Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst Leo XIV. und die Zukunft der liturgischen Einheit der Kirche
  2. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  3. Vatikan veröffentlicht scharfe Kritik an deutschen Segnungsleitfäden für Homosexuelle!
  4. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  5. Schisma auf leisen Sohlen
  6. „Bestellt wie eine Ware“: Scharfe Kritik an Leihmutterschafts-Fall in der CDU
  7. Verheiratete Frauen sind (zunehmend) die glücklichsten von allen
  8. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  9. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  10. Paukenschlag in der Klimadebatte: KlimaGuru Al Gore warnt plötzlich vor neuer Eiszeit
  11. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  12. Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise
  13. Kanadischer Priester mit gebrochener Hüfte erhält im Krankenhaus Sterbehilfeangebote
  14. Erzbischof Sheen warnte bereits 1965 vor falschem Mitgefühl
  15. Goldenstein-Nonnen nach Romreise wieder in Salzburg eingetroffen

Papst: Der wahre Geist des Konzils ist kontinuierliches Wachstum

27. Mai 2009 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Eine "Hermeneutik des Bruchs" habe manchmal zu "Müdigkeit, ja fast Stillstand" in der Kirche geführt, sagte Papst Benedikt XVI. bei der Eröffnung des Kongresses der Diözese Rom.


Rom (kath.net/Zenit) Im Zuge des Zweiten Vatikanischen Konzils, „das gute Früchte getragen hat", gab es nach Worten von Papst Benedikt XVI. eine Interpretationsweise, die unter Berufung auf einen angeblichen „Konzilsgeist" die Absicht hatte, eine Diskontinuität hinsichtlich der Tradition der Kirche festzulegen. Dies sei zum Beispiel dadurch geschehen, dass die objektiv bestehenden Grenzen zwischen der Hierarchie und den Laien verwischt und die Kirche in einem „horizontalen Zuschnitt" betrachtet wurde, „der den Bezug auf Gott ausschloss, was in offenem Widerspruch zur katholische Lehre steht".

Mit diesen Worten wandte sich der Bischof von Rom am Dienstagabend an die römischen Katholiken, die zur Eröffnung des diesjährigen diözesanen Kirchenkongresses in der Päpstlichen Basilika Sankt Johann im Lateran zusammengekommen waren. Im Mittelpunkt des Kongresses steht das Thema: „Mitverantwortung im Leben der Kirche".

Papst Benedikt betonte in seiner Ansprache, dass das Konzil kein Bruch gewesen sei, aus dem eine andere Kirche hervorgegangen wäre. Vielmehr habe es sich um „eine echte und tiefe Erneuerung sowie um das Wachstum eines einzigen Subjekts" gehandelt. Benedikt XVI. erinnerte die Gläubigen an seine erste Ansprache an die Römische Kurie (22. Dezember 2005), in deren Mittelpunkt die Warnung vor einer „Hermeneutik des Bruches" gestanden hatte.


Er bekräftigte, dass es aufgrund einer derartigen, dem Geist des Konzils widersprechenden Interpretation in den darauf folgenden Jahren „nicht immer zum gewünschten Wachstum und zur gewünschten Entwicklung" gekommen sei. Vielmehr könne eine Schwächung des Engagements und manchmal sogar eine gewisse „Müdigkeit, ja fast ein Stillstand", festgestellt werden.

So habe die Synode über die Rolle der Laien 1987 darauf hingewiesen, dass die erleuchtenden, diese Materie betreffenden Aussagen des Konzils nicht ausreichend umgesetzt und verwirklicht worden seien. Dazu sei es gekommen, weil die „gemeinsamen Verantwortungen und Dimensionen " des Gottesvolkes aus einem soziologischen und politischen Blickwinkel gelesen worden seien.

„Und unsere Diözese Rom - an welchem Punkt steht sie? In welchem Maß wird die Mitverantwortung begünstigt?", fragte Benedikt XVI. Bei einer solchen so notwendigen Überlegung sei es zwar wichtig, „jeder Bewegung und jeder Instanz den ihr eigenen Raum" zu geben, aber es dürfe auch nicht darauf vergessen werden, auf die Fernstehenden zu achten. Zu viele Getaufte „leben noch am Rand des Lebens der Kirche". Auch wenn es nicht an Schwierigkeiten fehle, dürften sich die Christen nicht mit der Bewahrung des bereits Erreichten trösten.

Benedikt XVI. verwies auf das Wort des heiligen Paulus, nach dem Christus alles in allem sei. Dies habe die Mauern der Differenzen zwischen den Kulturen niedergerissen. „In Christus werden wir Volk Gottes - vom Papst angefangen bis hin zum letzen getauften Kind." Die Zukunft des Christentums und der Kirche hänge vom Zeugnis eines jeden einzelnen ab, betonte der Bischof von Rom, der alle Laien seiner Diözese aufforderte, „in kleinen Gruppen in den Familien" Erfahrung zu sammeln, wie dies in der Vergangenheit während der von Kardinal Ruini initiierten Stadtmission der Fall gewesen sei.

Der Auftrag zur Evangelisierung gelte allen, so Benedikt XVI. Es liege noch ein langer Weg vor den Christen, da sich allzu viele Getaufte nicht als Glieder der kirchlichen Gemeinschaft fühlten. In Bezug auf die Einwohnerzahl der Pfarreien sei die Zahl der engagierten Laien gering. Aus diesem Grund bedürfe es eines neuen Einsatzes für eine aufmerksamere und bessere Bildung der Laien. Die Aufgabe der Pfarrer sei es, das geistliche und apostolische Wachstum derer zu fördern, die bereits in den Pfarreien tätig seien.

In seinem Grußwort brachte Kardinal Agostino Vallini, Vikar des Papstes für die Diözese Rom, unter anderem seine Dankbarkeit für das „leuchtende Lehramt" des Papstes zum Ausdruck. Der Kardinalvikar erklärte bei dieser Gelegenheit, dass die Diözese Rom aufgrund der böswilligen und verdrehten Interpretationen einiger Erklärungen und pastoraler Entscheidungen Benedikts XVI. leide.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Konzil

  1. Ein Leben im Dienst der Heiligkeit
  2. Kardinal Zen: Vaticanum II hat die Lehre der Kirche nicht verändert
  3. Kardinal Zens Beitrag zur Konzils-Debatte: Wirken Gottes in der Kirche
  4. Der letzte Feind – Leseprobe 4
  5. Der letzte Feind – Leseprobe 3
  6. Der letzte Feind – Leseprobe 2
  7. Der letzte Feind – Leseprobe 1
  8. „Ratzinger ist weltweit der wohl meistgelesene Theologe der Neuzeit“
  9. Das Konzil von Trient






Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  3. Vatikan veröffentlicht scharfe Kritik an deutschen Segnungsleitfäden für Homosexuelle!
  4. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  5. Schisma auf leisen Sohlen
  6. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  7. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  8. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  9. Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise
  10. Erzbischof Sheen warnte bereits 1965 vor falschem Mitgefühl
  11. „Es war, als sähe ich Jesus wirklich“
  12. Papst Leo XIV. und die Zukunft der liturgischen Einheit der Kirche
  13. Paris: Klassische lateinische Messe bringt eine neue Generation in die katholische Kirche
  14. Arche-Sprecher warnt vor Zunahme des Islamismus an Schulen in Deutschland
  15. Buchneuheit: Nuntius Eterović, Stärke deine Brüder. Impulse für eine lebendige Kirche in Deutschland

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz