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Käßmann im Liebfrauendom: Pille ist ein 'Geschenk Gottes'

13. Mai 2010 in Aktuelles, 187 Lesermeinungen
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Erzbistum München stellt katholisches Gotteshaus für Provokationen der evangelischen Theologin zur Verfügung


München (kath.net/KNA/red) Die evangelische Theologin Margot Käßmann hat ausgerechnet im Münchner Liebfrauendom die Pille als «Geschenk Gottes» bezeichnet. Wer sich gegen Kinder- und Müttersterblichkeit sowie die Überbevölkerung engagieren wolle, «wird für Geburtenkontrolle, für einen offenen Zugang zu Verhütungsmitteln eintreten», meint Käßmann am Donnerstag in einem ökumenischen Frauengottesdienst.


In dem vorab veröffentlichten Predigtmanuskript verwies die ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) auf die hohe Müttersterblichkeit in Entwicklungsländern sowie eine rasant wachsende Weltbevölkerung. Auch wenn die Pille für viele etwas «Anrüchiges» habe, könne sie in diesem Zusammenhang positive Effekte haben, sagte Käßmann.

Es gehe um «Liebe ohne Angst» und um «verantwortliche Elternschaft». Für Frauen stünde die Sorge um das eigene Leben und das der Kinder in besonderer Weise im Mittelpunkt. «Oder eben auch die Entscheidung für ein Leben ohne Kinder, die unsere Kirchen nicht immer gleich abwerten sollten.»

Kontakte:

Ordinariat Erzbistum München

Apostolische Nuntiatur


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