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Christliche Popmusik hat Wachstumspotential

5. März 2006 in Deutschland, keine Lesermeinung
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Musikmanager Stein: Fünf Prozent Marktanteil sind möglich. Christliche Popgruppen bräuchten mehr professionelle Unterstützung.


Mannheim (www.kath.net / idea) Christliche Popmusik kann auf dem deutschen Musikmarkt einen Anteil von fünf Prozent erreichen. Davon ist der Musikmanager Thomas M. Stein (München) überzeugt. Gegenwärtig liege der Anteil unter einem Prozent, sagte er bei Europas größter christlicher Künstlermesse „Promikon“ (Projekt für missionarische Konzertarbeit) am 4. März in Mannheim vor Journalisten.

Er kritisierte, dass sich viele christliche Gruppen darauf konzentrieren, gute Texte zu schreiben und die Bedeutung der Musik unterschätzen. „Die richtige Verpackung muss noch gefunden werden“, so Stein. Außerdem bekämen die Gruppen nicht genügend professionelle Unterstützung. In den USA stammten etwa acht Prozent der verkauften CDs aus der christlichen Szene. In Deutschland sei sie „noch nicht da, wo sie sein könnte“.

Auch der Popbeauftragte der Stadt Mannheim, Markus Sprengler, sieht einen großen Markt, „wenn sich wertorientierte Musik mehr an aktuellen Stilrichtungen orientieren würde“. Der Sound einer christlichen Band müsse so sein, dass er sowohl zu Gottesdiensten wie auch zu einem Club passe. „Hauptsache echt“, ergänzte der Rundfunkbeauftragte der EKD, Pfarrer Bernd Merz (Frankfurt am Main).

Fragen an Gott und Glaubenszweifel seien genauso wichtig wie missionarische Botschaften. Für die kirchliche Medienarbeit sei es selbstverständlich, die christliche Popszene zu unterstützen. Die klassische Kirchenmusik solle nicht verdrängt, sondern um Glaubensäußerungen von Jugendlichen ergänzt werden.

51 Gruppen und Solisten auf vier Bühnen

Nach Angaben des Promikon-Gründers und Leiters, Christoph Buskies (Greifenstein bei Wetzlar), will die Messe christlichen Künstlern helfen, sich Musik- und Kunstfreunden, Konzertveranstaltern, Produzenten und Plattenfirmen zu präsentieren. Auf vier Bühnen stellten sich 51 Gruppen und Solisten aus Deutschland, Finnland, Schweden und den USA vor. Ihre Darbietungen reichten von Folk, Pop, Rock und Jazz über Klassik, Liedermacher, Gospel und Soul bis hin zu Kabarett, Bauchreden und Comedy. Etwa 25 Prozent der Teilnehmer waren erstmals dabei, teilte Buskies mit.

Als beste Nachwuchskünstler erhielt die 25jährige Sängerin Conny Reusch (Ravensburg) einen „Newcomer Award“, die Band „D:Projekt“ bekam einen „Best of Award“ als beste Künstler 2005. Der Musiker Helmut Jost (Siegen) und der Herausgeber der Volx-Bibel, Martin Dreyer (Köln), wurden als „Künstlerpersönlichkeit des Jahres“ und für „Initiative und Vision“ ausgezeichnet. Laut Buskies beteiligten sich an der Messe, die vor 13 Jahren in Gießen begann, rund 3.400 Künstler und Musikbegeisterte. Dies seien 400 Teilnehmer mehr als im Vorjahr, was einen Besucherrekord bedeute.

Foto: Klemens Hrovath



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