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Religion verschwindet nicht aus der modernen Welt

13. Mai 2012 in Weltkirche, 5 Lesermeinungen
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Religionssoziologe: Beispiele für besondere Ausbreitung sind der Islam von Nordafrika bis Indonesien und die wachsende christliche Pfingstbewegung in Afrika und Lateinamerika


Münster (kath.net/idea) Religion ist in der modernen Welt keineswegs im Verschwinden begriffen. Sie spielt heute fast überall eine große Rolle. Das sagte der Religionssoziologe Prof. Peter L. Berger (Boston/US-Bundesstaat Massachusetts) am 7. Mai in einem Festvortrag zur Eröffnung des „Centrums für Religion und Moderne“ an der Universität Münster.

Als Beispiele für die Ausbreitung nannte er einen leidenschaftlichen Islam von Nordafrika bis Indonesien und die wachsende christliche Pfingstbewegung in Afrika und Lateinamerika. Berger: „Durch Einwanderer aus diesen Regionen gelangt das Übersinnliche des Glaubens auch nach Europa und in die USA.“


Laut Berger können die meisten Menschen heute rationale Elemente der säkularen Moderne, etwa im Berufsleben, problemlos mit Elementen ihres Glaubens vereinigen, die über ihren Verstand hinausgehen: „Ein Pfingstler in den USA hat kein Problem damit, ein Auto rational-technisch zu entwickeln und zugleich an Wunder oder Zeichen Gottes zu glauben.“

Heute würden Menschen nicht mehr in Religionen hineingeboren, sondern entschieden sich individuell. „Das ist sehr modern“, so Berger. Die Sozialethik der Pfingstler ähnele stark der protestantischen Ethik des deutschen Sozialökonomen Max Weber (1864-1920).

Angesichts der religiösen Vielfalt müssten Staaten unbedingt Religionsfreiheit garantieren. Allerdings wüssten viele Regime nicht, wie sie mit der wachsenden Pluralität umgehen sollen. Als Beispiel nannte Berger die kommunistisch regierte Volksrepublik China.

Im „Centrum Religion und Moderne“ erforschen 30 Wissenschaftler das Verhältnis von Religion und Politik, Probleme der wachsenden religiösen Vielfalt und der rechtlichen Regelung des Zusammenlebens von Angehörigen unterschiedlicher Religionsgemeinschaften. Zudem erörtern sie die Bedingungen, Folgen und Muster des religiösen Wandels.

Zu den Zielen sagte der Sprecher des Zentrums, der Politologe Prof. Ulrich Willems: „Mit der interdisziplinär ausgerichteten Einrichtung wollen wir die Forschungen über Religion und Moderne, die im Rahmen des Exzellenzclusters ‚Religion und Politik‘ angestoßen wurden, verstetigen und weiter intensivieren.“

Foto: (c) Kirche in Not


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