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Dankmesse für Jesuiten

23. April 2006 in Weltkirche, keine Lesermeinung
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Der Papst dankte der Gesellschaft Jesu für ihren Einsatz zum 450. Todestag Ignatius von Loyola und erinnerte sie an den besonderen Gehorsam dem Papst gegenüber.


Vatikan (www.kath.net /RV)
Die Jesuiten leisten einen unverzichtbaren Dienst für die Kirche und die Welt von heute. Das hat Papst Benedikt XVI bei einem Jubiläumsgottesdienst für Ignatius von Loyola im Petersdom bestätigt. Am 22. April 1541, vor 465 Jahren also, hatte Ignatius von Loyola mit sechs Gefährten die Sieben-Kirchen-Wallfahrt in Rom unternommen und in St. Paul vor den Mauern sein Gelübde zur Ordensgründung abgelegt.

Zur Dankmesse heute waren 4000 Jesuiten aus der ganzen Welt nach Rom gereist. Am Ende kam der Papst dazu, und der General der Jesuiten, Pater Peter-Hans Kolvenbach, dankte ihm für „die herzliche Zuneigung und das Vertrauen“, das er dem Orden entgegenbringe.

Der Papst erinnerte an den 450. Todestag des Ordensgründers Ignatius von Loyola. Er sei ein „Mann Gottes“ gewesen, der buchstäblich „ad maiorem dei gloriam“ – „zur größeren Ehre Gottes“ gelebt und gewirkt habe. Besonders wichtig außerdem: der Gehorsam gegenüber dem Papst. „Diese kirchlichen Wesensmerkmale, liebe Jesuiten, sollen auch bei euch und in euren Aktivitäten fortdauern, damit ihr die dringlichen und aktuellen Bedürfnisse der Kirche angehen könnt. Mir scheint es besonders wichtig, das Schaffen in den Bereichen Theologie und Philosophie zu betonen. Das sind traditionell die Arbeitsfelder der Jesuiten. Außerdem der Dialog mit der Moderne. Auch wenn die Wissenschaft staunenswerte Fortschritte erzielt, bleibt sie doch stark von Positivismus und Materialismus gekennzeichnet.“

Ein weiteres Anliegen der Jesuiten: die Zusammenarbeit innerhalb der Kirche. Sie wollten, so der Papst, „eine Kultur, die von den Werten des Evangeliums inspiriert werde, die eine tiefe geistliche und kulturelle Bildung erfordere. Genau deshalb war dem Heiligen Ignatius die lange Ausbildung der jungen Jesuiten so wichtig, sowohl im geistlichen Leben als auch an der Universität. Es ist gut, dass diese Tradition beibehalten und noch verstärkt wird, auch und gerade in der modernen Welt, die immer komplexer und unüberschaubarer wird. Ignatius lag auch die christliche Erziehung und die kulturelle Bildung der jungen Menschen am Herzen: Das gab den Anstoß zur Gründung der ‚Kollegien’, die sich nach seinem Tod in Europa und der Welt ausbreiteten. Macht damit weiter, liebe Jesuiten, mit diesem wichtigen Auftrag, und bewahrt den Geist eures Gründers unverändert.“

Benedikt erinnerte auch an den Missionspatron Franz Xaver, dessen 500. Geburtstag die Jesuiten in diesem Jahr feiern. „Sein Beispiel hat unter vielen jungen Jesuiten die Berufung in die Mission geweckt. Er regt bis heute dazu an, dass die Mission in den großen Ländern Asiens weiter gehen möge.“

Den Jesuiten gehören weltweit rund 23.000 Männer an. Der Orden ist mit 2.000 Niederlassungen in mehr als 100 Ländern vertreten.

Foto: © www.jesuiten.org



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