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Das bischöfliche Fernsehballett

27. Oktober 2011 in Aktuelles, 14 Lesermeinungen
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Das ‚Deutsche Fernsehballet’ des MDR tanzt vor einem Diktator. Es ‚gehört’ auch katholischen Bistümern


München (kath.net) Anfang Oktober tanzte das MDR-Fernsehballett für den umstrittenen tschetschenischen Präsidenten Ramsan Kadyrow. Ihm werden schwere Verstöße gegen die Menschenrechte vorgeworfen. Nachdem der Auftritt für den Diktator bekannt und öffentlich angeprangert wurde, kritisierte auch der Mitteldeutsche Rundfunk den Auftritt und kündigte an, dass in einer Gesellschafterversammlung des Fernsehballetts über Konsequenzen nachgedacht werde, so Spiegel-Online am 25. Oktober. Die Gage für den Auftritt in Grosny soll nun an „Reporter ohne Grenzen“ gespendet werden.

Zu den Gesellschaftern der „MDR Deutsches Fernsehballett GmbH“ gehören die Drefa Media Holding, eine Tochtergesellschaft des MDR, die zu 40 Prozent am Fernsehballett beteiligt ist. Die restlichen 60 Prozent werden von privatwirtschaftlichen Unternehmen – und von der katholischen Kirche gehalten.


„Kann denn Tanzen Sünde sein? Ja, es kann!“ schrieb Jens Jungmann in der Dienstagsausgabe der „Sächsischen Zeitung“ (25. Oktober). Der Auftritt eines deutschen Balletts vor dem „Schlächter von Tschetschenien“ war alleine schon ausreichend, um Entrüstung zu provozieren. Dass auch die katholische Kirche indirekt für einen Diktator tanzen ließ, macht die Sache nicht besser.

Die Kirche ist an der „MDR Deutsches Fernsehballett GmbH“ über die Münchner Firma „Tellux“ beteiligt. Die „Tellux Beteiligungsgesellschaft mbH“ ist eine Holding für die Produktionsgesellschaften der Tellux-Gruppe, die audiovisuelle Programme für öffentlich-rechtliche und private TV-Veranstalter und andere (Bundes-/Landesinstitutionen und die freie Wirtschaft) entwickeln und produzieren. Mehrheitsgesellschafter der TELLUX Beteiligungsgesellschaft sind neun katholische Bistümer (unter diesen München und Freising, Köln und das „Heimatbistum“ des MDR, Dresden-Meißen).

Die Diözese Rottenburg-Stuttgart, als Sprecherin, wolle nun Konsequenzen prüfen. Man bedauere „diesen Vorgang zutiefst“, so das sächsische Blatt. Die Kirche distanziere sich von Machthabern, denen Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden, „in aller Form“.

Wie die „Sächsische Zeitung“ erklärt, weisen die Bischöfe darauf hin, dass man sich nicht ins „Tagesgeschäft“ des Balletts einmische und auch erst aus den Medien vom „Tschetschenien-Einsatz“ erfahren habe.


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