Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  2. Wie wird das „pro multis“ im neuen Messbuch übersetzt werden?
  3. Bischof Wilmer: "Wir wollen keinen deutschen Sonderweg"
  4. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?
  5. Bätzing gegen Papst Leo
  6. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  7. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  8. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  9. Kardinal Fernández räumt geringes Interesse an seinem Dokument über Mission ein
  10. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  11. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  12. „Wir werden erwartet“
  13. Auf zu den Friedhöfen! Wir bitten für unsere Verstorbenen um Gottes Gnade!
  14. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  15. Wie Halloween begann: Das Fest wurzelt in einem großen Exorzismus

Bischof Zen hofft auf ,Normalisierung’ in China

14. März 2006 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Papst will "die Stimme der chinesischen Kirche hören", sagte der designierte Kardinal Joseph Zen beim "Treffpunkt Weltkirche". Ein Bericht von Petra Biermeier.


Augsburg (www.kath.net) „Wir sind im Aufbruch, aber auch in Bedrängnis.“ Das sagte der Bischof von Hongkong und designierte Kardinal, Joseph Zen, beim Internationalen Kongress „Treffpunkt Weltkirche“ in Augsburg. Der 74-jährige Bischof kennt die Lage der Christen in China gut: Er arbeitete sieben Jahre lang jeweils für sechs Monate jährlich in China und konnte die kirchliche Lage dort „gut studieren“, berichtete er auf einer Podiumsdiskussion bei dem Kongress, der vom internationalen Hilfswerk „Kirche in Not“ veranstaltet wurde.

„Ein Schritt vor, zwei Schritte zurück“, so scheine ihm manchmal die Situation der Kirche in China, erzählte der Bischof, der in Shanghai geboren wurde und im Alter von 16 Jahren nach Hongkong zog. Könnte die Religion in Zukunft in China wieder stärker respektiert werden? „Es scheint, als würde sich da bereits etwas tun“, meinte der Bischof am Rande des Kongresses gegenüber Journalisten. „Es ist möglich, dass es soweit kommt. Aber es wird sicher noch lange dauern.“

Die chinesische Regierung sei beispielsweise sehr aufgebracht über die Seligsprechung von 120 chinesischen Märtyrern gewesen. „Das haben sie uns sehr unangenehm spüren lassen“, berichtet er. Derzeit sei alles, wie es immer war: „Die kommunistische Partei kontrolliert alles, und sie wirft der Kirche vor, nur Agenten von westlichen Mächten zu sein.“

Die verfolgte Untergrundkirche und die vom Regime kontrollierte „offizielle“ Kirche, die Patriotische Vereinigung, sind nach Ansicht des Bischofs einander zwar näher gekommen. Dass es bald nur mehr „eine“ Kirche in China geben werde, sei aber nicht absehbar. „Jeder Kontakt wird von der Regierung kontrolliert“, berichtete Bischof Zen. „Wir hoffen aber, dass der Heilige Stuhl mit der chinesischen Regierung sprechen wird und die Situation sich normalisiert und die beiden Kirchen zusammenkommen.“

Die Lage der Untergrundkirche habe sich nicht wirklich geändert, berichtete der Bischof bei einer Podiumsdiskussion. Noch immer werden Priester und Bischöfe festgenommen. „Manche sind schon sehr lange im Gefängnis, ein oder zwei Jahre. Das ist nichts Neues. Neu ist dagegen, dass die offizielle Kirche sich immer mehr dem Heiligen Stuhl zuwendet.“ Das ist für Bischof Zen, der am 25. März von Papst Benedikt XVI. zum Kardinal kreiert wird, ein Hoffnungszeichen.

Auch Benedikt XVI. könnte durchaus etwas zu einer Änderung in China beitragen, ist der Bischof überzeugt. „Der Papst ist in einer guten Position, denn es scheint dass die Regierung ihn respektiert, und so könnte es sein, dass sie auch eine Normalisierung anstrebt.“ Nicht zuletzt ist auch die Kardinalsernennung für Bischof Zen ein Hoffnungszeichen. Für ihn bedeutet sie, „dass der Papst die Stimme der chinesischen Kirche hören will“.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

China

  1. Bistum Hongkong im Aufbruch: Erneut rund 2.500 Taufen zu Ostern 2026, davon 1.600 Erwachsene
  2. "Ein tragisches Unrecht"
  3. Chinas Bevölkerung wird nächstes Jahr um 3,2 Millionen schrumpfen
  4. China schränkt Aktivitäten ausländischer Christen weiter ein
  5. Chinesischer Bischof wegen ‚illegaler‘ Messe verhaftet
  6. GfbV kritisiert Wiederwahl von China in den UN-Menschenrechtsrat scharf
  7. China reagiert auf Grußtelegramm von Papst Franziskus
  8. China steuert auf Bevölkerungskrise zu
  9. Peking düpiert Vatikan mit Bischofsernennung
  10. Vatikan kritisiert unerlaubte Bischofsernennung in China







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. „Wir werden erwartet“
  3. Leo XIV. drängt auf internationale Regeln für Künstliche Intelligenz
  4. Papst baut Sekretariat der weltweiten Synode um
  5. Papst dankt Mercedes für "100 Jahre Papamobil"
  6. „Der Kurierfahrer steuerte die falsche Tür an und landete versehentlich in der Kathedrale“
  7. Vatikan warnt vor ‚Extremismus‘ und ‚Spaltung‘ durch Knien beim Kommunionempfang
  8. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  9. „Die ‚Irish Times‘ hat den 3293. Artikel von jemandem veröffentlicht, der nicht mehr zur Messe geht“
  10. Ulf Poschardt warnt vor Islamismus: Erst sind die Synagogen dran, dann die Christen
  11. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  12. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  13. Papst Leo beantragte Briefwahl-Unterlagen für die Midterms - Papst hat tatsächlich gewählt!
  14. „Mit der Unterstützung meiner Schwiegereltern verließ ich eine nicht-sakramentale Beziehung“
  15. Drei Stunden im Fegefeuer

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz