Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  2. ACH TONI - hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem?
  3. Erzbischof van Megen wird neuer Papst-Botschafter in Deutschland
  4. "Welcher Teufel reitet Sie, Frau Paganini?"
  5. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  6. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  7. Jeder zweite Deutsche wünscht sich ein Leben nach dem Tod
  8. Vatikan stoppt Seligsprechungsverfahren für argentinischen Bischof Jorge Novak
  9. Glaubensbekenntnis vor Millionenpublikum: Spanische Fashion-Influencerin Susana Arcocha getauft
  10. Wissenschaftler zum Grabtuch von Turin: ‚Diese Energie haben wir auf der Erde nicht‘
  11. Johannes Hartl: „Junge Menschen fragen wieder nach Gott! Atheismus ist eher für ältere Generation“
  12. „Die Bibel steht eindeutig im Visier der Regierung“
  13. Italien: Seligsprechungsverfahren für Teenager eröffnet
  14. Vatikan sagt für September in Rom geplanten Weltkindertag ab
  15. Burke: Ein anhaltender Clash zwischen Papst Leo und Trump? „Das ist übertrieben“

Papst hatte mit Entweltlichung auch 'Vatileaks' im Blick

27. September 2012 in Deutschland, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Albert Schmid, Vorsitzender des Landeskomitees der Katholiken in Bayern, bedauerte die dürftige Rezeption des Deutschlandbesuchs von Benedikt XVI. durch Teile der Bischofskonferenz und Repräsentanten des Laienkatholizismus.


Regensburg (kath.net/KNA) Papst Benedikt XVI. hat mit seiner Mahnung zur Entweltlichung beim Deutschlandbesuch im September 2011 besonders die Verhältnisse im Vatikan und in Italien im Blick gehabt. Zu diesem Schluss kommt der Vorsitzende des Landeskomitees der Katholiken in Bayern, Albert Schmid (Foto), in einem Gespräch mit der in Regensburg erscheinenden «Mittelbayerischen Zeitung» (Mittwoch). «Vatileaks hat ja eine Vorgeschichte, die bis ins vergangenen Jahr zurückreicht.»

Dieser Zusammenhang habe sich ihm aber erst im Nachhinein erschlossen, dass in der Freiburger Rede nicht nur die Kirche in Deutschland und der Welt gemeint gewesen seien, räumt Schmid ein. Die Kernbotschaft habe vielmehr gelautet, sich nicht auf die Weltlichkeit der Welt zu beschränken. Der Papst habe vor einer Routine gewarnt. Das beziehe sich auf jeden, der in der Kirche sei: «Wir dürfen uns nicht in der Routine erschöpfen.»


Der Vorsitzende des Landeskomitees bedauerte, dass die Rezeption des «großen, historischen Besuchs» von Benedikt XVI. in Deutschland so dürftig gewesen sei. Teile der Bischofskonferenz und Repräsentanten des Laienkatholizismus hätten so getan, als ob sie sich gar nicht angesprochen fühlen müssten. Nach Ansicht Schmids liegt dies an den Grundvorbehalten, die es in Deutschland gegenüber einem deutschen Papst gebe. Außerdem sei in der Kirche ein Lagerdenken eingezogen, das durch «Respekt und vertrauensvolle Auseinandersetzung» überwunden werden müsse.

Laut Schmid muss die Kirche durchaus offen sein und sich den Fragen der Gläubigen stellen. Dabei müsse sie dem treu bleiben, was in der Bibel stehe, aber auch die Veränderungen in der Gesellschaft zur Kenntnis nehmen. Von reinen Strukturänderungen hält der Vorsitzende des obersten bayerischen Laiengremiums aber nichts. Statt dessen solle besser über Fragen des Glaubens und Glaubenszweifel gesprochen werden. «Ich missachte die Strukturfragen nicht, sie dürfen durchaus diskutiert werden», betonte Schmid. Dennoch sollten sie auf den zweiten Rang rücken.

(C) 2012 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte
Foto Albert Schmidt: © www.landeskomitee.de


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 hortensius 27. September 2012 
 

Vorbehalte gegen Rom

Albert Schmid hat zweifellos recht, wenn er an die deutschen Vorbehalte gegen Rom erinnert. Der Kampf gegen Rom hat ja Tradition. Er war besonders stark unter Bismarck, als in Preußen noch mehr Bischöfe und Pfarrer in den Gefängnissen waren als unter Hitler. Glücklicherweise ist die Geschichte über alle Romgegner hinweggegangen und Rom steht - weltweit gesehen - nicht auf verlorenem Posten. Allein in Honkong wurden in der letzten Osternacht mehr als dreitausend Erwachsene getauft. Teilkirchen sind immer in Gefahr zu verweltlichen. Ideologisch motivierte Romgegner umso mehr.


1
 
 Max Emanuel 27. September 2012 

Ein Lichtblick

Albert Schmid ist ein absoluter Lichtblick in der katholischen Laienbewegung. Hätten wir mehr mit seiner pro-katholischen Einstellung zu Amtskirche und zum Hl. Vater, dann wäre mir um unsere Kirche wohler!


3
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kirche

  1. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  2. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  3. „Je besser die zentralen Ämter der Kirche geführt werden, desto größer der Nutzen für die Kirche“
  4. Woelki: „Herr, offenbare du deinen Willen für deine Kirche, das ist der Kernsatz aller Synodalität“
  5. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  6. Erzbistum Brisbane/Australien: Messbesucherzahlen wachsen seit drei Jahren
  7. „Papst Leo XIV. stellt in allen seinen Predigten und Ansprachen immer Jesus Christus in die Mitte“
  8. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  9. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  10. „Jesus ja, Kirche nein? – Das ist wie: ‚Ich bin für Fußball, aber gegen Fußballvereine‘“







Top-15

meist-gelesen

  1. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  2. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  3. ACH TONI - hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem?
  4. Erzbischof van Megen wird neuer Papst-Botschafter in Deutschland
  5. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  6. "Welcher Teufel reitet Sie, Frau Paganini?"
  7. Wissenschaftler zum Grabtuch von Turin: ‚Diese Energie haben wir auf der Erde nicht‘
  8. Visitation im Stift Heiligenkreuz abgeschlossen
  9. Vatikan sagt für September in Rom geplanten Weltkindertag ab
  10. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  11. Johannes Hartl: „Junge Menschen fragen wieder nach Gott! Atheismus ist eher für ältere Generation“
  12. Gleichgültigkeit und Dekadenz – Die größte Hoffnung für iranische und russische Diktatoren
  13. Sieg der „rebellischen Nonnen“
  14. Kardinal Arborelius: In Schweden „weiß jeder, dass die katholische Kirche Abtreibung ablehnt“
  15. „Die Bibel steht eindeutig im Visier der Regierung“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz