Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  2. Leo XIV. möchte bei "Alter Messe" "konkrete und großzügige Lösungen"
  3. Papst Leo gratuliert der neuen Erzbischöfin von Canterbury
  4. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  5. Spanien am moralischen Abgrund
  6. Euthanasie-Skandal in Spanien: Wurde Noelia Castillo Ramos der Widerruf verweigert?
  7. Besser keine Laienpredigt
  8. Christliche Werte unerwünscht - Einschränkung der Meinungsfreiheit in Finnland!
  9. Die ÖVP - eine "Wählertäuschung"
  10. Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ wird neuer Bischof von Münster
  11. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  12. Dienst, Ordnung, Sendung: Die hierarchische Gestalt der Kirche
  13. IOC klärt: Künftig nehmen keine Transfrauen mehr an Frauenwettbewerben bei Olympischen Spielen teil!
  14. Wien: Einziger Christ in der Klasse wird "Schwein" genannt
  15. Kardinal Eijk zelebriert erstes Hochamt im Vetus Ordo: „Eindrückliches, unvergessliches Erlebnis“

‚Ich bin eigentlich nicht Sprecher des Papstes’

29. August 2012 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Jesuit und Vatikansprecher Federico Lombardi wird 70. Von Thomas Jansen (KNA)


Vatikan (kath.net/KNA) «Ich bin eigentlich nicht Sprecher des Papstes», pflegt Federico Lombardi abzuwiegeln. Und seine Argumentation klingt einleuchtend: Den brauche der Papst schließlich ja auch gar nicht, weil er sich selbst klar und deutlich genug zu Wort melde, wenn er dies für notwendig erachte.

Als «Leiter des Vatikanischen Presseamtes»
bezeichnet sich Lombardi bescheiden. So lautet auch sein offizieller Titel. Und dennoch: In den Medien ist er, der im Juli 2006 die Nachfolge von Joaquin Navarro-Valls antrat, der Informationsgeber schlechthin für alle Fragen rund um den Papst. An diesem Mittwoch feiert Lombardi seinen 70. Geburtstag.

Er stelle Journalisten Informationsquellen zur Verfügung und organisiere Pressekonferenzen, beschrieb der Jesuit kurz nach Amtsantritt seine Aufgabe. «Mitunter kann man auch aufkommende Missverständnisse klären».

Dass es keine leichte, ja oft eine undankbare Aufgabe ist, auf die er sich da eingelassen hat, erlebte Lombardi schon auf seiner ersten Reise mit Papst Benedikt XVI. Es kam zum medialen Gau: Der Vortrag von Regensburg vom 12. September 2006 löste in Teilen der muslimischen Welt wegen eines missverständlichen Zitates Empörung und gewalttätige Proteste aus. Lombardi hatte seine erste Bewährungsprobe.


Weitere sollten folgen: die Affäre um den Holocaustleugner Richard Williamson und die Piusbruderschaft, die Missbrauchsskandale, zuletzt die «Vatileaks-Affäre» und die Negativschlagzeilen der Vatikanbank IOR.

Lombardi weiß, dass es an der Informationspolitik des Vatikan noch Vieles zu verbessern gäbe. Vor allem, wenn es um die Themen Sexualmoral und Geld gehe, müsse der Vatikan transparenter werden, sagte er 2011.

In manchen Kurienkreisen ist das Misstrauen gegenüber der Presse jedoch immer noch verbreitet. Lombardi, der weder Bischof noch Erzbischof, sondern einfach nur «Pater Lombardi» ist, kann dies allein kaum ändern. Für eine PR-Strategie fehlen ihm Auftrag und Kompetenzen. Er bleibt auf die Informationen angewiesen, die ihm das Staatssekretariat und die übrigen Kurienbehörden mitteilen.

Ob es künftig mit Hilfe des US-Journalisten Greg Burke, der im Juni als Medienberater des Staatssekretariates eingestellt wurde, eine solche Strategie geben wird, bleibt abzuwarten. Und auch, ob es sich letztlich um eine Konkurrenz für Lombardi handelt, lässt sich noch nicht abschätzen.

Geboren wurde Lombardi am 29. August 1942 in der Provinzstadt Saluzzo in der Region Piemont, 50 Kilometer südlich von Turin. Sein Onkel Riccardo war in Italien ein bekannter Prediger der Volksmission; «Mikrofon Gottes» wurde der Jesuit auch genannt.

Federico folgte 1960 dem Vorbild seines Onkels und trat ebenfalls in die Gesellschaft Jesu ein. Nach einem Studium der Philosophie und Mathematik in Italien folgte ein vierjähriger Aufenthalt in Deutschland, wo er 1973 an der Jesuiten-Hochschule St. Georgen in Frankfurt das Lizenziat in Theologie erwarb.

Journalistische Meriten verdiente er sich anschließend in der Redaktion der renommierten Jesuiten-Zeitschrift «Civiltà Cattolica». Von 1984 bis 1990 folgte ein Zwischenspiel als Provinzial seines Ordens in Italien. 1991 wurde er Programmdirektor von Radio Vatikan.

Auch in extremen Situationen zeichnet sich Lombardi durch Gelassenheit, Freundlichkeit und Geduld aus. Ärgerlich oder gar aufbrausend erlebt man ihn im vatikanischen Presseamt nie.

Zu beobachten war dies zuletzt auf dem Höhepunkt von «Vatileaks» im Sommer. Während fast täglicher Briefings korrigierte er zunächst ruhig und gelassen Falschmeldungen italienischer Zeitungen, referierte knapp den neuesten Stand der Entwicklung und blieb auch noch freundlich, als nach einem einstündigen Fragenmarathon abstruse Detailfragen gestellt wurden.

Hinzu kommt eine eiserne Disziplin: Lombardi absolviert ein immenses Arbeitspensum, zumal er auch noch Radio Vatikan und das vatikanische Fernsehzentrum CTV leitet. In der römischen Ordenszentrale der Jesuiten unweit des vatikanischen Presseamtes gehört er stets zu den letzten, die am späten Abend ihre Mahlzeit einnehmen.

kathTube-Kurzvideo: Vatican spokesman Federico Lombardi turns 70 (Rome Reports)


(C) 2012 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

  30. August 2012 
 

Interessant

Ich wußte gar nicht, dass Pater Federico Lombardi der Neffe des Lombardi ist, um den es der Frau aller Völker in der Botschaft vom 16.12.1949 u.a. geht:

Nun erblicke ich Italien. Da sehe ich einen schlichten, einfachen Mann, einen Geistlichen. Es ist, als würde er mitten in einer großen Menschengruppe stehen und predigen. Die Frau lächelt und weist auf ihn. Während ich hinsehe, sagt sie:
„Dieser Lombardi, der macht es gut. Der arbeitet in einer Richtung, so wie wir es wollen.“

Tanti auguri!

Totus tuus


1
 
  29. August 2012 
 

Rückzug auf Raten!?

Schön, dass die KNA, die bekanntlich der jesuitenkontrollierten DBK nahesteht, eine Lanze für den jesuitischen Vatikansprecher Lombardi bricht, wohl im Namen jener Jesuiten in Deutschland, die durch ihren Provinzial Kiechle SJ Papst Benedikt XVI. vor sich selber schützen wollten. Nachdem in Sachen Vatileaks ein öffentlicher Prozess stattfinden wird, könnte es eng werden für jene, die den Papst vor sich selber schützen wollten! Und das wäre gut so! ( :---)))))


1
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Vatikan

  1. Australischer Bischof wird als oberster Kirchenrechtsexperte in den Vatikan berufen
  2. Vatikan fordert umfassenden Zugang zu Recht für Frauen
  3. Immobilienprozess im Vatikan muss teils neu aufgerollt werden
  4. Nach Randalen und Pinkelattacken: Petersdom installiert Schutz für Hauptaltar
  5. US-Botschafter am Heiligen Stuhl, Burch: „Die moralische Autorität der Kirche ist unübertroffen“
  6. Norwegischer Bischof Varden: Der hl. Bernhard von Clairvaux „war und ist faszinierend“
  7. Vatikan dementiert Bericht über Abweisung Macrons durch den Papst
  8. Neuerlich ein Vandalenakt im Petersdom
  9. Vatikan prüft Teilnahme an Trumps Friedens-Rat für Gaza
  10. Kurienerzbischof Gallagher: Leihmutterschaft ist eine „neue Form des Kolonialismus“






Top-15

meist-gelesen

  1. Euthanasie-Skandal in Spanien: Wurde Noelia Castillo Ramos der Widerruf verweigert?
  2. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Spanien am moralischen Abgrund
  4. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  5. Leo XIV. möchte bei "Alter Messe" "konkrete und großzügige Lösungen"
  6. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  7. Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ wird neuer Bischof von Münster
  8. Papst Leo gratuliert der neuen Erzbischöfin von Canterbury
  9. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  10. Wenn das künftige nominelle Kirchenoberhaupt mit dem eigenen Glauben fremdelt
  11. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  12. Kardinal Eijk zelebriert erstes Hochamt im Vetus Ordo: „Eindrückliches, unvergessliches Erlebnis“
  13. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  14. Besser keine Laienpredigt
  15. Christliche Werte unerwünscht - Einschränkung der Meinungsfreiheit in Finnland!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz