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Tornielli: Instruktion zu Summorum Pontificum nach Ostern

6. April 2011 in Weltkirche, 35 Lesermeinungen
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Der bekannte Vatikanjournalist schreibt, bald nach Ostern werde eine vatikanische Instruktion über einige Fragen zum Motu proprio Summorum Pontificum erscheinen


Rom (kath.net/CC) Eine vatikanische Instruktion über einige Fragen zu Summorum Pontificum werde bald nach Ostern erscheinen. Das schreibt der bekannte und üblicherweise gut informierte Vatikanberichterstatter Andrea Tornielli, seit kurzem bei der Zeitung La Stampa tätig, in seinem Blog.


Eine offizielle Bestätigung aus dem Vatikan gibt es dafür nicht. Tornielli schreibt, die neue Instruktion werde dem Motu Proprio Summorum Pontificum neuen Nachdruck verleihen. In Summorum Pontificum verfügte Papst Benedikt XVI. am 07.07.2007 eine generelle Freigabe der außerordentlichen, alten lateinischen Form der Messfeier von 1962 für alle Priester. Wo es eine Gruppe Gläubiger gebe, die diesen Ritus feiern wollen, brauche es keine eigene Genehmigung des Bischofs mehr.


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Lesermeinungen

 Thomas-Karl 7. April 2011 

Man sollte nicht...

... eine schleißig gefeierte Messe des alten Ritus mit einer gut gefeierten Messe des neuen Ritus vergleichen - und ebensowenig umgekehrt.


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 Hagen 7. April 2011 
 

Aegidius, Sie mißverstehen mich!

Gebetssprache soll vom Vokabular her natürlich gehoben sein, man soll auch betont sprechen. Gerade, wenn man lateinisch betet, bedeutet das aber nicht, jedes et gleich zu betonen wie überaus sinnträchtige Begriffe. Betont sprechen/beten bedeutet aber in keinem Fall schleppend, und das meinte ich.


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 Aegidius 7. April 2011 
 

Hagen, da möchte ich teilweise widersprechen. Das Gebet zu Gott und das liturgische Sprechen sind nicht dasselbe wie umgangssprachlicher Informationssaustausch. Daher rührt ja auch die etwas gehobenere, ja auch teilweise altertümlichere Sprache, wie wir das in den Kultsprachen überall in der Welt und der Geschichte finden - bis hin zur Verwendung \"toter\" Sprachen wie Altslawisch, Latein oder auch Hebräisch zur Zeit Jesu.
Besonders feierlich, weil gerade aus den profanen Beteich herausgehoben, wird das Gebet, wenn es gesungen wird, wie für Evangelium und Hochgebet empfohlen. Wenn man dann noch bedenkt, daß das MR1970 gerade für die Einsetzungsworte eine hervorgehobene - eben gerade nicht profane - Sprechweise vorsieht, wird mir Dein Einwand immer weniger verständlich.
Wobei auch mir klar ist, daß betont salbungsvoll vorgetragene Predigten mitunter eher komisch sind - aber hier geht es doch um das Gebet, nicht um die Verkündigung.


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 Hagen 7. April 2011 
 

Man muß einfach natürlich schnell sprechen.

Das ist individuell verschieden. Man sollte also in der Geschwindigkeit und in der Tonlage beten, in der man auch gewöhnlich spricht. In Gemeinschaft muß sich immer ein Geschwindigkeitskompromiß einpendeln. Das gilt analog auch für die Ausführung von Gesten und Gebärden. Je langsamer, desto frömmer, ist jedenfalls ein weitverbreiteter Irrtum, der mir persönlich oft sehr auf die Nerven geht. Das gilt unabhängig von älterem oder neuerem Usus.


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 johnboy 7. April 2011 
 

@wolfgangstuttgart

Danke nochmals für Ihre Ergänzung.
\"Und umgekehrt kann eine alte Messe schnell runtergebetet werden\" Kling das vielleich nur so? Ich verwende bei Alte Messe immer den Shott Messbuch und kann gut das gebete der Prieste folgen. Kann es sein, weil Latein \"Fremdsprache\" ist das es in unsere Ohren schnell klingen? wie z.B wenn wir die Chinesische oder Japanische-sprache hören kling es auch als ob sie schnell sprechen das höre ich auch oft von deutsche Freunde wenn ich auf meine Muttersprache mit meine Landsleute spreche, fragen sie wieso spricht du so schnell, dabei ist es garnicht so.


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 wolfgangstuttgart 7. April 2011 

@johnboy, @Hagen

johnboy:
\"Ihre letzte Satz \"aber als ideale Form liturgischer Feier kann man dies gewiß nicht ansehen.\" können wir denn überhaupt eine \"ideale\" Form haben,\"

Es ging Ratzinger wohl einfach um die in alten Zeiten gelegentlich nicht so ideale *Ausführung* der alten Messe - nicht um eine grundsätzliche Kritik an ihr.

@Hagen:
Das Video - der lutherische Gottesdienst - ist hochinteressant: abgesehen vom Schuldbekenntnis versus populum (zum Volk hin) erinnern Gebetsrichtung, Meßgewänder, Körperhaltung des Zelebranten stark an eine gregorianische (alte) katholische Messe.

Und Ihren Einwand, dass eine \"Reform der Reform\" nicht mit - wenn ich Sie richtig verstanden habe - zeremonieller Kosmetik zu machen ist, sehe ich ähnlich: Eine katholische neue Messe kann sehr feierlich zelebriert werden - Pfarrer Buschor, auf K-TV, ist ein schönes Beispiel dafür: er zelebriert in einer Richtung mit der Gemeinde, zum Altar hin.

Und umgekehrt kann eine alte Messe schnell runtergebetet werden - der Punkt dort ist allerdings: die alte Messe ist selbst dann noch halbwegs feierlich - einfach deshalb, weil unabhängig vom Tempo des Zelebranten in der alten Messe immer der Liebe Gott das Zentrum der Eucharistie ist - nicht die Gemeinde. Zelebrant und Gemeinde sehen auf Gott. Er wird angebetet. Nicht wir. Im Grunde ist genau das der Kern der Würde einer gregorianischen Messe: Weil Er uns zieht, und wir Ihm folgen, und weil wir deshalb zum Ihm hinseheh, gemeinsam mit dem Priester (ad Orientem), statt auf uns selbst, wird die Eucharistie zur würdigen Feier. Statt zur katholischen Veranstaltung zu verkommen, wie das im Novus Ordo gelegentlich vorzukommen scheint, sobald die Gemeinde sich eher selber feiert.

Profiscere anima christiana, de hoc mundo - Mach dich auf den Weg, Christliche Seele, aus dieser Welt: Das ist eigentlich die erste Zeile eines wohl uralten katholischen Sterbegebetes. Sie ist aber auch eine schöne Erklärung dafür, was in einer würdigen Eucharistiefeier geschieht: Materialisierung des Hin zu Gott. Genau das aber habe ich selten in der Neuen, aber fast immer in der Alten Messe gefunden. Aber - wie gesagt - man kann beide Usus schön feiern. Oder halt grauslich. Man sollte beide Usus nicht gegeneinander stellen.

www.kathsurf.at/gebete/verstorbene.html


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 Wolpertinger 7. April 2011 
 

@Hagen

\"Dieser Pastor feiert den Gottesdienst liturgisch offensichtlich besser als viele Priester die hl. Messe in ihrer vom Vat II erneuerten Gestalt\"

Die vom Vaticanum II erneuerte Gestalt feiert KEIN Priester, denn der Ritus von 1965 wird nirgendwo verwendet!

Die Messe von 1969 ist NICHT die vom Vaticanum II angeregte Reform!


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 Hagen 7. April 2011 
 

Eine Ergänung

Das MR1962 oder MR1965 könnte mE kein Lutheraner 1:1 verwenden, auch nicht in landessprachlicher Übersetzung. Er könnte daraus auch keine entsprechende Auswahl treffen. Das beim MR1970 auszuschließen, müßte das Ziel der Reform der \'Reform\' sein. Eine rein zeremonielle Re-Tridentinisierung würde eher Defizite überdecken als sie auszuräumen.


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 Hagen 7. April 2011 
 

Wieso das Video lutherische Messe hieß, kann ich Ihnen sagen

1. hat Luther immer von Messe gesprochen, vgl. etwa die Wormser dt Messe, und 2. weil das ein lutherischer Gottesdienst war. Beachtlich ist daran zweierlei: a) die Feier verwirklicht fast alles, was zur Reform der \'Reform\' vorgeschlagen wird, b) es wird offenbar das MR1970 für die Feier verwendet. Das heißt, daß das MR1970 offenbar tatsächlich eine Auswahl zuläßt, die zumindest für Protestanten mit stark katholisierenden Tendenzen völlig annehmbar ist. Anders gesagt: Dieser Pastor feiert den Gottesdienst liturgisch offensichtlich besser als viele Priester die hl. Messe in ihrer vom Vat II erneuerten Gestalt. Und außerdem beweist das, daß das allein nicht reicht, daß bei einer Reform der \'Reform\', die Bücher, der Ritus selbst, wieder revidiert werden müssen - etwa in Richtung des MR1965.


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 johnboy 7. April 2011 
 

@Wolpertinger

Ich fahre (fast) jede Sonntag zur Messe bei der Petrus Bruderschaft (leider in meine Umkreis nur das einzige) und sehe dort wird immer mehr von Jugend und Junge Familie mit Kindern besucht. Ich freue mich so sehr wenn ich das sehe. Vielleich ist für jenige die noch nicht kennen und kennen lernen möchte das \"Herz öffnen\" und in stille Anbetung die Messe teilnehmen und ein wirken lassen, man muss bei den Anbetung auch nicht alles verstehen.


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 dora 7. April 2011 
 

@quo vadis

Latein hat den Vorteil, daß die Gebete nach Form und I n h a l t festgeschrieben sind. Die Landessprache verleitet doch viele Priester, sich ihre Hochgebete ein bißchen selbst zu gestalten. Es ist ein große Versuchung, der nur wenige nicht erliegen. Ich beobachte, daß dies mit den Jahren immer mehr ausgeufert ist. Das Latein war jahrhundertelang der Garant für die korrekte Weitergabe der Glaubensinhalte.


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 Chris2 7. April 2011 
 

Volks- oder Gottesaltar?

Manchmal ist Sprache verräterisch. Und manchmal verstehen Menschen ihre eigene Sprache nicht. Jedenfalls waren die Kirchen voll, solange Gott täglich in einer (angeblich so) \"unverständlichen\" Kultsprache gehuldigt wurde. Seit wir alle alles \"verstehen\" können, werden sie immer leerer und selbst an Hochfesten gibt es an manchen Pfarrerswohnsitzen nicht einmal mehr \"Wortgottesdienste\". Und der Glaube verschwindet. Natürlich liegt es nicht nur an der (manchmal allzu banalen?) Volkssprache, sondern auch daran, daß der Glaube schon im lateinischen Text - und sicher noch mehr in der Übersetzung - des Novus Ordo \"entschärft\" / verwässert wurde. Verräterisch ist auch, wenn Korrekturwünsche aus Rom (z.B. zur falschen Übersetzung \"für alle\": Es gibt keine Zwangserlösung) aus höchsten Bischofskreisen mit der erschreckend billigen Begründung abgelehnt werden, die Leute seien es mittlerweile so gewohnt. Zum Donnerwetter, was hat man nach der Liturgiereform mit all denen gemacht, die (oft nicht nur aus reiner Gewohnheit und erst recht nicht aus Bequemlichkeit) den klassichen Ritus beibehalten wollten? Und mir ist die Einleitung (selbstverständlich nach einem Kreuzzeichen, das heute, genauso wie das vermutlich \"unzumutbare\" Schuldbekenntnis, nicht selten \"vergessen\" wird) \"Introibo ad altare Dei. Ad Deum qui laetificat iuventutem meam\" lieber als ein \"Wir sind hier heute zusammengekommen, um Gottesdienst zu feiern\" (bei dem man am liebsten fragen will: \"Oh pardon, ist das nicht die christian after work party / der na-dann-gute-Nachtzug nach Castrop-Rauxel? / ein Public Viewing des Pokalendspiels?\")...


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 quovadis 6. April 2011 
 

Latein?

Was einmal bei einem Gottesdienst im außerordemtlichen Ritus als Latein ausgegeben wurde, hätte kein Römer verstanden. Falsche Betonung der Wörter, Verwechslung von et und ut, Auslassung von Silben (nicht nur am Ende) ... Also was soll die lateinische Sprache im Gottesdienst? Ehrfurcht kann man auch haben, wenn man Deutsch spricht.


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 Fink 6. April 2011 
 

@Hagen: Erstaunlich, dieser lutherische Gottesdienst

Ich habe das Video angeschaut: Man könnte es für katholisch halten. Wirklich erstaunlich. Die Feinheiten kann ich freilich nicht beurteilen.


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 a.t.m 6. April 2011 

Hagen danke für das Video

Welches beweist wiesehr sich der moderne Ritus \"novus ordo missæ\" der Protestantischen Feier angenähert, oder sollte ich eher schrieben angebiedert hat. Und ehrlich gesagt die Räumlichkeiten erinnern eher an eine katholische Kirche als moderne Kirchbauten die auf das Konto der \"Körperschaft öffentlichen Rechts katholische Kirche\" zurückgehen

Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen.


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 Hagen 6. April 2011 
 

Interessant zum Thema

ist vielleicht dieses Video eines lutherischen Gottesdienstes. Dieses beweist, daß eine \"Reform der \'Reform\'\" nichts bringt, wenn sie im rein zeremoniellen steckenbleibt.

www.youtube.com/watch?v=RZ7c9O5wXWc


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 studiosus 6. April 2011 

@ Theobald

Nein, das denke ich nicht - eher im Gegenteil, gerade unter den Jungen, welche sich um ein Glaubensleben bemuehen, ist der gregorianische Ritus hoch im Kurs.

Ein Ablehnen des ausserordentlichen Ritus gilt zumindest unter den praktizierenden Jungen eher als ungemeint alt(modisch) ...


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 Theobald 6. April 2011 
 

Ich bin jetzt knapp 40 Jahre alt und kenne nur die eine Form der katholischen Messfeier.
Ich bin damit groß geworden und verstehe, warum der Priester das tut, was er tut und warum er es tut, wie er es tut.
Ich habe also gar kein Bedürfnis, in größerem Stil alte Ritusformen wieder einzuführen.

Nur ein Verdacht, aber kann es sein, dass viele, die so vehement für die alte Form plädieren einfach nur wesentlich älter sind als ich???


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 Wildrosenöl 6. April 2011 
 

@Aegidius

Ihrer Frage, die ja eine Aussage enthält, stimme ich inhaltlich voll zu.

Hinzufügen möchte ich: Hoffentlich stimmt es, dass die Genehmigung des Bischofs nicht mehr erforderlich sein wird. Obwohl Bischöfe, die die außerordentliche Form des römischen Ritus am liebsten verbieten würden, wenn sie es dürften, immer noch Hindernisse in den Weg legen können, wäre es doch ein Fortschritt.

Warum werden Bischöfe, die sonst so tolerant sind, die selbst für abweichende Lehrmeinungen so viel Verständnis zeigen, der Messe aller Jahrhunderte und aller Heiligen gegenüber intolerant und autoritär? Warum versuchen sie zu verhindern, dass die Gläubigen die reale Möglichkeit haben, sich frei zu entscheiden, welche Form des römischen Ritus sie wählen?


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 Thomas-Karl 6. April 2011 

@ Aegidius / @ Wolpertinger

Das Werk von Lang kenne ich. Überzeugt freilich nicht in allem. Das sage nicht nur ich, sondern auch der Basler Kirchenhistoriker Martin Wallraff, der auch zum Thema Ostung gearbeitet hat. - Das Caeremoniale Episcoporum von 1600 sieht für Kathedralen eine Sakramentskapelle vor. Im 20. Jh. ist man in manchen Bischofskirchen von diesem (älteren) Brauch abgewichen.


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 wolfgangstuttgart 6. April 2011 

@johnboy

Nach allem, was ich weiß, lässt sich das, was sich heute - in Deutschland zumindest - in der neuen Messe gelegentlich abspielt, nicht mit Vatikanum II begründen. Das lässt sich nachlesen beispielsweise in einer Rede, die der damalige Kardinal Ratzinger zum \"Motu proprio Ecclesia Dei\" 1988 gehalten hat - Link unten.

Auszug:
\"Die Konzilskonstitution selbst spricht überhaupt nicht von der Zuwendung zum Altar oder zum Volk. Sie sagt über die Sprache, daß das Latein bewahrt werden müsse, aber der Muttersprache mehr Raum zu geben sei, besonders „in den Lesungen und Hinweisen (admonitionibus) und in einigen Orationen und Gesängen“ (36 § 2)\"

Tatsächlich hatte die gregorianische alte Messe wohl gelegentliche kleine Mängel. Ratzinger deutete sie an:

\"Andererseits muß man zugeben, daß die Feier der alten Liturgie oft zu sehr ins Individualistische und Private abgesunken war, daß die Gemeinschaft von Priester und Volk ungenügend gewesen ist. Ich habe großen Respekt vor unseren Vorfahren, die während der stillen Liturgie aus ihren Meßbüchem ihre Meßandachten beteten, aber als ideale Form liturgischer Feier kann man dies gewiß nicht ansehen.\"

Hier der Link:

petrusbruderschaft.eu/pages/dokumente/ratzinger.php


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 johnboy 6. April 2011 
 

Ich habe schon öffters Aüsserungen gelesen dass nach dem Konzil das die Liturgie Reform nötig war, warum eigentlich? ich habe damals (auch als Messdinar in \"alte\" Ritus) nie den Eindruck gehabt. Im gegen Teil egal wo ich hin gehe kann ich die Messe immer gut verfolgen, die Handlung war immer gleich und ich meine der war gut struktuiert.


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 st.michael 6. April 2011 
 

@th.karl

wenigstens verstehen Sie was ich meine, immerhin.


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 Thomas-Karl 6. April 2011 

@ Aegidius

>>die in der Antike bereits kodifiziert wurde (und deshalb auch Gregorianische Messe genannt wird)


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 Thomas-Karl 6. April 2011 

@ St. Michael

ad tabernaculum wird (nicht überall, aber häufig) erst seit dem 16. Jh. zelebriert - und in Bischofskirchen gar nicht.


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 st.michael 6. April 2011 
 

@Waldi

Sehr berechtigt diese Frage.
Es klingt langweilig und abgedroschen aber ist wahr, nämlich wir müssen zur Einheit zurück !
Und wie ?
Ganz einfach, indem wir die Liturgie wieder einheitlich in Latein und christuszentriert (ad tabernaculum) zelebrieren.
Das Herzstück unseres Glaubens, das alles Tun nach sich zieht, erschließt sich aus der hl.Messe.
Unsere Feinde wissen genau wo der Spaltungshebel anzusetzen ist (vor allem innerkirchliche !!!!!!!!)
Wenn die Liturgie sich erst bagatellisiert hat, wie in so vielen Gemeinden der Erde, sind die Katholiken leichte Beute für die anti-klerikalen Rattenfänger, denn Gott ist ja zu allen gut und das Wort Toleranz legitimiert inzwischen Alles zwischen Abtreibung und Euthanasie !
Natürlich gibt es ein Heulen und Geschrei was als Spaltung interpretiert werden wird.
Aber dem ist nicht so, denn umso mehr Menschen wissen wieder warum, weshalb und wieso sie glauben und an wen wir uns wenden !
Eben nicht Kumpel Gott und Brüderchen Jesus und Mütterchen Maria mit dem Kreuz als Ammenmärchen der Piusbrüder, sondern den Herrn und Gott Jesus Christus der mit der Brutalität und dem Ärgenis des Kreuzes die Welt erlöst hat.
Erzählen sie mal einem Priester heutzutage etwas von der \"unblutigen wiedereinsetzung des kreuzesopfers christi\" oder von der \"Realpräsenz\" oder der \"Transsubstation\", in vielen Fällen wird man mitleidig angelächelt.
Hier muß dringenst der Hebel angesetzt werden(und zwar von oben !!!!!!) damit man wieder Glaubensinhalte zu hören bekommt und nicht Befindlichkeiten und Zustände aus Pfarrhäusern.
Hier kann auch keine Demokratie walten sondern nur Befehl und Gehorsam sonst haben wir Zustände, eben wie wir sie jetzt haben.
Reaktionär werden solche Ideen gerne gescholten, aber die Frage sei erlaubt : Denkt wirklich ein vernünftiger Mensch das Gott ein Demokrat ist ?


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 Wolpertinger 6. April 2011 
 

Die Messe des Konzils

@Waldi

\"Warum ist es für viele so so schwer zu begreifen, dass bei diesem Konzil einiges gewaltig aus den Fugen geraten ist? Wenn die Liturgiereform richtig war, warum sind die Kirchen dann immer leerer geworden\"

Was bitte hat die heutige Neue Messe mit dem Konzil zu tun???

Die Meßreform DES Konzils wurde 1965 verwirklicht.

Die Messe von 1969 ist NICHT die Messe DES Konzils

exsultet.net/


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 Thomas-Karl 6. April 2011 

@ Waldi

Vielleicht ist die Liturgiereform einfach zu spät gekommen. Denn dass die mittelalterliche Messe erneuerungsbedürftig ist, wusste man schon längst. (Übrigens: Kurz nachdem \"Missarum Sollemnia\" [1948] erschienen war, wurde dessen Autor, Josef A. Jungmann, von der Ritenkongregation[!] gebeten, ein Exposé über eine mögliche Reform der Messe zu verfassen.)


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 Mysterium Ineffabile 6. April 2011 

@Waldi

\"Wer kann diesen Knoten von Verwirrungen lösen?\"

Niemand. Man kann nur die Konsequenzen daraus ziehen. Ich mag Vergleiche nicht, aber dennoch: Wenn ich in meinem Betrieb eine Marketingstruktur einführe und diese mich in kurzer Zeit 80 Prozent meiner Kunden verlieren lässt, dann muss ich die Strategie ändern, oder nicht? Denn ansonsten kann ich nur so lange überleben, bis mein angespartes Kapital nicht aufgebraucht ist. Und an keiner Börse der Welt würde ich mir Geld holen können, wenn ich die Investementleute nicht davon überzeugen könnte, dass meine Firmenstrategie jetzt wieder klappt. Das heißt auch: einfach zugeben, dass ich in der Vergangenheit Mist gemacht habe, zu kurzsichtig war, auf elektrische Schreibmaschinen mit Bildschirm statt auf Computer gesetzt habe, oder nicht?

Ich weiß, der Vergleich hinkt, aber trotzdem nützt er.


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 Waldi 6. April 2011 
 

Höchst besorgte Fragen:

Hat je ein Konzil so viel Spaltung und Zerrissenheit zwischen den Katholiken hervorgerufen wie das letzte? Wir haben doch alle die selbe Religion, die selbe Kirchenlehre, den selben Papst, die selbe Kirchengeschichte und Tradition - und nicht zuletzt - den selben Herrn und Heiland Jesus Christus. Es muss doch eine gravierende Ursache für diese Zerrissenheit geben. Was die einen als einzig richtig finden, ist für die anderen völlig falsch. Warum ist es für viele so so schwer zu begreifen, dass bei diesem Konzil einiges gewaltig aus den Fugen geraten ist? Wenn die Liturgiereform richtig war, warum sind die Kirchen dann immer leerer geworden, die Alten weggeblieben und keine Jugend dazu gekommen? Fragen über Fragen! Wer kann diesen Knoten von Verwirrungen lösen?


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 a.t.m 6. April 2011 

Alexius: Ich kann nur hoffen das auch der Begriff,

\"Eine Gruppe von Gläubigen\", genauer definiert ist, ab wann ist eine Gruppenstärke gegeben, nicht das die Priester dann sagen können, \"10 sind in meinen Augen keine Gruppe, und nennen sie mir deren Namen\". Daher auch meine Frage müßen die Namen die die \"Heilige Messe aller Zeiten\" wünschen genannt werden?
Ich traue und Liebe den Heiligen Vater Papst Benedikt XVI, nur ist es eine Frage der Ungenauigkeit der vatikanischen Texte die es leider den weltlichen \"Berufskatholiken\" ermöglicht immer wieder Schlupflöcher zu finden und diese Schamlos zum Nachteil Gottes unseres Herrn und der HRKK auszunützen.

Gott zum Gruße.


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 Mysterium Ineffabile 6. April 2011 

@ alexius

Tja, Hochwürden Pytlik, dann warten wir es mal ab. Bisher gibt es nur \"Erkenntnisse\", die sich aus verschiedenen Lecks ergeben haben. Tornielli steht da auf der einen Seite, die anderen, welche die große Aufregung bei den Traditionalisten verursacht haben, welche sogar in eine Petition an den Papst mündete, stehen auf der anderen.

Wie dem auch sei: es ist nichts, aber auch gar nichts bekannt, nur Gerüchte, die auf Leute zurückzuführen sind, die ihren Mund nicht halten können oder wollen.

Fazit: Sie haben recht: dem Heiligen Vater muss voll und ganz vertraut werden. Die Instruktion wird in der Tat eine definitive Rechtssicherheit bieten.

PS: können Sie sich noch an die Aufregung im Jahr 2007 in den Monaten vor der Veröffentlichung von Summorum Pontificum erinnern? Da wachten auch einige Leute mit dem Gedanken \"Motu proprio\" auf, um ihn dann als Letztes vor dem Schlafengehen zu denken.


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 st.michael 6. April 2011 
 

Instruktion

Wenn sie dann raus ist, höre ich dann schon wieder die \"Beschwichtiger\", die uns erklären, es wäre alles nicht so gemeint und dann zur Tagesordnung übergehen und die \"Messe aller Messen\" weiter bagatellisieren, oder versteckt und offen bekämpfen.
Das kennen wir ja schon von vielen Instruktionen die den Herren in der Vergangenheit nicht gepaßt haben, danke Herr Lehmann und Co. !


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 alexius 6. April 2011 

Außerdem berichtet Tornielli folgendes:

Der lateinische Text sei präzise fertiggestellt. Er rechnet mit einer Publikation bis etwa 10. Mai und mit dem Unterfertigungsdatum des 30. April.

Der Grund für die \"Verzögerung\" der Publikation liege einzig und allein in der langsam hereintrudelnden Übersetzung. Ob Deutsch dabei ist, erwähnt er nicht, allerdings ist dies wahrscheinlich, weil die Bischöfe den lateinischen Text inkl. Übersetzung zugesendet bekommen, bevor die Publikation erfolge.

Und schließlich betont er, daß die ganzen Spekulationen im Vorfeld null und nichtig waren und sind. Es gab keine Änderungen aufgrund irgendwelcher Sorgen oder gar Unterschriftenlisten, der Text stehe schon seit langem so fest wie er jetzt lateinische vorliege.

Einmal mehr ist daran zu erkennen, wie sinnlos Erwartungshaltungen im \"traditionalistischen\" Bereich oft aufgebauscht und geschürt werden, anstatt dem Heiligen Vater voll und ganz zu vertrauen und einfach abzuwarten, welche Ausführungsbestimmungen ergehen werden.

Ich gehe davon aus, daß diese Bestimmungen die Rechtssicherheit ähnlich erhöhen werden wie die Bestimmungen zur Verhinderung von Weihen homosexuell tendierender Kandidaten.


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 Stephan Karl 6. April 2011 

\"(...) Die neue Instruktion werde dem Motu Proprio Summorum Pontificorum neuen Nachdruck verleihen.\" Das klingt sehr gut. Auf diese Art kann meiner Meinung besteht so die Möglichkeit einen wichtigen Beitrag zur Überwindung der heutigen Krise der Kirche (in der Liturgie ohnehin) organisch, von innen heraus zu leisten. Gott schenke auf die Fürbitte der heiligen Jungfrau, die weitere Verbreitung des außerordentlichen Ritus.


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