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“Ergreifen wir doch diese tollen Initiativen, die aus Rom kommen'

18. März 2011 in Weltkirche, keine Lesermeinung
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Bei der Eröffnung des Treffpunkts Weltkirche in Würzburg von "Kirche in Not" diskutierten Christa Meves, Michael Hesemann, Dirk Hermann Voss und Bernhard Meuser über das katholische Buch und über Internet - Pro und Kontra


Würzburg (kath.net/rn)
Eine interessante Podiumsdiskussion fand zum Auftakt des Internationalen Kongresses von „Kirche in Not” – Treffpunkt Weltkirche in Würzburg statt. Bei einer anregenden Podiumsdiskussion über „Das katholische Buch – Rezepte zum Erfolg in der modernen Medienwelt” trafen Christa Meves, Bernhard Meuser, Leiter des Pattloch-Verlages in München, der Autor Michael Hesemann sowie Dirk-Hermann Voss, Konsultor des Päpstlichen Medienrates und katholischer Publizist, aufeinander. Unter der Moderation von Norbert Matern, Ehrenvorsitzender des Presseclubs München und des Katholischen Flüchtlingsrats der Deutschen Bischofskonferenz, wurde über das „Katholische Buch” diskutiert.

Am Beginn der Diskussion stellte Michael Hesemann fest, dass es heute einen Aufbruch in der Jugend beim Thema „Religion und Kirche” gebe. „Die Kirche kommt wieder, sie hat Zukunft. Wir haben die nachkommende Jugend. Die Probleme liegen nur im Mittelfeld.” Für Dirk Voss geht es um die Frage, was denn das eigentliche das „Katholische” sei. “ „Wir haben den Heiligen Vater, der ein Buch über Jesus schreibt, ganz anspruchsvoll, und kein Mensch würde auf die Idee gekommen, dass dieses Buch ein 'katholisches Buch' ist. Das ist ein Bestseller.” Voss verwies auch darauf, dass es kaum einen Verlag gibt, der nicht Glaubensthemen aufgreift.

Christa Meves sprach dann die Ghetto-Situation von manchen katholischen Buchprojekten an. Vieles sei abgetrennt vom Mainstream und werde von Medien wie der „Zeit” und „Süddeutschen Zeitung” einfach ignoriert.

Dirk Voss erinnerte dann an den Sendungsauftrag von „Jesus Christus” Dieser setze ein „brennendes Herz” voraus. „Der Mensch von heute sucht nach Sinn oder er befriedigt eine Neugier.” Interviewbücher seien so erfolgreich, weil sie authentisch sind.

Für Bernhard Meuser gibt es im Grunde wenige Marken und Autoren, mit denen man derzeit im katholischen Bereich operiere. Er verwies dabei auf Paul Badde und Peter Seewald. Manfred Lütz und sein Buch über Gott war eine Marketinggeschichte. „Wir haben hier unheimlich lange überlegt, bis wir das präsentiert hatten.” Meuser erinnerte auch an das Buch von Dario Pizzano „Exzess": "Es passieren Geschichten, die sind unglaublich schön.”

Für Christa Meves können „Longseller” nur Bücher sein, die den Menschen wirklich Antworten auf die Menschheitsfragen geben. „Longseller können nur Bücher sein, die den Menschen wirkliche Antworten auf die Menschheitsfragen geben: Warum bin ich hier? Warum muss ich das jetzt tun? Männer fragen nicht, sie fliegen zum Mond oder machen Atomreaktoren”, meinte Meves dann provokant.

Auch für Dirk Voss ist das Ende des Buchzeitalters noch nicht gekommen. Er erzählte dabei, wie er gerade auf seiner Zugfahrt nach Würzburg ein Buch gelesen hatte. „Versuchen Sie mal, mit dem Laptop eine Fliege zu erschlagen. Das Buch ist ein Träger, der auch in Zukunft ganz wichtig ist.” Voss erzählte dann, dass er bei einer Reise in den USA die katholischen Buchhandlungen besucht und festgestellt hatte, dass in den USA vor allem "Testimonys" (Zeugnisse) nachgefragt sind. „Ich glaube, dass dies ideal ist für das Buch. Dorfklatsch ist die erfolgreichste Form der Kommunikation. Es geht um Menschen und um Personen. Der Glaube muss persönlich in und durch Medien weitergegeben werden. Die Heiligengeschichte – modern erzählt – ist eine enorm gute Form, den Glauben weiterzugeben, in einer Gesellschaft, die institutionenkritisch geworden ist. Diese Gesellschaft hört ganz gut zu, wenn es um Lebensgeschichten geht. Menschen müssen wir ermutigen, ihre Geschichten zu erzählen.”

Im Laufe der Diskussion kam es zu einer Diskussion rund um das Internet. Während Christa Meves hier Skepsis zeigte, verteidigten die anderen Teilnehmer den Vorteil des Internets. Michael Hesemann verwies darauf, dass wir dadurch viel unabhängiger geworden seien. „Aber auf der anderen Seite sind wir auch unabhängiger geworden von den Massenmedien, von den Zeitungen. In den Redaktionen hocken ja noch die alten 68-er und versuchen, die Katholiken kleinzuhalten. Da werden Memoranden gefördert”, sagt Hesemann und appellierte dann: “Bitte keine Angst vor dem Internet. Das Internet ist unser Freund”. Auch Bernhard Meuser zeigte sich hier klar und sagte zu Frau Meves: “Dass Ihre Bücher sich gut und lange verkaufen, verdanken Sie dem Internet.”

Dirk Voss erinnerte in diesem Zusammenhang an den Papstbesuch in England: Dort „haben junge Menschen mit Facebook und Twitter die Stimmung umgedreht”. Voss erinnerte auch an ein Medientreffen in Rom vor wenigen Tagen, wo diese englische Strategie vorgestellt wurde. „Internet und soziale Netzwerke sind nicht von Hause aus schlecht.“

Das Schlusswort kam am Ende von Michael Hesemann: “Ergreifen wir doch diese tollen Initiativen, die aus Rom kommen. Danke Heiliger Vater! Die Weg-von-Rom-Bewegungen müssen wir ignorieren, die führen wirklich weg von Rom, weg vom Glauben und weg vom Licht. Wir leben in einer Zeit, die für die Evangelisierung geschaffen ist. Das können wir auch kontrollieren, hier können wir das Ruder umdrehen“.

Foto: (c) Kath.Net



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