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'Otto – ein sterblicher, sündiger Mensch!'

13. Juli 2011 in Weltkirche, 4 Lesermeinungen
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Beisetzung Otto von Habsburgs: Wortlaut und Sinn der „Anklopf-Zeremonie“ an der Wiener Kapuzinerkirche


Wien/München (kath.net/pm/red) Otto und Regina von Habsburg werden am Samstag ihre letzte Ruhestätte in der Kaisergruft der Wiener Kapuzinerkirche finden. Wie 1989 bei der Beisetzung von Kaiserin und Königin Zita, wird es auch am kommenden Samstag, wenn der Trauerkondukt vor der Kapuzinerkirche angekommen ist, eine Anklopf-Zeremonie geben, allerdings in einer angepassten Form.

Die geistliche Bedeutung dieser Zeremonie liegt in der christlichen Glaubensüberzeugung, dass der Mensch nicht mit den ererbten Titeln und Würden vor Gott treten kann, auch nicht mit den Ehrungen und Auszeichnungen, die ihm – wenn auch verdient – in seinem irdischen Leben zuteil wurden. Vor Gott zählen nur der Glaube und die aus dem Glauben erwachsenen Guten Werke, die ein Mensch in seinem Leben erbracht hat.

Im ersten Teil der Zeremonie referiert der Zeremonienmeister die Herkunft des Verstorbenen, also die Rolle, die ihm von der Geschichte her zuwuchs. Im zweiten Teil referiert er die Ehrungen und Auszeichnungen, die Otto von Habsburg aufgrund seiner eigenen Leistungen verliehen wurden. Die zweimalige Antwort des Kapuzinerpaters „Wir kennen ihn nicht!“ bedeutet, dass all dies irdisch ist und auf dieser Erde zurückbleibt. Einlass in die Kirche findet der Verstorbene als „sterblicher, sündiger Mensch“ – also so, wie jeder Mensch vor Gottes Richterstuhl tritt: demütig und angewiesen auf die Barmherzigkeit Gottes.


Zeremonienmeister wird am Samstag ein langjähriger Freund der Familie und des Verstorbenen sein: Dr. Ulrich-Walter Lipp. Er hat maßgeblich an der Organisation des 90. Geburtstags von Otto von Habsburg 2002 in Wien, an der Organisation der Goldenen Hochzeit von Regina und Otto von Habsburg 2001 in Mariazell sowie an der Vorbereitung der Feierlichkeiten rund um die Seligsprechung von Kaiser Karl im Jahr 2004 in Rom mitgewirkt. Er ist auch Trauzeuge der jüngsten Tochter Otto von Habsburgs, Walburga Habsburg Douglas, gewesen.

Der Wortlaut der Anklopfzeremonie:

(Zeremonienmeister klopft dreimal)

„Wer begehrt Einlass?“

„Otto von Österreich,

einst Kronprinz von Österreich-Ungarn,

königlicher Prinz von Ungarn und Böhmen, von Dalmatien, Kroatien, Slawonien, Galizien, Lodomerien und Illyrien,

Großherzog von Toskana und Krakau,

Herzog von Lothringen, von Salzburg, Steyer, Kärnten, Krain und der Bukowina,

Großfürst von Siebenbürgen,

Markgraf von Mähren,

Herzog von Ober- und Niederschlesien, von Modena, Parma, Piacenza und Guastalla, von Auschwitz und Zator, von Teschen, Friaul, Ragusa und Zara,

gefürsteter Graf von Habsburg und Tirol, von Kyburg, Görz und Gradisca,

Fürst von Trient und Brixen,

Markgraf von Ober- und Niederlausitz und in Istrien,

Graf von Hohenems, Feldkirch, Bregenz, Sonnenberg etc.,

Herr von Triest, von Cattaro und auf der Windischen Mark,

Großwojwode der Wojwodschaft Serbien., etc., etc.“

„Wir kennen ihn nicht!“

(Zeremonienmeister klopft dreimal)

„ Wer begehrt Einlass?“


„Dr. Otto von Habsburg,

Präsident und Ehrenpräsident der Paneuropa-Union,

Mitglied und Alterspräsident des Europäischen Parlamentes,

Ehrendoktor zahlreicher Universitäten und Ehrenbürger vieler Gemeinden in Mitteleuropa,

Mitglied ehrwürdiger Akademien und Institute,

Träger hoher und höchster staatlicher und kirchlicher Auszeichnungen, Orden und Ehrungen, die ihm verliehen wurden in Anerkennung seines jahrzehntelangen Kampfes für die Freiheit der Völker, für Recht und Gerechtigkeit.“

„Wir kennen ihn nicht!“

(Zeremonienmeister klopft dreimal)

„ Wer begehrt Einlass?“

„Otto – ein sterblicher, sündiger Mensch!“

„So komme er herein!“





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