Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  2. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  3. These: Der dreifaltige Gott soll in der Liturgie der Messe verkündet werden
  4. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  5. „Jesus ja, Kirche nein? – Das ist wie: ‚Ich bin für Fußball, aber gegen Fußballvereine‘“
  6. Glaubenspräfekt warnt vor "Internet-Theologen" und Selbstsicherheit
  7. Vatikan dementiert Bericht über Abweisung Macrons durch den Papst
  8. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  9. Seligsprechungsprozess für Pater Alfred Delp SJ wird eröffnet
  10. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  11. US-Vizepräsident Vance wird erneut beim „March for Life“ teilnehmen und sprechen
  12. Josef Grünwidl ist neuer Erzbischof von Wien
  13. Eine unerträgliche Verharmlosung des tatsächlichen NS-Unrechts!
  14. USA: Breite Mehrheit für Massenabschiebungen – Neue Umfragen stützen Trump-Kurs
  15. "Wir sind Zuschauer bei etwas, was einem Völkermord sehr nahekommt"

Kardinal Zen: Chinas Regierung hat Angst vor religiösen Organisationen

11. März 2008 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bei einem Wien-Besuch nahm der Erzbischof von Hongkong an einem Gebets- und Schweigemarsch für verfolgte Christen teil.


Wien (www.kath.net / zenit / csi) „Die katholische Kirche und andere Religionen in der Volksrepublik China befinden sich nach wie vor in einer schwierigen Situation.“ Das sagte Kardinal Joseph Zen von Hongkong bei seinem jüngsten Wien-Besuch.

„Zwar garantiert die Verfassung Chinas Religionsfreiheit, doch Religionsfreiheit bedeutet im Grunde nicht nur die 'Freiheit zu beten'. Die Regierung in Peking hat keine Angst vor dem Gebet, doch umso mehr vor religiösen Organisationen, weshalb sie nach Kontrolle dieser Organisationen strebt.“

Kardinal Zen nahm in der österreichischen Bundeshauptstadt am großen Schweigemarsch für verfolgte Christen teil, der von „Christian Solidarity“, „Kirche in Not“ und der Union Orientalischer Christen organisiert worden war.

Mehrere hundert Menschen zogen gemeinsam mit dem Wiener Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn und dem Ehrengast aus Hongkong von der Staatsoper über die Kärntner Straße bis in den Stephansdom, wo Dompfarrer Anton Faber einen ökumenischen Wortgottesdienst feierte.

In seinem Vortrag bedauerte der Würdenträger die chinesische Religionspolitik, insbesondere die nicht legitimierte und unabhängig vom Vatikan erfolgte Einsetzung von Bischöfen der Patriotischen Vereinigung (PACC).

Die zentralistisch organisierte katholische Kirche sei davon genauso getroffen wie zum Beispiel die Protestanten, welche in kleinen, unabhängigen Hauskirchen tätig sind, betonte der Kardinal.

„Auf der einen Seite leben die papsttreuen Katholiken nicht ausschließlich im Untergrund, sondern dürfen zuweilen sogar eigene Kirchen haben. Zugleich ist ihre Situation allerdings sehr unsicher, zumal sie jederzeit verhaftet werden könnten.“

Bezüglich der vatikanischen Politik gegenüber Peking habe es zwar gelegentlich Missstimmung in der Untergrundkirche gegeben: „Es war der Eindruck entstanden, der Heilige Stuhl würde nur die Kirche der Patriotischen Vereinigung unterstützen.“

Der im Juni des Vorjahres veröffentlichte Brief von Papst Benedikt XVI. an die Katholiken Chinas habe der romtreuen Untergrundkirche jedoch wieder Bestätigung der Solidarität des Papstes mit der chinesischen Untergrundkirche gebracht. „Dieser Brief war sehr bedeutsam und hat den Christen Chinas sehr viel Hoffnung gegeben“, strich Kardinal Zen hervor.

Die Haltung der „offiziellen Kirche“ ist gespalten: Einerseits ist man dankbar für den Brief, andererseits gibt es weiter die Neigung zur Kollaboration mit den chinesischen Machthabern. Die Reaktion der Untergrundkirche kann als grundsätzlich positiv gesehen werden.

Kardinal Zen appellierte an die im Saal Versammelten, für die Untergrundkirche um Treue zum Heiligen Stuhl zu beten, für die „guten Bischöfe“ der „offiziellen“ Kirche um Mut zum klaren Bekenntnis, für die schwachen Bischöfe, die dem Druck der Kommunisten erliegen, sowie für die Regierung, dass sie die Absichten des Vatikans begreife.

Ein öffentliches Auftreten der Christen in den freien Teilen der Welt sei äußerst wichtig, so der Kardinal. Zur Einkindpolitik und ihrer immer deutlicher werdenden Problematik müssten sich katholische Priester deutlich, aber ohne zu großes Engagement äußern, antwortete der Kardinal auf eine Frage aus dem Publikum.

Zu den bevorstehenden Olympischen Spielen meinte er, die Kirche werde Boykotte nicht unterstützen. Sie hoffe aber auf viele Appelle an die Regierung zur Einhaltung der Menschenrechte. Ein weiteres historisches Ereignis sei die aktuelle Einrichtung einer Vatikanischen Kommission für China. Einem vatikanischen Verhandler mit der kommunistischen Regierung Chinas würde Enormes abverlangt. Um eine geeignete Person zu finden, bedürfe es vieler Gebete.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

China

  1. Chinas Bevölkerung wird nächstes Jahr um 3,2 Millionen schrumpfen
  2. China schränkt Aktivitäten ausländischer Christen weiter ein
  3. Chinesischer Bischof wegen ‚illegaler‘ Messe verhaftet
  4. GfbV kritisiert Wiederwahl von China in den UN-Menschenrechtsrat scharf
  5. China reagiert auf Grußtelegramm von Papst Franziskus
  6. China steuert auf Bevölkerungskrise zu
  7. Peking düpiert Vatikan mit Bischofsernennung
  8. Vatikan kritisiert unerlaubte Bischofsernennung in China
  9. Vatikan verlängert skandalöses China-Abkommen
  10. Papst: Austausch mit China sehr kompliziert






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  3. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  4. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  5. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  6. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  7. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  8. Katholikin Eva Vlaardingerbroek verliert Einreiseerlaubnis nach Großbritannien
  9. Ein neuer Beginn in der DBK ist möglich
  10. Josef Grünwidl ist neuer Erzbischof von Wien
  11. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  12. „Papst Leo XIV. stellt in allen seinen Predigten und Ansprachen immer Jesus Christus in die Mitte“
  13. Neuerlich ein Vandalenakt im Petersdom
  14. These: Der dreifaltige Gott soll in der Liturgie der Messe verkündet werden
  15. "Ich glaube, dass Gott das erste Selfie geschossen hat.“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz