Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  2. Streit kocht hoch: Braucht die barocke Basilika Weingarten wirklich einen neuen „modernen“ Altar?
  3. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  4. Bischof Paprocki: FSSPX ist "im Grunde eine weitere protestantische Sekte"
  5. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  6. Die katholischsten Länder der Welt sind...
  7. "Die Hölle ist der Ort der größtmöglichen Gottesferne"
  8. Bistum Huelva führt verbindliches zweijähriges Katechumenat für erwachsene Taufbewerber ein
  9. Junge brasilianische Katholiken hoffen auf mehr Glaubenslehre und ehrfürchtige Liturgie
  10. Pax tecum – Wenn der Papst über Frieden spricht
  11. Vatikan stuft schottische Mönche nach unerlaubter Bischofsweihe als exkommuniziert ein
  12. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  13. Die Familie ist das Hauptziel des Bösen: Die prophetische Warnung des hl. Scharbel
  14. Erdbebengefahr bei Neapel: Italiens Kirche ruft zum Gebet auf
  15. Kardinal Müller: Das Konsistorium ließ eine tiefgehende Debatte über kirchliche Fragen vermissen

Linz: Erzbischof Alois Wagner gestorben

vor Minuten in Österreich, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bischof Aichern: "Wir sind dankbar für sein geistliches Lebenswerk" Schönborn: "Dankbares Gedenken"


Linz (www.kath.net)
Erzbischof Dr. Alois Wagner ist nach schwerer Krankheit am Montag, 25. Februar 2002 in den späten Abendstunden in Linz verstorben. Der 78-Jährige befand sich seit Mitte Jänner in Spitalsbehandlung. Bereits Anfang Februar hatte Diözesanbischof Maximilian Aichern die Gläubigen zum Gebet für den schwerkranken Erzbischof aufgerufen.

Der einstige Linzer Weihbischof (1969 bis 1981) wurde weit über Österreich hinaus – vor allem in den Ländern der sogenannten „Dritten Welt“ – als Entwicklungshilfe-Bischof bekannt. Nach seiner Berufung 1981 in den Vatikan war Bischof Wagner zunächst Vizepräsident des Päpstlichen Rates „Cor unum“ und zuletzt als Erzbischof Ständiger Vertreter des Vatikans bei den Organisationen der Vereinten Nationen in Rom. Nach Vollendung des 75. Lebensjahres kehrte Erzbischof Dr. Wagner 1999 wieder nach Linz zurück.

Der Linzer Bischof Maximilian Aichern würdigte in einer ersten Stellungnahme den verstorbenen Erzbischof und sagte: „Erzbischof Wagner war eine starke Persönlichkeit, der theologisch und gesellschaftspolitisch die Realitäten klar ausgedrückt hat und immer positiv auf menschliches Handeln aus dem Glauben hingewiesen hat. Wir sind sehr dankbar für sein geistliches Lebenswerk für unsere Diözese Linz, aber ebenso für die Kirche in Österreich und für die Weltkirche.“

Alois Wagner wurde 1924 in Leopoldschlag im Mühlviertel geboren. Nach dem Studium in Linz und in Rom und der Priesterweihe 1952 war er unter anderem Jugendseelsorger, dann Professor für Pastoraltheologie in Linz. Er leitete die Katholische Glaubensinformation und war Mitbegründer des Österreichischen Entwicklungsdienstes (ÖED). 1969 wurde er zum Weihbischof von Linz ernannt. Als solcher war zunächst für die Durchführung der Linzer Diözesansynode 1970 – 1972 zuständig. Ab 1973 berief ihn Bischof Dr. Zauner zu seinem Generalvikar. 1981 ernannte der Papst Bischof Wagner zum Vizepräsidenten des Päpstlichen Rates „Cor unum“ für die Koordinierung der Missions- und Entwicklungsförderung in der Weltkirche. 1992 wurde Bischof Wagner schließlich zum Ständigen Beobachter des Heiligen Stuhls bei den in Rom ansässigen Organisationen der Vereinten Nationen für Ernährung und Landwirtschaft bestellt und gleichzeitig zum Erzbischof ernannt. Während dieser Jahre in Rom nahm sich Erzbischof Wagner gerne auch österreichischer Reisegruppen an, feierte mit ihnen Gottesdienst und führte sie durch den Vatikan.

1999, nach Vollendung seines 75. Lebensjahres, hat Erzbischof Dr. Wagner seine Tätigkeit in Rom beendet und kehrte nach Linz zurück. Solange es seine Gesundheit erlaubte nahm er Einladungen zu Vorträgen und zu Gottesdiensten in der Diözese Linz, aber auch im Ausland gerne an. Als Firmspender fand er, der einstige Jugendseelsorger, auch noch im Alter spontanen Kontakt zu den jungen Menschen.

Noch am Dreikönigstag dieses Jahres hat Erzbischof Wagner das Festhochamt im Linzer Dom gefeiert. Dabei würdigte er einmal mehr die Sternsingeraktion der Katholischen Jungschar, von deren Hilfen er sich bei zahlreichen Reisen in die Missions- und Entwicklungsländer überzeugen konnte. In dieser seiner letzten Predigt nannte der Erzbischof auch vier „Stützen“ eines christlichen Lebens: Es gehe darum Christus zu suchen und durch eigene Taten ein „Stern“ für andere zu sein; Christus zu sehen und das Gespräch mit ihm zu beginnen; Jesu Botschaft persönlich aufzunehmen im Wissen, dass alle Menschen von Gott geliebt sind; und schließlich: Christus zu leben, seine Botschaft umzusetzen.

Schönborn: "Dankbares Gedenken"

"Mit Alois Wagner hat die katholische Kirche einen ihrer in Österreich und in der Weltkirche bekanntesten Bischöfe verloren", sagte der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz, Kardinal Christoph Schönborn, am Dienstag im Gespräch mit dem "Pressedienst der Erzdiözese Wien". Erzbischof Wagner sei für die Erneuerung der Kirche, für die Menschen im "Süden" und für alle Notleidenden eingetreten, betonte der Wiener Erzbischof. Diesen Dienst habe Wagner in Österreich und in Rom, im Zentrum der Weltkirche, geleistet. Für zahlreiche Rompilger sei Erzbischof Wagner immer ein herzlicher, gesprächs- und hilfsbereiter Gastgeber gewesen. "Wir gedenken seiner dankbar im Gebet", sagte Kardinal Schönborn.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Bischöfe

  1. 'Für jeden Unsinn ein Bischof' - Scharfe Kritik an Erzbischof Heße
  2. Mainz: Pater Joshy Pottackal O.Carm. wurde zum Weihbischof geweiht
  3. US-Bischof Malone betet mit seinen sieben Geschwistern wöchentlich Rosenkranz per Videokonferenz
  4. Indiens katholische Bischöfe fordern Aufhebung religionsfeindlicher Gesetze
  5. Papst sagt Weihbischof für Schweizer Diözese Chur zu
  6. Weihesakrament und Leitungsvollmacht
  7. Papst: Ein Bischof ist „ein Diener und kein Herr; ein Hirte und nicht der Besitzer der Herde“
  8. Paderborn: Der neue Erzbischof Udo Markus Bentz hat seinen Platz eingenommen
  9. Kardinal Müller kritisiert ‚kindisches Verhalten’ von Bischöfen, welche die Alte Messe unterdrücken
  10. US-Bischofskonferenz: Kampf gegen die Abtreibung ist wichtigstes politisches Ziel






Top-15

meist-gelesen

  1. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  2. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  3. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  4. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  5. Streit kocht hoch: Braucht die barocke Basilika Weingarten wirklich einen neuen „modernen“ Altar?
  6. Die Familie ist das Hauptziel des Bösen: Die prophetische Warnung des hl. Scharbel
  7. Leo beruft den lehramtstreuen US-Erzbischof Cordileone in die Apostolische Signatur
  8. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  9. Bischof Paprocki: FSSPX ist "im Grunde eine weitere protestantische Sekte"
  10. Kardinal Müller: Das Konsistorium ließ eine tiefgehende Debatte über kirchliche Fragen vermissen
  11. Historiker Raymond Ibrahim: Kreuzzüge waren Antwort auf islamische Aggression
  12. Medjugorje: Gebetsstätten nach Schändung wieder gesäubert und benutzbar
  13. "Die Hölle ist der Ort der größtmöglichen Gottesferne"
  14. Die katholischsten Länder der Welt sind...
  15. Pax tecum – Wenn der Papst über Frieden spricht

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz