Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Marx erlaubt Segnung homosexueller Paare
  2. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  3. US-Moderator Sean Hannity hat die katholische Kirche verlassen.
  4. Diplomatischer Coup: US-Präsident Trump verhindert Hinrichtung von acht Frauen im Iran
  5. Leo XIV. über Papst Franziskus: Ein großes Geschenk für die Welt
  6. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  7. Gericht verhandelt über Diskriminierung einer Lebensschutzgruppe an der Uni Heidelberg
  8. Kardinal Koch betont den zutiefst christozentrischen Charakter des Pontifikats von Papst Leo XIV.
  9. „Wenn man der Wahrheit einen Namen geben möchte, ist das sicher Gott“
  10. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
  11. Viel Lärm um nichts?
  12. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger
  13. Israel: Haftstrafe für zwei Soldaten nach schwerem Vandalismus an Kruzifix
  14. Papst um Entspannung bemüht: Reden in Afrika sind keine Fern-Debatte mit Trump
  15. Der 6. Münchner Marsch fürs Leben setzt ein starkes Zeichen für das Lebensrecht

Papst-Vertrauter: Franziskus wird den Vatikan rasch ändern

27. März 2013 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus sehe «klar, was zu ändern ist, und er ist sich genau bewusst, dass er rasch handeln muss, weil er in seinem Alter nicht viel Zeit hat», sagte sein früherer Verleger


Chicago (kath.net/KNA) Papst Franziskus wird sich nach Auffassung eines Vertrauten und früheren Verlegers nicht den höfischen Regeln des Vatikan unterwerfen. «Wenn man 76 ist, ändert man sich nicht so leicht», sagte Gustavo Larrazabal in einem Interview der Zeitschrift «U.S. Catholic» (Dienstag). «Aber das hat nicht nur mit dem Alter zu tun. Er hat seinen Stil aus Buenos Aires in den Vatikan gebracht», so der argentinische Ordensmann, in dessen Claretiner-Verlag die meisten Schriften des früheren Erzbischofs und Kardinals Jorge Bergoglio erschienen. Franziskus sehe «klar, was zu ändern ist, und er ist sich genau bewusst, dass er rasch handeln muss, weil er in seinem Alter nicht viel Zeit hat».

Franziskus sei «ein Meister der Zeichen und Gesten», so Larrazabal. «Er weiß, welche Macht Gesten haben können.» Der neue Papst verstehe sich in erster Linie als Hirte. «Bei all seiner Aufmerksamkeit für soziale Fragen und Arme hat er nie die Befreiungstheologie unterstützt, aber auch keine Bremsen an sie angelegt», sagte der Ordensmann. In theologischen Belangen habe Bergoglio «die Dinge laufen lassen, solange sie im Rahmen der kirchlichen Lehre bleiben und nicht in Häresie oder absurden Ideen enden».


Larrazabal verteidigte Franziskus auch gegen Vorwürfe eines Versagens während der argentinischen Militärdiktatur (1976-1983). «Die Wahrheit ist, dass die Lage Argentiniens damals sehr komplex war», sagte der Ordensmann. «Damals war Jorge Bergoglio Jesuitenprovinzial und 36 Jahre alt. Er sagte mir:'Ich schwöre, Gustavo, dass ich getan habe, was ich tun konnte und was in meinen Möglichkeiten lag'.» Der heutige Papst sei nach eigenem Bekunden damals «völlig unerfahren» gewesen und habe «sicherlich als Provinzial viele Fehler gemacht».

«Bergoglio hat persönlich viele Leben gerettet, indem er Leute versteckte oder für ihre Freilassung verhandelte. Mehr als einmal hat er jemandem sogar seinen eigenen Pass gegeben», sagte Larrazabal. Zu den Anschuldigungen, Bergoglio sei für die Verhaftung von zweien seiner Ordensbrüder verantwortlich, sagte er: «Die Wahrheit ist, dass die zwei festgenommenen Jesuiten gerade aufgrund Bergoglios Verhandlung freigelassen wurden.»

Als Erzbischof von Buenos Aires sei Bergoglio durch seine einfache Lebensführung aufgefallen. So habe er nach seiner Ernennung 1998 umgehend die Bischofsresidenz in einer gehobenen Wohngegend aufgegeben. «Er vermietete die Wohnung an einen Orden und nahm ein einfaches Zimmer im dritten Stock der Kanzlei», sagte Larrazabal. An Bergoglio als Autor erinnerte sich der frühere Verlagsleiter ebenfalls mit Sympathie: «Er wollte nie Honorare. Das Geld sollte in unsere Ordensarbeit fließen.»

Bergoglio habe sogar einen Vertrag vorgeschlagen, der dem Claretiner-Verlag alle Rechte zusicherte, falls ihm, Bergoglio, etwas zustoßen sollte. «Das Dokument wurde nie unterzeichnet, und das war meine Schuld», sagte Larrazabal.

(C) 2013 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus

  1. Leo XIV. über Papst Franziskus: Ein großes Geschenk für die Welt
  2. Basiert 'Traditionis Custodes' von Franziskus auf einer Lüge?
  3. Gemelli-Chefarzt: Papst Franziskus wäre fast gestorben
  4. "Nicht glücklich": Papst bedauert Äußerung zu Russland
  5. Papst tauft Kind in der Gemelli-Klinik
  6. Papst im Kongo eingetroffen
  7. Papst übt schwere Kritik am deutsch-synodalen Weg und spricht von 'schädlicher Ideologie!
  8. Erneut keine Fasten-Exerzitien mit Papst und Kurie in den Bergen
  9. Papst mahnt "Gewissenserforschung" im Umgang mit Flüchtlingen an
  10. Vatikan: Papst stellt Live-Gottesdienste ein







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Marx erlaubt Segnung homosexueller Paare
  3. „Wenn man der Wahrheit einen Namen geben möchte, ist das sicher Gott“
  4. "Derselbe Polarstern"
  5. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
  6. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  7. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  8. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger
  9. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  10. Papst um Entspannung bemüht: Reden in Afrika sind keine Fern-Debatte mit Trump
  11. Viel Lärm um nichts?
  12. Christus, das Licht der Jugend und der Familien
  13. Kardinal Koch betont den zutiefst christozentrischen Charakter des Pontifikats von Papst Leo XIV.
  14. Der Fall „Correctiv“: Ein journalistischer Sündenfall und seine Folgen
  15. Der 6. Münchner Marsch fürs Leben setzt ein starkes Zeichen für das Lebensrecht

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz