Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  3. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  4. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  5. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  6. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  7. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  10. „Das Ende von Maria 2.0“
  11. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  12. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  13. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  14. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  15. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“

Kirche steht zu Werten, die der Mainstream relativiert hat

26. Februar 2013 in Deutschland, 11 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke: Gender-Theorie gefährdet den Wertekanon der Gesellschaft – Christen dürfen sich nicht in innerkirchlichen Diskussionen verheddern


Eichstätt (kath.net/pde) Die Kirche kann es sich angesichts gewaltiger Herausforderungen und Umbrüche in der Gesellschaft nicht leisten, die Kräfte durch innerkirchliche Diskussionen zu binden und der Welt das Zeugnis des Gottesglaubens schuldig zu bleiben. Beim Fest der Eichstätter Diözesanpatronin Walburga appellierte Bischof Gregor Maria Hanke (Foto) an die Christen, sich nicht in der Beschäftigung mit sich selbst zu verheddern, sondern nach der "Grundfigur des Christseins" zu suchen.

Neben der drohenden Abschaffung der Unantastbarkeit des menschlichen Lebens verwies der Bischof von Eichstätt auf die seit einigen Jahren in der westlichen Welt um sich greifende Gender-Diskussion mit der Forderung, Homo-Paare gleichberechtigt zur Ehe von Mann und Frau zu behandeln. Die Gender-Theorie gefährde den Wertekanon der Gesellschaft und stehe im Widerspruch zum jüdisch-christlichen Menschenbild. Nicht nur der Abschied vom biblischen Menschenbild solle damit eingeläutet werden, sondern auch vom besonderen Schutz der Ehe zwischen Mann und Frau sowie der auf dieser Ehe gegründeten Familie. "Die Differenzierung des Menschen in Mann und Frau verstehen wir Gläubige als Gabe Gottes, als Reichtum des Lebens."


Die Umbrüche in der Gesellschaft verursachen zusehends mehr Druck auf das christliche Milieu, stellte der Bischof in seiner Predigt fest. Weil die katholische Kirche zu Werten stehe, die der Mainstream bereits relativiert habe, gerate sie öffentlich in Kritik. "Tatsächlich vorhandene Problemfelder werden medial immer neu aufbereitet". Gute Nachrichten, die zur ganzen Wahrheit gehören, seien nicht gefragt, "etwa dass wir als katholische Kirche in Deutschland nach Aussagen bedeutender Fachleute führend sind bei Prävention von sexuellem Missbrauch".

Weil unter Christen vieles unklar sei, gebe es immer wieder Kontroversen, in die sich Machtansprüche wie auch die Angst vor Ohnmacht in der Kirche als Motive untermischen. Das Ergebnis sei der Protest gegen die sogenannte Amtskirche, der Aufruf zum Ungehorsam. "Hierin gleichen sich Liberale und Traditionalisten; nur die Inhalte sind verschieden". Doch die Forderung nach "Reform" setze die "Form" voraus. Man müsse fragen, ob heute noch klar sei, nach welchem Bild sich Kirche zu formen habe: nach den gesellschaftlichen Trends und Entwicklungen oder nach den Vorgaben der Tradition.

In Krisen der Kirchengeschichte waren es immer wieder Frauen, die Wege in die Zukunft anstießen, so der Bischof bei dem Festgottesdienst in der Abteikirche St. Walburg: beginnend bei Maria und den Frauen unter dem Kreuz sowie im Pfingstsaal über Maria Magdalena am Ostermorgen bis hin zu Hildegard von Bingen, Katharina von Siena und Mutter Teresa von Kalkutta. "Es ist oft das Charisma, das sich in Krisenzeiten als Brücke des Heiligen Geistes für die Zukunft der Kirche erweist." Sowohl dem sakramentalen Dienstamt des Priesters wie auch dem gemeinsamen Priestertum aller Getauften gelte die Berufung in die Heiligkeit. Werde dies übersehen und die Berufung und Sendung aus den Augen verloren, dann herrsche der Kampf um Anrechte und Macht. In seiner Predigt sprach sich der Bischof dafür aus, das Engagement der Frauen in der Kirche noch stärker in den kirchlichen Verantwortungsstrukturen außerhalb des sakramentalen Amtes abzubilden.

Der Liebe zu Christus nichts vorziehen: Unter diesem Wort der Benediktsregel habe das Leben der heiligen Walburga gestanden, die in ihrem Doppelkloster manche Demütigung gerade von Männern der Klostergemeinde hinnehmen musste. "Sie ließ sich nicht auf Widerstreit ein. Walburga kämpfte gegen nichts und niemanden, sondern nur für Christus."

Das Video dieser Predigt auf kathTube:


Foto Bischof Hanke: © Bistum Eichstätt


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kirche

  1. Das kirchliche Amt zwischen Wahrheit und Selbstreferenz – Vom Selbstausdruck zum Christuszeugnis
  2. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  3. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  4. „Je besser die zentralen Ämter der Kirche geführt werden, desto größer der Nutzen für die Kirche“
  5. Woelki: „Herr, offenbare du deinen Willen für deine Kirche, das ist der Kernsatz aller Synodalität“
  6. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  7. Erzbistum Brisbane/Australien: Messbesucherzahlen wachsen seit drei Jahren
  8. „Papst Leo XIV. stellt in allen seinen Predigten und Ansprachen immer Jesus Christus in die Mitte“
  9. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  10. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst Leo an 80.000 Jugendliche im Stade de France: "Wer mit Gott lebt, ist frei"
  3. „Wenn wir Eucharistie feiern, dürfen wir mit allem zu ihm kommen, was in uns unvollendet ist“
  4. Neuer Schülerkreise Joseph Ratzinger / Papst Benedikt XVI. bestätigt bisherigen Vorstand im Amt
  5. Nordische Bischofskonferenz beendet Herbstvollversammlung in Paderborn
  6. Zwischen Stein und Geheimnis: ‚Ohne die Liturgie würde Notre-Dame ihre Seele verlieren‘
  7. Die Menschheitsfamilie zwischen Babel und Pfingsten
  8. Der Mensch ist mehr als eine Maschine - Die Würde des Menschen vor dem Angesicht Gottes
  9. Bischof Erik Varden: „Den Fremden willkommen heißen“
  10. Leo an Bischöfe: „Liebe Brüder, wir müssen immer wieder in die Schule des Kreuzes zurückkehren“
  11. Chefredakteur Philippe Marie: „Ich werfe dem Erzbistum Paris vor, die Pressefreiheit zu verletzen“
  12. Dem Leben verpflichtet: Johanna Gräfin von Westphalen
  13. Kurienkardinal Parolin nennt „Lebensschutz“ eines der Schwerpunktthemen von Leos Frankreichreise
  14. USA: Medienbischof Fulton Sheen ist nun seliggesprochen!
  15. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz