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Aufgabe eines Priesters ist, einen Sünder zur Umkehr zu bewegen

10. April 2012 in Österreich, 110 Lesermeinungen
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Weiter Debatte um homosexuellen Pfarrgemeinderat: Der zuständige Pfarrer möchte die Gemeinde jetzt aufgeben - UPDATE von 18.45: Pfarrer Swierzek hat Telefonat mit Schönborn aufgezeichnet


Wien (kath.net)
Weiter Diskussion rund um den homosexuellen Pfarrgemeinderat in der Erzdiözese Wien. Am Ostermontag haben verschiedene österreichische Medien berichtet, dass der Pfarrer der Weinviertler Gemeinde Stützenhofen, in der die Wahl des umstrittenen Pfarrgemeinderates für Aufsehen sorgte, jetzt auf die Pfarre verzichten möchte. Gerhard Swierzek möchte Kardinal Christoph Schönborn bitten, auf diese Pfarre verzichten zu dürfen, die beiden anderen Pfarreien werde er aber betreuen. Dies teilte der Pfarrer der APA mit und zeigte sich laut Medienberichten auch traurig, dass es für ihn als zuständigen Pfarrer bisher noch keine persönliche Begegnung mit Schönborn gegeben habe. Er habe ein "priesterliches Gewissen" und achte göttliches und kirchliches Recht.

Swierzek verwies beim Thema Homosexualität auf Aussagen von Papst Johannes Paul II. 2003 und den Weltkatechismus. Der Pfarrer erklärte auch, dass es hier keineswegs um Intoleranz gehe, der homosexuelle Pfarrgemeinderat habe immerhin jahrelang im Chor mitgesungen. Aber in Sünde zu leben dürfe nicht die Norm sein. Es sei Aufgabe des Priesters, einen Sünder zur Umkehr zu bewegen. Er sei ein "berufener" Priester, und zeigte sich überzeugt, dass das Volk ehrliche Priester wolle.


Michael Prüller, der Pressesprecher des Wiener Erzbischofs, hat am Dienstag gegenüber der "Kathpress" mitgeteilt, dass ein Termin frühestens kommende Woche möglich sei.

Generalvikar Krasa und Kardinal Schönborn seien in den vergangenen Tagen und Wochen telefonisch laufend im Gespräch mit Pfarrer Swierzek gewesen, hob Prüller hervor. Auch habe es in der Karwoche das Angebot einer Begegnung mit dem Kardinal gegeben. Der Pressesprecher wies zudem darauf hin, dass der Verzicht eines Seelsorgers auf eine Pfarre durchaus "nichts Außergewöhnliches" sei. Dies geschehe etwa aus Gesundheitsgründen.

Am Dienstag Nachmittag hat die Zeitung "Der Standard" unter Berufung auf das Bezirksblatt berichtet, dass Pfarrer Swierzek ein Telefonat mit Schönborn aufgezeichnet habe, in dem der Kardinal dem Weinviertler Gottesmann unmissverständlich klar machte, dass "das" mit Florian Stangl "nicht sein dürfe" und der Pfarrer alles daransetzen müsse, den Kandidaten vom Stimmzettel "verschwinden" zu lassen. Dies hat zumindest Gerhard Wolfram, stellvertretender Pfarrgemeinderatsobmann in Stützenhofen, während der Palmsonntagsmesse am 1. April verkündet. "Er hat dabei unmissverständlich zum Ausdruck gebracht, dass Pfarrer Swierzek bei der beabsichtigten Wahlverhinderung Florian Stangls als Pfarrgemeinderat ausschließlich im Auftrag des Kardinals gehandelt habe. Er verwies dabei konkret auf das auf Tonband aufgezeichnete Telefongespräch zwischen dem Pfarrer und dem Kardinal. Und er merkte an, dass er (Wolfram) selbst die Aufzeichnung des Telefonats gehört habe", bestätigte Franz Schuster, Wahlleiter der Stützenhofener Pfarrgemeinderatswahl dem Standard.

Am Dienstag hat sich auch die Leiterin des Pastoralamts der Erzdiözese Wien, Veronika Prüller-Jagenteufel, gegenüber dem "Standard" zu Wort gemeldet und das Engagement eines Homosexuellen in diesem Gremium als "ein spannendes Feld" bezeichnet, in dem wir erst lernen müssen, uns zu bewegen". Man müsse "an den kirchlichen Idealen gescheiterte Menschen trotzdem ernst nehmen", meinte sie.


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