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Ägypten: Wieder schwere Angriffe auf Christen

1. Februar 2012 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
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Rund 3.000 muslimische Extremisten stecken Häuser in Brand - Beobachter befürchten, Kopten und liberale Muslime könnten das Land verlassen, falls radikal-islamische Kräfte künftig die Oberhand gewinnen


Alexandria (kath.net/idea) Erneut hat sich in Ägypten ein schwerer Angriff islamischer Extremisten auf Christen ereignet. Am 28. Januar überfielen mehr als 3.000 Muslime orthodoxe Kopten im nordägyptischen Dorf Kobry el Sharbat (Gouvernement Alexandria). Sie plünderten Häuser und Läden und setzten sie dann in Brand. Zwei Kopten und ein Muslim wurden bei den Übergriffen verletzt.

Wie der assyrische Informationsdienst Aina berichtet, kamen Sicherheitskräfte zu spät, um die Brandschatzung und die Vertreibung christlicher Familien zu verhindern. Muslime hätten die Feuerwehr daran gehindert, die Brände zu löschen, und das Militär habe rund eine Stunde gebraucht, um zwei Kilometer bis zum Tatort zurückzulegen.


Nach Augenzeugenberichten waren viele der Täter islamische Extremisten, so genannte Salafisten. Die Unruhen seien durch ein Gerücht ausgelöst worden, dass ein Kopte angeblich mit seinem Handy ein intimes Foto von einer muslimischen Frau aufgenommen habe.

Der Verdächtige, Mourad Samy Guirgis, habe sich zum eigenen Schutz in Polizeigewahrsam begeben. Nach Angaben des koptischen Priesters Boktor Nashed sollte am Abend eine Versammlung von Muslimen und Christen in dem Dorf stattfinden. Dies sei durch die Übergriffe verhindert worden.

Gewinnen Extremisten die Oberhand?

Von den 83 Millionen Einwohnern Ägyptens sind etwa zehn Prozent Christen, meist orthodoxe Kopten. Immer wieder kommt es zu gewalttätigen Angriffen auf die christliche Minderheit. Daran hat auch der politische Umschwung mit dem Rücktritt des Alleinherrschers Hosni Mubarak vor einem Jahr nichts geändert.

Manche Beobachter befürchten, dass Kopten und liberale Muslime das Land verlassen könnten, wenn radikal-islamische Kräfte künftig die Oberhand gewinnen sollten. Bei den Parlamentswahlen bekamen die als gemäßigt geltenden Muslim-Bruderschaften 45,7 Prozent der Stimmen; die radikal-islamischen Parteien kamen auf 24,6 Prozent. Liberale Parteien schnitten schlechter ab: Die Wafd-Partei erhielt 8,4 Prozent, die Ägyptische Allianz 6,6 Prozent. Insgesamt sind 15 Parteien im Parlament vertreten. Zehn Abgeordnete gehören der christlichen Minderheit an.


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Lesermeinungen

 Wischy 4. Februar 2012 
 

Bessere Bildung und Arbeitsmöglichkeiten

Die fanatische Haltung, die sich in solch entsetzlichen Übergiffen zeigt, ist auf Dauer wohl nur durch eine bessere Bildung, eine tiefere Kenntnis des Christentums und - durch bessere Arbeitsmöglichkeiten für die Jugendlichen zu überwinden, die sich jetzt, von Fanatikern missbraucht, auf falsche \"Sündenböcke\" stürzen.


0
 
 Cosinus 1. Februar 2012 
 

Warum nur in Wien demonstrieren?


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