenn erwähne, das ist ja in Österreich fast verboten) Ich kenne in unseren Pfarren nur mehr wenige Katholiken, die sich für den Zölibat aussprechen, für das Kommunionsverbot für Geschiedene ,oder sich nicht auch eine Frau als Priesterin vorstellen können. Da geht's um viel mehr, als um den Herrn Schüller. Und genau deswegen wären unsere Bischöfe verpflichtet zu handel. Wenn schon in einer weltlichen Firma nicht ohne Konsequenzen gegen den Firmenchef gehandelt werden darf, dann schon gar nicht auf geistiger Ebene, gegen Gott und seine Kirche!


1
 
 Scotus 26. Juni 2013 

Rom muss entscheiden

Kardinal Schönborn hat alles gesagt, was er sagen musste, und getan, was er tun konnte.

Jetzt ist Rom am Zug.


5
 
 140968 26. Juni 2013 

Warum nicht aus dem Dienst entfernen?

Schüller würde dann wie Drewermann oder Küng von den Freimaurern und den Medien hofiert werden, aber jedermann wüßte, dass die katholische Kirche nicht hinter dem steht was er sagt, ähnlich auch wie bei Willigis Jäger.

Das schafft Klarheit. Diese Verwirrung, die er als regulärer katholischer Priester hier bringt, die nützt einzig dem Oberverwirrer, dem die Jungfrau den Kopf zertritt.

Totus tuus


4
 
 Cyrox 26. Juni 2013 
 

Marienzweig

Eigentlich möchte ich Ihnen ja Recht geben, das Nichtbeachten dieses Herrn Sch ist ja sowieso selbstverständlich. Das alleine reicht leider aber nicht aus. Wir leben ja mehr und mehr in einer verrückten Zeit, in der nur noch der gehört wird, der am lautesten poltert, nicht der mit den guten Argumenten. Die Massenmedien geben oftmals nur noch den Themen Raum, bei denen der grösste Krawall zu erwarten ist. Langweiliger Alltagskatholizismus jedenfalls ist nur noch dann erwähnenswert, wenn kraftig auf diesen eingedroschen werden kann.
Von daher befürworte ich es, wenn renitente Kirchenvertreter dann auch irgendwann einmal die Konsequenzen für ihr Tun aufgezeigt bekommen. Bei welchen Personen sollte denn Herr Sch als Märthyrer glorifiziert werden? Doch höchstens bei denjenigen, die sowieso schon der Kirche den Rücken gekehrt haben. Man holt Menschen nicht in den Schoß der Kirche zurück durch Schweigen oder dadurch, dass man ihnen ständig nach dem Mund spricht.


5
 
 Theodor69 26. Juni 2013 
 

@Cyrox

Bitte konkret werden: Höre immer nur "Schönborn darf sich das nicht gefallen lassen", "Er muss in die Schranken gewiesen werden", "Da muss es Konsequenzen geben" und "Es muss ein ganz klares Zeichen gesetzt werden".... und mit diesen Überschriften bekommt man schnell einen grünen Balken. Mir konnte aber noch niemand sagen, was der Kardinal konkret tun soll und was man sich davon erwartet.


5
 
 Sterblicher 26. Juni 2013 
 

Flucht in die Pauschalisierung?

Wie sagte @Tin? Zu Hunderttausenden werden weltweit Christen verfolgt, und Schüller macht Reformation in den USA. Man kann das durchaus konkretisieren! Nehmen wir Syrien. Mit Hilfe der westlichen Allianz vertreiben dort islamistisch durchsetzte Rebellen das Assad-Regime. Assad hat die Christen im Land stets vor Übergriffen geschützt. Das ist nun vorbei. Wann hat man zuletzt etwas über die beiden entführten Bischöfe gelesen? Neigen wir nicht alle zu Pauschalurteilen? Schüller böse, Assad böse, Islam böse, der Westen gut, wenn auch der große Bruder manchmal etwas über die Stränge schlägt? Die Welt ist einfach zu komplex für Pauschalurteile. Der Westen ist eben nicht immer gut, der Islam nicht immer böse. Wir erleben in jedem Menschen das Wirken guter und böser Kräfte. Das Böse ist komplex und verschleiert, und eben nicht an bestimmte Personen oder Gruppierungen gebunden. Wir brauchen nicht die personelle Auseinandersetzung, sondern die geistige. Betet!


2
 
 Tin 26. Juni 2013 
 

Wer den Gastgeber

nicht respektiert, der darf dann gastfreundlich verabschiedet werden. Christen werden zu 100.000senden weltweit verfolgt, diskriminiert, umgebracht, darunter tausende meiner katholischen Brüder. Und so eine Gestalt spielt uns eine Luther-Theater-Show-Welttourne vor ?. Geht es solchen Leute zu gut oder haben sie gehörig Langweile in Ihrer Nachfolge Christi nach römisch-kath. Glaubensregeln ?.


2
 
 Scotus 26. Juni 2013 

Wann, wenn nicht jetzt?

Herr Schüller fordert mit seiner Initiative nicht nur zum Ungehorsam auf, sondern verstößt selbst permanent massiv gegen diesen. Schon mehrfach hatte Kardinal Schönborn ihn aufgefordert, seine "Tourneen" einzustellen - bisher ohne Erfolg. Ich glaube, Schüller kapiert es einfach nicht.

Vor den Medien brauchen wir uns gar nicht in die Hose zu machen, haben doch die Reformer im "Zukunftsforum" nun ohnedies eine neue Möglichkeit bekommen, sich weiterhin an der Kirche zu reiben. Auf Schüller kann man - wie ich höre - dort auch verzichten.

Abgesehen davon und auch vom medialen Aufwind, den die Kirche durch Papst Franziskus zur Zeit erfährt, wäre diese Aktion - diese unverfrorene Dreistigkeit - nun ein guter Anlass, endlich einmal durchzugreifen und zu handeln.


5
 
 Fröhlich 26. Juni 2013 

"narrnfreiheit für schüller, damit die medien nicht schlecht über die kirch reden??"

wenn antikirchliche journalisten nicht mit der causa schüller gegen die kirche stimmung machen können, finden sie eben ein anderes 'thema', einen anderen kopf für ihren kampf gegen die kirche!
narrenfreiheit für schüller ist daher schlicht narrisch blöd!


6
 
 Marienzweig 26. Juni 2013 

Ist es nicht denkbar,

dass Herr Schüller sogar insgeheim darauf hofft und es darauf anlegt, heftig gemaßregelt oder sogar aus dem Dienst entfernt zu werden?
Wie könnte er sich dann gut verkaufen!

Ein Dilemma!

Bleibt Herr Schüller und polemisiert weiterhin unbeanstandet gegen die vermeintlich erbarmungslose katholische Kirche, zieht er alle Aufmerksamkeit auf sich.
Müsste er gehen, könnte man ihn medienwirksam als das Opfer kirchlicher Willkür vermarkten.

Herr Schüller darf sich als ein im Mittelpunkt Stehender fühlen, so oder so!

Wie könnte eine befriedigende Lösung aussehen ...?
Ich glaube, diese hängt weniger von Kardinal Schönborn ab, als von den Gläubigen, die ihm nicht mehr das Quantum an Aufmerksamkeit zuteil werden lassen, auf das er vermutlich hofft.
Ob das allerdings geschehen wird?


6
 
 Toribio 26. Juni 2013 
 

Die Amerikaner seien gewarnt!

Sie sollten vorsichtig sein, nicht dass der umherziehende Glaubens- und Kirchenzerstörer aus Probstdorf auch bei ihnen solch ein großes Unheil wie hierzulande anrichtet.

http://www.kathtube.com/player.php?id=26548


3
 
 Sterblicher 26. Juni 2013 
 

Verehrte @Theodor, @von-Melk, @marienzweig

Ich bin ganz ihrer Meinung. Da werden Äpfel mit Birnen verglichen. Ein Auftrittsverbot in einer Gastdiözese ist etwas ganz anderes als ein Rausschmiss aus dem priesterlichen Dienst und der Mutter Kirche. Ich will mir nicht mal das Argument zu eigen machen, Schüller könnte dann als moderner Märtyrer der (seiner) Kirche Schaden zufügen. Das wäre wohl der Fall. Umgekehrt aber würde unsere Mutter Kirche ihrem Sohn den Weg zur Gnade und zur Erkenntnis verbauen. Der Zeitgeist lässt seine Jünger fallen, wenn er sie ausgebeutet hat. Es gibt einen guten Weg, den Weg des Geistes. Wenn kluge Worte, die vom heiligen Geist erfüllt sind, entgegengehalten werden, fallen die oberflächlich lärmenden und doch erschreckend inhaltslosen Phrasen in sich zusammen. Die Menschen haben ein gutes Gespür für Wahrhaftigkeit. Immer aber stehen sie an der Seite scheinbar oder tatsächlich Geknechteter. Die Autorität des Lehramts ist mehr denn je auf den heiligen Geist angewiesen.


3
 
 Fröhlich 26. Juni 2013 

ist der schüller auch noch pfarrer... oder warum hat er so unglaublich viel zeit für seine narrheit?

wann handeln endlich die bischöfe in österreich?
ihr nicht-handeln ist der eigentliche skandal!!


3
 
 Cyrox 26. Juni 2013 
 

Es kann ja wohl nicht sein, dass auch in diesem Forum immer wieder Leute mit Argumenten aufwarten, was denn wohl passiere, wenn wirklich einmal mit aller Konsequenz gegen diese Herätiker vorgegangen werde. Diejenigen, die gegen die Kirche operieren wollen, finden ohnehin stets eine Möglichkeit, dies zu tun. Aber wenigstens zeigte die Kirche Rückgrat und setzte ganz klar Zeichen: Bis hierhin und nicht weiter. Ich denke, dies ist für jeden romtreuen Katholiken eine Konsequenz, die er erwarten darf.

Es ist gut zu sehen, dass dieser Pfaffe endlich einmal in die Schranken gewiesen wird - und sei es auch nur fernab seines eigentlichen Betätigungsfeldes.


5
 
 Marienzweig 26. Juni 2013 

man muss gut bedenken!

@Theodor69 hat nicht ganz unrecht, wenn er aufzeigt, was aller Voraussicht nach geschehen würde, würde Herr Schüller konsequent gemassregelt und aus dem Dienst entlassen werden, (obwohl es wünschenswert wäre.)
Er wäre der Held der antikirchlichen Welt, ein Märtyrer, er würde herumgereicht werden als jemand, dem man den Mund verbietet, obwohl er es doch gut mit den Menschen meint.
Man könnte prima Propaganda gegen die Kirche machen, die sicher ihre Wirkung nicht verfehlen würde.
Herr Schüller lässt sich ja schon jetzt als aufrechter Kämpfer feiern.

Im übrigen würde mich einmal brennend interessieren:
Wer finanziert eigentlich seine Amerika-Tour?
Verfügt er selbst ausreichend über die entsprechenden Geldmittel?
Und wer organisiert alle Termine, koordiniert das Ganze?
Sind es katholische oder anti-katholische Kreise in den USA?


6
 
 Adson_von_Melk 26. Juni 2013 

Kardinal Schönborn macht es nicht schlecht

Helmut Schüller, immerhin sein ehemaliger Generlavikar, ist Pfarrer außerhalb von Wien, nämlich hier http://de.wikipedia.org/wiki/Pfarrkirche_Probstdorf

Der mit einem solchen Pfarrer geschlagene Ordinarius vermeidet von seiner Seite aus streng alles, was Schüller eine Plattform bieten oder ihm - Gott bewahre - das Mäntelchen eines armen, unterdrückten Opfers der bösen Amtskirche umhängen könnte.

Der Kardinal weiß außerdem, dass die Pfarrerinitiative wegen der Popularität und Mediendominanz von Papst Franziskus im Moment ohnhin eher kaltgestellt ist. Und zuletzt erinnert er sich daran, dass es auch beim 'Kirchenvolksbegehren' vor 15 Jahren Exportbestrebungen gab, die kläglich gescheitert sind.

Ansonsten geht es der ED Wien nicht besser und nicht schlechter als anderen europ. Hauptstadtdiözesen.

Für Kardinal O'Malley dagegen ist Schüller ein importierter Störenfried, auch er hat daher völlig Recht, ihm die Tür zu weisen. Sein Beispiel sei zur Nachahmung emppfohlen.


6
 
 ThomasMoore 26. Juni 2013 

Herr Schüller scheint

ja sehr viel Zeit zu haben, um auch noch durch die ganze USA zu touren.
Warum nur unternimmt Kardinal Schönborn nichts gegen Schüller?


4
 
 Bichler 26. Juni 2013 

@pfaffenheini

Danke! Der muss ja in der Heimatpfarre schwer überarbeitet und beschäftigt sein...jetzt weiss man auch, warum er der Stress der Priester so persönlich anprangert...


2
 
 Theodor69 26. Juni 2013 
 

Was soll man mit Schüller machen?

Im Forum scheint unbestritten zu sein, dass er ein Irrleher ist und der Kirche großen Schaden zufügt. Wie soll der Kardinal Schönborn damit umgehen? Er kann ihn als Pfarrer abberufen - und dann? Wird Schüller dann aus der Pfarre still und leise im Gehorsam abziehen und sich in einem Kloster zur Buße niederlassen - Wohl kaum? Genau das Gegenteil wird er machen. Er wird einfach nicht gehen, weil er es „als seine Aufgabe sieht, bei seinen Schafen zu bleiben um sie vor der bösen konservativen Amtskirche in Schutz zu nehmen“ Er ist dann medial dann höchst präsent und „der Held“ (ich sehe schon die herzzerreißenden Fernsehbilder…). Wie ist es dem Bischof Krenn mit Udo Fischer gegangen? Ich glaube, dass der Kardinal diese schwierige Sache schon gut macht.


8
 
 Smaragdos 26. Juni 2013 
 

Schüller geht wie ein brüllender Löwe umher und sucht, wen er verschlingen kann...

Was mich eigentlich erstaunt, ist dass nur EB O'Malley Schüller aus seiner Erzdiözese auslädt - warum lassen die anderen US-amerikanischen Bischöfe Schüller in ihren Diözesen gewähren und herumtouren? Das ist doch das Problem. Denn Schüller geht wie ein brüllender Löwe umher und sucht, wen er verschlingen kann...


7
 
 pfaffenheini 26. Juni 2013 

Das sind die anderen Gigs auf seiner US-Tour:

www.futurechurch.org/newsletter/events/helmut-schuller/


1
 
 Christa Dr.ILLERA 26. Juni 2013 
 

@Bichler

gebe Ihnen vollkommen recht. Mir wird oft schlecht bei dem Gedanken, wie Schüller & Co in Österreich ungestört ihren Ungehorsam ausleben dürfen: sie lesen Gottesdienste, betreuen Gemeinden und treten unermüdlich gegen die Lehre der Kirche auf. Auch wenn Schüller sich schon längst selbst exkommuniziert hat, ist der Schaden den er und seine Mitstreiter täglich anrichten unermeßlich, denn es richtet sich gegen die Herzen und Seelen der (noch) Gläubigen.


4
 
 M.Schn-Fl 26. Juni 2013 
 

Erbärmlich schwach

Ich habe eine große Verehrung für Kardinal Schönborn als Dominikanerpater, als Theologe,als Seelsorger und besonders als oberster Katechet. Seine Katechesen sind reines Gold. Aber sein Handeln als Erzbischof und Vorsitzender der Bischofskonferenz ist mir in dieser Frage völlig unverständlich. Dieser Wolf Schüller bemäntelt sich nicht einmal mit dem Schafspelz sondern fletscht seit Jahren ganz offen die Zähne und wütet in der Herde, während der verantwortliche Hirte ihn gewähren läßt. Hier wäre ich schon sehr glücklich, wenn der Kardinal sich an den Apostel Paulus hielt und Schüller endlich sagen würde: "Du gehörst nun nicht mehr dazu".
Es ist die Tragik der Kirche, dass man manche Hirten zum Hüten tragen muß.
Sie haben einfach nicht die Kraft zum Jäten.


7
 
 kaiserin 26. Juni 2013 
 

Ein Kardinal mit Format,

vergleichbar mit unserem Herrn Kardinal J. Meisner,der immer wieder den MUT zeigt,sich zur Ehre Gottes(wo es immer nötig ist) unbeliebt zu machen!...Vor solchen Kirchenmännern soll man unbedingt HOCHACHTUNG haben!


5
 
 Bichler 26. Juni 2013 

Peinlich genug,

dass in O'Malleys Diözese möglich ist, was in der Erzdiözese selbst undenkbar scheint vor lauter Medienangst.....


6
 
 paxetbonum2 26. Juni 2013 
 

Tourt durch die USA?????

Wahrscheinlich im Auftrage der EDK, vom Inhalt her könnte es passen. Aber zumindest zeigt uns der Kardinal aus Boston das dieser vermeintliche Pfarrer alles andere aber nicht katholisch ist.


4
 
 julifix 26. Juni 2013 

Dank an Kardinal Sean!

Endlich ein Hirte, der konsequent für seine Schafe sorgt. Gott sei Dank dafür. Gebe der Herr, dass sich endlich auch weitere Hirten daran ein Beispiel nehmen. Man darf solchen Irrlehrern kein Podium geben, ihr Zerstörungswerk von "Innen heraus" weiter zu treiben.

Beten wir für gute Hirten und für unsere Feinde:

Vater unser im Himmel, ...


9
 
 pro papa 26. Juni 2013 
 

SUPER ein Zeichen von Charakter

JESUS CHRISTUS wird schon genug gequält.


7
 

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