Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  2. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  3. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  4. Besser keine Laienpredigt
  5. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  6. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  7. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  8. IOC klärt: Künftig nehmen keine Transfrauen mehr an Frauenwettbewerben bei Olympischen Spielen teil!
  9. „Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln“
  10. Papst sprach mit Familie eines Opfers des Amoklaufs an Grazer Schule
  11. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf
  12. Israel verwehrt Patriarch Zugang zur Grabeskirche – Scharfer internationaler Protest
  13. Demokratischer Politiker aus Texas behauptet, die Bibel unterstützt Abtreibung
  14. Das „Ur-Datum“ des Heils: Warum der 25. März als Tag der Kreuzigung gilt
  15. Gericht: HateAid Geschäftsführerinnen dürfen als ‚linkswoke Faschistende‘ bezeichnet werden

Homosexualität: Äußerungen Münteferings stoßen auf Kritik

vor Minuten in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Sollten Schwulen und Lesben grundsätzlich alle Ämter offenstehen bis hin zum Papst?


Berlin/Hannover/Siegen (kath.net/idea)
Auf teilweise heftigen Widerspruch in den beiden großen Kirchen und der evangelikalen Bewegung sind Äußerungen des SPD-Generalsekretärs Franz Müntefering zur Homosexualität gestoßen. Er hatte unter Hinweis auf den neuen Regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit (SPD), an alle homosexuellen Politiker appelliert, sich zu ihrer Neigung zu bekennen. Sie könnten sich, ihrer Partei und der Öffentlichkeit helfen, wenn sie aus ihrer Veranlagung kein Geheimnis machten. Im Prinzip seien Lesben und Schwule für alle Ämter geeignet, ”sogar als Papst”, so Müntefering in der neuesten Ausgabe des Magazins ”Stern”.

Eine Tochter des Politikers bekennt sich zu einer lesbischen Lebensweise. Der Sekretär der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Rudolf Hammerschmidt, übte gegenüber der Tageszeitung ”Die Welt” heftige Kritik an den Aussagen Münteferings: ”Ich halte das für eine Unverschämtheit, jetzt zu versuchen, dieses Thema dadurch salonfähig zu machen, indem man selbst das Amt des Papstes mit hineinzieht.”

Die Vizepräsidentin des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken, die baden-württembergische Kultusministerin Annette Schavan (CDU), sagte der ”Welt”: ”Das ist eine unsägliche und inakzeptable Äußerung, die im übrigen ungewöhnlich aggressiv wirkt und die religiösen Gefühle vieler Katholiken verletzt. Wenn es um seine Strategien geht, ist Herrn Müntefering nichts heilig.”

Sexuelle Prägung gehört in die IntimsphäreZurückhaltender äußerte sich der theologische Leiter des EKD-Kirchenamtes in Hannover, Vizepräsident Hermann Barth. Er gehe davon aus, daß sich Müntefering mit seinen Äußerungen auf den politischen Raum beziehe. ”Den Hinweis auf das Papstamt halte ich in diesem Zusammenhang für vollständig deplaziert”, so der Theologe gegenüber idea. Grundsätzlich ist Barth der Ansicht, daß der Schutz der Intimsphäre für den Umgang miteinander unverzichtbar sei. ”Jede Nötigung, aus diesem Bereich etwas bekannt zu machen, lehne ich ab”, sagte Barth. Ob Politiker mit ihrer sexuellen Prägung diskret umgingen oder sich ”outeten” sei eine Angelegenheit, die die Betroffenen selbst zu entscheiden hätten.

Der Präses des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes (Vereinigung Landeskirchlicher Gemeinschaften), Pfarrer Christoph Morgner (Siegen), gab zu bedenken, daß das öffentliche Bekenntnis eines Politikers zu einer homosexuellen Lebensweise ”bewußtseinsprägende Wirkung hat”. Nach dem Grundgesetz stehe die Ehe von Mann und Frau aber unter dem besonderen Schutz des Staates. ”Ich kann mir schlecht vorstellen, daß man daneben öffentlich als Politiker andere Formen des Zusammenlebens als gleichwertig propagieren kann.”

Morgner widersprach der Ansicht Münteferings, daß Homosexuellen alle Ämter offen stehen müßten. ”Homosexualität ist eine Fehlprägung, die dem jüdisch-christlichen Menschenbild widerspricht. Deshalb kann die Kirche homosexuell lebende Amtsträger – etwa Pfarrer und Bischöfe –, die ihre sexuelle Prägung propagieren, nicht akzeptieren.” Wenn heute die Homosexualität als ”etwas Normales und Gleichwertiges verkauft wird”, sei dies mit dem christlichen Glauben nicht zu vereinbaren. Die Bibel lehne eine homosexuelle Praxis eindeutig ab.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Homosexualität

  1. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  2. Psychologe verteidigt Therapie bei ungewollter gleichgeschlechtlicher Neigung
  3. Zehn Jahre ‚Sehnsucht der ewigen Hügel‘
  4. Bistum Fulda – stark engagiert beim ‚Christopher Street Day‘
  5. Erzdiözese Salzburg veranstaltet Fortbildungsveranstaltung mit Homo-Aktivisten
  6. Dieses Jahr keine LGBT-‚Pride‘ Parade in Budapest
  7. Erzbischof von Neapel lässt LGBT-Aktivisten während einer Messe sprechen
  8. Pfarre in der Diözese Linz ignoriert Anweisungen aus Rom
  9. Regenbogenpastoral in der Diözese Innsbruck
  10. ‚Politischer Gottesdienst’ mit der Homosexuellen Initiative Linz






Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  3. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  4. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  5. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  6. Besser keine Laienpredigt
  7. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  8. Kanada: 84-Jährige wegen Rückenschmerzen in Notaufnahme, bekommt als Erstes Sterbehilfe angeboten!
  9. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  10. Blutiger Palmsonntag in Nigeria: Dschihadisten massakrieren über 40 Christen in Jos
  11. Vom Todesurteil zur Hoffnung: 'Irans geistliche Ketten werden brechen'
  12. Israel verwehrt Patriarch Zugang zur Grabeskirche – Scharfer internationaler Protest
  13. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  14. Neuer Präfekt des Päpstlichen Hauses, Erzbischof Rajič, betont kirchliche Lehre zur Homosexualität
  15. Das „Ur-Datum“ des Heils: Warum der 25. März als Tag der Kreuzigung gilt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz